Welche Vergrößerng für 50-100m Scheibenschiessen?

  • Hallo zusammen,


    ich suche eine Zielfernrohr für ein Luftgewehr. Ich möchte damit auf Distanzen von 50m - 100m schiessen.


    Welche Vergrößerung brauche ich hierfür? Reichen ein 3-12 fach? Oder -25 fach?



    Von Ritter gibt es ein 10-40 fach Glas Ritter 10-40 x 50
    Kann ich mit der kleinsten Vergrößerung (10 fach) auch auf 10m schiessen, oder ist das zu groß bzw. bekomme ich das nicht scharf?



    Gibt es eine Vergrößerung, die sowohl für 50m -100m taugt, mit der ich aber auch auf 10m schiesen kann?

  • bei den billigen Optiken ist 10× sowieso nicht wirklich 10x.


    Ich würde eine kleine Vergrößerung wählen. So 3x. Erhöht die Präzision ungemein

    WWG1WGA

  • Ich empfehle mindestens 1-fache Vergrößerung.


    Verkleinert sollte das Zielbild nicht werden, außer man möchte echtes Long-range-feeling bekommen. Die meisten Großkaliber-Schützen bei mir im Schützenverein schießen auf 100 m Entfernung mit 1x Vergrößerung und zielen damit besser, als die Präzision der meisten Luftgewehres erwarten lässt.

    "Je mehr Regeln und Gesetze, desto mehr Diebe und Räuber." Lao Tse (6. Jh. v. Chr.)

  • Die Frage musst du für dich selbst beantworten. Vielen reicht 12fach aus, manche bevorzugen mehr, andere weniger.
    Ich schiesse auf 100m mit 12fach, allerdings nicht LG.
    Das schiesse ich im FT bis 50m mit 50fach.
    Und beides funktioniert.

    "Büchsen kann man nie zuviele haben!" Pippi Langstrumpf

    "A shotgun, in my opinion, must have three things: Boom, Boom, Boom." Phil Robertson

  • Ich empfehle mindestens 1-fache Vergrößerung.


    Verkleinert sollte das Zielbild nicht werden, außer man möchte echtes Long-range-feeling bekommen. Die meisten Großkaliber-Schützen bei mir im Schützenverein schießen auf 100 m Entfernung mit 1x Vergrößerung und zielen damit besser, als die Präzision der meisten Luftgewehres erwarten lässt.

    Herr Doktor belieben zu scherzen!
    Ordonnanzgewehr, nehm ich mal an.
    Aber ein schöner Beweis, das es individuell verschieden ist.

    "Büchsen kann man nie zuviele haben!" Pippi Langstrumpf

    "A shotgun, in my opinion, must have three things: Boom, Boom, Boom." Phil Robertson

  • Basiswissen Zielfernrohre!


    Hallo Henrystutzen,


    die Lebenserfahrung hat mich gelehrt, dass man eine hilfreiche Antwort auf eine Frage nur dann erhalten kann, wenn man die Antwort fast schon selbst kennt.
    Nur dann kann man die Frage wirklich präzise formulieren.


    Zu deiner Frage muss ich dir zunächst weitere Fragen stellen:


    1. Willst du mit einem Federdruckluftgewehr schießen oder mit einem Pressluftgewehr / Vorkomprimierer? Dazu hast du nichts gesagt, ist aber ganz entscheidend für die Auswahl des ZF. Sonst könnte das ZF nach 2 Schuss kaputt sein.
    2. Welches Gewehr hast du genau? Um auf 50m eine 2 Euro Münze zuverlässig zu treffen, brauch es ein wirklich gutes Luftgewehr. Hast du sowas nicht, brauchst du auch kein ZF mit 50x Vergrößerung ... nützt nichts!


    Zu Zielfernrohren und dem, was oben bereits gesagt wurde:


    - Field Target Schützen nutzen eine riesige Vergrößerung primär deshalb, weil der Schärfebereich entsprechend kleiner wird und der Schütze so die Entfernung zum Ziel genauer abschätzen kann. Die optische Vergrößerung des Ziels ist sekundär und manchmal sogar hinderlich (bewegte Baumziele).
    - Bei Zielfernrohren ist die Vergrößerung nur eines von unglaublich vielen Kriterien. Das Sehfeld ist wichtig (wieviel seh ich links und rechts), die Schärfe ist extrem wichtig (welche kleinsten Details sind zu erkennen), Die Randschärfe ist wichtig (ist das Bild von der Mitte bis zum Bildrand scharf), die Transmission (Bildhelligkeit) ist extrem wichtig (kann ich noch etwas in der Dämmerung oder tagsüber im Schatten erkennen)
    - Die Bedienung (Türme, Leuchtpunkt, Parallaxeneinstellung ... mit Handschuhen).


    Ich habe für unterschiedliche Waffen, komplett unterschiedliche Zielfernrohre, die auf Waffe und Anwendungsfall zugeschnitten sind. Die "Vergrößerung" spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle (außer bei FT aus den o.g. Gründen).


    Meine Nr. 1 für Federdruck-Luftgewehre im Freizeitbereich ist ein Bushnell Sportsman 3-12 x 40 (schwer zu kriegen)
    Meine Nr. 1 für Jagdgewehre ist das Zeiss Victory 1,8 - 14 x 50 (sehr teuer und für Federdruck wahrscheinlich nicht geeignet - weil Prellschlag statt Rückstoß)


    Meine damalige Wahl für FT - das Bushnell 4200 - ist heute nicht mehr angesagt, war aber nicht schlecht. Konnte man Vizeweltmeister in der Spring-Class werden, wie Alex.


    Es geht also nicht nur um die Vergrößerung . . . es geht um den Einsatzfall und es geht um vielerlei Qualitäten.


    Gruß
    Musashi

  • Wenn du auf Ziele zwischen 10 und 100m mit einem F Luftgewehr schiessen willst, brauchst du ein Zielfernrohr mit entsprechendem Stellweg. Montage mit Vorbeugung. Das ist das Problem. Schau mal nach, wieviel dein Geschoss auf 100m gefallen ist.

  • 50 bis 100 m finde ich für Luftgewehre schon sehr anspruchsvoll und herausfordernd. Als ambitionierter Freizeitschütze geht es bei mir bis max 40 m, was für meine Freizeit- Gewehre und mich schon eine Herausforderung ist, will ich vernünftige Streukreise und Trefferlagen erzielen.
    Dafür nutze ich 6-24x50 AOEG Zielfernrohre, von Goetland HIER und McTech HIER , recht günstige, aber nach meinem bisherigen Erfahrungen gute ZF Alternativen zu den sehr teuren Gläsern. Beide Gläser haben ihren Dienst auf Prellern getätigt, wobei eins der Beiden jetzt auf meiner Stormrider sitzt.
    Von Beiden kann ich sagen, dass sie ihr Geld wert sind, klar im Absehen, unempfindlich gegen Prellschlag, sie machen das, was ein Freizeitschütze von einem Zielfernrohr erwartet: Augenerkennungsdistanz verringern, damit das Ziel deutlich erkannt wird und gute Treffer geschossen werden können. Im direkten Vergleich mit meinem HAWKE Zielfernrohr VANTAGE 4-12x40 AO MIL DOT gibt es den kleinen Unterschied, dass dieses im Absehen noch klarer ist und das größere Hawke Zielfernrohr Vantage 6-24x50 aber auch einen Mehrpreis von 150,-€ gegenüber dem Goetland hat.


    Letztendlich möchte ich zu den Goetland und McTech 6-24x50 AOEG Zielfernrohren sagen: ich habe gerade einmal ein ca. 200 m entferntes Ziel angepeilt und klar und deutlich ein 30x30 cm großes Objekt im Visier gehabt, was für meine Luftgewehre aber unerreichbar ist. Somit leisten die beiden ZF mehr, als meine LG im Stande sind umzusetzen.


    Mit Zielfernrohren ist das immer so eine Erfahrungssache, die nicht von Hören & Sagen, sondern aus eigenen Praxistest bestehen, da kann man schon einmal daneben liegen und Geld verbrennen, kommt dann nur darauf an, „WIE VIEL“


    Was für mich passt, muss nicht für dich passen. ;)

    Norconia P1 / B88 / Qb78D - Weihrauch HW35 / HW40 - Diana Stormrider - Diana Airbug - Diana Chaser Pistole / Rifle - Mercury AirTact - IWI Jericho B - Sig Sauer P320 - Reck Perfecta FBI 8000
    In diesem Sinne: immer ein Schuss ins Schwarze


    Matze ;)

  • 100m mit einem Luftgewehr ist schon ziemlich ambitioniert, erstmal wirst du da eine Montage mit Vorneigung brauchen, oder eben ein ZF mit enormen Verstellbereich.
    Wenn du jetzt nicht ein gutes PCP Gewehr mit deutlich über 7,5j hast, sollte da bei 100m son 4-16 fach absolut ausreichen, die Präzision gibt da ein normales Luftgewehr nicht mehr her, auf meinen KK's schieße ich meist 4 oder 6-fach (50m) & 6 oder 9-fach (100m), geht aber selbst über Kimme und Korn oder Diopter noch relativ gut.

  • Erst mal vielen Dank für die vielen gutgemeinten Tipps.


    Ich bin noch am Ausprobieren. Kann gut sein, dass mein LG die 100m gar nicht trägt oder nur äußerst unpräzise. Vielleicht werden es auch erst mal 30m - 50m.


    Ich habe mir jetzt das UGT 4-16 x 44 gekauft. Erwarte es morgen. Dann wird montiert und eingeschossen.


    Vielleicht kommt irgendwann einmal ein starkes Pressluftgewehr ins Haus. (Das HW 100 gefällt mir. Ist aber momentan mit +- 1.000.- € noch zu teuer für mich)



    Mit Zielfernrohren ist das immer so eine Erfahrungssache, die nicht von Hören & Sagen, sondern aus eigenen Praxistest bestehen, ...

    Da liegt mit Sicherheit viel Wahrheit drin. Leider verfüge ich über die Erfahrungen nicht.
    NOCH nicht! :)

  • Deshalb nicht vergessen, über deine gemachten Erfahrungen mit dem Glas (Gewehr) hier zu berichten.
    ;)

    Norconia P1 / B88 / Qb78D - Weihrauch HW35 / HW40 - Diana Stormrider - Diana Airbug - Diana Chaser Pistole / Rifle - Mercury AirTact - IWI Jericho B - Sig Sauer P320 - Reck Perfecta FBI 8000
    In diesem Sinne: immer ein Schuss ins Schwarze


    Matze ;)

  • Deshalb nicht vergessen, über deine gemachten Erfahrungen mit dem Glas (Gewehr) hier zu berichten.
    ;)


    Also für wirkliche Erfahrungen reichts noch lange nicht. Aber einen ersten Eindruck will ich gerne berichten.


    Es geht um das UGT 4-16 x 44:
    In Sachen Linsenqualität wie Klarheit, Lichtstärke o.ä. kann ich nichts sagen, weil mir der Vergleich zu anderen Gläsern fehlt. Wohlgemerkt, UGT ist lässt in China fertigen und das Glas hat 199.- € gekostet. Also kein Zeiss für ein paar Tausend Euro.


    Die Vergrößerung 4-16 fach ist wirklich ausreichend. Ich habe heute auf 50m auf eine Kleinkaliber Pistolen-Scheibe
    (55 cm x 52 cm) geschossen. Meistens nur mit 10 fach.


    Am Anfang ging der Focus-Ring dermaßen schwer, dass ich ihn nur mit einem Tuch gegen Abrutschen bedienen konnte. Ich wollte schon ein Parallaxen-Rad bestellen, aber schon nach drei, vier Tagen lässt er sich viel leichter drehen.


    Was ein bisschen kniflig ist, ist den richtigen Augenabstand zu finden. Vorallem bei den hohen Vergrößerungen. Aber das hat wohl nichts mit dem Glas zu tun, sondern liegt in der Natur der Sache.


    Bei der hellsten Beleuchtung des Mildot-Absehen ist einfach zuuu viel Licht mit im Spiel. Da spiegelt es in allen Ecken und Enden und die Mildots haben leichte Unschärfe. Aber es gibt ja glaube ich 5 oder 6 Abstufungen. Ist also nicht wirklich ein Problem. Die Vielfarbigkeit in siebenundzigzig Farbtönen ist mMn ein Marketing-Gang. Leider gibt es kein Blassblaurosa. Für mich bietet den beste Kontrast nicht wie zuerst vermutet rot, sondern grün.


    Ab 7 oder 8-facher Vergrößerung lässt es sich schon auf 10m scharf stellen. Allerdings verstehe ich auf diese Distanz nicht wirklich die Notwendigkeit eines Zielfernrohres. Aber gut, viele legen genau hierauf viel Wert. Nach dem ich es auf 10m eingestellt hatte, musste ich feststellen, dass Schiessen auch langweilig werden kann. Ein 10er nach dem anderen. Damit will ich nicht angeben. Im Gegenteil, auf 10m mit 16-facher Vergrößerung kann das jeder.


    Einen Defekt hat es allerdings. Manchmal sind in nach dem Einschalten zwei Fadenkreuze versetzt zu sehen. Ich schiesse immer mit zwei offenen Augen, also dachte ich zuerst dass es mein 2. Bild sei. Passiert aber auch mit einem zugekniffen Auge, also muss es am Glas liegen. Komisch ist, dass dieser Effekt nur manchmal auftritt. Werde es aber wohl trotzdem umtauschen oder zumindest beim Händler nachfragen. Dafür wären mir auch die 200.- Euro zu viel.


    Eigentlich ein gutes Glas mit tollem Preis-Leistungs-Verhältnis.



    Kurz noch was generelles.
    Also mit meiner ursprünglich geplanten Distanz von 50m bis 100m wirds tatsächlich nix werden. Hatten ja schon einige Vorredner als äußerst, na sagen wir mal "ambitioniert" bezeichnet. Dafür fehlt meinem Gewehr einfach die Puste. Die Diabolos fliegen schon auf 50m in Regenbogen-Form. 30m ging gut, auf 50m war ich froh, wenn ich die Scheibe getroffen habe. Ich hatte zwar Treffer, konnte aber keinen wiederholen.


    Mein Problem war, ich hatte das Glas ja zuvor auf 10m eingestellt. Also blieb mit bei den ersten Schüssen nur Drüberhalten, um Abzuschätzen, wo in etwa ich liege. Bei der 30m Scheibe hatte ich eim akustisches Helferlein. Bei zu hoch knallte das Diabolo gegen eine Holzwand, bei zu nieder hörte man nix, weils in Boden ging. Bei 50m hatte ich keinerlei Anhaltspunkt, wie viel ich zu hoch liege.


    Wie schießt man denn ein Glas auf so große Distanz richtig ein?

  • 1. Einschießen auf diese Distanz funktioniert nur, wenn die Eigenpräzision dafür ausreichend ist. Wenn das Diabolo nach 45m trudelt und dann jedes mal woanders landet, kann man logischerweise nicht einstellen.


    2. Entweder rantasten, die Entfernung langsam erhöhen und schauen wo es landet.


    3. Besorge dir ein Programm wie Chairgun für PC oder Strelok fürs Handy. (in der völlig ausreichenden Basisversion beide gratis) Anschließend suchst du dir die Daten für den BC deines Diabolos und misst/schätzt die Mündungsgeschwindigkeit. Noch die Höhe des Zielfernrohrs über dem Lauf dazu und du hast die wichtigsten Daten zusammen. Die Daten gibts du in das Programm/die App ein und weißt ziemlich genau, wo das Dia auf welche Entfernung landen wird.

  • @yacuza


    Danke! Werde es mal mit Rantasten probieren.
    Die App habe ich bei Airghandi auch schon gesehen. Und jetzt muss wohl doch auch ein Chrony ins Haus.


    Einen Defekt hat es allerdings. Manchmal sind in nach dem Einschalten zwei Fadenkreuze versetzt zu sehen. Ich schiesse immer mit zwei offenen Augen, also dachte ich zuerst dass es mein 2. Bild sei. Passiert aber auch mit einem zugekniffen Auge, also muss es am Glas liegen. Komisch ist, dass dieser Effekt nur manchmal auftritt. Werde es aber wohl trotzdem umtauschen oder zumindest beim Händler nachfragen. Dafür wären mir auch die 200.- Euro zu viel.


    O.k., auch das scheint geklärt zu sein.
    Liegt doch an mir. Fehler tritt auf, wenn ich mit einem Auge durch die Brille schaue und mit dem anderen nicht. Logisch! Ich hab ne Lesebrille mit kleinem Glas. Da passiert das manchmal. Ich werde es zu verhindern wissen.


    Ach ja, eine Dioptrin-Einstellung hat das UGT 4-16 x 44 leider nicht.

  • Ach ja, eine Dioptrin-Einstellung hat das UGT 4-16 x 44 leider nicht.

    Haben die alle hinten am Okular musst die Flipup Schutzkappe entfernen. Welches hast du den das Normale oder das Kompackt?
    Welches LG und welche Diabolo´s werden verwendet für´s schießen, mit Falchkopf wird´s schwierig werden.
    Ab 20m + Rundkopf empfehlenswert. Mit entsprechendem LG & Diabolo sind auch mit 7,5J 50m drin.

  • @yacuza


    Danke! Werde es mal mit Rantasten probieren.
    Die App habe ich bei Airghandi auch schon gesehen. Und jetzt muss wohl doch auch ein Chrony ins Haus.

    Einen Chrony braucht es nicht unbedingt. Mit schätzen kommt man schon weit. Wenn du bei 10m auf Null bist und den Geschossabfall auf 30m kennst, korrigierst du einfach die Mündungsgeschwindigkeit, bis Theorie und Praxis überein stimmen.
    Den BC von H&N-Dias findest du z.B. auf deren Website.


    Das reicht locker um auf 50m ne 14x14cm Luftgewehrscheibe beim ersten Schuss zu treffen (wenn es das Luftgewehr und die Diabolos hergeben).