Posts by JMBFan

    Ich überlege, ob ich mich mal am Selbstbau eines Handböllers versuche - gemeinsam mit einem Bekannten, der einen kleinen Maschinenbau-Betrieb besitzt und ebenfalls Gefallen an der Idee hat.

    Natürlich ist mir klar, dass es einen Böller-Beschuss braucht und den Pulverschein ebenfalls.

    Aber ansonsten ist mir nicht so recht klar, was man darf und was man nicht darf beim Bau eines Böllers. Einige Quellen meinen, Böller fallen in keiner Weise unter das Waffengesetz, weil eben kein Geschoss durch einen Lauf getrieben wird. Lediglich das Beschussgesetz und die zugehörige Verordnung sind relevant. https://www.waffenrechtslupe.de/paragraphen-bollern-726

    Die Böller, die ich bisher gesehen habe, sind eigentlich meist überdimensionale Vorderlader-Pistolen, Gewehre oder Kanonen. Es gibt keine Sperren gegen das Laden eines Geschosses. Ich gehe also davon aus, dass es hier auf die Zweckbestimmung (Böller) ankommt und nicht auf die technische Möglichkeit, einen Böller mit einem Geschoss zu laden. Die Beschussverordnung erwähnt, dass der Beschuss eines Böllers wie bei einer glattläufigen Vorderladerwaffe durchgeführt wird. Auch das deutet darauf hin: Die Zweckbestimmung zählt.


    Wenn für Böller das Waffengesetz nicht gilt, dann gilt wohl auch nicht die Erfordernis eines historischen Vorbilds. Bedeutet das, dass ich frei bin, was das Design betrifft? Wäre auch ein futuristisch aussehender Böller möglich?


    Auch mehrschüssige Perkussions-Böller scheinen legal zu sein, ich habe mehrere dreischüssige Exemplare gesehen. Die Beschussverordnung schreibt vor, dass der Zündkanal eines Handböllers maximal 2mm Durchmesser haben muss und natürlich das ganze Teil den Beschuss überstehen muss, aber ansonsten sind keine Anforderungen erkennbar. Die Zündung muss "sofort erfolgen", also keine Steinschloss-Böller - es muss Perkussion sein.

    Eine Replika der "Tri Barrel Plasma Gun" aus "Men in Black" in einer Perkussions-Böller-Version wäre doch mal eine coole Sache, oder? Würde bei einer Schau-Böller-Veranstaltung sicher Aufsehen erregen.

    Könnte ich sowas machen, oder habe ich etwas übersehen?

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    Soweit ich weiß sind diese "Auto Trigger Gloves" seit 2017 in den USA verboten und der Hersteller hat dichtgemacht. In Deutschland dagegen müsste sowas legal sein - aber sinnlos. Magazine sind auf 10 Schuss begrenzt und KEIN Schießstand wird eine derartige "Praxis" tolerieren.

    Selbst wenn das nicht so wäre - so ein klobiger Handschuh, echt jetzt? Würde ich niemals tragen wollen.

    Punkt Vier, die Form des gezeigten BH entspricht meiner Meinung nach nicht dem „narrow and long with a low angle of attack“.

    Also, Shartac sagt dazu auf der Webseite, dass man das bei heutigen leistungsstarken ABs anders bewerten muss. Die breiten Schneiden fügen dem Wild mehr Schaden zu ("cutting diameter") und sind deshalb besser geeignet als schmale Spitzen.

    Ich habe keine Ahnung von diesen Dingen und brauche gar keine Jagdspitzen - wofür auch? Aber eine "Allesverschieß-AB" ist doch ein reizvoller Gedanke. Schrot, Stahlkugeln, Nägel, normale Bolzen - cool, oder?

    Da wird ein massiver, mächtiger, männlicher ;) Broadhead genommen und für eine PAB „umgeschustert“. Ich mag Jörgs Basteleien aber genau wie bei Nägeln als PAB Pfeil, sehe ich für diese Art von Broadheads auf einer PAB keinen Grund.

    Da habe ich wohl ein Video verpasst... ich habe nur gesehen, wie er eine EK Archery Hex400 für den Test der Shartacs verwendet. Das ist zwar eine Billig-AB, aber ausgewachsen ist sie schon mit sicher über 180 Joule. Gibt's auch ein Video mit PABs und den Single Bevels?
    Sicher hat Ashby eher (schwache) Bögen genommen, aber spricht das nicht eher FÜR eine Verwendung dieser Spitzen in schwachen ABs? Klar, eine 500 fps Top AB wird wahrscheinlich auch einen Pfeil mit Blunt-Spitze quer durch einen Büffel treiben, aber eine schwache AB eben nicht.
    Nägel als Bolzen sind sicher eher schlechte Alternativen, haben aber den Quick-and-Dirty "Prepper" Charme. Voll Mad Max mäßig eben. Billig sind sie auch und wer Spaß daran hat, warum nicht.

    Wenn man natürlich mit der AB jagen will (wo erlaubt), dann kann man auch der "Schule" von Ed Ashby folgen. Der sagt: Ein Pfeil sollte so schwer sein, wie es mit der gewünschten Ballistik möglich ist, und dann auch einen erheblich weiter vorn liegenden Schwerpunkt haben. Das wird dann durch eine sehr schwere Spitze erreicht, die einen "Beitelschliff" hat ("Single Bevel"). Laut Ashby knacken die Spitzen Knochen völlig mühelos, weil sie sich im Körper des Tieres drehen.

    Für Deutschland machen solche Pfeile natürlich keinen Sinn.

    Es sind ja meist gar nicht die Schäfte, die Schaden nehmen - sondern die Nocken und die Vanes. Solche Schäden entstehen meistens durch "Robin Hood" Treffer, die man leicht vermeiden kann - niemals mehr als einen Bolzen auf dasselbe Ziel schießen.


    Ansonsten löst sich mal eine Spitze, was man leicht reparieren kann.

    Anders ist es natürlich, wenn man auf ein ungeeignetes Ziel schießt. Aus einem Baumstumpf bekommst Du auch einen Stahlbolzen nicht heil heraus, und einen Pfeil auf eine Steinwand zu werfen wird auch zu 99% zur Zerstörung des Bolzens führen.


    Ich weiß gar nicht mehr, wann mir zuletzt ein Pfeilschaft kaputt gegangen wäre.

    Bei der leider nicht mehr erhältlichen STS AR-480 MK2 war die Kurbel ohne Werkzeug abnehmbar und man konnte sie an den Korpus anklippsen - wurde durch Magneten festgehalten. Die Winde selbst war voll in den Korpus integriert. Eine saubere Sache.

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    Alle Cobra R Modelle haben eine leicht nach vorn geneigte Picatinny-Schiene. Das ist Absicht und notwendig, wegen der recht hohen Position der Zieloptik und der recht langsamen Pfeilgeschwindigkeit. Ansonsten wäre es unmöglich die Waffe sauber einzuschießen. Bei vergrößernden Zieloptiken ist das Problem noch stärker ausgeprägt - weil das Sichtfeld kleiner ist, logischerweise. Man würde dann das Ziel überhaupt nicht mehr sehen. Also kippt man die Schienen nach vorn.

    Diese Vorneigung ist auch bei Schusswaffen üblich - immer dann, wenn weitere Distanzen zu überbrücken sind. Schwerkraft eben. Bei der Siege ist diese Vorneigung einstellbar. Die Metall-Schiene ist mit seitlichen Gelenkschrauben am Schloss befestigt und eine von oben eingeschraubte Madenschraube stellt die Vorneigung ein. Ist diese zu hoch - einfach die seitlichen Schrauben etwas lösen, dann die Madenschraube zurückdrehen und die Schiene kippen bis die gewünschte Neigung erreicht ist. Dann die seitlichen Schrauben wieder festziehen.

    Man muss danach allerdings die Niederhaltefeder neu einstellen, da diese ebenfalls an der Schiene befestigt ist. Ein Hochstellen der Schiene stellt eben auch die Feder mit hoch.


    Dieses Laser-Verbot ist aber auch wirklich eines der leuchtendsten Beispiele idiotischer Passagen im deutschen Waffenrecht. Es steht auf einer Stufe mit den Wurfsternen, Nun-Chakus und Butterfly-Messern. Für alle diese Objekte hätte ein Führverbot vollkommen ausgereicht. Was einen Ziel-Laser nun gefährlicher macht als ein Red Dot, das erschließt sich mir nun so überhaupt gar nicht.

    Diese Verbote sind doch nur aufgrund von unrealistischen Hollywood- und Bruce-Lee-Filmen erlassen worden.

    Meiner Erfahrung nach sind Richter bei Vorliegen einer höchstrichterlichen Entscheidung sehr selten bereit, anders zu entscheiden. Da müsste schon ein sehr signifikanter Unterschied zwischen dem zur Entscheidung anstehenden Fall und der vorherigen BVerwG-Entscheidung vorliegen. Es ist absolut nicht gut für das Ansehen eines Richters, wenn er seine Entscheidung von einer höheren Instanz um die Ohren gehauen bekommt.

    Der "hungrige Staatsanwalt", der scharf wie ein Bluthund jedem Fall hinter hechelt, gehört ebenfalls in die "Mythos" Kategorie. Wenn ein durchschnittlicher deutscher Staatsanwalt mit einem neuen Fall konfrontiert wird, dann wird er IMMER zuerst nach Gründen suchen, NICHT tätig zu werden. Ein Staatsanwalt will seine Fälle gewinnen, bei Vorliegen einer einschlägigen höchstrichterlichen Entscheidung ist das wenig wahrscheinlich.

    Ein typischer Ablauf wäre wie folgt:

    Bei einer Routineüberprüfung der sicheren Aufbewahrung von erlaubnispflichtigen Waffen wird bei einem WBK-Inhaber zufällig ein Bogen mit montiertem Laser-Zielsystem entdeckt. Die Mitarbeiter der Waffenbehörde rufen die Polizei und der Bogen wird samt Laser sichergestellt. Der WBK-Inhaber geht zu seinem Anwalt und macht ihn auf das Urteil sowie auf die WaffVwV aufmerksam. Der Anwalt erhält Akteneinsicht und lässt sich zur Sache ein, zitiert natürlich sowohl das Urteil als auch die Verwaltungsvorschrift. Daraufhin wird das Verfahren eingestellt und der Bogen wird nach einigen Wochen dem Besitzer zurückgegeben. Davon wird die Waffenbehörde in Kenntnis gesetzt. Eine Aberkennung der Zuverlässigkeit ist aufgrund des Vorfalls nicht zu rechtfertigen.

    Denn mir sind genügend Fälle bekannt (privat, aber auch ein Blick ins Internet genügt), in denen es auch NACH dem (eigentlich bindenden) höchstrichterlichen Urteil aus 2009, noch Anklagen, Hausdurchsuchungen, Beschlagnahmungen und auch die Aberkennung der sogenannten Zuverlässigkeit (Verlust der WBK), gab !


    Wie ist das zu erklären ???

    Wie ich bereits ausführte, wenn keiner der Beteiligten Kenntnis von dem Urteil hat, dann wird ein Richter sich auch nicht daran orientieren. Es ist natürlich die Aufgabe des Verteidigers, solche Urteile ausfindig zu machen und sich darauf zu berufen. Aber viele Verteidiger sind, naja, schlecht bzw. geben sich keine Mühe.

    Vor Gericht und auf hoher See ist man immer in Gottes Hand, aber trotzdem halte ich die Chancen, in einem solchen Fall (also Picatinny-Laser an einem Bogen befestigt) ohne Konsequenzen davon zu kommen, für sehr hoch. Wahrscheinlich wird es nicht einmal zu einer Anklage kommen. Gegen die Aberkennung der waffenrechtlichen Zuverlässigkeit kann man natürlich auch Rechtsmittel einlegen. Hier würde sogar eine Beschwerde bei der Direktion der zuständigen Waffenbehörde in Frage kommen, denn die SBs sind an die WaffVwV gebunden.

    Das sehe ich auch so. Die F-Impact ist eben die F-Impact und kein Bastelvehikel.

    WENN ich schon eine "offene" Impact kaufen würde (WBK vorausgesetzt), dann wohl die 9mm Version. 18 Schuss im Magazin, 211 Joule pro Schuss und der "Dampf" reicht für zwei volle Magazine. Mit Schalldämpfer natürlich... Träumchen.

    Seufz.

    Ich sehe das so:

    Das Laser-Verbot wurde zunächst von den meisten (allen?) Behörden und Gerichten streng ausgelegt. Ein Laser, der die typischen Merkmale eines Ziel-Lasers auswies, oder eine Lampe, die die Merkmale einer Ziel-Beleuchtung aufwies, galt auch ohne Waffe als verbotener Gegenstand.


    Solche typischen Merkmale sind die Klemmvorrichtung für übliche Montageschienen (Picatinny, 11mm Dovetail) sowie eine H/V Justagemöglichkeit bei Lasern.

    2009 dann das BVerwG Urteil, das klargestellt hat: Diese Merkmale allein reichen nicht, weil es auch andere Nutzungsmöglichkeiten für derartige Gegenstände geben kann. Das Objekt muss an einer Waffe montiert sein, sonst greift das Verbot nicht.

    Obwohl es sich hier um ein höchstrichterliches Urteil handelt hat es sich natürlich nicht sofort herumgesprochen. Noch heute werden viele Zöllner, Polizeibeamte, Staatsanwälte, Verteidiger und auch Richter immer noch von der ursprünglichen, strengen Auslegung ausgehen. Deshalb kann es auch heute noch zu Verfolgungen und Verurteilungen kommen.

    Immer öfter jedoch kannte zumindest EINE der an einem Verfahren beteiligte Partei das Urteil und dann wurden die Verfahren eingestellt. An einem höchtsrichterlichen Urteil kommt man nicht vorbei, am Ende. Je mehr Einstellungen es gab (auf Kosten der Staatskasse), umso dringender wurde eine klärende Verwaltungsvorschrift. Die ist dann irgendwann gekommen und jetzt ist sie gültig.

    Die Armbrüste waren zunächst überhaupt nicht betroffen, weil das BKA der Meinung war, dass Laser, die eben NICHT für Waffen bestimmt sind, an Armbrüsten montiert werden dürfen - weil ABs eben KEINE Schusswaffen sind. Die Gleichstellung im Gesetz wurde als nicht relevant angesehen. Das änderte sich 2020 allerdings, das BKA hat seine Meinung geändert und sieht nun die Gleichstellung als wirksam an. Laser an Armbrüsten sind verboten, ganz gleich ob es sich um einen mit Panzerband befestigten Laserpointer oder um einen Waffenlaser handelt.

    Klar ist jedenfalls: Der bloße Besitz eines Lasers oder einer Lampe, die an eine Waffe montiert werden KÖNNTEN, ist nicht mehr strafbar. Das Urteil ist rechtskräftig und bindet alle untergeordneten Gerichte. Selbst wenn eine Behörde (Zoll etc.) aus Unkenntnis tätig werden sollte - eine Einstellung ist ziemlich sicher, wenn der Verdächtige bzw. der Anwalt auf das Urteil hinweist.

    Solche Objekte dürfen NATÜRLICH an Gegenstände, die keine Waffe im Sinne des Gesetzes sind, montiert werden. Bögen sind explizit vom Waffengesetz ausgenommen und man darf an einem Bogen eine Lampe oder einen Laser montieren - genau wie bei einem Billiardkö oder einem Besenstiel.

    Ich habe mal bei GG nachgefragt, über Facebook bekommt man schnell Antwort. Bei der Impact liegt KEIN Exportkit bei, schon allein weil bei beiden Varianten (offen und F) der Transferport mit dem Lauf verklebt ist und nicht zerstörungsfrei getauscht werden kann. Man bräuchte also den Lauf mit der "großen" Transferöffnung, was aber laut GG eine WBK erfordert.

    Die Unterschiede der "F" Version und der "offenen" Version:

    Fazit: Ein "Öffnen" der Impact ist wohl eher nicht empfehlenswert. Wäre mir aber egal. Hauptsache das Ding schießt super in 7,5 Joule.