Nachtsichtgerät - nutzt jemand eins?

  • Hallo,


    ich lese mich gerade ob der Nachtsichtgeräte ein - interessante Optiken für Beobachtungen in der Natur.


    Nutzt jemand eins und könnte ggf. Erfahrungen hier kommunizieren?


    Danke Euch.

  • Hab irgendwo noch eins von den sowjetischen Streitkräften rumfliegen,müsste aber wohl mal ein neuer Akku in den Kasten.Ein Freund von mir hat so ein ganz neues Teil da er Jagdlich nutzt,was sich da in den Jahren getan hat bei der Bildqualität ist echt toll.

  • Boah.....keine Ahnung,hatte er gesagt,blieb aber nicht bei mir hängen. War eh so teuer das ich mir das zum Spaß nie holen würde! Waren um die 1500 oder 1800 Euro...

  • Jupp, ich hab eins.
    Pulsar AXION KEY XM30. Passt für mich ideal.

    Auch noch bezahlbar, habe mit 2. Akku zusammen 1189€ bezahlt.

    Es gibt auch noch das günstigere XM22, aber dass hat (wie der Name sagt) 22 statt 30 mm Objektivdurchmesser. Und es ist Fixfocus, d.h. Linse fest. Ich kann und muss scharfstellen, komme daher aber auch bis 2 m nah dran.
    Für Nachtsicht würde ich *auf jeden Fall* immer Thermalkamera nehmen, nicht Restlichtverstärker.

    Eine Thermalkamera kann man auch tagsüber benutzen, meine kann man sogar auf die Sonne richten, ohne dass der Imager kaputtgeht.

    Mache ich nicht mit Absicht, wenn man aber in der Morgendämmerung rumschwenkt, steht schon mal die Sonne ins Objektiv. Und Nachts auch mal Autoscheinwerfer. Restlichtverstärker gehen da gerne mal ganz schnell hopps...

    Auch tagsüber kann man Tiere im Wald leuchten sehen.

    Winters kann man auch das eigene Haus überprüfen auf Wärmelecks und heiße Elektronik prüfen...

    Mir war wichtig:

    - Akku tauschbar. Bei Kälte hält meiner ca. 4 h, dann einfach tauschen.

    - Externes Ladegerät erhältlich. Gerät hat USB-Stecker, ich halte aber immer nix davon, eine Buchse an einem teuren Gerät auszuleiern...

    - Geringe optische Grundvergrößerung, bei mir 2,5x, beim XM22 2x. Da kann ich mit einem Schwenk recht viel sehen, bei 4x oder 5x muss man schon beim links-rechts-Schwenk auch rauf- und runterrastern. Das geht für mich garnicht.

    - klein, leicht und handlich. Siehe Foto, das erkennt man garnicht als Thermokamera (nicht wie die riesigen länglichen Gurken... 8o )

    - Robust. Hat Ganzmetallgehäuse aus Magnesium. Wasserdicht, bis 30 min bei 1m Tiefe...


    Man meine nicht kann, ist Fotos oder Videoclips machen, oder sich aufs Handy verbinden als externes Display. Für diese Funktionen legte man vor einem Jahr noch > 500 € drauf, das wars mir nicht wert.
    Wenn ich Zeit habe, kann ich auch mit dem Handy durchs Okular linsen...

    Jetzt sehe ich, dass die gleich teure Pulsar Axion XM30F das schon kann, Aufnahmen und Wifi Stream Vision aufs Handy (hmmm, vielleicht meine vertickern und die holen gehen... :/ )

    Und Nachteil einer Thermokamera: Durch Glas geht garnichts. Also nicht in Häuser gucken ;) , aus dem Auto raus muss halt Seitenscheibe runter.



             


             


  • Habe vor Jahren mal son Polnisches/Russisches Baigish 6 gehabt, hat mir damals nen Polnischer Kollege aus seiner Heimat mitgebracht, hatte mir das zugelegt weil auf unseren Campingplatz nachts immer wieder die Wohnwagen geleert wurden und uns irgend wann dann keine Versicherung mehr haben wollte, die Wohnwagenbesitzer sind dann abwechselnd zu zweit nachts streife gefahren, 3 Wochen später konnten wir 2 Jugendliche der Polizei übergeben, danach war Ruhe.

    Das Ding war zwar recht klobig, aber hatte ein ordentliches (grünes) Bild, dazu gab es noch so eine Art Zusatzscheinwerfer der die Reichweite deutlich vergrößerte, Nachteil des Scheinwerfers, das Ding hat im dunklen ganz leicht rot geglimmt.

    Hab den Klotz dann nach dem er jahrelang im Schrank lag an einen anderen Arbeitskollegen der ein ähnliches Problem hatte weiterverkauft.

    Für solche Zwecke ist son Teil schon toll, sonst liegt son Ding aber nur rum, jedenfalls wenn man nicht gerade Jäger ist.

  • Ich habe zwei digitale Nachtsichtgeräte und eine Wärmebildkamera.

    Beides hat seine Vor- und Nachteile.

    NSG Nr. 1, ein Bushnell Equinox Z 6x50:

    Ist ein brauchbares Gerät für akzeptables Geld mit, aus meiner Sicht ordentlichem Bild. Davon gibt es bei Amazon auch Klone zu kaufen,wie die qualitativ sind, weiss ich nicht.

    Videos dazu gibt es auf Youtube einige.

    Nachteil für Tierbeobachtung, der 850nm IR-Strahler erzeugt ein leichtes rotes Glimmen und manche Tiere können ihn wahrnehmen.

    Dafür ist die Reichweite des Strahlers hoch.

    NSG Nr. 2 ist ein Pulsar FN455:

    Rund 4-5mal so teuer wie das Bushnell, allerdings auch lichtempfindlicher und bessere Bildqualität.

    IR Strahler mit 940nm Wellenlänge, dadurch kein Glimmen und wird vom Wild nicht gesehen.

    Die WBK: Infiray X-Eye e3n.

    Wärmequellen lassen sich sehr leicht finden, das ist der größte Vorteil.

    Allerdings zeigt die Wärmebildkamera die Umwelt nicht so, wie man sie mit den Augen sehen würde. Beim Fuchs beispielsweise, wird die buschige Lunte (der Schwanz) eher als dünne Linie dargestellt, weil die Haare ja nicht durchblutet und warm sind.

    Enten und Gänse sind auch nur schlecht zu erkennen, weil gut isoliert.

    Zum finden ist eine Wärmebildkamera toll, zum beobachten finde ich Nachtsichtgeräte besser.

    Bei Nachtsicht sind Röhrengeräte im günstigsten Preisbereich den digitalen Geräten auf jeden Fall unterlegen.

    Ein wirklich gutes Bild bekommt man erst ab mindestens Röhrengeneration 2 bis 2+.

    Und da legst du nicht unter 2,5k€ auf den Tisch.

    "Büchsen kann man nie zuviele haben!" Pippi Langstrumpf

    "A shotgun, in my opinion, must have three things: Boom, Boom, Boom." Phil Robertson

  • Ohne Jagdliche Ambitionen hab ich mir mal das

    Zavarius Infrarot Nachtsicht Fernglas, Nachtfernglas

    Modell: DN-600

    Exzellente Sicht dank großem LCD-Sucher und 7-Stufen-IR-Ausleuchtung

    Binokulare Sicht

    Großem LCD-Sucher

    Große Reichweite bis 300 m

    2-facher Digitalzoom

    IR-Ausleuchtung mit Darstellung in Graustufen

    bei Pearl geholt. Link

    Für 150 € find ich es ganz ok.

    Muss halt fokussiert werden wie ein Fernrohr aber man bekommt ein klares Bild.

    Hier mal eben im verdunkelten Zimmer.

    Der IR Sensor Strahlt in der Kamera richtig, wird vom Auge allerdings nur leicht Rot schimmernd wahrgenommen. Auf wieviel Meter man den sieht kann ich aber nicht beurteilen.



    Liebe Grüße.

  • Habe ich seit vielen Jahren. Allerdings noch das Modell mit SW ohne Farb-Hervorhebung.


    Ein tolles Gerät! Höhere Auflösung und dabei günstiger als die FLIR.

    Die FLIR haben allerdings eine bessere Software zur Bildoptimierung.


    Bei Nachtsichtgeräten 4x digitale und 2x russische mit Röhre.

    Bei Nachtsichtgeräten ist es die Frage, ob die auch ohne IR Aufhellung gute Bilder liefern.


    Gruß Play

    Die Realität ist eine Frage des Wissens. Gruß Play

  • Welche FLIR meinst du, play?

    Die Scout TK, die damals für rund 600€ rauskam, war grottig.

    Die großen FLIR sind gut aber teuer und aktuell haben Firmen wie Infiray oder HIK Mikro erheblich mehr Marktanteile im zivilen Bereich.

    Für ein NSG, das lang ohne IR Lampe auskommt, muss man schon etwas Geld hinlegen.

    Gen 1 Röhren dürften da schon wegfallen.

    Bei meinen beiden Geräten zeigt sich auch hier der Preisunterschied.

    Das Pulsar kommt bei gutem Mondlicht bestens ohne Zusatzlampe aus.

    Das Bushnell braucht da schneller Unterstützung.

    "Büchsen kann man nie zuviele haben!" Pippi Langstrumpf

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  • Was mich immer ganz wuschig macht :crazy3: bei Diskussionen unter Jägern:

    - Ich habe ne WBK (da gehe ich von aus)

    - Helft mir, welche WBK soll ich mir holen? (ich dachte, die gibts nur in grün, gelb und rot?)

    - Brauche ich einen WBK? (hmm, dachte schon??)

    - Worauf achten bei der WBK? (da guckt das Amt schon selber ganz genau drauf?)


    WBK bei denen natürlich Wärmebildkamera...


  • Wuschig machen ich ganz andere Dinge 😉

    Aber dazu gehört bei mir eine Frau und keine WBK oder NSG . 😄


    Das mit der WBK musst du immer im Zusammenhang lesen .


    Für Jäger zählt nur die grüne WBK . Rote oder Gelbe haben mit der Jagd nichts zu tun .

    Deswegen meinen Jäger bei der WBK fast immer die Wärmebildkamera .

  • Zeigt ihr Jäger denn auch mal was die teuren Geräte so können?

    Fände ich mal interessant im Vergleich.

  • Ich hab keine eigenen Aufnahmen zur Hand, aber Youtube ist voll davon.

    Hier z.B.

    External Content youtu.be
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    Daran, dass die Augen der Tiere nicht leuchten (wird durch Reflexion des Lichts aus dem IR-Strahler verursacht), kann man erkennen, dass die Aufnahmen ohne Zusatzbeleuchtung entstanden sind.


    Hier ein Video vom Bushnell (mit IR)

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    Bei Gelegenheit schaue ich mal, ob ich Vergleichsbilder hinbekomme von beiden Geräten unter gleichen Bedingungen.

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  • Danke, na zumindest ist das Selbstfokuzieren ja schonmal ein riesen Vorteil. Die Videos find ich hingegen von dem was man sieht jetzt nicht schärfer an Auflösung zu meinem 150€ Gerät.


    Eben im Alljagd. 🙈



    Glaub ich muss mal mein Cousinchen besuchen und selbst durch sowas durchschauen.

  • Eine Autofokusfunktion haben zumindest meine Geräte nicht.

    Zur Bildqualität kann man im Vergleich eigentlich erst etwas sagen, wenn man die Geräte direkt unter identischen Bedingungen vergleocht.

    Nominell hängt dein Zavarius von der Auflösung hinterher.

    Es gibt aber auch Unterschiede in der Ausstattung.

    Das Bushnell ist normiert nach IPX4, hat 6fache Grundvergrößerung, Videoschnittstelle, Micro-SD und -USB und Aufnahmefunktion.

    Dann noch der Markenname und fertig ist der höhere Preis. Wobei man sagen muss, dass bei dem Gerät der Preis auch gerne schwankt.

    Ich habe, wenn ich mich recht entsinne, knapp unter 300€ bezahlt, aktuell sind's über 400.

    Beim Pulsar kommen Dinge wie IPX7 Zertifizierung, hohe Sensor- und Displayauflösung und Empfindlichkeit, Wlanschnittstelle und Livebild über App und Dual-Use Fähigkeit hinzu.

    Und neben bei kostet der 940nm-IR Strahler noch etwas mehr als übliche 850nm-Strahler.

    Die Preise bei Alljagd sind üblich für Wärmebildvorsatzgeräte.

    Gerade Wärmebildtechnik ist deutlich teurer als digitale Nachtsichttechnik.

    Übrigens als kleiner Tipp, beim Bushnell hat sich die Verwendung von Eneloop-Akkus sehr bezahlt gemacht. NSG sind ziemliche Batteriefresser und mit den schwarzen Eneloops halten sie erheblich länger durch als mit normalen AA Batterien.


    Eines noch.

    Wenn man draussen unterwegs ist, sind monokulare Geräte sinnvoll.

    Bei einem binokularen Gerät bekommen beide Augen das volle Licht des Displays ab. So ist man nach dem Durchschauen erstmal ziemlich nachtblind.

    Mit einem Monokular schaue ich bei der Jagd mit dem nichtzielenden Auge durch das Gerät und erhalte mir auf dem Zielauge die Nachtsichfähigkeit. Und das ist auch beim Laufen im Dunkeln sehr praktisch.

    "Büchsen kann man nie zuviele haben!" Pippi Langstrumpf

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  • Ich nutze nur noch Wärmebildgeräte .

    Digitales Kachtsichtgerät hatte ich vorher .

    Hat mittlerweile Aufheller fast 2000€ gekostet .


    Aber kein Vergleich zur Wärmebild.

    Dort hast du keine Einschränkung der Reichweite , und siehst Frischlinge im hohen Gras,

    oder die Rotte in der Brombeerhecke .


    Aber dann ist man bei WBK als Handgerät mit WBK Vorsatzgerät , schnell bei 8000 bis 10000 €


    Auflösung kostet dort richtig Geld .