Pflege und Wartung Sammlerwaffen

  • Ich bräuchte bitte Ratschläge und Tipps zum Thema Waffenpflege, Reinigung & Ölen und Instandhaltung von Waffen welche man als reine Sammlerstücke besitzt.

    Die meisten Waffen in meinem Besitz werden nicht zum schießen verwendet.

    Für mich sind das Sammlerstücke und es ist mir wichtig dass diese in gutem Zustand sind und ich bei der Pflege nichts falsch mache da es mir wichtig ist, dass diese Waffen auch nach Jahrzehnten noch in dem Zustand sind wie jetzt.


    Was mich sehr interessieren würde: wie oft sollte eine Waffe geölt werden wenn damit nicht geschossen wird?

    Ist mehr immer besser oder kann zuviel Waffenpflege auch negative Auswirkungen haben auf lange Sicht?

    Gibt es in Punkto Waffenöl und andere Pfegeprodukte welche die speziell für diesen Zweck am besten geeignet sind?

    Die Produkte welche ich zurzeit verwende sind die Selben welche man auch verwenden würde wenn man mit der Waffe schießen würde.

    Fall jemand von euch außerdem noch hilfreiche Tipps und Informationen zu dem Thema hat würde ich mich sehr freuen diese zu erfahren.

  • Die erste Frage ist;

    wo werden die Waffen gelagert?

    In einem Waffenschrank.

    Oder frei in einem dafür zugelassenem geschütztem Waffenraum?


    shooter45

  • Solange sie keiner erhöhten Luftfeuchtigkeit oder starken Temperaturschwankungen ausgesetzt sind, reicht abstauben. Kunststoffe können über die Zeit verspröden.

    In den Arsenalen wurden sie auch oft einfach mit zähem Fett überzogen. Auch die Holzteile. In Museen sehen sie eher trocken aus. Dazwischen ist alles möglich. 🙂


    Ansonsten bleibt zu sagen dass Fragen in Waffenforen nach dem "besten" Öl, nunja: Er hat Jehova gesagt 😁

    Es grüßt der Ottokar :^)

  • Apropo Jehova:


    Wenn du ganz sicher gehen willst, nimmst du vakuumierfolie, 10W-40 Motoröl, und ein Vakuumiergerät.

    Öl und Waffe in nen Beutel, und einvakuumieren.

    Noch besser konservieren geht nicht.


    Wer spuren von Ironie findet darf sie behalten... ;)

  • In einen Waffenschrank bei mir Zuhause. Bei Raumtemperatur und keiner erhöhten Luftfeuchtigkeit, der Schrank steht nicht in einem Keller oder anderen Orten die für feuchte Luff bekannt sind

  • Solange sie keiner erhöhten Luftfeuchtigkeit oder starken Temperaturschwankungen ausgesetzt sind, reicht abstauben. Kunststoffe können über die Zeit verspröden.

    In den Arsenalen wurden sie auch oft einfach mit zähem Fett überzogen. Auch die Holzteile. In Museen sehen sie eher trocken aus. Dazwischen ist alles möglich. 🙂


    Ansonsten bleibt zu sagen dass Fragen in Waffenforen nach dem "besten" Öl, nunja: Er hat Jehova gesagt 😁

    War das eine Anspielung auf die Steinigungsszene in dem Monty Pyton Film? Bilde mir dieser Satz kommt in der Szene vor, müsste mir den Film mal wieder ansehen

  • Ja. https://einklich.net/usenet/begriffe.htm#j


    Hätte auch schreiben können: 'You killed John Wick's dog" oder "Ich gehe Chips und Cola holen".


    Merke: Wer in Waffen- oder Autoforen nach dem besten Öl fragt, der entfesselt u.U. einen Glaubenskrieg.

    Alles klar jetzt verstehe ich, ich kenne dieses Phänomen durch andere Themen wie z.b 9mm vs 45 ACP oder bei allen Fragen wo es um die Leistung der 22lr im Bezug auf Selbstverteidigung geht. Beim ersten Thema lobt jeder sein eigenes Kind, wer eine Waffe in 9mm besitzt ist in solchen Diskussionen natürlich überzeugt von ihrer Überlegenheit und die 45 ACP Fans umgekehrt das Selbe. Und dann wird ewig diskutiert, beide Seiten wollen krampfhaft recht haben. Dabei ist diese Diskussion von außen betrachtet ziemlich schwachsinnig, das Problem liegt in der Fragestellung selbst, man kann pauschal schlichtweg nicht sagen eines der beiden wäre grundsätzlich immer besser. Die 9mm ist ein bisschen schneller, dafür hat die 45er mehr Masse & bei der kinetischen Energie kommen beide auf ähnliche Werte.

  • Und was ist wenn jemand mehrere 9Para und mehrere .45ACP Pistolen hat? Kommt es dann zu Persönlichleitsspaltung?


    Vor Jahren schilderte ein Matine Offizier seiner Erfahrungen mit beiden Kalibern in Afghanistan. Die 9mm bezeichnete er als "Wimpy Warrior2. Interessant auch die Meinung über beide Kaliber im Buch von Chris Kyle.

    Ich habe keine Probleme mit Lactose und Gluten. Als Ausgleich leiste ich mir ein paar Intoleranzen im zwischenmenschlichen Bereich.

  • Und was ist wenn jemand mehrere 9Para und mehrere .45ACP Pistolen hat? Kommt es dann zu Persönlichleitsspaltung?


    Vor Jahren schilderte ein Matine Offizier seiner Erfahrungen mit beiden Kalibern in Afghanistan. Die 9mm bezeichnete er als "Wimpy Warrior2. Interessant auch die Meinung über beide Kaliber im Buch von Chris Kyle.

    Keine Ahnung, ich denke wenn man beides hat und sich damit auseinander setzt merkt man wahrscheinlich selbst, dass es nicht allzu viele Unterschiede zwischen den beiden gibt.

    Die 9mm hat in der Regel ein bisschen mehr Penetration und die 45er macht ein bisschen breitere Löcher, den kleinen Unterschied kann man am besten selbst testen mit Fmj Munition und balistischer Gelatine.

    Man kann die natürlich auch mit Teilmanteil und Hohlspitz testen, ich habe die Erfahrung gemacht, dass der gewünschte Aufpilz oder Defomier Effekt bei einigen Kurzwaffen-Kalibern nicht auftritt bei Tests mit Gelatine. Bei 9mm und 45 ACP kommt diese "Fehlfunktion" öfter vor als bei schnellerern wie 357 Magnum

    Entweder ist das Ziel zu weich oder die Kugeln haben nicht genug Geschwindigkeit.

    Solche Munitionsarten funktionieren am besten mit Langwaffen, eine Jagdbüchse mit hoher Vo, da kann man diese Effekte sehr gut beobachten.

  • Doch, das geht durchaus auch mit 9x19, dass Geschosse ordentlich aufmachen.

    Aber als Sammler ist das eh nicht so wichtig, weil Nutzung auch Abnutzung bedeutet und das den Wert mindert ;) .

    Ich würde mir an deiner Stelle ein einfaches säurefreies Öl (z.B. Nähmaschinenöl) zulegen, die metallischen Bestandteile der Waffen damit hauchdünn einreiben und ab und an mal diese Prozedur wiederholen.

    Auch die Läufe von innen mit einem geölten Filz oder Reinigungspatch behandeln. Vorher natürlich sauber machen.

    Das Holz würde ich nicht damit behandeln.

    Entweder gar nix tun bei lackierten Schäften oder bei geölten Schäften je nach Zustand noch mal nachölen, etwa mit Hartöl, Leinölfirnis oder ähnlichem.

    "Büchsen kann man nie zuviele haben!" Pippi Langstrumpf

    "A shotgun, in my opinion, must have three things: Boom, Boom, Boom." Phil Robertson

  • Natürlich, vielleicht habe ich nicht genug Munition von verschiedenen Herstellern getestet.

    Aber das wollte ich nicht da eh schon erraten: Sammlerstücke