passgenaue Einlage für einen Transportkoffer herstellen?

  • Wie stellt man eine pass-genaue Koffer-Einlage aus Schaumgummi her?
    Den Schaumgummi frosten und sägen? Ist zu groß fürs Tiefkühlfach.
    Weiß jemand Rat? Oder nimmt man gar keinen Schaumgummi? ?(

    es ist so schade- meine ganzen Waffen schießen immer daneben ?(

  • du kannst auch einen draht nehmen und diesen über strom warm machen und dann entsprechend schneiden.


    Zum Frosten geht sicher auch Eisspray.


    Oder schneid halt mit nem Cutter Messer.

  • Rasterschaumstoff oder mal schaumstoff fräsen googeln. Ich wollte meine Koffereinlage auch mal ändern/erneuern daher habe ich mich schon damit befasst.

  • Wie stellt man eine pass-genaue Koffer-Einlage aus Schaumgummi her?
    Den Schaumgummi frosten und sägen? Ist zu groß fürs Tiefkühlfach.
    Weiß jemand Rat? Oder nimmt man gar keinen Schaumgummi? ?(

    Schaumgummi kann man perfekt mit einem elektrischen Fleisch/Brotmesser schneiden
    (so eins mit zwei gegenläufigen Klingen).
    Ich nehm das auch zB für Glas/Steinwolle-Isolierung.


    Ansonsten kann man auch Styrodur nehmen:


  • Ich bewundere die Lösungen hier, die das sauber mit der Hand geschnitten bekommen haben. Da ich so etwas nicht kann, musste es für meinen Zweck anders gehen.


    Mich hat diese Frage vor rundweg 2 Jahren auch sehr beschäftigt. Schon die Auswahl des Materials ist wichtig. Einfacher Schaumstoff könnte nicht ölfest sein oder aus anderen Gründen im Laufe der Zeit zerfallen bzw. zerbröseln. Alte Waffenkoffer zeigen das.
    Styropor oder Styrodur eignen sich m.M. aus einem einfachen praktischen Grund nicht. Sie behalten die Delle, die man (versehentlich) eindrückt. Zudem beides Kunststoffe, die auf manche Reinigungsmittel wie auch Wärme reagieren.
    Da ich eine Lösung haben wollte, die auch auf Dauer formstabil ist und sich als sichere Transportlösung eignet, habe ich auf Anraten Plastazote genommen. Dieses Zeugs wird auch für ortopädische Schuheinlagen verwendet. Es ist also auf Dauer formstabil und - wesentlicher Vorteil - es lässt sich fräsen und kleben. Es ist aber teuer und man bekommt es nicht an jeder Ecke.


    Dennoch habe ich mich mit dem Selbstschneiden schwer getan. Man gut, dass ich das nicht sofort gemacht habe. Ich habe im Schützenverein jemanden kennengelernt, der im Keller eine CNC-Anlage hat, mit der er Holzteilen zum Basteln fräst. So etwas ist eine irre Arbeit und offiziell als Einzelstück nicht bezahlen. Das nötige Programm ist aufwändig und lohnt eigentlich nur bei Massenfertigung. Diese vier "Einleger" sind für eine spezielle stapelbare Kunststoffbox im Euro-Format, die ich vom Hersteller mit anschließbarem Deckel umbauen lies. Ich habe insgesamt 8 ähnliche Boxen, die jedoch ohne diese Formeinsätze, die ich in 2 Rollstapel im Anhänger transportiere. Da der Kollege wegen Schichtarbeit nicht jeden Abend im Keller damit zubringen kann, haben die 4 Einleger über ein halbes Jahr gebraucht. Zudem musste ich mir auch genau überlegen, was, wo und wie plaziert werden sollte. Später zeigte sich, dass diese "Einleger" zu labil für das Gewicht waren und deswegen haben wir eine dünne Aluplatte als Boden angeklebt. Die Schnüre als Anfasser sind ein Kompromiss, weil hochstehende Griffe nicht im Stapel passen und man die Einleger anders nicht aus der Kiste bekommt. Ich nutze das nun schon seit knapp 2 Jahren und es hat sich bestens bewährt. Lediglich den Einleger für die beiden S&W Revolver habe ich kürzlich um den Platz für einen Hülsenbeutel, nebst Zubehör erweitern lassen. Zugegeben, keine Lösung für ein LG oder so, aber das Grundprinzip ist ja die Gleiche.
    Wie auch immer, hier das Ergebnis:





  • Den Schaumgummi frosten und sägen? Ist zu groß fürs Tiefkühlfach.

    Diesen Tipp las ich auch schon mal. Für das Tiefkühlfach eines Kühlschranks passt das wohl nicht, aber eigentlich hat doch vielleicht jeder 4. Haushalt eine Tiefkühltruhe. Schon die kleinen 200 L Geräte können mindesten 1,5 m lange Teile fassen. Die Frage wäre, ob der aktuelle Füllstand bzw. die befüllten Einlegekörbe Platz lassen. Man kann ja schlecht für diesen Zweck so mal eben Gefriergut über Nacht rauslegen.
    Wenn das Schaumstoff neu und sauber ist, hätte ich auch keine hygienischen Bedenken.
    Der Schaumstoffblock muss vorher gewässert werden.

  • Oder eine eingespannte Laubsäge mit Heizdraht als Sägeblatt. Damit durchschmelzen.


    Gruß Play

    Feinwerkbau: (FWB 600, 601,602, 603, 300S, 65, 100, 150), Steyr 110, Anschütz SA 2001, Walther: (LGM2, LG90, LGR, WLA, P88), AR20, Air Magnum, Single, Weihrauch: (HW30, HW77, HW40, HW 75), Colt ((CO2):1911, M45 CQBP, SAA), Umarex: (MP40, C96, HPP, SA177), Smith & Wesson: ((CO2): 586, Chiefs Spezial), GSG: (M11, CP1-M, CR600W, PR900W, P08), Crosman: (2240, 1377), Norconia: (P1, QB78d), Diana: (D75, Stormrider, Chaser), Jandao (Tomahawk, Chase Star, Pony)

  • Oder eine eingespannte Laubsäge mit Heizdraht als Sägeblatt. Damit durchschmelzen.

    Hatte ich versucht und dazu Konstantandraht gekauft. Aber Erstens geht das nicht mit jedem Schaumstoff so einfach, weil dieser nach dem Scheiden einfach wieder zusammenschmilzt. Zweitens muss man sich eine Einspannvorrichtung basteln, dessen Maulweite auch zu der Größe des Schaumstoffstück passt, die auch noch isolierte und auf Zug stabile Klemmen hat. Drittens benötigt man eine regelbare Stromquelle, bzw. Labornetzteil. Letztlich ist auch damit kein sauberer und exakter Schnitt hinzubekommen. Das erfordert Übung.

  • Gibt es da nicht so schaumstoffartiges Dämmmaterial aus dem Kfz Bereich für den Motorraum ?
    Der müsste dann auch Temperatur- und Ölbeständig sein, und ist auch etwas fester als normaler Schaumstoff. Lässt sich bestimmt auch besser zurecht schneiden...

  • Ich finde manche Verpackungsmaterialien nicht schlecht. Die sind so wie die Einlagen bei der Diana Chaser. Kein Styropor aber auch kein Schaumstoff.


    Gruß Play

    Feinwerkbau: (FWB 600, 601,602, 603, 300S, 65, 100, 150), Steyr 110, Anschütz SA 2001, Walther: (LGM2, LG90, LGR, WLA, P88), AR20, Air Magnum, Single, Weihrauch: (HW30, HW77, HW40, HW 75), Colt ((CO2):1911, M45 CQBP, SAA), Umarex: (MP40, C96, HPP, SA177), Smith & Wesson: ((CO2): 586, Chiefs Spezial), GSG: (M11, CP1-M, CR600W, PR900W, P08), Crosman: (2240, 1377), Norconia: (P1, QB78d), Diana: (D75, Stormrider, Chaser), Jandao (Tomahawk, Chase Star, Pony)

  • Da gibt es bestimmt noch brauchbare Materialien. Das muss man ggf. prüfen, wobei man wohl kaum auf dauerhafte Ölbeständigkeit testen kann. Allerdings wird das auffallen, sofern der Koffer im ständigen Gebrauch ist.
    Ich denke auch mal, das viel größere Problem ist das Material sauber bearbeiten zu können. Wer sich die Mühe macht, will ja einen sauber aufgeräumten Koffer haben und nicht seine Waffe in schiefe und unsauber geschnittene Aussparungen liegen haben.
    Manch Materialien sind ja auch nicht gerade günstig. Die 4 Einleger Plastazote mit hoher Dichte (LD 40) haben für einen Koffer rund 120 € gekostet. Dazu addierten sich 3 Dosen Sprühkleber. Das war nötig um eine bestimmte Dicke zu erreichen und den Boden zu kleben.

  • Dafür habe ich jetzt meine kleine CNC Fräse mit 5W Laser. Rauflegen und ab dafür. Leider etwas klein 30x18cm Arbeitsbereich. Daher in mehreren Etappen a 30cm Länge. :(
    China CNC Fräse und Laser Gravierer zum Erstellen von Formgriffen, Fischhaut und Punzierungen

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    Gruß Play

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  • wenn man den Schaumstoff (oder was auch immer) nicht schön sauber ausgeschnitten bekommt,
    Kann man ihn zum kaschieren noch zusätzlich mit Baumwollstoff locker umhüllen, die Waffe in den Ausschnitt legen, den sichtbaren Reststoff so gut es geht glatt streichen und befestigen.
    Der Schaumstoff kann dann auch nicht mehr die Oberflächen ruinieren,


    So mache ich das jedenfalls bei meinen SSW's... ;)

  • Kann man machen. Aber man bekommt den Stoff logischerweise auch nicht faltenfrei in den Ausschnitt, weil dieser ja keine regelmäßige Form haben dürfte.
    Aber ich habe bei den beiden Einlegern die Auschnitte am Boden auch mit Samtstoff ausgelegt, weil die VL an der dicksten Stelle etwa 50 mm messen und der Einleger auch genau diese Stärke hat und wir diesen fast komplett durch fräsen mussten. Somit schimmert der Aluboden an manchen Stellen durch und der VL liegt quasi auf dem Aluboden auf. Da musste dann ein Stoffrest aus Schwiegermutters Restetruhe her.
    Die Dicke der Teile und damit die benötigte Tiefe der Ausschnitte wird leicht übersehen. Das muss man fast schon zu zweit am Teil ausmessen, wenn die Stärke des Schaumstoffs knapp bemessen ist. Man kann dann nicht einfach 10 mm zur Sicherheit zugeben.

  • Isomatte, Teppichklebeband, Skalpell und Akustik Schaum für den Deckel....

    Walther 300xt
    Smith&Wesson 586 und Baikal IJ61 liegen im Keller ungenutz

  • @malcomdz
    Kompliment! Ich glaube nicht, dass ich sowas freihand so exakt hinkriegen würde.


    Ich bin auch gerade dabei, mir meine Schaumstoffeinlage selbst zu gestalten. Bei www.foam24.com gibt es einen Konfigurator, bei dem man selbst gestalten kann. Der Konfigurator ist ein bisschen gewöhnungsbedürftig. Es gibt aber ein gutes Video zur Anleitung.


    Der Clou: Man kann Fotos z.B. von seiner Pistole auf die Homepage hochladen und die Software errechnet dann mit Hilfe einer Größenangabe für die Relationen einen exakten Umriß. Einfache Formen wie Kreis z.B. für Diabolodosen oder Rechtecke für Krimskrams können schnell angelegt und nach eigenen Wünschen auf der vorgegebenen Fläche angeordnet werden.


    Pistolenkoffer gibts ja z.B. bei Schneider für kleines Geld (ab 10.- €) zu kaufen.



    Meine Einlage soll dann irgendwann mal so aussehen (Kostenpunkt ca. 27.- €):