Posts by carfanatic

    Es gibt natürlich auch druck-und hitzefeste Öle, nur haben die wenigsten die Zuhause und wenn der Normalo irgendein Öl in die Kartusche einbringt, dann macht es bumm. Da ist nicht mit zu Spaßen, das muss man ernst nehmen.

    Wenn Du Dich in die Luft sprengen willst, darfst Du das tun. Niemals darf man Öle oder Fette der Pressluft hinzufügen. Ansonsten findet wie beim Diesel, durch die enorme Kompression der Luft und die entstehende Hitze eine Explosion statt.

    Das mag für Außenstehende und ggf. technisch unbedarfte so wirken, als ob die Waffe nichts taugt oder die Leute völlig bescheuert sind, an einem 1000,-€ Gewehr zu basteln.

    Es gibt sogar total Bekloppte, die machen das auch an einer 2000,-€ Waffe, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben. :thumbsup:

    in die Ständer Bohrmaschine und glaube 6000er Schleifpapier.

    Hat wunderbar funktioniert und kein reg creep mehr.

    Das hat mal Ernest Row in einem Video gezeigt. Den Stift in eine Standbohrmaschine einspannen und dann das Schleifpapier auf eine max. glatte Oberfläche aufspannen. Das scheint sehr gut zu funktionieren.

    Bei mir fällt der Druck pro Schuss nun ganz massiv ab und der Regulator öffnet länger.

    Ich stimme bei Deinen Ausführungen mit allem überein, bis auf dieses Zitat. Wenn Du das Vorkammervolumen deutlich verringerst, öffnet der Regulator kürzer, da der eingestellte Druck schneller erreicht ist. Das spielt aber bei Deinen Ausführungen eigentlich keine Rolle, weil niemand schneller schießen kann, als wenn der Druck noch nicht erreicht ist. Ich könnte mir allerdings gut vorstellen, dass der Regulator genauer arbeitet, wenn der Einstelldruck schneller, in kurzen Schüben, erreicht wird. Das scheint mir präzieser zu sein, als wenn eine große Vorkammer langsam befüllt wird. Ein schnelleres Schließen des Regs kann meiner Meinung nach genauer erfolgen, wie ein langsames Herantasten bei größerem Volumen.

    Halten wir doch mal kurz fest. Jeder mit einer Waffenherstellungslizenz (Lizenz zum Löten :D ) darf das machen und auch bescheinigen. Auf der Bescheinigung sollte die Lizenznummer stehen damit alle Seiten direkt die Rechtmäßigkeit feststellen können. Damit hättest Du Dich auf jeden Fall in alle Richtungen abgesichert. Aber auch offiziell von einem BÜMA ist das keine teure Sache. Ich habe bei meinem BÜMA für das Entfernen eines Schalldämpfergewindes und das Schneiden einer neuen Krone 25,-€ bezahlt. Das ist doch auf jeden Fall überschaubar.

    Der steigt im meiner Steyr von 0,21 auf 0,23, gemessen auf 25m. Mit 16J auf 50m war er sogar noch einen Ticken höher. Habe vorher 4,52 er JSB Exact geschossen, als die Lose noch excellent waren. Das änderte sich, als die Dosen umgebatched wurden, nachdem der Sohn vom Schulz die Firma übernahm.

    Viele hier sollten auch mal darüber nachdenken auf 4,53 er JSB umzusteigen. Optimale Abdichtung im Lauf, aber weich genug um ordentlich Fahrt aufzunehmen. Deutlich weniger Flyer wie mit 4,52 oder 4,51. Rundere Streukreise. Ich schieße seit Jahren nur noch 4,53 und bin sehr zufrieden, auch, weil man sich anscheinend nicht mehr so viel Sorgen um das richtige Los machen muss. Auch der BC ist bei meinen Waffen mit 4,53 auf 25m besser. Meine Theorie, es liegt an der besseren und gleichmäßigeren Anpassung an den Lauf.

    Leute, was viele wohl nicht verstanden haben ist, der Lauf wäre sonst in der Tonne gelandet. Ich hatte also nichts zu verlieren. Bei einem perfekten Matchlauf, wie z.B. Technix in seiner Steyr hat, würde ich das auch nicht machen. Ernest Rowe weiß was er tut. Der Mann hat mehr Wissen über Luftgewehre, wie unser ganzes Forum zusammen und er teilt es und das gerne.

    Beim Ventil einschleifen läuft ja auch Metall auf Metall und nicht ein weicher Filz, der sich an die Umgebung anpasst mit ein wenig Paste. 2 ganz verschiedene paar Schuhe. Je glatter der Lauf von Innen ist, desto weniger Fühlig wird er auf versch. Diabolos. Da liegt ganz einfach daran, dass sich Unebenheiten im Lauf erst mit Blei füllen müssen, um diese auszugleichen. Mit einem glatten Lauf ist das nicht mehr nötig oder geht viel schneller. Ich erinnere mich da mit Schrecken an meine Anschütz 8002. Die brauchte minimum 40 Schuss um die Präzision wieder herzustellen, wenn man geputzt hatte. Putzen musste man aber alle 500 Schuss, da sich dann die Präzision wieder verschlechterte.
    Noch ein paar Ergänzungen zu meinem letzten Post: Man hält natürlich den Akkuschrauber nicht mit einer Hand und führt den Putzstock mit der anderen. Der Schrauber muss fest gemacht sein und die Drehzahl stellt man einfach mit einem Kabelbinder um den Griff ein. Beidhändig geführt hat man ein viel besseres Gefühl für die Sache. Die guten Putzstöcke drehen ja mit, das muss man anfangs abstellen. Also Griff und Stab miteinander verbinden. Bischen Panzerband und gut ist das. Ich nehme hier auch nur die feine Paste, damit nur poliert wird und nicht viel abgetragen. Nach 2-3 Minuten halte ich den Schrauber an und löse das Band vom Putzstock und schiebe den Putzstock so 20-25 Mal durch den Lauf, damit auch die Felder poliert werden. Man spürt das recht gut, wie es von mal zu mal leichter geht, den Stab vor und zurück zu schieben. Dafür nehme ich auch immer einen frischen Filz, da der sich auch sehr gut in die Felder einpresst. Der erste Filz vom polieren ist dann eh hin.

    Auch wenn das barrel lapping heißt, nimmt man dazu keinen Lappen. Ein vernünftiger Putzstock mit Reinigungsfilz ist schon mal Voraussetzung. Am Besten baut man den Lauf aus und spannt den in eine Drehbank. Werden die wenigsten haben, daher mache ich das auch mit einer Bohrmaschine oder einem Akkuschrauber. Der wird so befestigt, das man guten Zugriff auf den Lauf hat und der Lauf dann darin eingespannt. Panzerband um den Lauf verhindert Kratzer. Zuerst einmal geht man mit dem Filz durch den Lauf und sucht die Stellen, wo es hakelt oder schwer geht. Die kann man sich am Putzstock markieren, zb. mit Klebeband.Dann wird der Filz in Ventilschleifpaste gerollt und der Lauf in Drehung versetzt. Jetzt geht man in gleichmäßigen Hüben durch den Lauf und verweilt an den vorher ausgemessenen Stellen länger, wie im Rest des Laufes. Ich fange mit der groben Paste an und beende mit der feinen Paste. Danach ist der Lauf von Innen gleichmäßig und hochglanzpoliert. Angefangen habe ich damals mit in der Schleifpaste gerollten Dias, die einfach durch den Lauf geschossen wurden. Auch das hat schon eine gute Verbesserung gezeigt. Unter barrel lapping sollte sich das über die Suche noch finden lassen. Schaut Euch auch mal die Youtube Videos von Ernest Rowe an. Für mich der Airguntuner Nummer 1 auf dem Planeten.