Schlechte Neuigkeiten für "Altbesitzer" von gekorenen LEP-Umbauten (auch wenn die in einer WBK stehen)!

There are 50 replies in this Thread which has previously been viewed 9,698 times. The latest Post (September 15, 2023 at 1:11 PM) was by NC9210.

  • Das ist das Problem. Man schweigt lieber.

    Nein. Das ist nicht das Problem.

    Ich akzeptiere es, dass man im Forum keine politischen Diskussionen will, welche erfahrungsgemäß früher oder später ausufern. Sich in einem Internetforum den Frust über bestehende Zustände von der Seele zu reden, mag ja einfach sein, ändert aber leider nichts an der Realität. Denn dafür müsste man schon was im realen Leben tun, und dazu fehlt aktuell anscheinend noch zu wenigen Menschen der Antrieb. Vielleicht wird sich das noch ändern, bevor es zu spät ist. Mal schauen. Jedenfalls ist es nicht zielführend, sich hier in der virtuellen Welt auszukotzen. Weil es eben nicht wirklich was bringt, außer virtuellem Zoff.

  • Das ist das Problem. Man schweigt lieber.

    Nein. Das ist nicht das Problem.

    Ich akzeptiere es, dass man im Forum keine politischen Diskussionen will, welche erfahrungsgemäß früher oder später ausufern. Sich in einem Internetforum den Frust über bestehende Zustände von der Seele zu reden, mag ja einfach sein, ändert aber leider nichts an der Realität. Denn dafür müsste man schon was im realen Leben tun, und dazu fehlt aktuell anscheinend noch zu wenigen Menschen der Antrieb. Vielleicht wird sich das noch ändern, bevor es zu spät ist. Mal schauen. Jedenfalls ist es nicht zielführend, sich hier in der virtuellen Welt auszukotzen. Weil es eben nicht wirklich was bringt, außer virtuellem Zoff.

    Hast du mein Post überhaupt gelesen und verstanden anstatt den Satz aus dem Kontext zu reißen?

  • Wenn man sich jedoch "in der virtuellen Welt auskotzt", so besteht zumindest die Möglichkeit, dass Mitmenschen ähnlicher Ansichten sehen, dass sie nicht alleine sind.

    Fühlen sich alle, mangels Austausch mit anderen, alleine mit ihrem Standpunkt und halten ihn daher unter Verschluss, wird sich mit recht großer Sicherheit keine Opposition zu gewissen Fehlentwicklungen bilden können.

    Ich verstehe allerdings dennoch, dass die Entscheidungskriterien, nach welchen gute oder schlechte Politikthemen aussortiert werden könnten, selbst schon eine politische Position darstellen und zusätzlich in ihrer Komplexität der Anwendung genau die Anwendung so gut wie unmöglich machen.

    Wir haben also die Wahl: "All politics" oder "No politics",

    So sehr mich die zweite Variante schmerzt, so ist sie doch leider die einzig einigermaßen machbare, wenn man sich als Forenbetreiber keine Probleme mit den jeweils doch sehr unterschiedlichen Lagern der externen Betrachter oder auch Kontrolleure einhandeln möchte.


    Stefan

  • :huh: Sorry, aber irgendwie geht die aktuelle Diskussion am Thema vorbei - naja, ich wollte ja auch eigentlich nur auf eine "NEUE ENTEIGNUNGSMASCHE" hinweisen, die erst nach ein paar Jahren "falscher Ruhe und Sicherheit" hart zuschlägt.

    :rolleyes: Wie bereits vorab geschrieben, ich wollte die Geschichte meines Bekannten halt mal einstellen - aber offensichtlich hat hier im Forum bisher Niemand "Probleme" bzgl. dieser eingetragenen LEP-Umbauten noch weiteres Wissen dazu?

    Naja, ich bin jetzt trotzdem gespannt, wie sich das weiter entwickelt - in den anderen Bundesländern, ...! Die Anfänge sind mit Berlin und BW gemacht - und ich finde diese Vorgehensweise irgendwie "gar nicht nett", war aber bei den DEKO-/Saluts wohl ähnlich, ... :|

    Darüber sollten wir nachdenken :thumbdown: :whistling:

  • Naja,, ich bin jetzt trotzdem gespannt, wie sich das weiter entwickelt - in den anderen Bundesländern, ...! Die Anfänge sind mit Berlin und BW gemacht - und ich finde diese Vorgehensweise irgendwie "gar nicht nett", war aber bei den DEKO-/Saluts wohl ähnlich, ... :|


    Darüber sollten wir nachdenken :thumbdown: :whistling:

    Bin da ganz bei Dir. Aber realistisch betrachtet - was kann man dagegen tun? Ich fürchte, da gibt es leider nicht wirklich etwas. :( Schon gar nicht mit der aktuellen Regierung. Diese Friedens- und Moralapostel liefern gern Kriegswaffen selbst in Krisenregionen, aber relativ harmlose Druckluftwaffen für gesetzestreue Steuerzahler, die für diese Sachen oft viel Geld gelöhnt haben? Ja wo kommen wir da hin? :rolleyes: Jene Steuerzahler haben halt keine mächtige Lobby.

  • Jene Steuerzahler

    sind so damit beschäftigt sich gegenseitig zu

    zerfleischen daß Angriffe von Aussen nicht mal

    richtig registriert werden :(

    Weise einen intelligenten Menschen auf einen Fehler hin und er wird sich bedanken.
    Zeige einem dummen Menschen einen Fehler und er wird dich beleidigen.

  • ...wenn das aktuell bei mir wird werde ich meine LEP auf scharf umbauen lassen mit Bedürfnis.... alternativ alle freien Teile anschrauben und Kulturgut vernichten... :cursing:

    Gruß Michael

  • sind so damit beschäftigt sich gegenseitig zu

    zerfleischen daß Angriffe von Aussen nicht mal

    richtig registriert werden :(

    Das war leider immer schon so, dass es unter den Waffenbesitzern genug gab, welche nur auf sich bedacht waren. Auf andere wurde dagegen mit dem Finger gezeigt, oft so richtig schön nach dem St.-Florians-Prinzip.

    Ende der 60er Jahre gab es schon längst Pläne der Politik zu einer massiven Verschärfung des Waffenrechts. Die RAF musste dann später als Begründung herhalten, so wird das auch heute meist noch erzählt. Es gibt aber diverse Dokus dazu, nur mal z.Bsp. dieser Artikel im Spiegel von 1969: https://www.spiegel.de/politik/kopf-u…2?context=issue "Länderinnenminister" ... "eine rigorose Abrüstung des deutschen Volkes"

    Und ausgerechnet Jäger und Sportschützen haben der Politik dabei, wie treffend, "Schützenhilfe" gegeben. Den einen waren freie Schrotflinten, Karabiner, KK-Selbstlader ein Dorn im Auge (Stichwort Wilderei), die anderen fanden diverse frei erhältliche Schusswaffen pfuibah, Zitat: "Der Präsident des Deutschen Schützenbundes, Georg von Opel, rief die Bundesregierung auf, Schußwaffen dieser Art zu verbieten, »da von seiten des Sports ... absolut kein Bedürfnis dafür vorliegt«. Sie seien vielmehr »bestens geeignet für Überfälle, Terror, ja sogar für einen Bürgerkrieg«."

    Und was dann später verboten und wegreguliert wurde, wie auf Salut und Deko umgebaute Waffen oder eben auch die LEP-Waffen - die Besitzer diese Sachen, die für sie oft viel Geld bezahlt haben, die haben noch nicht mal Verbände oder eine Lobby, die sie eventuell unterstützen würde.

  • Natürlich ist es ein Unding, vormals völlig legale Waffen durch nachträgliche Neubewertung WBK-pflichtig zu machen und dabei ein Bedürfnis zu verlangen, was faktisch nicht erbracht werden kann. Da hätte es eine Besitzstandswahrung geben müssen, wie seinerzeit die SSW ohne PTB.

    Aber ich habe schon damals gesagt, dass ein "wirtschaftliches Interesse" nach § 8 WaffG nur im Sinne eines gewerblichen Interesses gemeint sein kann und eben nicht zur Werterhaltung den Besitz sichern kann. Meine Rechtsauffassung hat mir damals schon ein Sachbearbeiter einer Waffenbehörde bestätigt.

    Das bedeutet, ein Waffenbesitz kann mit wirtschaftlichen Interesse begründet werden, wenn der Besitz, bzw. ggf. sogar der Erwerb für ein gewinnorientiertes Gewerbe benötigt wird. Damit sind zusätzliche Bedürfnisse begründbar, die sich in den klassischen §§ für Jäger, Sommer, Sportschützen usw. nicht wiederfinden lassen. Also eher seltene und nicht oft anzutreffende Sonderfälle als Einzelfallentscheidungen.

    Nebenbei wundere ich mich schon länger, warum keiner geklagt hat. Nach meinem rein privaten Rechtsverständnis kann man ein legal besessener Gegenstand nicht dadurch illegal werden, wenn man im Nachhinein den Besitz faktisch unmöglich begründen kann. Wenn das Bestand hat, so könnte der Gesetzgeber jeden Gegenstand einziehen. Er braucht bloß ein Bedürfnis zu kreieren, was für Privatpersonen unerreichbar ist.

  • Nebenbei wundere ich mich schon länger, warum keiner geklagt hat. Nach meinem rein privaten Rechtsverständnis kann man ein legal besessener Gegenstand nicht dadurch illegal werden, wenn man im Nachhinein den Besitz faktisch unmöglich begründen kann. Wenn das Bestand hat, so könnte der Gesetzgeber jeden Gegenstand einziehen. Er braucht bloß ein Bedürfnis zu kreieren, was für Privatpersonen unerreichbar ist.

    Naja, wenn man sich ansieht, was gerade in der aktuellen deutschen Politik gegenüber dem Stimmvieh den Bürgern so abgeht, da sind wohl noch ganz andere Sachen möglich.

    Und nur wenige werden das nötige Geld oder auch nur die nötigen Nerven haben, zu klagen, womöglich durch alle Instanzen.

  • Die Klage wäre ja am Verwaltungsgericht zu erheben.

    Dort werden die Richter entsorgt welche man für nichts

    anderes gebrauchen kann. Was glaubst du kommt dann

    dabei raus?

    Weise einen intelligenten Menschen auf einen Fehler hin und er wird sich bedanken.
    Zeige einem dummen Menschen einen Fehler und er wird dich beleidigen.

  • Die Klage wäre ja am Verwaltungsgericht zu erheben.

    Dort werden die Richter entsorgt welche man für nichts

    anderes gebrauchen kann. Was glaubst du kommt dann

    dabei raus?

    Da wird man sich durch die Instanzen bis zum Verfassungsgericht durchklagen müssen. Dazu bedarf es Geld, Zeit und einen Verband mit Rechtsbeistand hinter sich, der das durchhalten kann. Schließlich geht es um eine grundsätzliche Frage.

  • Man kommt real bis zum Bundesverwaltungsgericht;

    also dem dümmsten Gericht überhaupt. Deren Urteile

    wurden ja sogar von der unfähigen Regierung durch

    Gesetzesänderungen kassiert. Noch tiefer kann ein

    Gericht gar nicht sinken.

    Das BVerfG nimmt derartige Beschwerden gar nicht

    erst an.

    Weise einen intelligenten Menschen auf einen Fehler hin und er wird sich bedanken.
    Zeige einem dummen Menschen einen Fehler und er wird dich beleidigen.

  • Servusle,

    soweit ich mich erinnere hatte ja da schon mal jemand in Berlin geklagt - siehe meinen ersten Post - und der ist in erster Instaz offenbar voll aufgelaufen, .... ??? und das ist ja das hinterhältig Fiese, erst wiegt man die Altbesitzer in Sicherheit, indem man die Teile (naja, manchmal) in eine WBK einträgt - nur mit dem Hintergedanken, diese ein paar Jahre später doch noch zu enteignen Sorry, aber bei sowas schwillt mir der Kamm. Und wer, der auf seiner Grünen Karte ein paar dieser Dinger hat, würde sich das auferlegen, dagegen zu klagen, da schmeißt man das gute Geld wirklich dem Schlechten nach. Für einen Einzelnen ist das quasi unmöglich und, so wie es hier läuft, nervenaufreibend bis die Haut frei liegt.

    Bravo, unsere Gesetzgeber hierzulande arbeiten immer geschickter und offensichtlich hinter****, das hat man aber geschickt eingefädelt - da möchte man sich nur noch schämen!

    Wie gesagt, mein Bekannter war bei einem Anwalt - man hat offenbar da von einer Klage abgeraten - da müssten wohl mehrere Personen gemeinsam klagen, denn einer ist hier Keiner.

  • Bisher sind nur die ehemals scharfen LEP Waffen betroffen.

    Mit größter Sorge beobachte ich LEP Zubehör auf eGun.

    Das könnte ruckartig weitere Kreise ziehen.

    Gut, dann kann man wohl aber ebenso wenig dagegen tun.

    Gruß, Ralf
    Alt, aber bewaffnet. :thumbsup:

    Orbis non sufficit quod Omnia tempus habent.

  • Bisher sind nur die ehemals scharfen LEP Waffen betroffen.

    Mit größter Sorge beobachte ich LEP Zubehör auf eGun.

    Ich kann mir denken, was Du meinst. Vor einigen Jahren wurden solche Auktionen meist schnell gelöscht. Jetzt sind die ständig drin. Naja, wirklich illegal scheinen die Sachen nicht zu sein, und bei den Preisen verdient Egun halt immer mit. :saint:

  • illegal scheinen die Sachen nicht zu sein

    Das ist richtig.

    Wenn aber ein absolut denkbarer Fall eintritt,

    kann das einer kompletten Sparte den Hals kosten.

    Das wirft mich in Sorge.

    Gruß, Ralf
    Alt, aber bewaffnet. :thumbsup:

    Orbis non sufficit quod Omnia tempus habent.

  • Hm, wenn man z.Bsp. hier mal schaut: https://www.lrasbk.de/media/custom/2….PDF?1599145141

    Wesentliche Teile von Schusswaffen sind doch rechtlich den Schusswaffen gleichgestellt. Und in dem Artikel seht u.a.:

    "Wesentliche Waffenteile im neuen Waffengesetz

    Leitfaden 7

    Artikel 1

    Änderungen des Waffengesetztes

    […] 1.3.1.3 das Patronen- oder Kartuschenlager, wenn dieses nicht

    bereits Bestandteil des Laufes ist; das Patronen- oder Kartuschenlager ist

    ein Hohlkörper aus einem hinreichend festen Material, dessen Abmaße

    für die Aufnahme von Patronenmunition, Kartuschenmunition oder

    Ladungen mit oder ohne Geschoss eingerichtet sind und in dem die

    Munition oder Ladung gezündet wird;"

    :/

  • Das trifft aber gerade nicht zu, Zünder gelten nicht als Ladung.

    Bei den Teilen für Kartuschenmunition ist es etwas heikler.

    Allerdings sind Reduzierhülsen wie Sie z.B. für Salutgewehre

    gebräuchlich sind frei. Ich möchte damit aber nicht vor dem

    Richter stehen...

    Weise einen intelligenten Menschen auf einen Fehler hin und er wird sich bedanken.
    Zeige einem dummen Menschen einen Fehler und er wird dich beleidigen.

  • Eine LEP-Waffe hat damit kein Patronen- oder Kartsuchenlager, denn:

    "

    Munition und Geschosse

    1.

    Munition ist zum Verschießen aus Schusswaffen bestimmte

    1.1

    Patronenmunition (Hülsen mit Ladungen, die ein Geschoss enthalten, und Geschosse mit Eigenantrieb),

    1.2

    Kartuschenmunition (Hülsen mit Ladungen, die ein Geschoss nicht enthalten),

    1.3

    hülsenlose Munition (Ladung mit oder ohne Geschoss, wobei die Treibladung eine den Innenabmessungen einer Schusswaffe oder eines Gegenstandes nach Unterabschnitt 1 Nr. 1.2 angepasste Form hat),

    1.4

    pyrotechnische Munition (dies sind Gegenstände, die Geschosse mit explosionsgefährlichen Stoffen oder Stoffgemischen [pyrotechnische Sätze] enthalten, die Licht-, Schall-, Rauch-, Nebel-, Heiz-, Druck- oder Bewegungswirkungen erzeugen und keine zweckbestimmte Durchschlagskraft im Ziel entfalten); hierzu gehört

    1.4.1

    pyrotechnische Patronenmunition (Patronenmunition, bei der das Geschoss einen pyrotechnischen Satz enthält),

    1.4.2

    unpatronierte pyrotechnische Munition (Geschosse, die einen pyrotechnischen Satz enthalten),

    1.4.3

    mit der Antriebsvorrichtung fest verbundene pyrotechnische Munition.

    2.

    Ladungen sind die Hauptenergieträger, die in loser Schüttung in Munition oder als vorgefertigte Ladung oder in loser Form in Waffen nach Unterabschnitt 1 Nr. 1.1 oder Gegenstände nach Unterabschnitt 1 Nr. 1.2.1 eingegeben werden und-zum Antrieb von Geschossen oder Wirkstoffen oder
    -zur Erzeugung von Schall- oder Lichtimpulsen
    bestimmt sind, sowie Anzündsätze, die direkt zum Antrieb von Geschossen dienen.

    "

    Luft ist keine Ladung im Sinne des WaffG, also sind LEP-Hülsen keine Munition, zusätzlich sind sie auch keine Patronen- oder Kartuschenlager, da sie nicht für die Aufnahme dieser gedacht und auch auch nicht geeignet sind.

    Eine LEP-Hülse ist demzufolge m.E. genau gar nichts.


    Stefan