1851 Navy Revolver als CO2 Luftdruckwaffe

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  • Vor einer Weile kam im CO2 Cowboy Action Shooting & Westernwaffen - Bereich das Thema 1851 Navy in LEP auf:

    Eastwood
    March 19, 2024 at 3:34 PM

    Dadurch kam ich zum Grübeln, ob nicht so ein schicker Revolver als CO2 Luftdruckwaffe möglich wäre.

    Zuallererst besorgte ich einen Neumann 1851 Schreckschuss-Revolver und maß nach, ob die den 12g Kapseln ähnlichen, etwas kleineren 8g Kapseln in den Griff passen würde. Dies ist im oberen genannten Thread noch nachzulesen. Weiter ging es inzwischen mit der Absprache mit einem Büchsenmachermeister, schließlich soll das Projekt innerhalb gesetzlicher Bestimmungen durchgeführt werden. Nun bin ich mit der Konstruktion so weit, dass ich denke, ich kann Euch hier an der Weiterentwicklung zum CO2 1851 Navy Schritt für Schritt teilhaben lassen.

    Also viel Spaß beim Lesen!

    Gruß, Micha.

  • Los geht's:

    Die 8g Kapsel passt in den Griffrahmen:

    Der Kapselanstechdorn funktioniert und dichtet ab. Anfangs dachte ich, die original Hahnfeder muss ich nur rücken. Aber nun steht fest, es muss eine neue, flacher laufende Feder angefertigt werden. Hier auf einem Behelfsbrett montiert um zu prüfen wie sie sich vom Spannwiderstand anfühlt und ob sie die Bewegung im verengten Raum mitmacht:

    Läuft. Nach stundenlangen ausmessen und länger Überlegung steht das Programm für den Rahmen. Hier im noch nicht fertigen 3D Modell:

  • Das CO2 Ventil ist um einen relativ kurzen Transferport zu haben in die Trommelachse integriert. Das Kaliber soll 4,5 mm oder 5,5 mm sein. Hier erste Drehteile:

    Wie zu sehen ist, ist die Trommel glockenförmig, hat zum einen den Vorteil, dass unerlaubte Basteleien erschwert werden und zum anderen ein relativ einfacher Kaliberwechsel möglich ist.

    An der Trommel fehlen noch die Frästarbeiten, die werden an der 5-achs CNC Maschine erledigt. Die Trommelachse ist zweiteilig, da im mittleren Bereich das Ventil sitzt.

    Am oberen Teil ist die CO2 Zuleitung zu sehen und der Stift, welcher die Funktion eines Ventilstößels erfüllen wird.

  • Mal sehen, wie die nächsten Tage die Maschinenkapazität aussieht, sobald es Fortschritte gibt, geht's hier weiter. Auf jeden Fall sollen nur beste Materialien (Stahl) und einfach zu ersetzende Norm-O-Ringe für das Projekt Verwendung finden. Es soll ein von der Funktion und Haptik her dem Original in nichts nachstehende CO2 Luftdruckwaffe werden. Als Gag sollen sogar Zündhütchen über die als Attrappe dienenden Pistons verballert werden können.

    Gruß, Micha.

    Edited once, last by Bockaufblock (May 18, 2024 at 1:48 PM).

  • :respect: Oh Mann das ist ganz grosses Kino hier.

    Das sieht schonmal höchst professionell aus was Du hier an Teilen zeigst. Das muss auch ein professioneller Maschinenpark sein. Ganz toll da bleibe ich mal dabei und beobachte weiter.

  • Irre! :thumbsup:

    Wenn ich das richtig sehe, nimmt dann die Trommelglocke die inneren Wechseltrommeln mit, deren Gaskanäle werden außen zur Glocke nochmal mit O-Ringen abgedichtet, innen mag es hoffentlich ohne gehen...

    Die ober Auslaßbohrung am Ventil muß wohl noch gebohrt werden, wenn die Achse eingebaut ist.

    Trotz allem, den Humbug, den Du da gebaut hast, kennst Du ja, aber Du ziehst das durch... echt schade... :(

    Ich bin auf die Lösung gespannt, wie Du den Federweg des Ventils gelöst hast, ohne daß der lange Hammer oben rausfedert.

    Wechseltrommel bedeutet ja auch Wechsellauf :):thumbup:

    Die Hahnrolle hast Du ja auch versetzt, kommt das nicht zu weit nach vorn unter die Achse, wenn der gespannt ist?

  • flupp "Trotz allem, den Humbug, den Du da gebaut hast, kennst Du ja, aber Du ziehst das durch... echt schade..."

    Was meinst Du damit?

    Und ja, der Kanal vom Ventil in die Kammer muss an der Achse noch gebohrt werden. Ansonsten wird zwischen Achse, Trommeleinsatz und Trommelglocke auf Dichtungen verzichtet, die Toleranzen sind an den Übergängen zwischen 0,01 und 0,025 mm, da reicht der Moment der Schussabgabe nicht um durch den engen Spalt sich auf die Nebenkammern auszuwirken.

    Gruß, Micha.

  • Übrigens wird auch bei mir der Hammer zurückfedern, dass das Ventil nicht dauerhaft geöffnet bleibt, jedoch dadurch, dass das Schlagventil in der Trommelachse liegt, ist durch die Hebelwirkung die Auswirkung auf den oberen Bereich des Hammers nicht so arg. Laut Berechnung durch größere Ventilöffnung ca. 0,6mm. Das ganze wird etwas vermittelt, der Hahn schlägt also weiter vor als original, und es sieht niemand den Rücksprungweg...

  • Na das weißt Du doch, die Trommel... hatten wir drüber gesprochen. Sowas gehört an keinen anständigen Navy, zumal, wenn man die Wahl hat... ;(

    Colt hätte die eher nach vorn runtergestuft, bei .177 oder .22 8o

    Genau, so wird das gut werden mit dem Hahn :thumbsup:

    Lieber oben im Innenbogen etwas schmaler machen, damit er weiter runterkommt beim Aufschlag, und dann wieder in Ruhe normal steht.

  • Ach so. Ist doch kein Ding. Bisschen am Programm rumklimpern und Deine Wunschteile fliegen raus. Was ich festgestellt habe, was tatsächlich ein kleines optisches Manko ist, durch den größeren Durchmesser wirken selbst die 5,5er Diabolobohrungen arg klein.

  • Naja, ist auch der etwas größere Fummelabstand beim .36er, hatten wir auch drüber gesprochen. Sind zwar nur 2mm hier und einer da, aber das summiert sich um die 2 Ecken. Sehe ich gerade bei meinem Guardian, der 4mm ist viel handlicher, mehr Platz.

    Ich hab leider kein CNC, wo sowas tolles für mich rausfallen könnte :schluchz::schluchz::schluchz:

    Also ich würde mir tatsächlich einen mit ungestufter Trommel wünschen, wenn ich dürfte, oder 2! :thumbsup:

  • Das sieht sehr Professionell aus. Wenn du erfolg hast damit versuch das doch dann Gewerblich zu machen. Auch als Nebenjob. Mit F-Zeichen usw.

    Finde ich Super wenn man so viel Energy und Hirnschmlalz in etwas steckt . Viele Grüße

  • Irre....fantastische Arbeit :) ich bin sehr gespannt.

    "Gib demjenigen, den du über alles auf der Welt liebst, ein Schwert in die Hand....entweder wird er dich damit beschützen oder er wird dich damit töten."

  • Hallo

    Ich muß auch den (nicht vorhandenen) Hut ziehen !

    Ich wünsche viel Spaß und gutes Gelingen !Sehr coole Sache was da entsteht ,vor allem weil es Stahl und Messing ist.Ist irgendwann auch ein Army geplant?

  • Okay, Tatsachen auf den Tisch: wie ich oben schrieb, prüfte ich Anfangs ob die 8g Kapsel in den Griffrahmen des Navys passt. Allerdings ist mir klar, dass das Anfertigen sämtlicher freien Teile vom Griffrahmen, Abzugsbügel, Griffschalen und der Schlossteile den Kostenrahmen klar sprengen. Da diese Teile ohne weiteres hin und wieder relativ günstig am Markt auftauchen, entschied ich mich mit der Konstruktion zu beginnen. Wird auch so aufwendig und teuer genug. Deshalb kann ich noch nicht abschätzen, ob das auch bei anderen Modellen geht oder lohnt.

    Es kommt ja hin und wieder die Diskussion auf, warum die Hersteller der Zinkplempen nicht für einen etwas höheren Preis auch hochwertigere Stahlmodelle anbieten. Hier bei meinem Navy: die Trommel zweiteilig, mit engsten Toleranzen, original einteilig mit Wurfpassung. Die Trommelachse: zweiteilig mit Dichtungssitz, engen Toleranzen, Aufnahme von CO2 Leitung, Ventilstößel usw. Original ein grobes Drehteil. Das setzt sich so fort, nicht nur die Teile wie bei einer scharfen Waffe sind zu fertigen, sondern die CO2 Teile extra dazu.

    Schöne Pfingsten, Gruß Micha.

  • Nun, für soeine Edellösung legt man gerne das 3-fache hin, das kosten die relativ schlampig gefertigten Brocock-Piettas auch, wenn es sie nur irgendwie noch gäbe.

    Zumindest gibt es hier ein paar Leute, die so denken. Viele werden aber abwinken und sagen: geiles Ding, keine Frage, aber kann/will ich mir nicht für das Geld leisten, und spiele eben mit was anderem.

    Ob es sich lohnt, den paar die Freude zu machen, die zwar das Geld, aber nicht die Möglichkeiten haben, sowas selber zu schaffen?

    Das fände ich obergeil :thumbsup: