Fehlende Innovationen im LG-Bereich

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    • Fehlende Innovationen im LG-Bereich

      Guten Tag.
      Ein altes M 30 wird aktuell für knapp 1000 Euro angeboten. sportwaffen-schneider.de/product_info.php/products_id/4614
      Wenn ein solches Modell ein derartigen Preis erzielen kann, scheint die Nachfrage sehr groß zu sein, Ähnliches gilt für die alten Haenel-Repetierer.
      Offenbar besteht ein großes Interesse, seitens der Käufer, nach LG mit militärischen Merkmalen in Design und Handhabung.
      Wieso werden trotzdem keine Innovationen entwickelt, die genau diesem Wunsch der Kundschaft entsprechen:

      - militärische anmutende Optik
      - Federdruck
      - Repetierer mit "Kammerstengel"
      - mehrschüssiges Magazin
      - robuste Bauweise, mit möglichst Verzicht auf zu viel Kunststoff ?

      Statt dessen werden Jahr für Jahr praktisch die selben Federdruckmodelle veröffentlicht, mit marginalen Veränderungen. Fehlt der Mut eine
      entsprechende Neuerung zu entwerfen?
      Ich besitze die Diana 300r und bin sehr zufrieden, unter anderem auch, weil es ein Modell ist, das positiv aus der Masse heraus sticht.

      Diana hat vor Kurzem ein LG im K 98-Stil herausgebracht. Aber eigentlich ist es das angestaubte Prinzip, nur mit einer neuen Schäftung. Die
      Qualität mag gut sein, aber wieso gibt es im Luftgewehrbereich (Federdruck) so wenig Vielfalt ? Ich bin mir sicher, dass ein LG im K98-Look MIT Magazin und Kammerstengel nicht nur eine echte Neuerung gewesen wäre, sondern auch die Kundschaft nachhaltig beeindruckt hätte.
    • BLSwagger schrieb:


      Offenbar besteht ein großes Interesse, seitens der Käufer, nach LG mit militärischen Merkmalen in Design und Handhabung.
      Bei der Air Magnum stört man sich am Kunststoffschaft und wünscht sich diesen aus Holz,
      Fischhaut-Oberfläche, "Hunter" in vielen Modellbezeichnungen...

      Da kann man also nicht von Military-Optik sprechen, die haben ja nun wirklich keinen Holzschaft
      mehr. Hängt dann vielleicht mehr in Richtung Jagd. Bzw. ist dieser Markt und diese Verwendung
      im Ausland ja auch vorhanden.
    • Ich finde, der Themenstarter hat voll recht.
      Walther hat mit ihrer Homage an alten Western Unterhebelspanner voll ins schwarze getroffen und sowohl die Tests, aus Deutschland und der Welt, als auch die Verkaufzahlen bestätigen dieses.
      An der Form, der Ergonomie und der Handhabung ist an der Lever Action nichts innovativeres als an der Diana K98. Am gegenteil, es handelt sich um ein uraltes Konzept.
      Wenn man betrachtet, wie geliebt die alten Rapetierer von Haenel oder Anschütz sind, trotz ihrer skurillen Munition und schwachen Schussleistungen dann denke ich, dass eine Neuauflage, mit zeitgemässen 4,5mm Diabolo und mehrschüssigem Magazin, schon ihren Markt finden würden.


      Gruß
      OLa
    • Was mich wundert ist, daß es je nach "Epoche" bestimmte cVerschlußsysteme "in" sind. Im Moment nahezu ausschließlich Kammerstengel, die das nächste Dia in den Lauf schieben und Luft, die von unten in den Laufbereich und dann durch Aussparungen seitlich in das Innere des Laufes gepustet wird.

      Je nach Jahrzehnt war quasi ein anderes Verschlußsysem (wie eine Klappe (LGR, LG90) oder bei der Diana 75 und FWB300, ...) in.

      Beim Schaft gab es eine Zeitlang die dickeren nach vorne unten spitzer zulaufenden Holzschäfte. Jetzt eher konservative Holzschäfte, Rotex und Kunststoff.

      Eine zeitlang sehr dicke Laufmantel und momentan eher dünne, filigran wirkende Läufe.

      Gruß Play.
      Feinwerkbau: (FWB 600, 601,602, 603, 300S, 65, 100, 150), Steyr 110, Anschütz SA 2001, Walther: (LGM2, LG90, LGR, WLA, P88), AR20, Air Magnum, Single, Weihrauch: (HW77, HW40, HW 75), Zoraki: (914, 918, R1), Colt (1911, M45 CQBP, SAA), Umarex: (MP40, C96, HPP, SA177), Smith & Wesson: (586, Chiefs Spezial), GSG: (M11, CP1-M, CR600W, PR900W, P08), Crosman: (2240, 1377), Norconia: (P1, QB78d), Hatsan: (Hercules, Carnivores), Diana: (D75, Chaser), Excalibur (Exomax, Matrix Mega405, Bulldog400).
    • naja. eigentlich muß man nur das haenel 310 umbauen zum 98k. dann hat man mehr 98k zum billigeren preis als dieses dianagerät

      versteh ich eh nicht das die lieber ein diana kaufen für über 100 mehr

      ansonsten hab ich nie verstanden, das umarex oder welcher hersteller auch immer nicht mal eine kleinstserie schäfte in nußbaum oder andren schafthölzern haben durch ihre schaftfräsmaschinen mitlaufen lassen. der maschine ist doch egal, aber dann zeigt mann auch malinnovation. dann kostet der schaft 50 euro mehr. die gehn doch weg wie warme semmeln.

      ich würd mit solchen kleinaktionen immer im gespräch bleiben..

      zubehör und custom ist hier in deutschland nicht so ausgeprägt

      son 98k könnte man aus nem haenel bei gut 280 materialkosten für 380 euro bauen, wenn der umbauer was davon haben will.

      würd ich jedenfalls dem diana konglomerat vorziehen.
      meins sah dann so aus.

      aus der archäologie hab ich gelernt, das am ende einer entwicklung, egal wie oft es neu erfunden wird,immer eins fast selbe form entsteht, wenn sie dann ideal ist.

      daher wundert es mich nicht das innovationen irgendwann etwas nachlassen.

      gruß edwin
      INVICTUS
    • Ich habe eher das Gefühl, das sich die ganzen Federdruckrepetierer nicht mehr in einem vernünftigen Kostenrahmen fertigen lassen.
      Die Diana kostete am Ende knapp 1000€.
      Wenn man dann den noch recht großen Gebrauchtmarkt betrachtet ist wahrscheinlich keiner mehr bereit den Aufpreis für eine Neufertigung mit einem anderen Schaft zu bezahlen.
      Da liese sich herstellerseitig eher etwas auf Basis der Air Magnum oder einer anderen CO2 Waffe machen.
      Die Welt wird nicht bedroht von den Menschen, die böse sind, sondern von denen, die das Böse zulassen. (Albert Einstein)
      Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt. (Albert Einstein)
    • Bad.Boy schrieb:

      Ich habe eher das Gefühl, das sich die ganzen Federdruckrepetierer nicht mehr in einem vernünftigen Kostenrahmen fertigen lassen.
      Das wird aus Herstellersicht wahrscheinlich so sein, leider. Wenn man sich aber mal anschaut, was die Leute für die alten Stücke zu zahlen bereit sind, ist die Spar-Mentalität der Luftgewehrfreunde und -sammler wohl nicht so ausgeprägt, wie die Hersteller glauben.

      Da gehen gut erhaltene Haenel-Repetierer für 300€ und mehr weg, exotische Modelle verschiedenster Hersteller wie z.B. Falke 80 / 90 kosten praktisch immer mehr als 500 €. Und da reden wir von gebrauchter Ware, meist ohne Funktionsgarantie geschweige denn Reparatur- oder Rückgabeservice.

      Wenn wir uns die aktuell erhältlichen Luftgewehre des niedrigen und mittleren Preissegments anschauen, sind das alles bloß billige CO2-Plastikplempen oder 08/15-Knicker. Materialqualität und Design muten wie Kinderspielzeug an, herausstechende Merkmale gibt es selten. So ein quasi hauseigener Schaftumbau wie beim Diana K98 ist schon das höchste der Gefühle - und selbst da nur sehr faul umgesetzt. Das hochpreisige Segment wird vollständig von modernen Pressluftsystemen eingenommen, die ja nicht jedermanns Sache sind.

      Ich glaube, wenn sich ein Hersteller hinsetzen und alte Klassiker mit viel Liebe zum Detail sowie originaler Qualität fertigen würde, wären die Lager in kürzester Zeit leer. Man denke nur an eine Neufertigung des Diana 58 Modell 1915 mit der "Repetier-Sicherung" oder das Haenel V Rep. mit 18-Schuss Diabolo-Tellermagazin. Obwohl die Dinger entsprechend teuer sein würden, bliebe die Kundschaft bestimmt nicht aus.

      Der Innovationsmangel ist eine Fehleinschätzung des Marktes seitens der Hersteller.
      If W is the number of weapons you currently own and N the number of weapons you would need, then: N = W + 1

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von zyx ()

    • Mich ärgert das auch...
      Wollte ein LG im sniper-look. Von mir aus als Knicker...
      Die Standard Kniften haben oft nur Läufe dünn wie Maccaroni...
      Im Airsoftbereich gibt es dazu alles Erdenkliche.
      Habe mir dann das Browning x-blade geholt...
      Kunststoff-Lauf und schießt grottig :(

      Hier würde ich mir wirklich mehr Innovationen wünschen....
    • SWS hat noch welche im Holzschaft: Link
      Umbau klappt nicht so einfach, die Bohrung für die Kartusche
      ist deutlich größer als für den CO²-Adapter.
      Weise einen intelligenten Menschen auf einen Fehler hin und er wird sich bedanken.
      Zeige einem dummen Menschen einen Fehler und er wird dich beleidigen.
    • Ich finde auch, dass es in diesem Segment schon lange an den Innovationen fehlt.

      Jedes Jahr kommen immer neue Modelle als Knicker etc. auf den Markt.
      Es ist einfach was ganz anderes ein Gewehr mit Holzschaft zu benutzen, anstatt diese modernen Kunststoffschäfte die mich immer an "Made in China" erinnern.
      Aber wie oben schon auch erwähnt worden ist, die Masse will günstige Gewehre, denn Geiz ist geil und da will man mal nicht eben 200€+ ausgeben für ein bisschen LG schießen.

      Aus diesem Grund habe ich mich mal für die Zukunft mit Haenel und Diana 30er Gewehren eingedeckt.
      :D
      Bilder
      • IMG-20170415-WA0000.jpg

        115,84 kB, 720×1.280, 22 mal angesehen
    • cheng schrieb:

      zumindest ist das das erste Unterhebelspanner mit Magazin, das ich gesehen habe.
      Diana 300R

      Gab's aber schon.......mittlerweile wieder eingestellt.....


      Außerdem finde ich,daß die Vielfalt doch in der vergangenen Zeit durchaus zugenommen hat....man denke an GSG-Produkte in Pressluft und CO2 ...QB78 von Norconia....Walther-Modelle.....Hatsan "Großkaliber" .....mehr Läufe mit UNF-Gewinde......und Einiges kommt evtl. ja auch noch.......
      So eine Art "Wunschthread" gab es hier auch schon mal........ein Vorkomprimierer,der mit nur einem Hub die 7,5 Joule voll ausreizt....Laufgewinde hat und dabei evtl. noch mehrschüssig ist...ich glaube,daß war so ein Kandidat von nicht nur mir...... ;)

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Dorgo ()