VL-Revolver sicher entladen - wie macht Ihr das?

  • Ab und zu kommt man in die Situation, einen VL- Revolver entladen zu müssen.


    Meine Methode war bisher:


    Zündhütchen Richtung Stand abhebeln.


    Pistons langsam rausdrehen.


    Holz rein, Pulver rausstochern.


    Mit Messingstift die Kugel nach vorne rauskloppen.


    Man kann den VL ja nach dem Entfernen der Zündhütchen auch wässern, ich halts für übertrieben.


    Wie haltet Ihr das?

  • Leerschießen.

    Weise einen intelligenten Menschen auf einen Fehler hin und er wird sich bedanken.
    Zeige einem dummen Menschen einen Fehler und er wird dich beleidigen.

  • Ja, klar, ist wohl die ungefährlichste Methode - aber wenn es gerade nicht in Frage kommt?

  • Holstern ;)

    Weise einen intelligenten Menschen auf einen Fehler hin und er wird sich bedanken.
    Zeige einem dummen Menschen einen Fehler und er wird dich beleidigen.

  • @Marechal
    Deine Methode war bisher....



    Bitte, wie oft hattest Du den Fall ????
    In meinem ganzen langen Schützenleben kam ein solcher Fall nie vor.
    Du darfst eine geladene Waffe nicht vom Stand entfernen !

  • Ein einziges Mal hatte ich das. Vor etlichen Jahren.


    Der wurde von einem anderen Schützen geladen und ich war nicht sicher, was der da reingestopft hatte.


    Hier, auf Seite 19:


    https://ruger-docs.s3.amazonaws.com/_manuals/oldArmy.pdf


    Ich wollte eigentlich nur wissen, wie andere das handhaben - eben weil man sowas nur selten oder nie erlebt.


    Und nein, die Waffe wurde nicht vom Stand entfernt.


    Beim einschüssigen Vorderlader kommt sowas ja gelegentlich vor, dafür gibts Co2 Ausbläser.

  • Nu mal ne Spinnerei bzw. Idee.


    Es gibt ja so Ladeständer für Revolvertrommeln. Stelle mir da gerade sowas ähnliches vor, nur mit nem Kugelzieher.


    Nur wie oft braucht man sowas? Vermutlich nie...

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  • Man braucht nur eine Schraube in die Trommelachse
    zu stecken und die Trommel wie einen Entladehammer
    auf den Tisch zu schlagen - dann kommen die Kugeln
    auch raus. Zündhütchen vorher bitte entfernen!

    Weise einen intelligenten Menschen auf einen Fehler hin und er wird sich bedanken.
    Zeige einem dummen Menschen einen Fehler und er wird dich beleidigen.

  • Leidet da nicht die Stirn drunter?


    Für meine Le Page damals hab ich mir übrigens einen Kugelzieher gebaut:


    Stahlstange mit aufgeschweißter Schraube und einer aufgeschweißten Eisenkugel am Ende, die Stange vorher mit einem PVC-Schlauch aus der Medizin überzogen, damit der Stahl nicht mit der Laufinnenwand in Kontakt kommen konnte


    In der Mitte eine dicke Radmutter aus einem landwirtschaftlichen Gerät.


    Das Teil rein in den Lauf, mit der Eisenkugel die Schraube ins Blei gedreht und mit der Radmutter auf der Stange gegen die Kugel geklopft.


    Ging Sahne.


    Damals gabs diese Ausbläser ja noch nicht...

  • Ich habe nun keinen VL-Revolver, bin also nicht selbst im Thema, aber Überlegungen stelle ich halt doch über so ziemlich alles an:


    Wenn es jetzt nur um "Sicherheit auf dem Stand" herstellen ginge, dann würde wohl ein Entfernen der Trommel ausreichen, oder?
    Im Grunde ist dann ja die Waffeneigenschaft weg, es sind nur wesentliche Teile übrig.



    @NC2010:
    Die Idee mit der Schraube funktioniert zwar, aber falls man den Fall voraussieht, wäre vielleicht ein passend gedrehter Bolzen mit Flansch besser, da bleibt die Trommelbohrung unbeschädigt.



    Stefan

  • Einen Ent-Ladeständer, insbesondere für Revolver kenne ich nicht.
    Grundsätzlich hat man zum Kugelziehen drei Möglichkeiten:
    1. Geschoss mit einem Krätzer ziehen. - Das klappt eigentlich ganz gut, so denn die Kugel nicht zu stramm sitzt.
    2. Co² Ausbläser - Piston rausschrauben, Ausbläser aufsetzen und in Richtung Kugelfang ausblasen. Vorteil im Wettkampf - dieses Verfahren wird nicht als Schuss gewertet.
    3. SP durch das Zündloch einkrümeln und ausschießen. Klappt meist sogar am Besten, wird aber im Wettkampf als Schuss gewertet. Ist aber bei extrem strammen Sitz der Kugel fast auch die letzte Möglichkeit.

  • Nu mal ne Spinnerei bzw. Idee.


    Es gibt ja so Ladeständer für Revolvertrommeln. Stelle mir da gerade sowas ähnliches vor, nur mit nem Kugelzieher.


    Nur wie oft braucht man sowas? Vermutlich nie...

    Ich spinne mal weiter...
    Statt dem Setzer, nimmt man einen dünneren Bolzen, der durch das Loch, des
    entfernten Piston passt, und drückt damit alles wieder raus.

    Gruß, Ralf
    Alt, aber bewaffnet. :thumbsup:


    Orbis non sufficit quod Omnia tempus habent.


  • Die Idee mit der Schraube funktioniert zwar, aber falls man den Fall voraussieht, wäre vielleicht ein passend gedrehter Bolzen mit Flansch besser, da bleibt die Trommelbohrung unbeschädigt.

    Natürlich ist ein passender Bolzen besser. Es hat aber nicht jeder eine
    Drehmaschine. Beschädigungen kann man mit einer Unterlegscheibe
    gut vermeiden. Man muss auch gar nicht so fest draufschlagen. Die
    Kugeln sitzen ja bei weitem nicht so fest wie in einer gekrimpten Hülse.

    Weise einen intelligenten Menschen auf einen Fehler hin und er wird sich bedanken.
    Zeige einem dummen Menschen einen Fehler und er wird dich beleidigen.

  • Entfernen der Trommel aber nur, wenn die Zündhütchen weg sind.


    Ansonsten ist die Hölle los, wenn so ein Ding ungünstig den Boden erreicht :))


    Das ist auch so eine Sache:


    Man dreht die Trommel so, daß die Kammer von Sicht des Schützen aus rechts unten steht, und zwar mit dem Lauf Richtung Ziel (Sandhaufen hab ich aber auch schon mal gesehen).


    Geht beim Abziehen des Hütchen was schief, passiert so nicht viel, da die Kugel so knapp am Rahmen vorbeistreift...

  • Ich spinne mal weiter...
    Statt dem Setzer, nimmt man einen dünneren Bolzen, der durch das Loch, des
    entfernten Piston passt, und drückt damit alles wieder raus.

    Das geht aus dem einfachen Grund nicht, weil das Gewindeloch nicht zentrisch zur Zylinderbohrung sitzt. Das Piston steht immer nach oben zum Hahn geneigt.

  • Ist wohl eher eine Frage der Waffe.


    Beim Ruger ist das ziemlich zentrisch.

  • Remington NM sind schräg. Beim Navi sind sie aber gerade.
    Wir gehen ja auch nur die Möglichkeiten durch und schauen,
    was geht und was nicht geht.

    Gruß, Ralf
    Alt, aber bewaffnet. :thumbsup:


    Orbis non sufficit quod Omnia tempus habent.

  • Ist wohl eher eine Frage der Waffe.
    Beim Ruger ist das ziemlich zentrisch.

    Ok, ich kenne nicht alles. Bei meinem Remington Colt Navy und dem Colt Open Top sind die nicht zentrisch.

  • Trommel ausbauen
    Zündhütchen runter
    WD40 auf die Pistons sprühen
    Pistons raus
    auschütten, ausklopfen
    in die Kammern sprühen
    Kugeln durchstoßen oder von vorn ziehen
    Schutzbrille, Handschuhe, immer in sichere Richtung halten