Feinwerkbau 300 S - wie weit schießt ihr treffsicher per Diopter?

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    • Feinwerkbau 300 S - wie weit schießt ihr treffsicher per Diopter?

      Hallo Zusammen!

      Ich habe die letzten Tage mal genutzt, um auf eine weitere Distanz als üblich zu schießen. Ich schieße normalerweise auf Streifen, die dem 10 Meter Wettkampfmaß des DSB entsprechen und ziele dabei natürlich per Diopter.

      Nun wollte ich mal probieren, wie weit ich sicher treffen kann. In einer Entfernung von 38 Metern habe ich dazu einen Tennisball auf einen circa 30 Zentimeter hohen Holzscheit gelegt (es lagen 5 Bälle mit Abstand nebeneinander, des weiten Weges wegens). Da ich Zielfernrohre irgendwie unsportlich finde, habe ich frei stehend durch ein Diopter geschossen*. Wenn ich ein Ringkorn verwende, treffe ich circa jeden zweiten Schuss. Unter Verwendung eines Stabkorns habe ich jedoch von 20 Schuss 17 getroffen. Das nenne ich sicher. Als Diabolos kamen JSB Exact Express 4,52mm zum Einsatz. Mir geht es nur um Präzision, nicht um Krafteinwirkung auf das Ziel. Mich hat dennoch überrascht, dass kein einziges Diabolo in den Tennisball eingedrungen ist. Der Ball wurde zwar jedes mal circa 40 Zentimeter weggeschleudert, hat aber keine Narben.

      Falls ich einen Buchsbaum entfernen würde, könnte ich die maximale mir zur Verfügung stehende Distanz auf fast genau 100 Meter erweitern. Da ich aber bei der Disziplin "10 Meter DSB Scheibe" bleiben werde, will ich den Buchsbaum (noch) nicht weiter behelligen. Ich bin ziemlich verblüfft darüber, wie einfach es mir auf die 38 Meter gelingt, den Tennisball zu treffen. Klar, so ein Ball ist nicht gerade winzig, aber durch das Diopter geschaut wirkt er doch recht klein.
      Als Nächstes werde ich Korken von Weinflaschen neongelb ansprühen und mal versuchen, ob ich sie treffen kann.

      Welche Erfahrungen habt ihr gesammelt? Wie weit trefft ihr mit der FWB 300 S sicher (> 80 %) per Diopter, und welche Diabolos habt ihr dazu benutzt?


      Ich freue mich auf Eure Antworten!


      * Anmerkung
      Bitte keine Diskussion darüber, wem Zielfernrohre oder aufgelegtes Schießen/Benchrestschießen mehr gefallen als frei stehendes Schießen mit einem Diopter. Geschmäcker und Ansichten sind verschieden und können sich natürlich auch im Zeitverlauf ändern. Ich kann mir persönlich mehr auf die Schulter klopfen, einen Tennisball per Diopter zu treffen, anstatt einen Tischtennisball oder eine Murmel durch ein Zielfernrohr. Es fühlt sich einfach purer an. Das Zielen per Diopter schummelt ja quasi schon Kontrast bzw. Tiefenschärfe hinzu, verglichen zu reinem Kimme/Korn wie ich es von meiner Weihrauch HW 35 her kenne und ebenfalls gerne mag.
    • Ist keine Frage der Entfernung sondern des Ziels (Siluette). Mit einem Diopter ist es schwer, nicht runde Ziele sauber zu treffen. Eine passende Zielkarte mit passender Ringgröße ist kein Problem. Ein Foto mit Wildschwein im Wald, was sich kaum abhebt und von der Form unregelmässig ist, ist es sehr viel schwerer.

      Bei passender Zielkarte sind z.B. 35m kein Problem.

      Der Diopter muß sich auch entsprechend verstellen lassen (Vorneigung). Das ist der zweite limitierende Faktor.

      Gruß Play
      Feinwerkbau: (FWB 600, 601,602, 603, 300S, 65, 100, 150), Steyr 110, Anschütz SA 2001, Walther: (LGM2, LG90, LGR, WLA, P88), AR20, Air Magnum, Single, Weihrauch: (HW77, HW40, HW 75), Zoraki: (914, 918, R1), Colt (1911, M45 CQBP, SAA), Umarex: (MP40, C96, HPP, SA177), Smith & Wesson: (586, Chiefs Spezial), GSG: (M11, CP1-M, CR600W, PR900W, P08), Crosman: (2240, 1377), Norconia: (P1, QB78d), Hatsan: (Hercules, Carnivores), Diana: (D75, Chaser), Excalibur (Exomax, Matrix Mega405, Bulldog400).
    • the_playstation wrote:

      Mit einem Diopter ist es schwer, nicht runde Ziele sauber zu treffen.
      Ich denke, dass die Art des Kornes eine nicht unerhebliche Rolle spielt.

      Mit einem Balkenkorn dürften auch nicht runde Ziele problemlos zu treffen sein, ich behaupte sogar deutlich präziser als mit Kimme und Korn.
      Eben wegen der Vorteile, die eine Dioptervisierung mit sich bringt.

      Ringkörner hingegen sind, wie du schon angemerkt hast, speziell für das Schießen auf Ringscheiben konzipiert.
      Hier passt der Ringdurchmesser im Idealfall zum Scheibendurchmesser, sodass sich ein gutes Zielbild ergibt.

      Bei entsprechend kleineren bzw. größeren Zielen ist dieser Effekt dahin und das Ziel genau im Ringkorn zu zentrieren fällt äußerst schwer.
    • Stimmt. Da hast Du völlig Recht. :thumbup: Bei meinen Match-LGs sind ausschlieslich Ringkorne-Scheiben verbaut. :whistling:

      Gruß Play
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    • Da habe ich vergessen etwas zu berichten...
      Das Diopter habe ich grundsätzlich für die 10 Meter Scheiben eingestellt. Mit Ringkorn auf Tennisball gezielt --> Treffer circa 14 Zentimeter unterhalb des Balls. Dann habe ich das Diopter in der Höhenverstellung auf Anschlag gestellt, d.h. 87 Klicks entfernt von der Einstellung für die 10 Meter Standarddistanz. Die Treffer lagen weiterhin unterhalb des Balles. Per Ringkorn Pi mal Daumen knapp über denn Ball zu halten gelang mir von der Trefferanzahl her nicht sicher. Mit einem Stabkorn klappt es wunderbar, ich halte Fleck auf die obere Kante des Balles.

      Wenn man ein Stabkorn benutzt und kein Ringkorn bzw. Lochkorn, dann ist es nicht wichtig, ob das Ziel rund ist oder sonst wie geformt, oder nicht?

      Ich werde auch mal versuchen durch ein Lochkorn auf Zielkarten zu schießen. Ich habe noch einen ganzen Stapel dieser riesigen 14x14 cm Zielscheiben hier liegen. Glaube aber es wird wesentlich schwerer werden als auf den Tennisball zu schießen, da das schwarz in der Mitte zu klein sein könnte. Der Tennisball ist wegen seiner leuchtenden Farbe in der Sonne halt hervorragend zu sehen.
    • V0 messen. JSB Rundkopf verwenden. Wenn v0 ok, und der Diopterbereich reicht nicht, muß man den Diopter erhöhen.
      Da gibt es Adapter bei Ebay, ....

      Gruß Play
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    • Ich schieße gerne mal ein Scheibchen oder zwei auf der 50m Bahn. Ich hänge dazu eine Scheibe zum zielen und eine zum treffen auf, dann reicht auch der Verstellbereich des Diopters :rolleyes:
      Initiative "Mut zu unterdurchschnittlichem Equipment im Field Target" :rolleyes: Und mehr Knicker... Pressluft.
    • the_playstation wrote:

      V0 messen. JSB Rundkopf verwenden. Wenn v0 ok, und der Diopterbereich reicht nicht, muß man den Diopter erhöhen.
      Da gibt es Adapter bei Ebay, ....

      Gruß Play


      Die V0 ist ordentlich. Sie wurde vom Büchsenmacher bestimmt als ich nach dem Gebrauchtkauf Probleme mit dem Gewehr hatte. Es hatte ja leider einen chronischen Linksschuss, da der Bolzen unterhalb des Kornträgers nicht sachgemäß verbaut war (Beitrag dazu hier im Forum).

      JSB Rundköpfe habe ich wie eingangs geschrieben benutzt, und zwar JSB Exact Express 4,52mm, wie von "Kurt de Kill" in einem seiner Videos für die FWB 300 S empfohlen.

      Ich werde am Diopter nichts umbauen, denn 10 Meter ist meine bevorzugte Distanz. Ich merke aber, wie unpräzise meine Frage oben eigentlich war...
      Meine Frage zielt darauf ab, wie weit ihr sicher ein Ziel treffen könnt, wenn das Diopter in Standardausführung montiert ist. Eben ohne irgendwelche Erhöhungen oder sonst was. Ich vermute, die circa 40 Meter die ich nun geschossen habe werden mehr oder weniger die Grenze darstellen, da man das Trefferbild ohne Umbauten nicht weiter verlagern kann. Die Diopter wurden halt für 10 Meter entworfen, und nicht für Spielereien auf 4-fache Distanz.

      Thiel wrote:

      Ich konnte, mit passender Scheibe, wunderbar auf 25m per Diopter schießen.
      Das ist eine Großkaliber Scheibe für ein paar Meter mehr. Da passte zufällig MEINE Ringkorngröße perfekt auf 25m rein.
      Als Lochkorngrößen habe ich fast durchgehend die Durchmesser von 2,8mm bis 5,4mm vorhanden. Auf 10 Meter schieße ich je nach Lichtverhältnissen meist mit 3,9mm, bei meinen Versuchen auf die circa 40 Meter habe ich ein 3mm Lochkorn genommen. Habe auch mal ein Adlerauge montiert, empfand das aber als Schummelei.

      Airror wrote:

      Ich schieße gerne mal ein Scheibchen oder zwei auf der 50m Bahn. Ich hänge dazu eine Scheibe zum zielen und eine zum treffen auf, dann reicht auch der Verstellbereich des Diopters :rolleyes:

      Airror, die Idee ist gut. Vorgestern kam mir auch in den Sinn, hinter dem ersten Tennisball einen zweiten erhöht aufzustellen und diesen dann anzuvisieren. Mit dem Stabkorn klappte es aber dann auch so wunderbar.
      Für das Weitdistanzschießen auf Scheiben werde ich aber vermutlich auf Deinen Vorschlag zurückgreifen und zwei 14x14 cm Scheiben übereinander anbringen. Ein gänzlich anderes Ziel anzuvisieren, fühlt sich sicherlich noch viel komischer an, als "Spiegel aufsitzend" zu schießen. Habe mit meiner HW 35 oft auf 10 Meter "Spiegel aufsitzend" geschossen und fand das irgenwie immer etwas merkwürdig, weil die Kugel halt nicht dort hinfliegt, wo man optisch hinzielt.
    • Akula wrote:

      Wäre es nicht auch eine Möglichkeit ein Balkenkorn zu kürzen ?
      Super, das ist es. Tiefschuss: Kimme höher oder Korn tiefer.
      Ich habe Balkenkorne in verschiedenen Breiten für die FWB 300 S. Zufälligerweise habe ich ein Balkenkorn zweifach. Ich werde eines davon kürzen. Vielen Dank für diese super Idee! Ich habe somit alles da, was ich brauche. Ich glaube ich werde einfach eine Feile benutzen um das Korn zu kürzen. Dann brauche ich nicht an der oberen Kante des Balls anhalten, sondern kann schön mittig Fleck draufzielen. Das wird die Sache sicherlich noch angenehmer machen.
    • Du mußt am Diopter ja nichts umbauen. Aber für weite Schüsse benötigt man eine Vorneigung. Und wenn ein modifiziertes Korn nicht reicht und man keine 2x Zielkarten aufhängen will, kauft man eine kleine 11mm auf 11mm Schienen Erhöhung und der Verstellbereich paßt wieder.

      So etwas z.B.:
      ebay.de/itm/Picatinny-11mm-Ada…7aae83:g:8rYAAOSwWxxav986

      Die 20mm Picatiny Schiene abschrauben und man hat eine 11mm auf 11mm Erhöhung.

      Mit Pech ist Sie zu hoch. Dann kannst Du auf noch größere Entfernungen schiessen. ;)

      Gruß Play
      Feinwerkbau: (FWB 600, 601,602, 603, 300S, 65, 100, 150), Steyr 110, Anschütz SA 2001, Walther: (LGM2, LG90, LGR, WLA, P88), AR20, Air Magnum, Single, Weihrauch: (HW77, HW40, HW 75), Zoraki: (914, 918, R1), Colt (1911, M45 CQBP, SAA), Umarex: (MP40, C96, HPP, SA177), Smith & Wesson: (586, Chiefs Spezial), GSG: (M11, CP1-M, CR600W, PR900W, P08), Crosman: (2240, 1377), Norconia: (P1, QB78d), Hatsan: (Hercules, Carnivores), Diana: (D75, Chaser), Excalibur (Exomax, Matrix Mega405, Bulldog400).

      The post was edited 1 time, last by the_playstation ().

    • Das ist preiswert und auch ein prima Rat. Aber die Sache ist die, dass ich nur hin und wieder mal auf die große Distanz schießen werde, sonst halt auf 10 Meter.
      Mit Stabkorn komme ich ja jetzt schon gut hin auf die knapp 40 Meter. Mit einem verkürzten Korn werde ich mittiger draufhalten können. Mehr Distanz habe ich eh nicht zur Verfügung, da der Buchsbaum stehenbleiben soll.
      Aber klar, um die Verwendung eines Lochkorns möglich zu machen wäre dein Vorschlag eine super Idee und vermutlich genau richtig, um ordentlich auf Scheiben schießen zu können. Denn bei Scheiben wäre mir ein Lochkorn dann wiederum viel lieber als ein Stabkorn, vorausgesetzt das Schwarze in der Mitte ist groß genug um auch wirklich ein ordentliches Kontrollweiß zu erhalten.

      Die Schiene wird auf- und abgeschraubt. Das wird doch sicherlich zwangsläufig dazu führen, dass ich das Diopter neu einstellen muss, oder? Ich vermute doch mal, dass es mir nicht möglich sein wird, das Diopter jedes Mal wieder ganz exakt so anzubringen wie es vorher montiert war. Oder liege ich da falsch, da es praktisch kein Spiel zwischen Diopter und Prismenschiene gibt?
      Die Erhöhung dauerhaft montiert zu lassen würde bedeuten, dass ich meine angelernte Haltung ändern müsste, denn leider hat mein 300 S keine verstellbare Schaftbacke. Ich glaube, für die paar Spaßschüsse auf die 40 Meter ist das etwas viel Aufwand. Ich werde wohl hin und wieder den Ball etwas durch die Gegend stoßen und sonst auf meine 10er Streifen schießen.
    • Ich halte auch meinen Vorschlag mit Korn kürzen für die einfachste und wiederholgenaueste Lösung beim wechseln. Nimmt man den Diopter runter ist normalerweise einschießen erforderlich. Zumindest würde ich das als erstes versuchen. Kann aber sein, das das nicht reicht., Einsatz ist dann ein Korneinsatz.

      Das mit der vorgeneigten Montageschiene erscheint mir als falsch, wir brauchen eine Visierlinienerhöhung. Normalerweise wird die gebraucht um Diopter UND Korntunnel für das aufgelegt schießen höher zu bekommen. Das ist allerding mit 70 bis 100 Teuro ein recht teures Vergnügen, gibt es von Gehmann, Feinwerkbau und anderen. Die gibt es auch in verschiedenen Höhen. Fangen bei etwa 8mm an.
    • Nosferatu2008 wrote:

      Diopter vorneigen hab ich auch noch nie gehört mit der Erhöhung die bei der LG 400 bei war komme ich locker auf 30m
      Das ist ja dann eine Vorneigung der Diopter Korn Linie, falls man nur den Diopter erhöht. Ansonsten ist es die Frage, welchen Verstellbereich der Dioter hat, ....

      Gruß Play
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    • Mit der Konstellation ist es schon fast Wurst, ob ich mit Zielfernrohr oder Lochkimme+Balkenkorn Schieße. Die Limitierung besteht im frei stehenden Anschlag. Auf einen Tennisball ist für mich irgendwo bei 25m Schluss, wenn min 8/10 Treffer sein sollen.