Posts by SPA68

    Ja, so halte ich das Messer bei Schnitzarbeiten.

    Ein Vergleich ist in der Tat schwierig,

    während das Cold Steel den Eindruck eines Taschenmesser für alle Fälle macht,ist das Spyderco vom ersten Eindruck her filigran und eher für leichtere Arbeiten gedacht.

    Von der reinen Schneidleistung wird das Spyderco dem Cold Steel haushoch überlegen sein.

    Versuch macht klug....


    nachdem ich ja mehr als Zweifel gegenüber der Stabilität eines Spyderco mit Daumenloch habe bin ich zu dem Entschluss gekommen mir so ne "Krücke"zu bestellen.

    Also wenn schon, denn schon!

    Es soll vergleichbar in der Größe zu dem Cold Steel Air Lite , und dann auch noch aus dem schlechten Stahl zumindest für diese Konstruktion, ZDP-189 sein.

    Heute ist es angekommen.


    Ohjeh....sieht garnicht wie ne Krücke aus,

    aber schon irgendwie hässlich!


    Drei Dinge fallen sofort auf.


    Für die gleiche netto Schneidenlänge ist das Klinge einen Zentimeter länger. Dadurch ist man mit der Hand weiter von der Klinge entfernt und verliert Kraft und Kontrolle.


    Die Klinge hat einen Vollanschliff und dadurch verdammt dünn, geht so Richtung Küchenmesser und schneidet vermutlich wie der Teufel.


    Dann die Klingenstellung, die Spyderco Klinge zeigt nach unten. Der Sinn erschließt sich mir noch nicht so ganz. Aber ergonomisch sehe ich den Vorteil bei feinen Schneidarbeiten in der Küchenschnippelei.


    Ich werde es schon sehen,

    befremdlich finde ich das Messer soweit hinten greifen zu müssen, da ist mir eine klassische Klingenform bei weitem sympathischer.


    Das ist schon besser.

    Mehr Kontrolle, mehr Kraft

    Wenn Du dir schon Gedanken um 42a machst gehörst Du nicht zu dem Klientel die angesprochen sind.

    Wie man ja nahezu täglich lesen kann verhindert 42a keine Gewaltverbrechen mit Messern.

    Mit den Waffenverbotszonen drohen einem auch Unannehmlichkeiten wenn man lediglich ein einfaches Taschenmesser führt.

    Dieses Gesetz ist ungefähr so hilfreich wie Gebete!

    Dadurch wird der normale Bürger kriminalisiert und zum Gesetzesbrecher.

    NEIN!

    Natürlich nicht, ich habe überhaupt kein Spyderco weil ich die Materialschwächung durch ein großes Loch unsinnig finde.

    Das Loch ist praktisch, ja.

    Das Design außergewöhnlich, der komplette Flachschliff bis hoch zum Klingenrücken ist gut, die angebotenen Stähle hochwertig.

    Aber wegen dem Loch habe ich bisher gezögert mir ein Spyderco zu kaufen.

    Nenn es ruhig Paranoia, wahrscheinlich völlig unbegründet bei einem Produkt das seit Jahrzehnten erfolgreich auf dem Markt ist.

    Das Foto war nur als Beispiel, damit man sieht was ich mit Schwachstelle meine.

    Wäre das doofe aber saupraktische Loch nicht da, wäre das Messer halt wesentlich bruchstabiler.

    Jeder Konstrukteur schüttelt da nur noch mit dem Kopf.

    Es gibt übrigens ein Spyderco das ich wirklich schick finde, leider nicht mehr lieferbar.

    Ich such mal ein Bild raus.

    Klar ist ein Messer ein Schneidewerkzeug!

    Da bin ich bei Dir, aber dann kommt es anders als man denkt.

    Mein Bowie hab ich mir ruiniert weil ich die Kontrolle über die Klinge verloren habe und es verkantete.

    Ergebnis, Beule in der Klinge.

    Wenn ich kein anderes Werkzeug zur Hand habe nutze ich das was verfügbar ist, notfalls auch zum hauen, graben oder halt hebeln.

    So ist zumindest mein Gedankengang bei der Auswahl eines Messers.

    Es gibt tausende zufriedene Spyderco Kunden, die denken anders, oder nehmen diesen Nachteil in kauf weil die Bedienbarkeit halt sehr komfortabel ist, oder sie vielleicht noch ein feststehendes Messer oder gar größeres dabei haben.

    Stimmt, ein Klappmesser ist und bleibt immer schwächer als ein feststehendes Messer.

    Die Verkaufszahlen sind gut, die Fangemeinde ist ja auch zufrieden mit Spyderco.

    Für mich geht das überhaupt nicht, das tut mir als Metaller in der Seele weh.

    Außerdem macht es mir Angst, jedem von uns ist doch bestimmt schon einmal der Schlüssel beim schrauben abgerutscht oder ein Schraubenkopf abgerissen.

    Alter, was hab ich mir schon die Knochen angeschlagen. Aber mein Werkzeug hält, keine geplatzte Nuss oder gebrochener Schlüssel, da achte ich schon drauf.

    Und ein Messer ist ein Werkzeug.

    Das Loch ist eine Sollbruchstelle.

    Mit den Spyderco Messern habe ich mich auch beschäftigt als ich nach etwas leichtem, dünnen, scharfen umgeschaut habe.

    Aber die sehen alle so falsch aus, und dann frage ich mich warum man die Klinge mit solch einem großen Loch an der Klingenwurzel schwächt.

    Ich kann mich mit den Teilen nicht anfreunden.

    Das Cold Steel Air Lite war heut mit im Freibad, natürlich in der großen Kühltasche mit der Schwimmbad Verpflegung für 4 Personen.

    Nektarinen, Schnitzel, Landjäger und die liederliche Muffinverpackung wurden damit bearbeitet.


    Das meine ich!



    Ich habe in grauer Vorzeit mal Feinmechaniker in einer Versuchswerkstatt gelernt, wenn ich da so eine Schwachstelle eingebaut hätte wäre ich vom Meister massakriert worden.

    :/ So etwas macht man doch nicht.

    Es ist genau das was ich wollte,robust und zum hacken geeignet ohne das dabei die dünn geschliffene Hohlklinge wie bei meinem Bowie verbiegt.

    Ein kleines Taschenmesser hat man ja eh dabei, man darf es nur nicht in der Mittelkonsole vergessen. X/

    Die sehr gute Schärfe hat mich zu den versuchen an Obst verleitet.

    Das 4Max gehört in den Wald und nicht an den Tisch.

    Gut geschrieben Patrick!


    Das Cold Steel 4Max Scout fällt auch eher in die Kategorie faltbares Taschenbeil, obwohl rasiermesserscharf ist die 4,8mm dicke Klinge nur für Grobarbeiten geeignet.

    Gestern an der Sieg hab ich damit prima Hundestöckchen hacken können, aber Tomate, Necktarine schneiden fühlt sich völlig falsch an.

    Die Keilwirkung vergleichbar eine Spaltaxt bricht das Obst auf anstatt es sauber zu schneiden.

    Auch für feine Schnitzarbeiten ist es schlichtweg zu fett.