Posts by Floppyk

    Und was hälst du von Nähmaschinen-/Rasierer-/Haushalts-/Feinmechaniköl Floppyk , pro/contra bei F/PTB Waffen ?

    Uff, da habe ich keine Meinung zu. Nähmaschinenöl zeichnet sich durch eine sichere Beständigkeit gegen Verharzen aus. Meiner Meinung ist das aber für Schusswaffen nicht alleinig ausreichend. Zudem ist Nähmaschinenöl relativ dickflüssig ist und dürfte zum Reinigen nicht geeignet sein.

    Kaufe eine Dose richtiges Waffenöl für 10 €. Die hält jahrelang und dürfte mit ziemlicher Sicherheit besser geeignet sein. Ist viel altes Öl vorhanden, öle damit deine Gartengeräte.

    Zudem haben Druckluftwaffen die geringsten Ansprüche an Ölen, allenfalls mit Ausnahme der Dichtungen.

    Wenn ich mal meinen unmaßgeblichen Senf dazu geben darf:

    ich besitze mehrere CO² Waffen und frage mich was für Pflegeprodukte werden unbedingt benötigt und welche sind nice to have?

    Eigentlich ist das völlig egal. Luftdruckwaffen benötigen keine speziellen Reinigungs- oder Schmierstoffe. Das mit dem genannten Silikonöl ist nicht verkehrt, so lange man das nicht übertreibt. Die Außenpflege darf sich auf gelegentliches Abwischen mit einem ölhaltigen Lappen beschränken, nur fusselfrei sollte er sein.

    Vaseline.

    Da halte ich gar nichts von. Vaseline wird mit Wärme wasserdünn und läuft hin wo es will. Wir haben das früher bei der Telekom verwendet, wobei wir das warm und dann dünnflüssig in Spritzen aufgezogen haben.

    Wohl alle Waffenbesitzer können sich die Dose "echten" Waffenöls leisten, die meistens auch mehrere Jahre hält. Daher ist der Preis auch nebensächlich.

    Also meiner meiner Meinung nach ist das WD 40 der größte Dreck.

    Jein, WD40 erhebt gar nicht den Anspruch auf die Zwecke, die wir für wichtig halten.

    WD40 hat als Hauptbestandteile petroleumartige Stoffe. Diese machen das Öl extrem dünnflüssig, dampfen aber relativ schnell ab.

    Es ist halt ein Universal, bzw. Kriechöl, was vieles kann, aber nichts richtig gut. Dennoch, WD40 gehört in jede Bastelbude.


    Gefühlt muss doch Sonnenblumenöl am Besten sein.

    Uhhh, nene. Fast alle Pflanzenöle werden nach einiger Zeit ranzig und stinken. Zudem kleben sie mit dem Alter. Eine Ausnahme ist Leinöl(Firnis), was für Holzschäfte unabdingbar ist, sofern er nicht lackiert ist. Leinöl ist das Öl aus gepressten Leinsamen. Daher ideal zur Pflege von Holzspielzeug oder Frühstücksbrettchen und dergleichen.

    Übrigens habe ich auch eine Dose Brunox hier.

    Ich halte viel von Brunox. Übrigens ein Schweizer Produkt. Die Wirksamkeit ist in mehreren Fachzeitschriften bestätigt worden.

    Da es hier auch um Pflegemittel geht hätte ich mal eine Frage, wie ihr eure Optiken reinigt.

    Gar keines. Vernünftige Optiken sind stickstoffgefüllt und stehen unter (leichtem) Überdruck. Die dürfen unter fließendem Wasser gereinigt werden. Jegliches Putzen mit Tuch und irgendwelchen Mitteln hat - wenn man Pech hat - eher schmirgelnden Effekt. Es ist schonender für die Linsen, wenn man den Dreck fortspült, als diesen mit einem Tuch zu verreiben. Das schädigt die Beschichtung, die alle guten Linsen haben. Nur wenn da jemand mit seinen Fettgriffeln dran war, sollten notfalls Linsenreiniger verwendet werden.

    Für scharfe Waffen und LGs, LPs nehme ich Ballistol.

    Upps, Ballistol kommt höchstens an meinem Rasenmäher. Im ernst, B. hat die unangenehme Eigenschaft freiwillig mit Wasser eine Emulsion einher zu gehen, anstatt das Wasser abzuweisen. Weiterhin dickt B. ein und nimmt eine klebrige Konsistenz ein, wenn es länger steht. Wer noch die alten Sprühflaschen mit dem kleinen Sprühkopf hat, sollte mal einen Blick in den Kragen der Dose werfen. Da findet man dann das Öl in einem honigartigen Zustand. Das möchte ich nicht in der Feinmechanik haben. Genauer war genau deswegen mal meine FWB P70 in Reparatur, weil der Abzug nicht mehr freiwillig in den Ruhezustand zurückgehen wollte. Der Vorbesitzer hat da reichlich B. dran getan.

    Die Sache mit der Emulsion hat mal ein Waffenöltest gezeigt. Ich kann allerdings nicht bewerten, inwiefern das in Sachen Korrsionsschutz relevant ist. Dennoch halte ich das für eine negative Eigenschaft.

    Das ist doch das alte Problem das brünierte Druckgusswaffen durch Ballistol grünstichig werden.

    Das hat Klever Ballistol auch zugegeben.

    Die beste Außenpflege für obigen Fall: von außen nicht "pflegen". Da muss nichts drauf. Wozu auch.

    Naja, Druckluftwaffen werden auch kaputt gepflegt. Aber eine gewisse minimale Pflege sollte schon sein.

    Das musste ich bei Teflonöl auch leider schon feststellen,

    Teflon sehe ich mittlerweile kritisch, insbesondere bei Heißgaswaffen. Da soll Flusssäure entstehen.

    Brunox war bis jetzt das geruchsmäßig übelste Öl, das ich hatte.

    Also Ballistol und Brunox mag ich wohl riechen. Zum Abgewöhnen darf man gerne an Freischützöl riechen. Das stinkt erbärmlich, ist aber eines der besten Waffenöle.

    Ich halte es für eine Auszeichnung für ein Öl, was sich mit normaler Seife nicht von den Fingern waschen lässt. Man bekommt die Finger nur unter Einsatz von Handwaschpaste wieder sauber. Umgekehrt bedeutet das aber eine gute Haftung auf Metall.


    Mein Tipp ist für einfache Druckluftwaffen:

    Es ist völlig egal, was für ein Öl für die Außenpflege verwendet wird. Hauptsache man reibt die Waffe gelegentlich mal ab, sowie eine seltene Laufreinigung nicht schadet. Ballistol würde ich bei Waffen aus Zinkdruckguss und generell in der Feinmechanik von Abzügen nicht verwenden.

    Generell gilt aber immer - alles nur sehr sparsam und eher selten anwenden.

    Nimm diese, sind mittlerweile in vielen Autos verbaut


    https://www.ebay.de/itm/292072…df590f:g:IAcAAOSwLd9iEVTt


    Das sind AMP Super-Seal Stecker und da habe ich ein Set einschließlich Crimpzange. Funktioniert und das Crimpen klappt auch, nachdem man so etwa 10 Kontaktstifte verquetscht hat. Aber diese Art hat zwei Nachteile:

    Es sind nur die Adern zum Gehäuse und die Verbindung gesamt gedichtet. Hat man ein mehradriges Kabel mit gemeinsamer Umhüllung muss man mit Schrumpfschlauch arbeiten, um den Übergang vom Kabel zur Ader zu dichten.

    Alle Stecker sind immer als flache Version gemacht. Auch das ist nachteilig bei einem mehradrigen Kabel. Bei 4 Adern und mehr ist das für einen Schrumpfschlauch zu breit.


    Vielen Dank für die Tipps. Ihr seit toll.

    Jaaaa, das ist es. Habe auch einen deutschen Anbieter gefunden, der mir die Stecker zu 12 und 14,50 € zu normalen Versandkosten liefern kann.

    Wenn keine andere Idee kommt, werde ich diese bestellen.


    Ich will auch gerne den Zweck verraten:

    Ich habe ein neues Jagdauto. Ein Mitsubishi L200. Der hat nun auf dem Überrollbügel drei Lampen. Da die gesamte Ladeflächenabdeckung abnehmbar ist, muss da eine Trennstelle zwischen, die auch mal im Regen ist. Der Fernscheinwerfer hat 108 W, was gerundet 10 A frisst. Die beiden Arbeitslampen sind mit 2 x 12 W genügsam.

    Ich brauche für mein Auto eine trennbare, wasserdichte 4-pol. Stecker/Kupplung Kombination.

    Ich habe diesen bestellt, aber der ist einfach für mein Kabel zu klein, wie auch die Lötaufnahme zu klein ist. Angeblich hat mein Kabel 4 x 1,5 mm² Adern, ist aber zu dick für diesen Stecker. Ich musste schon die Steckergehäuse um einen Millimeter aufreiben, wie auch die einzelnen Lötanschlüsse sehr knapp sind. Das muss ich ändern.

    https://www.ebay.de/itm/324720451428

    Ich suche also eine 4-pol. Stecker/Kupplung Kombination für 2,5 mm² Adern. Muss aber wasserdicht sein.

    Wäre da für einen Tipp dankbar.

    Ja und man kriegt die Klinge "Rattenscharf".

    Die Frage ist aber, muss es wirklich "rattenscharf" sein?

    Denn ungeachtet der Klingenqualität, wird eine rattenscharfe Klinge auch schneller wieder stumpf(er).

    Für mich müssen reine Gebrauchsmesser für den Alltag nur mittelmäßig scharf sein, da ich damit auch Kartons klein mache. Überhaupt setzt Papier bzw. Pappe schneiden jeder Klinge mehr zu, als man meint.

    Die Läufe bei diesem Typ von Wettkampfgewehren haben eine normale Standartlänge, dann ist ein teilbarer Laufmantel montiert der die Waffe in montiertem Zustand bestimmt auf 1,6m Länge bringt.

    Wenn wir beim LG bleiben, ist die Lauflänge beim DSB von 42 bis 85 cm limitiert, die Visierlänge max. 85 mm, wobei das Korn die sichtbare Laufmündung nicht überragen darf.

    Insgesamt bleiben die Wettkampfwaffen aber alle unter 1,20 Gesamtlänge, weil sie dann auch nicht im Waffenschrank passen würden. Eine Ausnahme sind Hakenkappen. Bei meinem KK ist deswegen nicht fest, sondern abnehmbar.

    Eine Limitierung der Gesamtlänge einschließlich Schäftung habe ich in der SpoO nicht gefunden. Das gibt es aber bei Kurzwaffen. Je nach geschossener Disziplin muss die dazugehörige Waffe in einem Maßkasten passen, wobei auch dort eine maximale Visierlänge gilt. Dort ist es üblich, dass die Kimme nach hinten verlagert ist, um das Maximalmaß auszunutzen.

    Ich habe da noch zusätzliche Anmerkungen:

    Es ist klar, je länger das Geschoss im Lauf dem Gasdruck ausgesetzt ist, desto schneller wird es - innerhalb üblicher Lauflängen.

    Das hat zur Folge, dass die Geschossstablisierung meist besser wird. Aber das ist auch von anderen Faktoren zusätzlich abhängig. Wenn man das bei gleichbleibender Dralllänge vergleicht, hat ist höhere Geschossgeschwindigkeit vorteilhaft. Das auch, weil dann die Flugbahn gestreckter wird und sich Umwelteinflüsse bzw. dessen Störungen geringere Auswirkungen haben.


    Ein längerer Lauf verändert auch die Gewichtsverteilung. Meist schießt sich eine vorderlastige Waffe besser. Zudem ändert sich das Schwingungsverhalten, was auch beim davon geschraubten SD ein Thema ist. Aber das ist auch der Grund, warum es Laufgewichte gibt.


    Der Hauptgrund der gefühlten Präzisionssteigerung ist aber die längere Visierline beim offenen Visier, weil Ungenauigkeiten bei größerem Abstand zwischen Kimme und Korn so besser erkannt werden. Wie schon jemand schrieb, ist bei heutigen Pressluft Matchwaffen ein kurzer Lauf mit verlängerter Laufhülse für max. zulässige Visierlänge üblich. Ein kurzer Lauf ist bei Pressluft unter Beibehaltung der zulässigen Energie leichter machbar, weil die Schussentwicklungszeit klein ist. Das verringert den Nachteil der Verweilzeit des Geschosses.


    Nachteilig ist aber die verlängerte Verweilzeit des Geschosses im Lauf. Denn so lange es im Lauf ist, verschlechtert eine vom Schützen eingebrachte Unruhe die Treffergenauigkeit.

    Taktisch bedeutet in diesem Zusammenhang, dass es sich um für das Militär entwickelte Backup Knives handelt

    Weil das könnte die Frage aufkeimen lassen, dass das unter der Rubrik Kampfmesser fällt, die eindeutig nicht frei führbar sind.

    Dummerweise gibt es keine Auflistung von Eigenschaften, ab wann ein Messer "genau" zu den Waffen zählt. Sobald diese aber in irgendeiner Armee offiziell eingeführt wurden, dürfte man das bejahen können.

    Macht wat ihr wollt.

    Aber meine Meinung ist immer noch, dass Schalldämpfer waffenwesentliche Teile sind, die erlaubnispflichtig sind. Es sei denn, sie sind mit F für die Verwendung an Luftgewehren gekennzeichnet.

    Wenn die Herstellung und (F)-Kennzeichnung völlig obsolet wäre, wie unterscheidet man dann erlaubnispflichtige von freien Dämpfern? Und warum darf man dann eben nicht einen Dämpfer für eine scharfe Waffe herstellen?

    Bekanntlich sind "normale" Dämpfer erlaubnispflichtig. Ich habe einen in meiner WBK und der hat kein F drauf.

    Die sog. "Liste B" ist eine Erweiterung der bundesweit einheitlichen DSB Disziplinen, die die einzelnen Landesverbände schaffen können. Hier ist die niedersächsische Liste B als Beispiel:

    https://nssv.de/index.php/download/sport/198-liste-b

    Da die DSB SpoO keine Selbstladelangwaffen kennt, finden sich oft Selbstlader in der Liste-B, aber nicht in jeder.


    Ein "normales" ZF ist eher von Nachteil, denn diese haben nicht das Ring-Absehen, was optisch einem Diopter mit Ringkorn gleichkommt. Ebenso haben die meisten normalen ZF das Absehen in der BE 2. Ich empfehle speziell bei dieser Disziplin das Absehen in der 1. BE. Damit hat man keine Zoomfehler und ein Ringabsehen lässt sich mit dem Scheibenspiegel besser zentrieren.

    2004 wurde der "Carl-Zeiss Cub" erstmals eingeführt, der später die SpoO als Disziplin ergänzte.

    Dazu hat Zeiss ein ZF mit Ringkorn und variabler Vergrößerung 3-12-fach entwickelt. Paradoxerweise stellt Zeiss das Glas nicht mehr her. Es gibt m.W. aktuell nur noch 3 Anbieter dieses speziellen ZF. Simalux, Walther und AHG-Anschütz.


    Tatsächlich scheint das ZF weitgehend dem Diopter auf KK-Gewehren gleichgestellt zu sein. Zumindest früher gab es das ZF nur in der aufgelegten Altersklasse. Wer das offiziell im Wettkampf schießen will, bzw. sich seine KK-Waffe damit umrüsten will, sollte aber die aktuelle Sportordnung befragen, ob das für ihn zugelassen ist. Es bringt wenig sich eine Waffe zu bauen und damit zu trainieren, wenn man diese dann jahrelang nicht offiziell im Wettkampf schießen darf.

    Bei uns im Saarland , kann ein nicht ausreichendes Prüfungsergebnis im Bereich Recht , nicht ausgeglichen werden.

    Das kann sein. Wie ich ja schrieb, die Jagdprüfung ist Ländersache und durchweg verschieden. Ich kannte nur die Prüfung in NDS und auch diese hat sich nach meiner Prüfung geändert.

    Ich bin da mal gespannt, wenn die Prüfungen bundeseinheitlich werden, wie diese dann im Detail aussehen werden. Leichter wird's bestimmt nicht.