Waffe ohne F - über 16,5 Joule- Möglichkeiten ohne EWB?

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  • Hallo werte Gemeinde,

    ich besitze aktuell noch eine geerbte Weihrauch HW35 ohne F Zeichen, Baujahr müsste ca. 1965 sein somit wegen Bestandsschutz ganz legal auch über 7,5 Joule. Ein Bieter hat mich jetzt mit einer Frage konfrontiert die ich ihm so nicht beantworten kann und hoffe auf daher auf euer Wissen. Besagtes Gewehr möchte er aufarbeiten und in diesem Zuge auch gleich etwas „tunen“, angenommen er stellt sich da recht gut an und die Weihrauch hat danach mehr Joule als damals neu, evtl. sogar über die 16,5 J, darf er die Waffe trotzdem noch legal ohne EWB besitzen?

    Natürlich darf alles überhalb der 7,5 Joule nur am Schießstand geschossen werden, das ist klar, hier stellt sich nur die Frage welche Grenzen es beim Besitz gibt.

    Vielen Dank für eure Einschätzung.

  • Moin, die Waffe darf nur die Ursprüngliche Joule Stärke besitzen.

    MfG

    Luftdruck: CP99, Perfecta 47, Zoraki HP-01, SSW: Röhm RG3, Airsoft: KWC SP2022 Federdruck, P99 AEG, 2X Umarex MP7 AEG, Umarex G36C, Franchi SAS 12 Federdruck, Armbrust: Umarex CF 118

  • Wenn er originale Weihrauch Teile verbaut, sehe ich darin kein Problem.

    Siehe als Beispiel Fwb300 die restauriert trotz F auch auf über 8J kommt

    Aber mehr als 14J in einer Hw35 wird, denke ich schwierig sein zu erreichen und wenn dann bloß so lang bis sich die Feder gesetzt hat.

  • Wenn er originale Weihrauch Teile verbaut, sehe ich darin kein Problem.

    Siehe als Beispiel Fwb300 die restauriert trotz F auch auf über 8J kommt

    Aber mehr als 14J in einer Hw35 wird, denke ich schwierig sein zu erreichen und wenn dann bloß so lang bis sich die Feder gesetzt hat.

    Ich bin mir da ehrlich gesagt nicht so sicher, das F sagt doch eigentlich dass sie unter 7,5 Joule haben muss. Aber gut, in meinem Fall hat die Waffe kein F und soweit ich weiß gab es damals auch keine Obergrenze für Luftgewehre, es könnte jedoch sehr gut sein dass der Bestandsschutz erlischt sobald nicht originale Teile verbaut werden, aber zumindest ne Export Feder von Weihrauch sollte schon legal machbar sein.

  • Ich werde wohl mal vorsichtshalber den Bieter sagen dass ich hierzu keine belastbare Aussage treffen kann und er sich, sollte er den Zuschlag erhalten, selbst über die aktuelle Rechtslage informieren muss… sicher ist sicher.

    Aber dennoch ein interessantes Thema zudem ich in den weiten des Internet keine belastbare Aussage finden konnte. Gibt Leute die schreiben ohne F keine Obergrenze, sogar wenn er 20 Joule raus bekommt ist das völlig legal, auch wenn es bei der HW35 wohl alles andere als realistisch ist.

  • Die Leistung kann man ja recherchieren, meine Schnellsuche ergab ca. 10 Joule für die 35er, naja da muss der Käufer selbst entscheiden und dafür grade stehen.

    MfG

    Luftdruck: CP99, Perfecta 47, Zoraki HP-01, SSW: Röhm RG3, Airsoft: KWC SP2022 Federdruck, P99 AEG, 2X Umarex MP7 AEG, Umarex G36C, Franchi SAS 12 Federdruck, Armbrust: Umarex CF 118

  • Moin,

    für mich persöhnlich = ganz dünnes Eis.

    Du hast dieses Teil geerbt, alles Gut.

    Der momentane Interessent weiß aber genau,

    das diese Waffe eigentlich WBK pflichtig ist,

    er sucht also gezielt nach einem Teil,

    das er legal niemals bekommen würde ... :/

    Sollte es dumm laufen und diese Waffe taucht irgendwann

    mal im Zuge einer Polizeiermittlung auf,

    "KÖNNTEN"... auch auf dich Fragen zukommen,

    da du vor dem Verkauf von den Tuningabsichten

    gewußt hast.

    Gruß Wolf

  • Ich hatte früher mal so ein altes HW35 mit den besagten 16 Joule. Das teil dieselte trotz Reinigung und kickte auch ordentlich beim Schuss. Konnte keine engen Gruppen damit schießen. War insgesamt nicht glücklich damit und es ging dann wieder weg über die bekannte online Plattform.

    GmbH

  • Als ich meinen Kleinkaliber bei der Kreispolizeibehörde abgab, kam es zu einem kleinen Plausch. Der SB meinte, dass oft "Schlaumeier" kämen, ohne :F: mit beachtlicher Leistung.

    Er habe neulich noch Angaben zur Leitung eines "Ohne- :F: Gewehrs" vom Hersteller bekommen. Dann folgt der Abgleich soll/ist und der Ärger beginnt.

    Besagtes Gewehr möchte er aufarbeiten und in diesem Zuge auch gleich etwas „tunen“, angenommen er stellt sich da recht gut an und die Weihrauch hat danach mehr Joule als damals neu, evtl. sogar über die 16,5 J, darf er die Waffe trotzdem noch legal ohne EWB besitzen?

    Der soll Dir einen schönen Kaufpreis zahlen und dann nicht vergessen, dass OWI im WaffG bis zu 10 000€ bestraft werden können. Nicht vergessen: Jeder ist seines Glückes Schmied.

    Liebe Grüße Udo

    Die friedlichsten Menschen,
    die mir bis jetzt begegneten,
    waren bewaffnet!

  • Das ist von 1965 und im Originalzustand, ich kann das ohne Probleme verkaufen solange der Käufer volljährig ist. Auf eGun sind immer mal wieder andere drinnen ohne F, alles kein Problem solange vor 1970 gefertigt. Als Verkäufer bin ich doch nicht dafür verantwortlich was der Käufer dann mit der Waffe anstellt, solange der Verkauf gesetzeskonform abläuft.

  • Aber dennoch ein interessantes Thema zudem ich in den weiten des Internet keine belastbare Aussage finden konnte. Gibt Leute die schreiben ohne F keine Obergrenze, sogar wenn er 20 Joule raus bekommt ist das völlig legal, auch wenn es bei der HW35 wohl alles andere als realistisch ist.

    Er darf das Gewehr in den Orginalzustand versetzen. Wen es 10J hatte darf er es auf maximal 10J wieder bringen. Zudem

    ist das Gewehr, wenn es über 7,5J hat, nur noch auf dem Schießstand zu schießen, nicht mehr daheim oder im Garten!

    Gruß

    Thomas

  • Wenn das Gewehr vor 1970 in Verkehr gebracht wurde

    unterliegt es keinen Beschränkungen, theoretisch sind

    auch 1000 Joule legal. Die Grenze wird überschritten

    wenn der Umbau das ursprüngliche Gewehr ersetzt,

    also wesentliche Konstruktionsmerkmale erheblich

    verändert werden. Das ist durch eine andere Feder und

    Dichtung sicher nicht der Fall.

    Weise einen intelligenten Menschen auf einen Fehler hin und er wird sich bedanken.
    Zeige einem dummen Menschen einen Fehler und er wird dich beleidigen.

  • Kannst du das durch einen Gesetzestext belegen?

    Weise einen intelligenten Menschen auf einen Fehler hin und er wird sich bedanken.
    Zeige einem dummen Menschen einen Fehler und er wird dich beleidigen.

  • Mal Abgesehen, das die Diskussion sehr akademisch ist - wenn ich eine Feder einbaue, die wesentlich stärker ist als es das Original war, ist das eine wesentliche Änderung an einer Schußwaffe.

    Zweitens - sein wir doch mal ehrlich - ich glaub nicht, das jemand ohne WBK mit einer 16 Joule HW35 auf einem Schießstand schießen wird ...

    Um das an die Wand zu hängen, was man eventuell dürfte, braucht es eigentlich gar keine Feder drin ...

    Und wenn derjenige erwischt wird, spielt es auch keine Rolle, ob die Knifte 9 oder 40 Joule hat .....

    Verkauf ihm die gerne, und mach aber bloß keine Aussagen, das der Käufer da eine andere Feder als eine dem original entsprechende einbauen darf, und belehre ihn vorsichtshalber auch noch, das mit der Waffe nur auf zugelassenen Schießstätten geschossen werden darf.

    Dann bist Du zumindest raus, wenn der Idiot erwischt wird ;)

  • Nicht, das ich wüsste. Das kam erst nach dem Krieg in Großbritannien auf, weil dort Luftgewehre für die Schädlingsbekämpfung genutzt wurden. Bis 1971 hat man ja dafür in DE (im Westteil) noch problemlos die viel wirksameren Flobertgewehre oder KK gehabt. Die reichte auch für den Fuchs. Wozu dann also stärkere Luftgewehre ? die hörten all so bei 9-10 Joule auf...

  • Mal Abgesehen, das die Diskussion sehr akademisch ist -

    ... ohne WBK mit einer 16 Joule HW35 auf einem Schießstand schießen wird ...

    Mich würde interessieren, wie man mit einem Luftpüster über 7,5 J

    und ohne "F" überhaupt zum Schießstand kommt,

    bzw. wie ich das bei einer Kontrolle erkläre ... ^^

    Gruß Wolf

  • Ein nicht :F: Gewehr hat erstmal keine Joule Begrenzung.

    Und so lange da keine wesentlichen Teile verändert werden, ist es wenn vor 1970 gebaut legal.

    Und ob da 1965 eine stärkere Feder oder auch nur ein paar Unterlegscheiben eingebaut wurden, ist meiner Meinung nach egal.

    Und ob das Ding nun 12,13 oder auch 16J hat, das sollte ziemlich egal sein, geschossen werden darf es sowieso nur auf einem offiziellen Schießstand.