Posts by JMBFan

    Bei einer Spaß-Armbrust-Pistole wie der Adderini ist das für mich zweitrangig. Man hält sie sowieso nicht lange gespannt, sondern knallt ein ganzes Magazin raus so schnell es geht.

    Für eine "ernsthafte" AB würde ich Gummi nicht nehmen.

    Aber ganz davon ab: Es wäre sicher nicht schwierig, das Design auf einen 35 oder 50 Pfund Wurfarm von Stinger oder Cobra umzubasteln. Janikowski gibt 55 Pfund als Auszugsgewicht der Gummibänder an.

    Es gibt die German Rifle Association (GRA), die sich als Lobbyisten-Verband für ALLE legalen Waffenbesitzer versteht. Ich bin zwar (noch) kein Mitglied, werde aber wohl bald eintreten. Eigentlich sind mir Vereine und Clubs mit Monatsbeiträgen zuwider, aber was muss, das muss.

    Ohne eine schlagkräftige Organisation wird sich der Würgegriff des Gesetzgebers um die Hälse der Legalwaffenbesitzer laufend weiter verstärken.

    Das Design stammt von Lukas Janikowski, einer der besten 3D-Designer der Bogen/Armbrustszene. Er hat auch schon die 3D gedruckte Variante des Fenris gemacht. Der Mann weiß wovon er spricht. Ich bin sicher: Wenn man sich an seine Material-Vorgaben hält, dann hält das alles gut.

    Naja, wir haben ja nun die eindeutigen Texte der WaffVwV zum § 27 WaffG.

    "Sofern für gelegentliches Schießen in befriedetem Besitztum nach § 12 Absatz 4 Satz 2 Nummer 1 Buchstabe a mit erlaubnisfreien Druckluft-, Federdruckwaffen, Armbrüste und Waffen, bei denen zum Antrieb der Geschosse kalte Treibgase Verwendung finden, vorübergehend eine besondere Herrichtung erfolgt und schießtechnische Einrichtungen vorgehalten werden, wird im Falle privater, nichtöffentlicher, also insbesondere nicht kommerzieller oder gewerblicher Nutzung, keine erlaubnispflichtige Schießstätte nach § 27 Absatz 1 betrieben."

    Man muss sich also ein befriedetes (= umzäuntes) Grundstück suchen (Genehmigung des Besitzers ist erforderlich, einen sicheren "Stand" bauen, der aber durchaus provisorisch sein kann. Dann kann man mit der Armbrust schießen. Die Vorschrift mit dem "das Geschoss darf das Grundstück nicht verlassen" gilt aber spezifisch nur für F-Waffen, nicht für Armbrüste. Es sollte aber natürlich trotzdem sichergestellt sein, dass auch ein grobes "Danebenschießen" Passanten nicht gefährdet.

    Nicht so ganz bin ich bei dem guten Mann, was seinen Glauben betrifft, man dürfte sich einfach eine große Wiese suchen und dort mit dem Bogen schießen. Ohne die Erlaubnis des Besitzers sehe ich da schwarz.

    Da scheint sich etwas geändert zu haben mit den Lasern, aufgrund eines Urteils aus 2009. https://www.bverwg.de/240609U6C21.08.0

    Damals hatte das (höchstrichterliche) Urteil klargestellt, dass Laser und Lampen erst durch die Montage an einer Schusswaffe (oder einem gleichgestellten Gegenstand) illegal werden. Das hat dazu geführt, dass man in der aktuellen Verwaltungsvorschrift NUR NOCH auf Laser und Lampen abstellt, die tatsächlich an einer Schusswaffe montiert SIND. Liegt der Laser nur daneben (oder ist er an einem Bogen montiert), dann ist er NICHT verboten. Erklärend meint die Verwaltungsvorschrift:


    "Die Definitionen müssen derart eng gefasst werden, um eine Ausweitung verbotener Waffen dieser Art auf allgemein gebräuchliche Taschenlampen und Laserpointer zu vermeiden."

    Und so kann man Ziellaser ohne Probleme bei amazon bestellen, unter 25 € m und mit Prime (also NICHT aus China, sondern aus D). Einfach mal "Laserpointer Billard" eingeben. Da werden Ziellaser dreist als Trainingsgerät für den Billardsport angeboten, mit Picatinny-Klemme etc. - die Behörden können nichts dagegen unternehmen, wegen der Verwaltungsvorschrift.

    Ich rate aber trotzdem von einem solchen Produkt ab, weil eine Verwaltungsvorschrift KEIN Gesetz ist und Richter nicht an sie gebunden sind. Im Übrigen bringt ein Laser an einem Bogen wenig, es sei denn, es gibt eine stabile Verbindung zwischen Riser und Sehne (Draw Loc, Fenris etc.). Auch ein Bogenvisier bringt NUR etwas in Verbindung mit einem Peep Sight, ohne dieses muss der Schütze EXTREM korrekt vorgehen und sämtliche Handgriffe müssen völlig reproduzierbar sein. Das schaffen nur extrem geübte Bogenschützen.

    Montiere doch einfach ZWEI Whisker Biscuits, einen vor und einen hinter dem Riser. Dann hast Du Deine Führung. Musst nur eine entsprechende Halterung bauen, aus Holz, Metall oder per 3D Druck. Je größer die Distanz zwischen dem vorderen und dem hinteren Biscuit umso besser die Führung.

    Ich glaube, das kannst Du vergessen. Der Pfeil fliegt nicht gerade ab, sondern verwindet sich durch den Druck auf die Nocke. Er wird NICHT schnurgerade über Deine 10 cm lange Schiene gleiten, die ihn ja auch nur in eine Richtung führt.

    Besorg Dir einfach ein Whisker Biscuit mit einem engeren Mittelloch.

    Aber wenn Du den Bogen wie eine AB schießen möchtest, dann kommst Du um ein Draw Loc oder Fenris nicht herum.

    Also, ich mag Armbrüste, ganz egal ob in Real Life oder in Games. Warum also sollte man nicht darüber diskutieren dürfen? Der Thread war doch klar betitelt. Wer Games doof findet braucht ja nicht mitzulesen.

    Mit einem Whisker Biscuit, das vom Durchmesser zu Deinen Pfeilen passt, einem Peep Sight und einem guten Bogenrelease können geübte Schützen einer Fliege die Flügel wegschießen...


    Es liegt an DEINER Technik, wenn Du nicht triffst, nicht an der Technik des Bogens.

    Geht mir nicht viel anders, wobei mich das Peep Sight sehr nervt als Gleitsicht-Brillenträger. Deshalb bin ich auf den Fenris gekommen, da braucht es kein Peep Sight. Laser und Red Dot rocken!

    Echt? Ich kenne nur die von Dewexco, und die waren alle ordentlich umgebaut. Ohne neuen Lauf wäre da nichts gegangen. Bei den verriegelten Waffen (1911, CZ75, Glock etc.) haben sie sogar die Schlitten geschwächt, die Verriegelungsnuten herausgefräst.

    Nein, das war damals ganz einfach eine Gesetzeslücke. Es gab (und gibt) extrem harte Vorschriften bzgl. des Deko-Umbaus einer scharfen Waffe, im Prinzip läuft es auf eine total zugeschweißte und aufgeschnittene Waffe hinaus. Noch strenger sind und waren die Regeln bzgl. des Umbaus einer scharfen Waffe in eine Schreckschusswaffe (im Prinzip war das schon ewig für Handfeuerwaffen nicht mehr möglich, seit einem Jahr sind auch Langwaffenumbauten in Salut WBK-pflichtig).

    Aber bezüglich eines Umbaus in eine Luftdruckwaffe gab es KEINE Vorschriften. Das ist noch immer so, der Gesetzgeber verlangt KEINE technische Hürde bzgl. des Umbaus einer freien Luftdruckwaffe in ein erlaubnispflichtiges Modell. Deshalb gibt es immer noch freie Waffen wie z.B. die Umarex HDR 68, die man mit einem Schraubendreher von 7,5 auf 16 Joule umbauen kann.

    Die LEP-Gesetzeslücke hat man geschlossen, ist aber wieder einmal stümperhaft vorgegangen. Statt einfach eine technische Hürde zu verlangen, wie das etwa bei den "unter 0,5 Joule" Softair-Waffen der Fall ist (diese dürfen nicht mit haushaltsüblichen Werkzeugen stärker machbar sein) hat der Gesetzgeber nur die aus scharfen Waffen umgebauten LEPs reglementiert.

    Wenn es denn hinreichend schwierig wäre, eine "gekorene" LEP Waffe wieder scharf zu machen, welches Problem hätten wir denn dann? Keines. Sooo einfach waren die Umbauten damals übrigens auch nicht "scharf" zu machen. Die Läufe waren ausgebohrt vor dem Einkleben der LEP-Läufchen und es gab gehärtete Stahlstifte, so dass man keine Teile einer scharfen Waffe einbauen konnte. Man hätte mindestens einen neuen, scharfen Lauf (WBK!) haben und dann dem Rahmen mit dem Winkelschleifer zu Leibe rücken müssen.

    Bis 2008 waren auch die Umbauten ("gekorene LEP Waffen") frei. Seitdem sind nur noch die von vornherein als LEP-Waffen hergestellten Modelle ("geborene LEP-Waffen") frei, die anderen erfordern eine WBK, werden wie scharfe Waffen behandelt.

    Allerdings sieht das Gesetz keine technischen Hürden für "geborene" LEP-Waffen vor. Sie können deshalb den "gekorenen" LEPs im Grunde zu 100% entsprechen, bis auf das "Fehlen" der originalen Beschussmarken und Kaliberangaben. Die Unterschiede zu den "scharfen" Modellen sind natürlich die Einrichtung für die LEP-Patrone (Lauf, Patronenlager, Stoßboden, Auszieher) und vielleicht den einen oder anderen gehärteten Bolzen + Ausfräsung, der verhindert, dass der Verschluss in eine scharfe Waffe passt.

    Das sind aber leider keine Waffen, die dem Original weitgehend entsprechen. Sie sehen nur so aus wie die Originale - die Funktion ist ganz anders.

    Eine neue LEP-Waffe, die bis auf wenige Teile der scharfen Version entspricht, ist etwas ganz anderes.

    Da liegst Du falsch. Diese Energiemenge wird nur für Pistolen und Revolver gefordert, nicht für Bögen, Armbrüste etc.


    (1) Verboten ist

    ....

    auf Wild mit Pistolen oder Revolvern zu schießen, ausgenommen im Falle der Bau- und Fallenjagd sowie zur Abgabe von Fangschüssen, wenn die Mündungsenergie der Geschosse mindestens 200 Joule beträgt;

    Darf ich die Diskussion nochmal auf das Ausgangsthema zurückführen?

    Ich denke, es ist Konsens: Aus dem Gesetz heraus ist die Bogen/Armbrustjagd auf Niederwild NICHT verboten.

    Es könnte höchstens sein, dass man eine solche Jagd als "nicht waidgerecht" ansehen würde. Das ist aber ein sehr schwammiger Begriff.

    Hier sind einige der Meinung, dass die Bogenjagd mindestens auf Niederwild durchaus waidgerecht ist. Andere sind der Meinung, dass dies eben nicht waidgerecht wäre und deshalb verboten ist.

    Theoretische Annahme: Ein Jäger macht das einfach und jagt Niederwild mit einer Armbrust, postet seine Erfolge in den einschlägigen Foren und Gruppen.

    Was würde passieren? Ganz sicher würde man ihn anzeigen, denn die Diskussionen würden hochkochen und die Gegner der Bogenjagd würden aktiv werden. Das kann sich für den Bogenjäger unmöglich lohnen - selbst wenn er gewinnt, so hat er doch erhebliche Nachteile. Kosten, negativer Ruf etc.

    Auch wenn er versucht, die Bogenjagd auf Niederwild heimlich durchzuführen - man würde ihn beobachten, denn ein Jäger, der mit Armbrust oder Bogen durch den Wald läuft, würde stark auffallen. Man würde ihn für einen Wilderer halten. Allenfalls vorstellen kann ich mir einen Fangschuss auf Niederwild mit der PAB - in der Nähe von Siedlungen zum Beispiel.

    Deshalb nochmal: Es handelt sich hier um eine rein theoretische rechtliche Fragestellung, die in der Realität bereits beantwortet ist: Bogen- und Armbrustjagd findet in D nicht statt, auch nicht auf Niederwild.

    Ich habe übrigens die Spitze der Abzugs (also des Hakens, der die Sehne festhält) mit Schmirgel poliert, 240er, 600er und 1200er. Dazu genügend Bohning-Wachs drauf und die Mittelwicklung hält schon ewig.

    Habe jetzt übrigens auf das Laser-Visier umgestellt und konnte dadurch den Fenris auf 27" (max) einstellen. Das bringt nochmal viel Power, gerade bei kleinem Auszugsgewicht. Mit dem Red Dot geht das nicht, ich bekomme dann das Auge nicht so weit "runter". Den Laser habe ich direkt bei Steambow bestellt, war ruck-zuck da. Ist auf dem Fenris ja auch legal.