US Kavalerie Gürtel für Karabiner

  • Ihr kennt doch bestimmt Läden wo es sowas gibt oder ?


    Der Gürtel hat eine breite Tasche für die "expense Catridges" .. also wenn der Munitionsträger einem die Papierpäckchen aus dem Arsenal gibt, würde man die auspacken und da reinlegen. Daneben noch ein kleines Ledertäschchen was innendrin mit so einer Art Wolle ausgelegt ist, was die Zündhütchen davon abhält rauszufallen und sie gleichzeitig Puffert.

    Kennt jemand ein Laden der sowas herstellt ?


    Den Gürtel könnt ihr hier bei Karl von InRange TV sehen, der bei Desert Brutality 2021 mit einem 1859 Sharps antritt

    External Content youtu.be
    Content embedded from external sources will not be displayed without your consent.
    Through the activation of external content, you agree that personal data may be transferred to third party platforms. We have provided more information on this in our privacy policy.

  • 200yards ?


    Uiui

    Das ist aber jetzt nichts besonderes mit dem Sharps Gewehr. In Ungarn versuchen die grade das 1000 meter Schießen wiederzubeleben. Ist schon was besonderes wenn man nach dem Schuss in aller Ruhe Gewehr zur Seite legen kann um den Einschlag zu beobachten ;)

    External Content youtu.be
    Content embedded from external sources will not be displayed without your consent.
    Through the activation of external content, you agree that personal data may be transferred to third party platforms. We have provided more information on this in our privacy policy.

  • Das ist aber jetzt nichts besonderes mit dem Sharps Gewehr

    Naja, der ist im stehenden Anschlag und die Scheibe ist nicht gerade groß.

    Isno halt so.... :pinch:

  • In D würde ich dir auch us-civil war shop vom Markus Finke empfehlen, der ist schnell und die Preise sind ok. Ausführung und Qualität ist besser bei civil war sutler in England, die nehmen aber 25£ Versand und es kommen allerhand Einfuhrgebühren dazu.

    “Life is tough, but it's tougher if you're stupid.”

    ― John Wayne

    :cowboy:

  • Moin in die Runde.

    der Empfehlung zu Dem Laden von Gabi Finke (sie ist der Chef) kann ich nur zustimmen. Vor kurzem habe ich mit einem Freund fast einen halben Tag im Laden verbracht, mit anprobieren, Kaffee trinken, ausprobieren, Kaffee trinken, Anschauen und Kaffee trinken. Dazu anregende Gespräche. Die Patronentasche und die Zündhütchentasche hat Gabi in mehreren Variationen vorrätig. In der Zündhütchentasche ist übrigens ein Fellstück, dass die Zündhütchen zurück halten soll. Wär ja peinlich, wenn im Schllachtgetümmel die Zündis einfach rausfallen.

    Meine Patronentasche habe ich selbst genäht. Ist eine Berdantasche nach exakt historischen Abmessungen und Fertigungstechnik:

       


    Zum Thema Sharps: im Film wird das Modell 1859 gezeigt. Dabei handelt es sich um eine Perkussionssharps, die mit Papierpatroenn geladen wird. Für diese Modell ist eine Entfernung von 200 yards schon richtig gut.

    Mit Sharps des Modells 1874, ausgerüstet für Metallpatronen Zentralzünder, sind je nach Aussatttung und Kaliber deutlich weitere Entfernungen machbar. Hierbei geht es nicht nur um die Reichweite, sondern auch um die Treffgenauigkeit.

    Wir haben bis vor ein paar Jahren in Wiesbaden öfter mal ein Quigley-Schießen auf 300 Meter gemacht. Geschossen wurde auf ein Eimerchen aus Blech, das in der Mitte der Scheibe auf 300 Meter aufgehängt wird. Sehen kannst du das Eimerchen auf die Entfernung nicht. Es ist nämlich recht klein, um die kurze Entfernung von nur 300 Metern auszugleichen. Du weißt nur, das es in der Mitte der Scheibe hängt, und die ist auf die Entfernung nur als winzig kleiner Punkt auszumachen. Dennoch trafen viele Schützen das Eimerchen nach einigen Schuss (Links mein Freind Peter, der das Schießen organisierte, das rechte Bild zeigt meinen Eimer von 2010). Wohlgemerkt, kein Nitropulver, alles mit Schwarzpulver!

     

    Das sind einige der verwendetetn Patronen, die vierte von rechts ist meine, Kaliber 45/120 mit 105 grain Schwarzpulver als Füllung. Rummst ganz gut.

    In Dänemark fand vor Corinna regelmäßig ein Quigley-Schießen auf 600 Meter statt. Das ist schon eine Hausnummer.


    Michael

    aka "Lederstrumpf" / aka "Socks"

    BDS Stern #1326 / SASS #69087 / FROCS # 30

  • Bei einer vernünftig abgedichteten Sharps machen Papierpatronen nichts aus... das ist wie der Trommelspalt beim Revolver... ja da geht bischen gas raus... aber das macht kaum unterschied. Selbst mit dem 1859 Karabiner kannst du noch Gongs in 400 oder 600 Meter entfernung treffen. Die Flugbahn wird halt nur sehr kurvig


    Bei 1863 Muster Patronen wo kein Pulver rausfällt, ist der Gasdruck doch beständig, so haben das auch die Berdan Scharfschützen gemacht, aber selbst mit 1853er Patronen kann man weit schießen


    Hier der Typ nimmt nur einfache abschneide Patronen und hat noch nicht mal einen Diopter, aber trotzdem trifft er auf 400 und 600 mit den 1859er Karabiner. Und das der mehrere Schuss braucht für den 400er liegt ja auch nur daran das er das Visier nicht auf 400 gestellt hatte und versucht hatte mit 300er einstellung Haltepunkt zu finden. Wo er es dann auf 400 Stellt trifft es das Ziel mittig beim 1. Schuss


    External Content youtu.be
    Content embedded from external sources will not be displayed without your consent.
    Through the activation of external content, you agree that personal data may be transferred to third party platforms. We have provided more information on this in our privacy policy.

  • Das ist aber jetzt nichts besonderes mit dem Sharps Gewehr

    Naja, der ist im stehenden Anschlag und die Scheibe ist nicht gerade groß.

    Ja Karl ist auch ein guter Schütze... aber ich merk das halt immer wieder das Leute den Quatsch aus 08/15 Dokus glauben.... Sachen wie "Es ist glück ob die Waffen schießen oder nicht" .. "Ab 50-70 Meter unmöglich ziel zu treffen" ... "Verzögerung von X Seckunden zwischen Abzugbetätigung und lösen des Schusses" ...


    Aber das hat alles nicht viel mit realität zu tun....


    Da wird halt fürs TV der nächst beste "Waffenexperte" aufgetrieben, der in seinem Leben noch kein Steinschloß in der Hand hatte... keine Ahnung von Schwarzpulver und so hat...da wird dann mit nicht angespitzen Feuersteinen, gegen nicht Hoch-Kohlenstoffhaltige Schlösser gehauen, und sich gewundert warum es nicht verlässlich zündet...


    Dann nehmen sie Schwarzpulverersatz, stopfen das ganze Zündloch damit voll und füllen die Pfanne bis oben hin.... ja klar dauert das dann ewig bis der Schuss bricht... das liegt aber an der falschen ladeweise die ja eine Art Zündschnureffekt bewirkt bei dem ohnehin langsam brennenden Pyrodex.

    Dadurch kommen diese massiven Verzögerungen die dann als "normal damals" dargestellt werden.


    Und am Schluss werden dann Glattlauf Musketen getestet, sie treffen nichts damit, und schlussfolgern wieder das dies normal sei, obwohl sie teilweise nicht mal passende Kaliber oder Pflaster verwenden. Kein Wunder das die Kugel dann im Lauf "umhertitscht" und der einschlagpunkt maßgeblich davon abhängt wo im Lauf sie zuletzt abgeprallt ist.


    Dadurch werden Schwarzpulverwaffen immer extrem unterbewertet und auch sehr verallgemeinert, da versuch ich immer was gegen zu halten....

    Währe schön wenn es im Schwarzpulver bereich vernünftigen Nachwuchs gäbe...


    Deswegen versuch ich halt immer zu erläutern wie toll sich damit sportlich schießen lässt, und das die Kugeln durchaus Loch-in-Loch fliegen selbst mit historischen Orginalen, und das Reichweiten weit jenseits der 50 Meter machbar sind.



    Übrigens durch die Schlachtfeld Archäologie , wo sie mit Metaldetektoren und GPS alle Bodenfunde markieren, wird deutlich das die durschnittliche Gefechtsentfernung im Amerikanischen Bürgerkrieg bei 270-300 Metern lag

    Edited once, last by Weedus ().

  • Da bin ich mehr als beeindruckt, wenn ich mir das Video anschaue. Auf diese Entfernung und mit einem Carbine?

    375 yards sind rund 350 Meter und dann auch noch knapp 600 Meter!

    Sicher, möglich ist alles und wenn die Ladung und die Ballistik stimmt... dann bleibt immer noch die Frage nach der Wiederholbarkeit.

    Das Problem ist nicht die Schussleistung der Waffe, sondern eher das Auge. Für mich gesprochen: ich sehe auf 300 Meter das Plate in dieser Größe so gut wie nicht mehr, bei 600 Meter kann ich es nur noch erahnen und meine Augen sind jetzt noch nicht die schlechtesten. Möchte ich wirklich mal in der Realität sehen, bis meine Restzweifel ausgeräumt sind.


    Michael

    aka "Lederstrumpf" / aka "Socks"

    BDS Stern #1326 / SASS #69087 / FROCS # 30

  • Ja das Video ist nicht perfekt aber ich denke es ist echt, es ist definitiv ein relativ langsamer dicker batzen Blei der den Gong da umschmeißt, und ich kann das Abschussgeräusch nicht mal mehr hören.


    Videos für die 1859 sind halt schwer zu finden, die möglichkeit auf solche Entfernungen zu schießen gibts ja hier praktisch nicht, und in Amerika muss man schon großer Historik Fan sein um sich das 1859 und nicht das 1874 Sharps zu kaufen... die meisten sind da eher "Quickley" beinflusst. Die einzigen die sich da 1859 Karabiner kaufen sind eigentlich nur die Bürgerkriegs "Fans" .. Vor allem wenn man den Preis bedenkt... für den Preis eines Sharps Karabiners kann man sich auch 2 Moderne Gewehre kaufen...


    Also sind fast alle 1000 Yard Schüsse etc mit 45-70 oder mehr...


    Übrigens kommt das ja auch auf den Zustand des Karabiners und die Qualität der Patronen an.


    Die 1859 haben ja nicht nur den Fallblock, der Laufmantel an sich kann sich unter Rückstoß gegen den Fallblock drücken, der genau an der kontaktstelle einen Platinlegierungs Ring hat der sich bei Hitze ausdehnt. Wenn das ordentlich in Schuss ist sind auch bei Papierpatronen nach 1863er Art (mit gleicher Ladung wo kein Pulver rausfällt) die Mündugsgeschwindigkeiten beständig.