Mal Wieder ZF erfahrungsaustausch Trött!

  • Hierzu bekomme ich doch schon ZF’s so um die 100 Euro. Was ist bei einem 400 - 500 Euro Glas ( bei der Logik Preis ähnlich wie die Waffe selbst) soviel besser?


    Die Frage ist nicht kritisch, sondern in der Tat mit ernsthaftem Interesse gestellt. Ich kenne den Mehrwert schlicht nicht? Sind meine Ansprüche zu niedrig?

    Die Frage ist ja so auch berechtigt.
    Die hatte ich mir damals auch gestellt.
    Aber die Vergütung der Linsen ist anders.
    Vorhandene Mechanik wie Türme und Paralaxe ist anders. Ja auch die Tiefenschärfe also die Auswahl der Jeweiligen Linsen ist anders.
    Wie ich ja schon geschrieben hatte.
    Man merkt den großen Unterschied bei nicht idealen Bedingungen.
    Am besten wenn mal wieder Möglich auf die Lanes fahren und selbst testen.
    Kenne keinen der ne sagt wenn man fragt ob man mal durch das ZF schauen möchte. Evtl. auch mal paar Schuss machen möchte.
    Alles kein Ding, wir alle im (H)FT sind da gerne bereit für.

    Bitte das Thema in einen eigenen Thread verschieben!

    Hiermit erledigt!

  • Mit der Frage, wo ist der Unterschied zwischen einer günstigen und einer teuren Optik für das Luftgewehr, ist im Grunde schon das Bedürfnis geweckt.


    Sofort auffällig für jeden sind Unterschiede beim Absehen, hier gibt es das alte Drahtansehen und sehr feine geätzte Absehen die kaum das Ziel verdecken.
    Bei der Beleuchtung ist weniger mehr, eine dezente Ausleuchtung ist besser als 70er Disco Inferno.
    Die Mechanik, hierbei geht es um möglichen Verstellweg und Wiederholung, je größer der Mittelrohrdurchmesser um so mehr Verstellweg, je präziser die Mechanik gefertigt umso besser ist die Wiederholgenauigkeit beim klicken.
    Glas und Vergütung, hier kommen wir in den Bereich der Geheimnisse der Hersteller. Hochwertige und saubere Rohstoffe sind für ein transmissionsfähiges Glas erforderlich, die Art und Häufigkeit der Vergütung durch Bedampfung der präzise geschliffenen Oberflächen ist entscheidend für Klarheit und Helligkeit des Glases.
    Dann noch die Sache mit Temperaturempfindlichkeit.
    Fakt ist das jedes Material auf Temperaturveränderung reagiert. Anscheinend sind aber die Auswirkungen bei den Optiken von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich.
    Dazu habe ich vor einiger Zeit eine interessante Information erhalten, diese ist nachvollziehbar aber ich möchte sie nicht als richtig bezeichnen da ich mir da nicht sicher bin.
    Die Kittung der Linsen, da ich noch nie ein Glas in seine Bestandteile zerlegt habe bin ich mir im klaren ob Linsen überhaupt noch gekittet werden.
    Also zu besagtem Linsenkitt, wenn man diesen entsprechend seine Eigenschaften so mischt das er entsprechend anders bei Temperaturveränderung reagiert als der verwendete Werkstoff der Mechanik sollen sich die Folgen ausgleichen und die Optik Temperatur unempfindlich sein.


    Dazu würde ich gerne mehr erfahren!


    Gruß Stefan

  • Ich freue mich, dass es für die Fragen rund um die ZF´s einen eigenen Thread gibt !


    In den beiden vorherigen Postings sind schon Fragen angeschnitten worden : Temperaturunempfindlichkeit, Glassorten und deren Verkittung, mechanische Stabilität u.s.w.
    Ein großer Teil der ZF-Benutzer wird von derartigen Fragen/Probleme nicht berührt und das ist gut so. Aber dennoch gibt es Nutzer, die das Haar in der Suppe suchen und das ist vielleicht noch besser. Gerade diese User mit ihren überempfindlichen Nasen ist es zu verdanken, dass die technische Entwicklung vorangetrieben wird. Es sind keine Erbsenzähler, sonder Leute, die die Perfektion und die technische Vollkommenheit suchen und durch ihr Gespür dazu beitragen, Produkte verbessern.


    Auch heute werden Linsen noch verkittet ! Das ist ein Weg um Fehler in der geometrischen Optik auszugleichen. Und hierbei spielt die Auswahl des Optik-Kitts eine große Rolle : kleine Fehler und Versäumnisse rächen sich etwas später. (Ein Objetivhersteller hat bei eine ganzen Pruduktionsserie von professionellen Kameraobjektiven, Preis je Objektiv um 1500,-- €, unkontrollierte Auflösungen der Glasverkittungen gehabt).


    Gestern habe ich eine Beobachtung bzgl. von Temperaturänderungen und deren Einfluss auf die Genauigkeit von zwei ZF´s aus der gleichen Produktreihe gemacht: Ca. 13:00 Uhr, Temperatur 25°C - ZF punktgenau eingeschossen. 17:00 Uhr, Temperatur 22°C = Treffpunktabweichung von drei Klicks in Höhe und Seite (keine ZF Billigware). Natürlich spielen hier Temperaturausdehnungen des Materials eine Rolle, aber in dem Maße sollten solche Abweichungen kompensiert sein.


    In der Long-Range-Szene gibt es einen Spezialisten für derartige Probleme: Thomas Sadewasser mit seinen YouTube-Beiträgen unter "Vprojekte". Alles fundiert, lehrreich und informativ. (Tom ist behördlicher Ausbilder für spezielle Bereiche des Schießwesens.


    Gruß Horst (ShenHao).

  • Mahlzeit :-)
    Ich selbst besitze kein Premiumglas, lediglich Chinagläser bis um die 100 Euro rum..durfte aber schon bei so manche hochpreisigen einen Blick durchwerfen.
    An unserer Hallen Trainingsmöglichkeit bestehen bescheidene Lichtverhältnisse..von daher ist ein Vergleichen sehr interessant.
    Am Absehen und Mechanik finde ich die Unterschiede auch sehr ausgeprägt. Was die Sicht bei schlechten Verhältnissen anbelangt war ich teilweise überrascht, wie wenig der Unterschied war. Ich habe ein 40 Euro Glas, was wohl wirklich ein Glücksgriff war..da war ein Unterschied praktisch nicht erkennbar.
    Ist natürlich auch oft der persönliche Eindruck und empfinden.
    Was meines Erachtens oft falsch interpretiert wird, dass ein Glas Wunder bewirkt. Wer mit dem Chinaglas 18 Treffer landet, wird allein mit dem Premiumglas nicht plötzlich 45 erreichen.
    Ich durfte mal einen Parcours mit Waffe/Glas Kombi >3000 Euro schießen und im Vergleich mit meinem Equipment <700 Euro (davon Glas 100 Euro).
    Die Differenz waren 2 Treffer besser mit dem Teuren Equipment. Ob das jetzt auf die bessere Qualität oder weil es der zweite Durchgang war, zurückzuführen ist ?! Ob das die Mehrkosten rechtfertig muss jeder für sich entscheiden.
    Wer nicht trifft, trifft auch mit teurem Plunder nix :-)


    Das sind meine Erfahrungen dazu..


    Liebe Grüße, Kai

    ...fürchte nicht den Wind...denn ich bin der Sturm...

  • Vprojekt ist natürlich ein bekannter Kanal, wo ich schonmal gerne rein schaue.
    Die Abweichung die Du bei verschiedenen Temperaturen festgestellt hast sind interessant, darf man erfahren um welche Gläser es sich handelt?


    @kai
    Den Unterschied zwischen einem Ritter 10-40x und einem Hawke 8-32x kann jeder sofort erkennen behaupte ich mal.
    Ein gute Glas macht noch keinen guten Schützen ist auch schon lange bekannt.
    Schwierig wird es bei dem Vergleich von hochwertigen Gläsern.
    Als Beispiel der Umstieg von Hawke Sidewinder auf S&B
    Mir hat mal ein sehr erfahrener Schütze und Händler folgendes erklärt.
    Ein Upgrade erkennt man im Laufe der Zeit mit den Anforderungen beim schießen und nimmt sie zunächst als selbstverständlich war, aber wenn man dann wieder wieder auf das alte Glas zurück greift, erkennt man die Schwächen sofort.
    Das kann ich so unterschreiben.
    Spaß kann man mit allem haben, ich habe Gläser von ZOS, Walther, Visionking, Hawke bis zu S&B, und mit allen meine Freude.
    Was so ein 100€ ZOS leistet ist schon beeindruckend.


    Gruß Stefan

  • stefan: ZOS war für mich persönlich, das schlechteste Glas. Das wurde nach 2 Stunden direkt wieder demontiert.


    Das Ritter war leider nach 1,5 Jahren kaputt...
    Aber rein vom Absehen, Schärfe etc. War es echt top! Zumindest das was ich hatte.
    Und im direkten Vergleich zu einem 450 euro hawke, empfand ich keinen gravierenden Unterschied, der mir persönlich den 4fachen Preis wert gewesen wäre.


    das meinte ich ja...jeder hat so ein persönliches Befinden...und klar gibt es auch gewaltige serienstreuungen bei den günstigen Gläsern.


    Hawke sind gute Gläser, mein 16fach habe ich durch das 40euro no Name China Glas ersetzt, weil dieses bei den schlechten Lichtverhältnissen einfach klarer war.


    Durch ein S&B habe ich noch nie durchgesehen...darüber kann ich mir kein Urteil erlauben.
    Vom Big Nikko, Sightron hatte ich viel gelesen..aber dann doch mehr erwartet für mein Empfinden.


    letztendlich sind das alles tolle Gläser... und doch würde ich nicht pauschal behaupten wollen, dass jedesmal zwingend Welten zwischen einem low Budget Glas Liegen.


    schöne Grüße, Kai

    ...fürchte nicht den Wind...denn ich bin der Sturm...

  • Drei Tage habe ich nach der Arbeit vom Esszimmer mit meinem damals neuen S&B in den Garten geglotzt, immer mein Sidewinder im direkten Vergleich. Plötzlich hatte ich das S&B verstanden, wenn man denkt es ist scharf, dreh weiter und Schärfe und Kontrast wurden zu einem neuen Erlebnis.
    Ca. 3 Monate später saß ich mit einem Forenfreund in Maasmechelen an den Lanes.
    " Mensch, boah ich kann die Hitzone nicht erkennen" hörte ich von der Seite.
    Bei strahlendem Sonnenschein stand das Ziel im Schatten einer Skulptur. Das ansonsten tadellose ZOS war nicht in der Lage die dunkelgraue Hitzone vom schwarzen Ziel hervorzuheben.
    Mit dem S&B war das klar und deutlich mit jedem Bleiabdruck zu erkennen. Eine Situation wie sie an jedem Parcours zu finden ist.
    Für 98% aller Ziele reicht ein einfaches Glas locker aus. Man muss nur Glück haben und ein ordentliches erwischen.
    Auf ner 7,5J Luftpumpe braucht kein Mensch ein 3000€ Glas, aber Spaß macht es trotzdem.


    Gruß Stefan

  • Ich kann noch nicht wirklich meinen Senf beitragen, weil mein Sidewinder ED noch erstmal kommen muss,
    jedoch kommt es mir so vor, man kauft sich sein entsprechendes ZF für den Verwendungszweck.


    Für 10m in der Halle schießen, oder etwas plinken, reicht ein ein günstigeres Glas wirklich meist aus.
    Den unterschied habe ich gemerkt, mit dem UTG Accushot auf 10m keine Probleme, schönes Bild gehabt alles gut funktioniert


    Wenn man jetzt aber auf 25m geht, sieht man deutlich wie schwammiger, verwaschener das Bild wird. Daher bin ich ziemlich schnell (Nichtmal 1 Monat) unglücklich mit dem UTG 6-24x56 Accushot geworden.
    Dieses Lehrgeld musste ich jetzt aber wohl oder übel einstecken, sind zum glück aber auch nur ca. 250€.


    Einige Schützen, kaufen sich recht Teure moderne Luftgewehre und experimentieren rum wie zb Diabolos wiegen, waschen, aussortieren um einfach die Maximale Präzision rauszuholen, da macht es wenig Sinn ein schlechtes Glas auf eine Waffe zu schrauben, am Ende ärgert man sich, weil zb die Vergrößerung auf 25m, Schärfe etc fehlt.
    Mag kein guter Vergleich sein, jedoch wenn man sich ein neues Auto kauft, ne Luxusbude zb Audi A8, aber von der Ausstattung nur das Basispaket nimmt, ist es auch etwas Fehlgegriffen Meiner Meinung nach.

  • 10m ist immer der schlechteste Vergleich.
    Die guten Gläser sind da am unteren Limit und die schlechten am oberen jedenfalls immer Grenzberreich für beide Sachen.

  • @SPA68
    Hallo Stefan,
    nach einer Mittagsruhe bin ich endlich zur Überprüfung der LG´s gekommen.


    Alle LG´s haben zur ZF-Montage die übliche 3/8" Rifle Rail (11 mm)
    Die gewählten Ringmontagen sitzen mit dem ZF direkt auf diese Schiene.
    Stabiler geht es wohl kaum.


    Die Testkandidaten lagerten über Nacht im Koffer in einem Raum mit konstanten 22°C.
    Nach dem Test zu den Dir bekannten Bedingungen war ich über die gestrigen Wackelkandidaten erstaunt.
    Die Treffpunktlage war gegenüber dem gestrigen Tag unverändert !
    Streuungen von 1/8 MOA (0,325 mm) bei 10 m halte ich für normal.


    Nun muß ich mal überlegen, wie ich das Temperaturproblem angehe.


    Gruß,
    Horst.

  • Hier mal meine persönlichen Erfahrungen. Weniger fachlich fundiert, aber mit viel subjektiver Wahrnehmung und eigenem Empfinden ;)


    Die Optik muss zum Verwendungszweck passen.
    Wie schon gesagt wurde, wer auf 10m mit gut beleuchtetem Ziel schießt, kann auch mit einem billigen Glas zufrieden sein.
    Wechselt aber die Distanz auf z.B. 25m kann ein billiges Glas schon nerven, wenn die Verstellung nicht wiederholgenau ist.


    Mein erstes ZF war ein Simalux.
    Ausreichend für das LG bis 25-30m, tut es jetzt seinen Dienst auf meinem KK bis 50m/100m.


    Dann kam ein Hawke Sidewinder auf die PCP-Puste, eine ganz andere Welt. Klarer, heller, schärfer. Bessere Haptik, bessere Bedienung. Das bleibt auch drauf.


    Auf die Tikka kam letztes Jahr ein Hawke Endurance.
    Sollte ja nur für 100m sein, gelegentlich mal 300m.
    Kam nach dem dritten 100m-Standbesuch wieder runter.
    Über 16x wird mir das zu dunkel, Schärfe auch mehr so naja.
    Für den geplanten 300m-Standbesuch war mir das Risiko zu groß frustriert von der Bahn zu gehen.
    Nach langem Überlegen wurde ein Kahles K624i angeschafft.
    Der Preis tut fast schon weh-bis man es zum ersten Mal benutzt.
    Da gehen einem dann die Augen auf, man realisiert durch welche Scherben man bisher gelinst hat.
    Mit dem Rohr konnte ich Anfang März noch um 19 Uhr auf dem unbeleuchteten 100m-Stand schießen.
    Die Klicks sind eine Offenbarung, die Parallaxe rastet regelrecht ein, auch auf 300m.
    Sehr geiles Teil.


    Dadurch wachsen natürlich die Ansprüche an eine Optik.


    Das Simalux kommt jetzt sehr wahrscheinlich von der KK-Büchse runter.
    Über 10x zu dunkel, milchig, unscharf.
    Vielleicht kommt das Hawke Endurance drauf, dafür reicht es auf jeden Fall.
    Muss nur eine passende Montage besorgen (30mm/11mm).

  • Ich schiebe die Unterhaltung ebenfalls hier her.
    War in den neuen Schätzchen schon stark OT.
    Passt hier besser.


    Naja FT ist eigentlich ein Freizeitsport.
    Du musst dich für Wettkämpfe auch nicht qualifizieren wie in anderen Sportarten ob du 10 Jahre dabei bist oder einen Tag.
    Wenn du zu einer Landesmeisterschaft möchtest oder auch zur deutschen, schreib dich ein Zahl das Startgeld und du bist dabei.
    Wenn du nur zum Training möchtest dann ist auch das kein Problem.
    Klar kann man mit günstigem Equipment einsteigen.
    Aber es wird nicht lange dauern bis man erkennt das die Erfolgskurfe steil nach oben geht mit besserem Material, gleichzeitig steig damit auch die Spaßkurfe exponentiell an.


    Der User @Esti kam wenn ich es noch richtig in erinnerung habe,vom FT zur Jagd und wollte dieses Jahr auch wieder mehr ins FT einsteigen, doch leider ist ja gerade Corona. :D
    Vielleicht solltet ihr euch auch mal unterhalten.


  • Mein erstes ZF war ein Simalux.
    Ausreichend für das LG bis 25-30m, tut es jetzt seinen Dienst auf meinem KK bis 50m/100m.


    Dann kam ein Hawke Sidewinder auf die PCP-Puste, eine ganz andere Welt. Klarer, heller, schärfer. Bessere Haptik, bessere Bedienung. Das bleibt auch drauf.

    Meine ersten beiden ZF waren auch Simaluxe. Einmal 7-26x50 und danach ein 10-40x56.
    Allerdings habe ich sehr gute Erfahrungen damit gemacht. Die Optik war im Vergleich zu anderen in der Klasse top.
    Ein ehemaliger Vereinskollege, der sich ein Big Nikko zugelegt hatte (k.A. welcher Baureihe), hat nach einem Blick durch das große Simalux ungläubig auf sein Nikko geguckt. Das war eine Milchflasche dagegen.
    Nur die Verstellung ist etwas schwergängig. Juckte mich aber beim Dotten nicht.


    Gut, ein Kahles 624i damit zu vergleichen, ist nicht ganz fair. Das kostet halt auch das 5-10fache.
    Da muss man schon ein S&B PM II oder FT heranziehen.

    Ich bin so halbwegs vom FT zur Jagd gekommen. Eigentlich Auslöser war der Wunsch, einen Falknerschein zu machen.
    Aber Jagdschein und Field Target passt auch sehr gut zusammen.
    Einiges an Wissen, gerade um Ballistik und Optik hat mir schon geholfen.
    Und ja, eigentlich wollt ich wieder aktiv Field Target schiessen. Hat ja auch einmal geklappt...
    Wird aber bestimmt...

    "Büchsen kann man nie zuviele haben!" Pippi Langstrumpf

    "A shotgun, in my opinion, must have three things: Boom, Boom, Boom." Phil Robertson

  • Klar, in seiner Klasse war das Simalux gut (6,5-20x44 Gold Edition).
    Hatte auch mal ein Tasco, das konnte nicht dagegen anstinken.


    Ich wollte kein Simalux mit einem Hawke oder gar einem Kahles/S&B/beliebigePremiummarkeeinsetzen vergleichen, sondern erläutern, wie sich die Qualitätsansprüche mit der Zeit und auch mit den Anforderungen an ein Glas ändern.


    Wenn ein schlechtes Glas das Auge anstrengt, die Verstellung unsauber arbeitet, usw., dann macht das Schießen schnell keinen Spaß mehr.


    Wer mal ein-zwei Stunden am Stück durch eine minderwertige Optik kucken muss und danach durch was hochwertiges schaut, wird den Unterschied verstehen.


    Dann lieber ein anständiges Glas kaufen und einmal Geld ausgeben, als sich mehrmals mit Milchglasscherben rumgeärgert und im Endeffekt mehr Geld gelassen zu haben.
    Ich will mich auf dem Stand nicht mehr ärgern, egal ob 10, 50, 100 oder 300m.


    Für mich kommt daher kein Neukauf unterhalb des Qualitätslevel der „besseren“ Hawke mehr in Frage.


    PS: Die Reaktion eines Freundes und Mannschaftskameraden auf meinen Kahles-Kauf war: „Buy once, cry once.“
    Sehr sinnig.

  • Alles prima. Ich hatte dich auch nicht so verstanden, als wolltest du ein Simalux mit einem Kahles vergleichen.
    Einmal durch eine wirklich hochwertige Optik schauen, versaut einem manchmal schon den Finanzplan...

    "Büchsen kann man nie zuviele haben!" Pippi Langstrumpf

    "A shotgun, in my opinion, must have three things: Boom, Boom, Boom." Phil Robertson

  • Deswegen!
    Wer ein Ritter oder ZOS für FT empfiehlt hat noch nie durch ein wirklich gutes Glas geschaut.
    Klar gehen die Gläser, aber eben nicht gut.
    Und erst recht nicht bei allen Lichtverhältnissen die man auf der Lane so haben kann. :D

  • Och, ganz so krass würde ich das nicht sagen. Kommt ja auch immer drauf an, wie das Budget aussieht. Wenn ich nicht allzu viel Geld ausgeben kann/will und einen möglichst günstigen Field Target Einstieg suche, macht die Empfehlung Ritter/ZOS auf einem FWB 300 Sinn.
    Damit sind schon Leute deutscher Meister geworden.
    Für Klasse 1 mit Meisterambitionen kommt man unter grob 1k€ nicht davon.

    "Büchsen kann man nie zuviele haben!" Pippi Langstrumpf

    "A shotgun, in my opinion, must have three things: Boom, Boom, Boom." Phil Robertson

  • ...
    Gestern habe ich eine Beobachtung bzgl. von Temperaturänderungen und deren Einfluss auf die Genauigkeit von zwei ZF´s aus der gleichen Produktreihe gemacht: Ca. 13:00 Uhr, Temperatur 25°C - ZF punktgenau eingeschossen. 17:00 Uhr, Temperatur 22°C = Treffpunktabweichung von drei Klicks in Höhe und Seite (keine ZF Billigware). Natürlich spielen hier Temperaturausdehnungen des Materials eine Rolle, aber in dem Maße sollten solche Abweichungen kompensiert sein.
    ….

    Ähnliches hört man ja öfters bzw. macht die selben Erfahrungen.


    Die Montage der ZF hat (min.) eine konzeptionelle Schwachstelle: Die beiden Montageringe sind im techn. Sinne Festlager, d.h. das ZF kann sich in keine Richtung bewegen oder ausdehnen. Gehen wir davon aus, das dass ZF aus Alu und das Gewehr aus Stahl ist, so treten bei sich ändernden Temperaturen zwangsläufig Spannungen bzw. Kräfte in dem System auf.
    Technisch korrekt wäre es, einen der Ringe der Montage als Loslager auszulegen, so dass Längenänderungen kompensiert werden können.
    Dass das bei der geforderten Präzision schwierig ist, keine Frage und ob es, aufgrund der doch sehr geringen Längenänderung, einen messbaren Effekt hat, weiß ich nicht.
    Wäre mal interessant zu testen, ob der Effekt nur bei 2 teiligen- oder auch bei einteiligen Blockmontagen auftritt (Gewehr und ZF gleich).


    Cheers


    Walt

  • Moin Freunde, wenn ihr schon gute ZF kauft, spart bitte nicht an der Befestigung auf der Waffe. Nehmt eine Weaver-Schiene. Die wiederholgenaue Befestigung erleichtert einem das Leben ungemein. Wenn ihr das ZF immer an den vorderen oder hinteren Anschlag des Slots schiebt, erspart ihr Euch ein neues Einschiessen. Gute Montagen setze ich jetzt mal voraus. Ich schwöre z.B. auf meine Leupold Montagen, da man sie ohne Werkzeug montieren und demontieren kann. Einfach perfekt.

  • Da geb ich carfanatic absolut recht. Ich habe auf all meinen LGs Weaverschienen montiert.
    Das Herunternehmen und wieder Aufsetzen der Optiken beim Reinigen oder bei der Wartung des Gewehrs erfolgt fast wiederholgenau. Das ist bei der üblichen 11mm Klemmung nicht gegeben.