Posts by HWJunkie

    Meine beiden Federdruck - Match - Omas FWB 150 und 300 sowie die Diana 75, welche ich jetzt lange schoss, haben den auch nicht überlangen Lauf aber vom Lager bis zur sichtbaren Mündung.

    Bei denen wäre ein längerer Lauf trotz längerer Visierlinie auch nicht sinnvoll, denn unabhängig von der längeren Verweilzeit und damit Gefahr des Verwackelns gibt es noch einen weiteren Faktor, nämlich das Kolbenvolumen.

    Sowohl die Rücklauf-FWBs wie auch die Doppelkolben-Dianas leisten sich einen recht kleinen Kolben, so ungefähr in der Diana25-Klasse, welcher kein ausreichendes Volumen bringt, um lange Läufe zu bedienen.

    Wozu auch, beide wurden ja nie für mehr als 7,5J und 10m gebaut.


    Theoretisch hätten die Läufe sogar deutlich kürzer sein können (und die Kolben damit kleiner), denn wie ich durch Messungen an einer Diana (25 oder 60, hatte beide in der Versuchsreihe) feststellte, ist die Verweildauer des Dias im Lauf mit ziemlicher Sicherheit kürzer als es die rechnerische Durchschnittsgeschwindigkeit erlaubt, das Dia war also mal schneller unterwegs (der Moment des Losbrechens ließ sich mit den mir zur Verfügung stehenden Messmethoden aber nicht zweifelsfrei bestimmen).

    Wie schnell ein Dia auch mit Federdruck, kurzem Lauf und kleinen Kolben sein kann, sieht man an Diana LP5 Magnum oder BSA Scorpion.



    Stefan

    Ich meine mal vor ein paar Stunden gelesen zu haben das die neuen "Regeln" greifen sollen :?: bei sinnlosen OT Beiträgen :?:


    war das ein Scherz der Forenleitung , oder ernst gemeint , bei letzteren dürfte so ein sinnfreier Beitrag hier NICHT stehen .


    mal den Threadtitel lesen , da geht es um Präzision und nicht um "Knicktechnik".


    na ja , bin hier raus , hat eh kein Zweck hier.

    Durchaus nicht OT, wie im Beitrag von SPA68 klar erläutert.


    Für deine Posts trifft dies allerdings eher nicht zu, hier erkenne wahrscheinlich nicht nur ich die Intention, bewusst Stress zu machen und Aufregung zu erzeugen.

    Nicht gut, gar nicht gut!



    Stefan

    Wer hat das hier irgendwie angezweifelt, hatte ich das gerade oder war das Gegenstand von hiesiger Diskussion?

    Du, wenn auch indirekt.


    Aber der Reihe nach:

    Parasites: "Genau deswegen sind die Läufe bei den meisten 10m LG's nur 42 cm lang" hast du mit "Das ist nicht richtig " beantwortet.

    Anscheinend liegen aber wohl tatsächlich die meisten modernen 10m-Waffen, also Matchwaffen, in etwa diesem Bereich.

    Dann nennst du als Gegenbeispiel ein LG, welches aber leider kein 10m-LG und daher als Beispiel komplett untauglich ist.

    Nun ist es aber mit im Vergleich drin, also muss es sich auch gefallen lassen, mit eben diesen 10m-Waffen verglichen zu werden.

    Laut dir ist es wegen des überlangen Laufes "absolut präzise".

    Absolut bedeutet normalerweise, dass es nichts darüber hinaus gibt, deine Aussage ist also, dass es nichts präziseres gibt.

    Mal abgesehen davon, dass es "absolut präzise" mit egal welcher Technik praktisch unmöglich ist, gibt es jede Menge präzisere LGs, nicht nur moderne 10m-Matchwaffen, sondern auch alte.


    Muss einen Grund geben, warum die Sportschützen früher eher ein Walther LG55 als ein langes HW35 verwendet haben.

    Beides Federdruck-Knicker mit Laufverriegelung, also durchaus in der gleichen Kategorie.


    "Längere Läufe als 42 cm gibt es regelmäßig auch woanders."

    Klar, bestreitet keiner!

    Nur eben recht selten bei aktuellen 10m-LGs, damit ist Parasites Aussage m.E. völlig korrekt.





    Stefan

    Wenn jemand 10m-LG schreibt, dann meint er eine genau dafür gemachte Matchwaffe, also ein LG, welches auf maximale Präzision getrimmt wurde, also weit jenseits einer HW35, komme diese auch noch so edel und langläufig daher wie sie will.

    Alleine schon weil die HW35 eine Federdruckwaffe ist, kann sie in keinster Weise die Präzision einer modernen Pressluft-Matchwaffe erreichen.

    Der lange Lauf bringt nur eine ordentlich lange Visierlinie und eine echt schöne Optik (habe ein uraltes HW35 Export mit langem Rohr, könnte aber sein, dass die Burgsmüller-Version ist).



    Stefan

    Die Richtung wird dem Geschoß auf den letzten cm

    vor der Mündung aufgeprägt.

    In der Form kann ich das nicht so stehen lassen, auch wenn ich glaube zu wissen, wie du es meinst.

    Die Richtung hat das Geschoss in dem Moment, in dem es sich durch einem ausreichend passenden Lauf bewegt.

    Wichtig ist dabei natürlich, dass das letzte Stück des Laufes das Geschoss sicher führt und es am Ende sauber austreten kann, idealerweise verliert das Heck des Geschosses rundum exakt gleichzeitig den Kontakt zur Laufwand.


    Das Geschoss drückt sich direkt nach dem Lager in die Züge, da erhält es seine Drehung (wenn die Startenergie nicht zu groß ist, dass es die Züge überpringt, aber dann stimmt sowieso was nicht) und passt dann auch leicht klemmend in den Lauf.

    Um das Geschoss sauber auf Drehung zu bekommen, reicht auch ein sehr kurzer Lauf.


    Nun ist es so, dass sich vom Geschoss immer ein wenig Material abreibt, wenn es sich durch den Lauf bewegt.

    Ein Lauf, welcher über seine Gesamtlänge einen immer gleichen Durchmesser hat, führt das Geschoss am Anfang des Laufs besser als gegen Ende.

    Daher wird bei manchen Waffen am Ende ein Choke verwendet, dort hat der Lauf einen minimal kleineren Durchmesser, dadurch wird das leicht kleiner geriebene Gechoss nun wieder sehr sauber geführt, das bringt die Präzision wieder zurück.

    Weiterer Vorteil am Choke:
    Man kann die zur Verfügung stehende Energie, speziell bei Luftdruckwaffen, besser ausnutzen, da man in der Mitte des Laufes nur gerade soviel Reibung benötigt, dass das Geschoss noch abdichtet und weiter den Zügen folgen kann.

    Aber es stimmt natürlich, für die Präzision sind die letzten zwei, drei Zentimeter vor der Mündung relevant.

    Wie weit die vom Lager entfernt sind, ist ziemlich irrelevant.

    Nun hat ein kurzer Lauf auch weniger Abrieb am Geschoss zur Folge, da braucht es dann keine Spielereien mit sich ändernden Innendurchmessern mehr.


    Ein Faktor bleibt noch, bei welchem auch die Lauflänge mitspielt:

    Sollte beim Austritt des Geschosses noch ein zu großer Gasdruck vorhanden sein, können die hinter dem Geschoss austretenden Gases dieses noch geringfügig beeinflussen.

    Da es aber eines gewissen Drucks bedarf, um ein Geschoss überhaupt in die Züge zu drücken, ist immer auch ein Gasüberschuss vorhanden.

    Idealerweise sind Gasmenge, Lauflänge und noch ein paar Faktoren wie Geschossgewicht, -härte und -reibung so abgestimmt, dass an der Mündung gerade genug Restdruck vorhanden ist, um das Geschoss nicht wieder langsamer werden zu lassen.




    Stefan

    ja und der gesplitterte vorderschaft scheint auch fast üblich zu sein.

    Bei meinem alten ist das auch der Fall.

    War aber schon weit vor meiner Zeit mal "repariert" worden, etwas schlechter Kleber/Leim und zwei kleine Nägel.

    Da die Bruchlinie nicht mehr zu verstecken war, habe ich die Bruchfläche mit Dremel-Drahtbürste vom alten Irgendwas befreit, das Holz war dann wieder sauber und auch unbeschädigt genug für guten Holzleim, anstatt der Nägelchen kamen Messingstifte rein.

    Der Zustand des LG ist halt alt, man darf ihm ruhig ansehen, dass es einiges erlebt hat.



    Stefan

    Revolver stand in Anführungszeichen

    Auch wenn du nicht mich zitiert hast: Stimmt!

    Hab ich auch übersehen.


    Radi38

    In mancher alter Literatur wurde ein Revolver oder etwas ähnliches mit drehbaren Läufen bzw. Kammern auch schon mal als "Drehpistole" bezeichnet, bevor sich der Begriff "Revolver" ausreichend etabliert hatte.


    Aber verlassen wir mal die Begrifflichkeiten.

    Wie wäre es denn neben RG3 (+ Verwandtschaft) und Revolver mit der dritten Bauform?

    Die ist dann auch gleich eine tatsächlich wahre Pistole.


    Die Perfecta!


    Stefan

    Sie funktioniert nach dem gleichen Grundprinzip, aber ein "Revolver" ist sie nicht.


    Lat. "revolvere" = "umwälzen", also die Beschreibung einer drehenden Bewegung, vgl. "Walze".


    "Harmonica gun" oder auch "slide gun" wären treffend, die Begriffe sind hierzulande aber kaum verbreitet, auch nicht in Übersetzung.

    "Linearrevolver" liest man manchmal, habe ich auch schon verwendet, aber die Wortteile schließen sich eigentlich aus.

    Dennoch trifft der Begriff das Prinzip recht gut.



    Stefan



    EDIT: Da war ich mal wieder zu langsam...

    Ist es ok für den vielleicht besten Schreckschussrevolver viel Geld auszugeben?

    Ja.

    Geben seine Produktionszahlen aber die äußerst hohen Preise her?

    Nicht wirklich.

    Der normale 66 ist technisch keinen Hauch schlechter, er kann aber halt rosten.

    Macht das für einen Sammler, der das Teil sowieso nicht benutzt, einen Unterschied?

    Bleibt als Ursache also nur der Nimbus des "heiligen" X, den dann auch jeder SSW-Interessierte kennt.

    Und damit macht der Markt die Preise.


    Der schon erwähnte IWC Chief müsste sammeltechnisch mehr bringen, nur kennen den nur wenige, keiner redet drüber, und eigentlich ist es nur "ein normaler 66er", auf dem aber nicht Erma draufsteht, er also vom Gros der SSW-Kunden schlicht übersehen wird.


    Ich habe eine IWC Goverment in Glanzchrom, technisch nichts weiter als eine stinknormale Reck/IWC/IWG Government, welche es aber nie in glänzend gab.

    Gerüchtehalber wurden in dieser speziellen Ausführung ganze 10 Stück zu Präsentationszwecken hergestellt, intereesant ist bei meiner zudem, dass sie 2003 beschosssen wurde, also lange nachdem IWG (Nachfolger von IWC) in Konkurs ging.

    Sie ein wenig angehübscht (voll rückbaubar), nur deshalb würde sie wahrscheinlich einen gewissen Preis bringen, nackt und wie ab Werk wäre der Erlös lächerlich im Verhältnis zur Seltenheit.

    Und wer legt sich schon eine schnöde 1911er SSW hin, wenn er einen 66X haben kann?



    Stefan

    Ich trage seit einigen Jahren neben Sneakern und so auch "Westernstiefel", allerdings im Farmer Style.

    Sendra 3162, die Urversion mit der Ledersohle, welche dann aber beim Schuster eine leicht profilierte Gummsohle geklebt bekommt.

    Es gibt die Treter auch ab Werk mit Gummi-Außensohle, diese ist aber mit durchgenäht, darin sehe ich einen großen Nachteil.

    Ist sie abgelaufen, so wird es schwierig sie zu erneuern, ohne die Naht zu gefährden.

    Bei nachträglich aufgeklebter Sohle kein Problem.


    Zur Qualität:

    Ich habe 5 Paar:

    Die ersten schwarzen sind optisch nur noch für Garten- oder Bauarbeiten zu gebrauchen, sprich stark abgenutzt und verschrammt.

    Trotzdem sind sie immer noch am Stück und fallen nicht auseinander (ok, die zusätzliche Gummisohle ist inzwischen Geschichte).

    Die nächsten zwei Paar (schwarz und braun) sind nach ein paar Jahren des Tragens auch nicht mehr die Schönsten, aber fürs Rausgehen immer noch gut, man sieht ihnen halt an, dass sie mich schon länger begleiten und schon öfter "draußen" waren.

    Inzwischen ist die leicht profilierte Außensohle einer mit klassischem Wanderprofil gewichen (vorne und hinten), falls der Weg mal etwas schlechter wird.

    Und die beiden neuesten Paare (wieder schwarz&braun) sind halt "für gut".


    Aufgrund ihres Aufbaus haben Westernstiefel meist ein Problem:

    Der Absatz ist bis auf den recht harten Gummibeschlag ungedämpft, das mag für manchen Träger irgendwann unangenehm werden.

    Wer länger laufen möchte, der sollte den Absatz mit einem etwas weichen Gummi belegen lassen, für Outdoor empfiehlt sich sowieso etwas mehr Profil, und/oder innen ein Fersenpolster reinmachen.


    Was ich optisch an den 3162 mag sind die eher abgerundete Kastenform vorne und der geraden Blockabsatz hinten.

    Damit sind sie optisch unaufdringlich und normal zu gehen.




    Stefan

    Die Außenballistik leichter Rundkugeln ist mit ziemlicher Sicherheit auch ein Faktor.


    Einmal der Luftwiderstand:

    Die BBs sind einfach nicht schwer genug, um die Energie zu behalten, sie werden viel zu schnell gebremst.


    Dann die Präzision:

    Ich habe spaßeshalber mal 5,5mm BBs aus einem normalen 5,5mm-LG geschossen (müsste die 7,5J knapp verfehlen).

    Die BBs griffen tatsächlich leicht in die Züge ein, eine gewisse Rotation dürften sie also gehabt haben.

    Bereits nach wenigen Metern war an etwas, was an Treffen erinnert, komplett unmöglich.



    Ums kurz zu machen:

    Schnelle BBs sind nur sehr kurz schnell und treffen nicht.

    BBs mit ausreichend Masse, um die o.g. Probleme zu umgehen, sind ungefähr so gefährlich wie Diabolos.




    Stefan

    das scheppert richtig.

    Ist ja auch kein Wunder beim Aufbau der Dinger.

    10-20mm Leerraum und dann eine Öffnung von nur 10mm, das gibt eine nette Druckspitze!

    Die alten Nimrod-Alarmapparate im gleichen Kaliber sind einfach offen und im Verhältnis deutlich leiser, bei denen verbrennt wohl viel Pulver außerhalb des Laufs oder wird einfach nur rausgeschleudert.



    Stefan

    Ein kleiner Holzstab, längs geschlitzt mit ein paar Lagen Papier darin(zum Anpassen der Dicke und mit Schleifpaste außen drauf, eingespannt in einen Akkuschrauber, sollte sich gut zum feinen Ausreiben deines Pressröhrchens eignen.

    Auf ähnliche Weise habe ich das schon gesehen, da ging es aber ums genaue Anpassen und Glätten von Bohrungen im Maschinen- und Modellbau.



    Stefan