Posts by JMBFan

    Es ist leider so, dass schon der geringste Verdacht in der Praxis zu einem "Hausbesuch" wegen "Gefahr im Verzug" führt. Da genügt es, wenn ein neugieriger Nachbar durchs Fenster sieht, dass man mit einer "Maschinenpistole" hantiert und die Polizei anruft. Das es sich dabei um eine Softair handelt ist dann zweitrangig. Die Beamten werden sich Zutritt verschaffen. Entdecken sie dabei nicht ordnungsgemäß verschlossene freie Waffen, dann wird es möglicherweise zu einer Anzeige kommen.

    Das Auffinden nicht vorschriftsmäßig aufbewahrter Waffen führt dann regelmäßig zum Verlust der waffenrechtlichen Zuverlässigkeit.

    Solange im Haus keine Minderjährigen Kinder leben sehe ich das ganze recht entspannt. Jede Person über 18 Jahre darf
    lt. Gesetz zugriff auf freie Waffen haben, man muss sicherstellen dass unbefugte hier keinen Zugriff haben.

    Änderung des Waffengesetzes und weitere Vorschriften
    Zweites Gesetz zur Änderung des Waffengesetzes** Novellierung des Waffengesetzes** Bestandschutz bei Waffenaufbewahrung** Übersicht der Änderungen
    www.all4shooters.com

    Das war bis 2017 in der Tat so. Wer keine Kinder im Haus hatte, der musste seine freien Waffen nicht unter Verschluss halten. Seit dem "Zweiten Gesetz zur Änderung des Waffengesetzes" ist das aber leider anders. Es müssen ALLE freien Waffen - Schwerter, Luftgewehre, SRS-Waffen etc. etc. - in einem verschlossenen Behältnis aufbewahrt werden. Auch wenn die Wohnung einbruchssicher wie Fort Knox ist und nur von einer einzigen Person - dem Waffenbesitzer - bewohnt wird.


    Wer dagegen verstößt, der begeht eine Ordnungswidrigkeit und das kann sehr teuer werden. Hinzu kommt der Verlust der waffenrechtlichen Zuverlässigkeit. Das ist nicht nur für WBK-Inhaber wichtig, sondern auch für alle diejenigen, die in Zukunft eine WBK beantragen möchten.

    Ich kann nur davor warnen, die gesetzlich vorgeschriebenen Aufbewahrungspflichten "auf die leichte Schulter" zu nehmen, denn die Behörden "essen diese Regel genauso heiß wie sie gekocht wird".

    Es ist leider so, dass schon der geringste Verdacht in der Praxis zu einem "Hausbesuch" wegen "Gefahr im Verzug" führt. Da genügt es, wenn ein neugieriger Nachbar durchs Fenster sieht, dass man mit einer "Maschinenpistole" hantiert und die Polizei anruft. Das es sich dabei um eine Softair handelt ist dann zweitrangig. Die Beamten werden sich Zutritt verschaffen. Entdecken sie dabei nicht ordnungsgemäß verschlossene freie Waffen, dann wird es möglicherweise zu einer Anzeige kommen.

    Das Auffinden nicht vorschriftsmäßig aufbewahrter Waffen führt dann regelmäßig zum Verlust der waffenrechtlichen Zuverlässigkeit.

    Der Beklagte ist das Amt und der Kläger ist der Waffenbesitzer. Der Bescheid vom Amt wurde aufgehoben. Der Kläger hat gewonnen und das Amt hatte Unrecht.

    Oder versteckt sich in dem endlosen Text die Schlüsselsache irgendwo? Mein Gehirn hat mittendrin im Juristendeutsch abgeschaltet.

    Das Gericht hat entschieden: Schlüssel zu Waffenschränken müssen auch in einen Waffenschrank, in letzter Konsequenz eben in ein Zahlenschloss (etc,) Behältnis.

    Aaaaber der Kläger durfte trotzdem seine Waffen behalten - weil das Gericht entschieden hat, dass der Mann eben NICHT in Zukunft "unzuverlässig" sein wird. Es ist vielmehr davon auszugehen, dass er sich an die neue (bzw. jetzt klare) Rechtslage anpasst und seine Tresore entsprechend ausstatttet. Das Amt hatte also Recht bzgl. der Schlüsselaufbewahrung, aber Unrecht bzgl. der Zuverlässigkeit des Klägers.

    Oberverwaltungsgericht NRW, 20 A 2384/20

    Die meisten werden davon gehört haben - das Urteil eines OVG hat einschneidende Bedeutung für alle Besitzer erlaubnispflichtiger Waffen.

    Im Klartext bedeutet das: Vergesst Tresore, die mittels Schlüssel geöffnet werden können. Denn diese Schlüssel müssen in einem Behältnis (Tresor) aufbewahrt werden, das denselben Anforderungen genügen muss wie der eigentliche Tresor. Tresor-Ception könnte man sagen! Nur schüssellose Schlösser (Zahlenschlösser, Fingerabdruckschlösser etc.) kommen in Frage.

    Das beschäftigt jetzt die Waffenbehörden und die Innenministerien der Länder.

    Aber was bedeutet das für die Besitzer erlaubnisfreier Waffen?

    Diese müssen bekanntlich entweder in einem verschlossenen Behältnis (Schrank, Koffer etc.) aufbewahrt werden, wobei die WaffVwV klarstellt: Eine aufgeschraubte und abgeschlossene Wandhalterung genügt auch.

    Quote

    36.2.1 Als Mindeststandard für die Aufbewahrung von erlaubnisfreien Gegenständen, die den Waffenbegriff des Gesetzes erfüllen (also z.B. Druckluftwaffen für Sportschützen), reicht ein festes verschlossenes Behältnis oder eine vergleichbare Sicherung wie z.B. die Sicherung von Blankwaffen an der Wand durch aufschraubbare oder gleichwertig gesicherte (abschließbare) Wandhalterungen.

    So weit, so gut. Aber auch hier müssen wir leider meiner Ansicht nach den Leitsatz des Urteils anwenden. Sind die Behälter bzw. Wandhalterungen mittels eines Schlüssels zu öffnen, so muss dieser Schlüssel ebenfalls unter Verschluss - in letzter Konsequenz eben in ein mit Zahlenschloss bzw. ein Fingerabdruckschloss etc. ausgestattetes Behältnis.

    Also: Vergesst Schlüssel. Es lebe das Zahlenschloss.

    Naja, Duckmans Waffe war recht schwach. Das macht es viel einfacher, denn es wird wesentlich weniger Drehmoment benötigt. Aber damals gab es noch nicht so starke e-Motoren in kleinen Größen und die Akkus waren auch noch lange nicht so gut.

    Sorgen machen mir die Fehlschüsse, die bei den Repetieren hin und wieder auftreten. Bei so schnellen Automatiken ist da schnell der zweite Bolzen auf den ersten "verklemmten" draufgedonnert. Dann könnte alles mögliche passieren.

    Das täuscht. Beim Schuss erreicht die Sehne 70 m/s, bei einem Auszug von lediglich 20 cm. Würde der Spannvorgang genauso schnell ablaufen, dann wäre die Schussrate 10.500 Schuss pro Minute und nicht 200.

    Gesetze werden in D nicht aufgrund von YT-Videos geändert, sondern nur bei Deliktrelevanz oder aus politischen Gründen. Fraglich ist allerdings, ob das BKA bei der derzeitigen Abgrenzung zwischen Armbrüsten und Pfeilabschussgeräten bleibt. Derzeit gilt: Sehne und Wurfarme = freie Armbrust, ansonsten WBK-pflichtiges Pfeilabschussgerät. Das muss aber nicht so bleiben. Es hat schon mal einen "Meinungswechsel" beim BKA bzgl. Armbrüsten gegeben, hinsichtlich der Laserzielgeräte. Bis 2021 galt: Speziell für Armbrüste bestimmte Ziel-Laser sind erlaubt, da die AB KEINE Schusswaffe ist (sondern nur gleichgestellter Gegenstand). Dann kam die Umentscheidung, nun sind Laser auch bei Armbrüsten verboten. Dasselbe könnte auch bei den "nicht muskelbetriebenen" Armbrüsten passieren.

    Noch etwas "bulky" und wahrscheinlich auch schwer - aber wir kommen der Sache näher. Semi Auto, also legal in D. Über 200 Schuss pro Minute (theoretisch).

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    Lass das Ding aber nicht zu lange in der Sonne liegen. Für Nordsee-Taucher weniger ein Problem als für Hurghada :)

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    Was passiert mit PLA in der Sonne?

    Wenn du schon mal mit PLA gedruckt hast, wirst du wissen, dass es nicht besonders langlebig ist. Wenn Teile aus PLA länger als eine Stunde im Freien gelagert werden oder der Sonne ausgesetzt sind, verformen sie sich, denn UV-Strahlung und warme Temperaturen reichen aus, um das Material weich werden zu lassen.

    Die Torsionsfedern der Lancehead sind einfach nur moderne Versionen der klassischen Wurfarme. Das Funktionsprinzip ist identisch. Sie sehen nur anders aus. Ohne eine sehr konventionelle Sehne würden sie NICHT funktionieren.

    Sehnenschlitten sind nicht nur ineffizient (weil sie eine Masse haben und auf dieselbe Geschwindigkeit beschleunigt werden müssen wie das Geschoss), sondern auch technisch heikel. Anders als der Pfeil verbleiben sie nämlich in der Waffe und müssen abgebremst werden. Je stärker die Armbrust, umso aufwändiger ist dieser Abbremsvorgang. Da braucht es viel Puffermaterial und trotzdem wird hoher Verschleiß auftreten.

    Wie ich sagte, die BKA-Bescheide um "Steambow Spannsystem" und zur "FX Indy Arrow" haben Klarheit in die Abgrenzung zwischen Armbrust und Pfeilabschussgerät gebracht. Es ist eine eher großzügige Definition. Denn das BKA hätte AUCH sagen können: Eine Armbrust hat NICHT NUR Wurfarme und Sehne, sondern wird AUCH stets durch Muskelkraft gespannt. Dann wären BEIDE Produkte erlaubnispflichtige Pfeilabschussgeräte. Vieles spricht für diese enge Auslegung des Begriffs.

    Magnetische Pfeilantriebe halte ich für sinnlos, da es dann KEINE freie Waffe mehr wäre. Es würde sich um ein "Pfeilabschussgerät" handeln und das bedeutet Erlaubnispflicht. Denn das BKA hat klar definiert: Eine Armbrust braucht Wurfarme und eine Sehne.

    Nach wie vor meine ich, dass schnelle Repetierarmbrüste sich nicht mit einem spitzen Sehnenwinkel vereinbaren lassen. Der Verschleiß ist zu hoch. Bei Jagdarmbrüsten kein Problem, diese Waffen werden nicht oft geschossen und die Sehne liegt direkt an der Nocke. Bei Magazinern ist das anders. Schon jetzt muss oft schon nach 100 Schüssen die Mittelwicklung neu, mehr als 200 Schüsse ohne Sehnenwartung sind selten. Das würde sich bei einem für Compounds typischen spitzen Winkel beschleunigen. And der Sehne kommt man aber nicht vorbei - sagt das BKA.

    100 Schüsse sind schnell rum mit den neuen Magazinen (10 bis 18 Schuss).

    Das Problem bei diesen ganzen "eMotor-ABs": Wenn man hohe Geschossenergie (= schwere Wurfarme) UND eine hohe Feuerrate will, dann braucht man enorm starke Motoren mit dem entsprechenden Gewicht/Raumbedarf.

    Schaut man auf die real existierenden "Prototypen", dann sind sie entweder recht schwach

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    langsam in der Schussfrequenz

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    oder beides

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    Allesamt sind sie sperrig und schwer.

    Die einzige halbwegs starke Full-Auto-AB ist die JS Version mit dem 150 Pfund Wurfarm der Jaguar. Immerhin um die 50 Joule pro Schuss und ca. 2.5 Schuss pro Sekunde. Aber dazu braucht es einen 1000 Watt eBike-Motor mit 160 Nm - so viel wie ein Kleinwagen.

    Das Video von "Junxing" (eher aus Russland) mit der Semi-Auto-Rev ist mir leider viel zu oberflächlich. Man sieht eigentlich nichts und ich habe den Verdacht, dass man das Video zumindest leicht "beschleunigt" hat. Aber schauen wir mal, vielleicht kommt da bald mehr. Die Rev hat immerhin eine Übersetzung im Seilzug, auch wenn das natürlich bedeutet: Sehr schnell wird das Repetieren nicht gehen. Ganz generell halte ich die doch etwas anfällige Technik der Rev für eher ungeegnet für Full Auto. Da braucht man robuste, wartungsarme Technik.

    Das Thema Befiederung hatten wir ja schon des Öfteren. Ich sehe aber keine "Rauchzeichen" bei den Herstellern - da scheint nichts zu kommen. Die Junxing liegt ja so etwa auf dem Niveau der Adder mit dem Xtreme Wurfarm (ca. 50 Joule), stimmt schon. Da reden wir eher von einem Schuss alle 4, 5 Sekunden.

    Ich persönlich mag an einer Armbrust, dass sie mit Muskelkraft funktioniert. Das scheint vielen Menschen so zu gehen, wie man an der Erfolglosigkeit aller anderen "Spannsysteme" sieht. Es gab ja schon Co2-Spannsysteme und das Steambow-System gibt es immer noch zu kaufen (wenn wohl auch nicht mehr für die Excaliburs). Nicht sehr erfolgreich. Auch bei Ravin scheint das Kurbelsystem beliebter zu sein als die Elektrik.

    Solche "External Power" Spannsysteme sind weder schnell noch sicher noch leicht noch kompakt noch billig. Schnell darf es nicht gehen, denn man muss an einem bestimmten Punkt "umschalten". Die "Schlittenzieher" (Adder) und "Sehnenschubser" (Junxing, Twinbow, Cobra MX etc.) müssen die Sehne ja wieder freigeben nach dem Spannen, das Steambow-System muss den Druck ablassen. Das braucht Zeit (man braucht im Grunde eine Kupplung) und wenn das Timing durcheinander gerät, dann zerkloppt man sich die Mechanik.

    Bei einer "taktischen" Repetier-PAB kommt es aber eben AUCH auf eine möglichst hohe Schussfrequenz an. Da ist man wahrscheinlich mit einer gut gemachten manuellen Spannhilfe schneller als mit einem Motor. Billiger ist es sowieso.

    Schmale Compounds wie bei der Junxing halte ich für ungeeignet bei Repetierern. Der Sehnenwinkel wird sehr spitz. Bei 3-Vane-Bolzen (Einzelschuss) kein Problem, aber bei den 2-Vane-Magazinbolzen sehr wohl. Denn dann müssen die Vanes weit vorn liegen, um nicht mit der Sehne zu überlappen. Schlecht für die Aerodynamik. Außerdem ist der spitze Sehnenwinkel extrem belastend für die Mittelwicklung und wird einen erhöhten Verschleiß nach sich ziehen. Bei einer Repetier-AB ist das übel. Schon jetzt halten die Sehnen nicht lang genug, vor allem nicht, wenn es ordentlich Leistung gibt. Die Kabel etc. kommen noch dazu. Die schon genannten schlimmen Folgen eines Fehlschusses bei einer Compound muss man auch bedenken.

    Eine schnelle Repetier-PAB braucht Robustheit, meiner Meinung nach. Sonst ist es einfach nur ein Ärgernis.

    Immerhin: Seit dem BKA-Gutachten zum Steambow-System scheint es zumindest rechtlich kein Problem zu geben mit e-Spannsystemen. Das BKA hat sich entschieden, Wurfarm und Sehne als Abgrenzung zwischen (freien) Armbrüsten und (erlaubnispflichtigen) Pfeilabschussgeräten zu verwenden. Sie hätten sich auch für "Muskelkraft" entscheiden können. Haben sie aber nicht.