LG - Hältst du beim Laden den Spannhebel fest?

There are 40 replies in this Thread which has previously been viewed 5,832 times. The latest Post (April 6, 2022 at 1:40 PM) was by Ballis-trick.

  • Hallo zusammen,

    immer wieder und überall wird unermüdlich gepredigt: Beim Laden eines federgetriebenen Luftgewehrs immer den Spannhebel festhalten.

    Ob es sich dabei um ein Knicklauf-, Unterhebel, oder Seitenhebelspanner handelt, kann es passieren, dass sich der Kolben von der Rückhaltevorrichtung unerwartet befreit, und die Feder die Ladelücke (von welcher Form auch immer) mit voller Kraft schliesst. Wenn dein(e) Finger gerade im Weg sind, werden sie entsprechend gnadenlos hingerichtet. Soweit die bekannte Wahrheit.

    Dieser Thread sollte niemanden auffordern, Kompromisse mit der Sicherheit zu machen und irgendwie mit weniger als die maximale Sicherheit zu handeln.


    Aber in der Praxis, wo hält ihr eure Federdruckwaffen während ihr den Diabolo in den Lauf steckt? Wie diszipliniert seid ihr in diesem Bereich?

    Unter welchen Umständen kann eine gespannte Waffe unerwartet zuschlagen?

    Über die Konsequenzen eines solchen Unfalls muss man glaube ich garnicht reden; im Falle der Fälle sind sie für die Finger höchstwahrscheinlich grausam.

    Gruß

    OLa

  • Moin!

    Aber in der Praxis, wo hält ihr eure Federdruckwaffen während ihr den Diabolo in den Lauf steckt? Wie diszipliniert seid ihr in diesem Bereich?

    Bei den FWB und der Diana 75 spanne ich durch und halte den Spannhebel mit dem Oberarm/Ellenbogen in seiner Position, während ich den Diabolo einlege.

    Bei Knickern wird der Lauf mit Links gespannt und festgehalten, der Schaft unter die Rechte Achsel geklemmt.

    Dann mit Rechts den Lauf halten, linke Hand zum Laden.

    Da bin ich konsequent diszipliniert.

    Unter welchen Umständen kann eine gespannte Waffe unerwartet zuschlagen?

    So wie jede Waffe als geladen gilt, so gilt für mich auch: Eine Waffe kann immer und unter allen Umständen zuschlagen, wenn ich sie nicht konsequent dagegen sichere.

    Mir langt es, das ich bereits den Spannhebel eines Hämmerli 450 an den Unterkiefer geballert bekommen habe.

    Warum?

    System war wegen Fehlersuche ausgeschäftet.

    Fehler 1: Von Oben mit öligen Händen gespannt und abgerutscht.

    Schon mal blöde, man spannt nicht wenn man keinen sicheren Halt/Griff hat.

    Fehler 2: Und dann hat dieses eine Mal die Rückschlagsicherung versagt.

    Zwei blöde Fehler zur gleichen Zeit, die mich fast 4 Zähne gekostet hätten.

    Das lehrt......

    Früher war nicht alles besser, nur anders.

    Aber meistens ist anders einfach nur besser! ;)

    8) >>>VDB-Fördermitglied<<< 8)

    Edited once, last by Moorhuhn-FT (February 18, 2022 at 12:53 PM).

  • Aber in der Praxis, wo hält ihr eure Federdruckwaffen während ihr den Diabolo in den Lauf steckt? Wie diszipliniert seid ihr in diesem Bereich?

    Unter welchen Umständen kann eine gespannte Waffe unerwartet zuschlagen?

    Die Antwort auf die Frage lautet objektiv IMMER.
    Und es gibt absolut keinen Grund diese Sicherheitsregel zu missachten.
    Die Haltung für Seitenspanner und Knicklaufgewehre bzw Unterspanner hat Moorhuhn-FT ja bereits gegeben.

    When seconds count, the police are only minutes away.

  • Beim Seitenspanner bietet es sich tatsächlich an, das schwere Gewehr mit der rechten Hand um zu greifen und am Forderschaft von unten zu greifen. So bleibt der Spannhebel hinter dem Arm gesichert. Wenn ich aber das Gewehr auf einem Tisch oder Stutze aufstelle, muss ich den Schaft gegen meine Brust stützen, damit es beim Spannen nicht nach hinten rutscht. Dann wird mit der linken Hand geladen.

    Beim Knicker sieht das ganze ganz anders aus. Spanne ich mit der linken Hand und halte ich das Gewehr am Lauf fest, wirkt die ganze Masse auf dem Hebel. Ohne die Masse hinten irgendwo zu stützen, wird es sehr anstrengend das ganze Gewicht so am Lauf zu halten. Die rechte Hand ist aber gleichzeitig mit dem Wühlen nach dem Dia beschäftigt. Die ganze Haltung wird allmälig sehr instabil. Davon abgesehen, die Belastung für den Laufscharnier ist enorm!

    Ausserdem, wenn der Lauf unerwartet zugeht, sind meine Finger weniger im Weg, als es in den kleinen Gilliotinen von Seiten- und Unterhebelspannern der Fall ist.

    So gesehen, ich konnte mir das Halten am Lauf irdendwie nie angewöhnen. Objektiv gesagt.

  • Ohne die Masse hinten irgendwo zu stützen, wird es sehr anstrengend das ganze Gewicht so am Lauf zu halten. Die rechte Hand ist aber gleichzeitig mit dem Wühlen nach dem Dia beschäftigt. Die ganze Haltung wird allmälig sehr instabil.

    Ich hab das oben eben noch mal korrigiert.

    Der Ablauf war vorher aus dem Gedächtnis und falsch.

    Das geht bei mir schon so instinktiv mit dem sichern und laden, das ich das eben noch mal bewusst durchspielen musste wie der Ablauf richtig ist.

    Wenn man nach dem Spannen die Hand am Lauf wechselt (erst rechte Hand ran, dann linke Hand weg), kann man die gesamte Masse vom LG gut mit Achsel und Hand halten.

    Laden mit Links ist eine reine Übungssache und geht recht flott.

    Früher war nicht alles besser, nur anders.

    Aber meistens ist anders einfach nur besser! ;)

    8) >>>VDB-Fördermitglied<<< 8)

  • Ehrlich gesagt, halte meine Gewehre wenn sie voll geknickt sind, immer mit der linken Hand am Vorderschaft fest, mit der rechten Hand wird dann geladen.

    Habe es aber auch noch nicht erlebt dass ein Knicker, wenn er komplett geknickt und dann über den Abzug verrastet ist, sich von alleine, gegen die Schwerkraft schließt.

    Auch früher im Verein mit den Seitenspannern hat nie einer den Spannhebel beim Laden festgehalten.

  • Unter welchen Umständen kann der Lauf hochklappen ?

    - mechanisches Versagen

    - versehentlichens Auslösen des Abzuges*


    *Wenn der Abzug am Limit eingestellt ist und schon ausgelöst wird, wenn man den Schaft mit einem Schonhammer abklopft.

    Bei meiner Walther LGV (letzte Generation) wird die Sicherung eingerastet, sobald der Lauf vollständig geknickt worden ist. Der Abzug kann danach nicht auslösen. Bei der LGU ist das identisch (letzte Generation)

    Es gibt aber bestimmt auch Waffen, die diese Sicherheitsfunktion nicht haben.

    Ich bin rechtshänder und spanne beim Knicklauf mit der linken Hand, greife dann mit der linken Hand den Schaft und nehme die rechte runter und greife zur Diabolo Dose, lade mit rechts, greife dann mit rechts wieder an den Schaft und klappe den Lauf mit der linken wieder nach oben.

    Lauf dabei festhalten ? Erscheint mir ziemlich praxisfern und solche Aussagen in Anleitungen dienen nur zur Absicherung. (falls sowas überhauptmal so gedruckt worden sein :D )

  • Bei Knickern wird der Lauf mit Links gespannt und festgehalten,

    Unnötiges Risiko.

    Waffe zunächst nur so weit öffnen das die Lademulde zugänglich wird.

    (kleiner Klaps von oben auf den Lauf)

    Dann ist die Waffe nur offen aber noch nicht gespannt.

    Erst nach dem Einlegen des Diabolos, den Lauf ganz herunterdrücken (spannen) und geführt wieder hochziehen und einrasten.

  • Genial einfach!

    Einfach genial!

    Warum bin ich nicht selber auf die Idee gekommen!

    Ich werde demnächst daran arbeiten diese Reihenfolge einzulernen bis ich es nicht anders kann.

  • Moin!

    Guter Tip!

    Aber bei 90% meiner Knicker geht das nicht, da die Lademulde nicht 100%ig zugänglich ist.

    Da müsste ich den Kelch hinten eindellen. ;)

    Hab ich auch noch auf keinem Wettkampf so gesehen.

    Wahrscheinlich aus genau dem Grund.

    Früher war nicht alles besser, nur anders.

    Aber meistens ist anders einfach nur besser! ;)

    8) >>>VDB-Fördermitglied<<< 8)

  • Aber bei 90% meiner Knicker geht das nicht, da die Lademulde nicht 100%ig zugänglich ist.

    Ich muss zwar noch schauen, wo es funktioniert und wo nicht. Aber wenn es mit einem meiner Knicker geht, dann bin ich schon bei 20%.

    Das ist immer so eine Sache mit der Statistik ^^

  • Was lernen wie daraus? Wer Angst hat, nimmt besser einen Mehrlader. Und wer noch mehr Angst hat, schießt Selbstlader 8)

    ......und wer dann noch Angst hat, sollte das Hobby an den Nagel hängen und sich in einem Häkelkurs bei der VHS anmelden.

  • Klappt bei Weihrauch, Beeman und UX zu 100% -

    Wenn ich meine HW 35 ohne zu spannen knicke sieht das so aus:

    Um da einen Diabolo reinzubekommen müsste ich das LG mit einer Hand festhalten, mit der anderen den Lauf noch etwas spannen und mit der dritten Hand dann Diabolo einführen?

    Oder mit dem Fuss?

    Bei der HW98 ist im vorgeknicktem Zustand das ZF im Weg.

    Früher war nicht alles besser, nur anders.

    Aber meistens ist anders einfach nur besser! ;)

    8) >>>VDB-Fördermitglied<<< 8)

  • Habe noch meine 2te HW 35 gecheckt. Sieht fast genauso aus. 1/4 vom Lauf verdeckt.

    Bei meiner Dina 35 (Nicht Diana 35) kippt der Lauf sogar sofort in die geschlossene Stellung zurück, sobald man ihn loslässt.

    Früher war nicht alles besser, nur anders.

    Aber meistens ist anders einfach nur besser! ;)

    8) >>>VDB-Fördermitglied<<< 8)