Weihrauch Gemeinschaft

  • Es ist nicht nur bei Weihrauch so. Es wird nicht mehr soviel auf Lager produziert wie früher. Corona ist für einige eine Ausrede. Aus dem Ausland kann ich ja einiges verstehen wenn es um Transportwege geht. Aber im Inland ? Wie es mit aktuellen Modellen aussieht wissen andere besser. Was ich gekauft habe war im Schnitt laut Seriennummer schon 2 - 3 Jahre auf Lager gelegen. Ist völlig Okay, zeigt aber das die Ware nicht erst kürzlich produziert wurde. Also kann es schlecht daran liegen das man nicht mit der Produktion nachkäme. Bei der HW 30 mag der Fall ein wenig anders liegen. Auf dieses Gewehr hat es wenn man mal so im Forum nachliest immer einen großen Run gegeben.

  • Auch im Inland hat Corona die Lieferketten teilweise empfindlich gestört. Dennoch habe ich auch den Eindruck, das manche Hersteller und auch Händler die Gesetze der freien Markwirtschaft, speziell das Verhältnis von Angebot und Nachfrage für ein wenig Preistreiberei ausnutzen.
    Die Preise für Weihrauch-Gewehre sind ja deutlich gestiegen, das läßt sich nicht mehr nur mit inflationärem Anstieg erklären.
    Auch Diana scheint neue Strategien auszuprobieren, Wartezeiten von bis zu 12 Monaten oder mehr auf z.B. das Oktoberfestgewehr oder aktuell die Stormrider sollen den Kunden wohl auch dazu treiben, bei kurzfristiger Verfügbarkeit jeden aufgerufenen Preis ohne Murren zu zahlen.
    Eine bedenkliche Entwicklung, wie ich finde.

  • Corona Lieferketten unterbrochen ? Nicht bei mir.



    Wird dann halt nicht importiert sondern Made in Germany :D


    Gehen heute auf die Reise zum Kevin.
    Leider habe ich ein Problem beim Längsdrehen bei meiner Drehbank und das bisher nicht bemerkt, da die bisher gedrehten Teile alle nur sehr kurz waren.
    Aufgrund einer nicht erheblich hohen Abweichung beim Längsdrehen, musste ich den Außendurchmesser etwas händisch abschleifen und das ist natürlich auch nicht ideal, um auf ein bestimmtes Maß zu kommen. Sieht auch nicht schön aus.
    Ich muss die Maschine wohl zum Teil zerlegen und einige Dinge nachstellen. Ist grundsätzlich kein Problem für mich aber nimmt halt viel Zeit in Anspruch.
    Da ich kein gelernter Dreher bin und die Maschine erst kürzlich gekaufte habe (hatte vorher keine andere), werden selbst vermeintlich simplen Teile schnell zu einer kleinen Herausforderung.



    zum Beispiel:
    - kein 10er Bohrer vorhanden der lang genug ist, um die lange Führung in einem durchzubohren. Über 90mm perfekt gerade aus Bohren ? Selbst auf einer Drehbank kann solch eine Bohrung gerne mal verlaufen - totalverlust des Teils.
    - um näher an ein gefordertes Maß zu kommen, bohrt man eigentlich etwas kleiner vor und dreht dann auf Maß aus. Mit einer Bohrstange. Habe ich. Passt sogar in das 9mm vorgebohrte Loch (10mm sind gefordert).
    Leider ist die Bohrstange zu kurz um das in einem Durchgang zu schaffen. Zwangsweise musste ich dann das Werkstück umspannen, was man grundsätzlich vermeiden sollte und ich habe auch noch die Abweichung beim Längsdrehen, die natürlich auch beim ausdrehen greift, da das nichts anderes wie Längsdrehen ist, halt nur innen :D



    Grundsätzlich habe ich auch festgestellt, das die Anschaffung einer Drehbank auch das kaufen von nahezu unendlich vielen Zubehörteile/Werkzeuge nach sich zieht :D

  • Hi @Thiel,


    wie hast du die hintere Führung denn generell gedreht?


    Wenn ich mir deine Führung anschaue, dann sieht es so aus, als hättest du sie frei eingespannt (nur im Backenfutter) gedreht?
    Zumindest sprechen die Rillen am vorderen Ende dafür. In diesem Fall liegt es weniger an der Maschine, sondern am Werkstoff selbst. POM ist dafür viel zu elastisch und selbst mit scharfen Meißeln / WSP drückt sich das Material schon deutlich weg.
    So zumindest meine Erfahrung...


    Ich habe auch keine Profi-/Industriemaschine, sondern eine Bernardo Profi 550 WQ, aber die Oberfläche und das Maß habe ich bis jetzt auch auf der Maschine halbwegs gut hinbekommen. Ich besitze die Maschine auch erst seit Anfang des Jahres, habe sie aber nach Lieferung komplett zerlegt und ordentlich eingestellt.
    Besser als eine Abweichung von 0,05 mm auf diese Länge bekomme ich sie aber auch nicht. Mit der Maschinen-Wasserwaage und dem Prüfdorn sieht man auch, dass mein Bett zum Reitstock hin leicht verzogen ist. Ist halt einfach eine Chinadrehe und ich erwarte auch keine Präzision wie auf einer Emco, Weiler etc. Für 90% der Arbeiten im LG-Bereich reicht sie mir aber absolut aus!


    Ich drehe und bohre das vordere Ende der hinteren Führung erst auf Maß (über knapp 30 mm und spanne das gesamte Werkstück danach in die mitlaufende Zetrierspitze und drehe dann den Rest. Am Schluss bohre ich mit dem 10er Bohrer (HSS-G, scharf, Typ W) dann die Führung aus. Meine Reitstockpinole schafft bei halbwegs sicherer Führung ca. 60 mm (Abweichung ca. 1/100). Dass mir der Bohrer im POM arg abhaut habe ich bis jetzt zum Glück noch nicht erlebt. In Metall würde ich mich das so nicht trauen...
    Bei langen Führungen muss man aber auch hier am Ende umspannen und die letzten 20 bis 30 mm von der anderen Seite bohren! Klappt aber.


    Mit einem Multifix kann man aber auch um 90° versetzt über einen MK-Halter mit MK-Bohrern über die komplette Länge einfahren. Das werde ich als nächstes probieren. :)


    Theoretisch könnte man natürlich auch mit dem Reitstock durchgängig bohren, müsste man halt immer wieder nachsetzen, wenn der Pinolenweg am Ende ist und zwischendurch häufig die Späne abtragen. Das ist mir aber zu zeitaufwendig.


    Eine H9 Passung, oder dergleichen, muss man eh nicht erwarten und die braucht es auch nicht. Die Raststangen sitzen nie 100% rotationssymmetrisch im Kolben. Ein wenig Spiel ist da gar nicht verkehrt! :thumbsup:


    Gruß
    UCh

  • Hi,


    das Stück war mit einer mitlaufenden Spitze über den Reitstock abgestützt. Ohne geht es gar nicht, da es sich sonst gerne aus dem Futter zieht oder wegdrückt.
    Vorne die riefen sind vom Schleifpapier und sehen auf dem Foto schlimm aus aber ist halb so wild. Das war wie schon beschrieben, mein Versuch das Maß etwas besser zu treffen. (Die Einstellung der Maschine erfolgt bald - sollte klappen)
    Das einspannen eines MK Bohrers im Multifix ist aber sehr interessant.
    Ich hab die AA Version und da kann ich, zB. Bohrstangenhalter, bis 12mm Höhe klemmen.
    Schreib mir gerne eine PN, wenn du dafür auch eine Idee hättest. Wir wollen das Thema nicht mit Fachgesprächen über Drehbänke "zumüllen" :D

  • Ich finde schon das das "wie geht das" hier passt?
    Ich bohre erst komplett durch mit langem Bohrer welcher an den Schneiden einen neutralen Freiwinkel hat (kleine Fase anschleifen)
    und drehe dann zwischen Spitzen fertig, am Schluss fast ohne Zustellung (wie beim Gewindedrehen)
    Mit einer superpositiven VCGT 110404.
    Und ich habe schon ein paar hundert Federführungen gedreht ^^

  • Vielen lieben dicken Dank an @Thiel
    Passt super.


    Habe das Kolbenende ebenfalls poliert mit Nevr Dull und polierpaste.



    Die Passgenauigkeit des Top Hats und Spring Guides waren sehr gut. Auch hat das alles in den Kolben gepasst ohne hinten rauszustehen. Auch keine Nacharbeit notwendig.



    Jetzt schießt das Gewehr einwandfrei^^ dumpfes Geräusch, kein vibrieren oder rasseln der Feder hörbar

  • Wieso macht man sich die Arbeit und poliert den Luftgewehrkolben?
    Zumal das kontraproduktiv ist?
    Aber des Menschenwille ist sein Himmelreich :rolleyes: !

  • Wieso macht man sich die Arbeit und poliert den Luftgewehrkolben?
    Zumal das kontraproduktiv ist?
    Aber des Menschenwille ist sein Himmelreich :rolleyes: !

    Zu dem Thema spalten sich die Meinungen wie bei Motoröl oder Welche Automarke besser ist. Nick Stanning TBT und CustomAirSeals sagten mir, es hat keine Nachteile. Man sollte jedoch nicht mit Schleifpapier Materialabnehmen.


    Wieso sollte es deiner Meinung nach Kontraproduktiv sein?

  • weil auf einer polierten oberfläche kein schmierstoff haftet. hast du dir z.b. schonmal die zylinderwand eines motors angeschaut ?
    honspuren,damit der schmierstoff länger an den wandungen haftet.
    das gleiche gilt für den kolben eines lufgewehrs.

  • Wenn die Tragfläche stimmt ist es kein Fehler wenn ein Reibepartner glatt ist und einer rauh.
    Denn sonst würden sich die beiden rauhen Flächen gegenseitig polieren.


    Die Rauheit schützt nur indirekt die Dichtfläche von Kunststoffmanschetten.
    Wäre die Oberfläche glatt würde die Oberfläche vom Kunststoff fest kleben. Und reißen.
    Die Rauheit darf aber auch nicht so stark sein daß das Dichtmaterial abreibt.
    Es muss kein Schmierstoff sein der in den Riefen haftet. Wichtig ist daß überhaupt etwas dazwischen ist.
    Zum Beispiel ist Bremsflüssigkeit nicht schmierend.

  • Wollte mich gerade mal über die HW 100 und die HW 110 informieren und hab nach deutschen Videos dazu gesucht. Und was findet man ? Nicht gerade viel, obwohl die Gewehre schon lange produziert werden.


    Da frage ich mich woran das liegen mag, ein gutes Video hilft doch bei der Kaufentscheidung.


    Hab natürlich die Vids vom Andi gefunden. Was mir da aber fehlt (Hallo Andi, konstruktive Kritik!) ist die Aussage über die verwendeten Materialien. Wo ist Plastik an einem 1000€ Gewehr? Fände ich schon interessant und möchte ich gerne wissen vor dem Kauf.


    Kann mir aber auch gerne hier beantwortet werden für die 110 wenn gerade einer mitliest. ;)


    Die Frage aber bleibt: Warum gibt es so wenige deutsche Videos zu den Weihrauch Gewehren?

    "Früher war alles runder."

  • Hallo liebe Weihrauch Freunde. Ich stand ja unlängst vor der Frage entweder die HW 35 E oder die HW 80 zu behalten. Ich habe mich für die HW 80 entschieden. Wegen dem Kolbensystem. Die HW 35 E ist schon weg. Beide Gewehre waren übrigens neu. Mir reicht eines. Für das HW 35 System habe ich noch einiges an neuen Ersatzteilen hier liegen. Hatte ja früher mehrere HW 35. Kompl. Kolben neu, gebr. Abzug, Rowan Trigger, diverse neue Original 7,5 J Federn. Federführungen. Diese Teile wären gegen Porto zu verschenken. Also kein Verkauf. Ich hoffe das es so in Ordnung geht wenn ich das hier schreibe. Sonst könnte ich ja auch den Weg über einschlägige Plattformen wählen. Ich möchte diese HW 35 Kleinteile aber nicht verkaufen, sondern an die Bastler/Tuning Gemeinde hier verschenken. Des weiteren sind noch einige Diana 350 Magnum Teile vorhanden. Auch zu verschenken. Ich brauche das Zeug nicht mehr. Was bleibt sind nur einige Verschleißteile für meine HW 80. Aber die wird mich eh überleben. Ohne Reparatur. Also falls das für die Forumsleitung hier so in Ordnung wäre, dann dürft ihr mir gerne eine PN schreiben zu dem was ihr braucht. Aber bitte keine Wiederverkäufer.

  • Hat man ggf. auch nicht nötig Mund zu Mund Propaganda reicht aus für gute Produkte. Man darf nicht vergessen die HW 100 gibt es seit 2003 am Markt außer Kosmetik keine wirklichen technischen Verbesserungen am System (Regulator) nix verändert. Wie das bei der 2020 ist kann ich nicht sagen.


    Warum weil es für den angedachten Zweck der Waffe ausreichend ist wie es ist/war. Der ist eben nicht Scheibe/ Field Target, sondern die Jagd auf Kleintiere wo erlaubt.


    Ich hatte im Laufe der Jahre 2 Stück davon die schossen beide ausgezeichnet im Vergleich zu einem reinem Match LG. Gut die Konstanz & Standartabweichung der v0 waren nicht so gering wie bei einem Match LG aber auf der Scheibe in 25 m war es nicht sichtbar. Da versemmelt der hinterm Gewehr mehr bei.
    Ich würde mir wenn ich vor der Wahl stehen würde definitiv wieder eine holen, ärgert mich auch etwas die letzte verkauft zu haben.
    Was ich definitv sagen kann mit einer 200Bar gefüllten Kartusche bekommt man die angebenen 380 Schuss bei der 7,5J ´ler raus.

  • In Deutschland herrscht seitens der Hersteller mittlerweile ein Desinteresse. Man sieht Deutschland nicht mehr als Markt. Zu stark die Beschränkungen. Das ist übrigens bei den WBK pflichtigen Waffen genauso. Ja man hat den Deutschen Markt nicht mehr im Fokus.