Zielfernrohre auf kurze Distanz scharf stellen?

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    • Zielfernrohre auf kurze Distanz scharf stellen?

      Ich hab da mal ne Frage. Ich habe einige günstige Zielfernrohre ohne Paralaxenverstellung die auf 7m nicht scharf waren. Bei einigen konnte ich vorn am ZF einen Ring abschrauben. Darunter war ein Außengewinde an dem ich die vordere Linse verstellen konnte bis das ZF auf meine 7m scharf war. Danach den Ring wieder aufgeschraubt und gut war.

      Bei einigen meiner günstigen ZF gibt es diesen Ring aber nicht. Z.B. beim Walther 4x32 Compact mit Sonnendach.

      Beispiel

      Da ist vorn nur ein Innengewinde in das die Linse eingeschraubt/geklemmt wird.

      Gibt es ne Möglichkeit auch diese ZF auf 7m scharf zu bekommen?
      :direx: BIG BROTHER IS WATCHING US :direx:
    • Zu deiner Frage kann ich dir zwar nicht direkt eine Antwort geben, da ich meine noch nicht zerlegt habe. Aber Ich hab das normale 4x32 und das 4x32 Compact und beide sind auch noch auf 6-7m scharf. Wir haben vorgestern erst auf die Entfernung Macaroni zerschossen.

      Öffnen würd ich die eh nicht, weil die mit Gas befüllt sind. Steht zumindest auf der Schachtel ;).
    • um die Schärfentiefe zu erhöhen hilft oft auch eine Blende vor dem Objektiv.
      Das wird zwar dann lichtschwächer, aber schärfer auf kurze Entfernungen.

      Gruß Udo
      Gelassenheit siegt.


      Field Target im 1. DFTC 2000 e.V

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Udo1865 ()

    • An den Linsen würde ich nicht rumschrauben. Dann kann das ZF undicht werden (Stickstofffüllung), lose werden, ...
      Das mag bei sehr wenigen funktionieren. Ob das ZF ein solchen ist, wo das geht, ist eher Glückssache.

      Lieber ein Futang für 70 Euro kaifen das eine sehr weite Paralaxenverstellung besitzt. Von 7 - unendlich.

      Ansonsten Udos Tipp nutzen.

      Ich habe auch noch ein ganz altes Walther, wo man an der Frontlinse schrauben kann. Bei den Neueren müßte man sich das sehr genau anschauen.

      Gruß Play
      Feinwerkbau: (FWB 600, 601,602, 603, 300S, 65, 100, 150), Steyr 110, Anschütz SA 2001, Walther: (LGM2, LG90, LGR, WLA, P88), AR20, Air Magnum, Single, Weihrauch: (HW77, HW40, HW 75), Zoraki: (914, 918, R1), Colt (1911, M45 CQBP, SAA), Umarex: (MP40, C96, HPP, SA177), Smith & Wesson: (586, Chiefs Spezial), GSG: (M11, CP1-M, CR600W, PR900W, P08), Crosman: (2240, 1377), Norconia: (P1, QB78d), Hatsan: (Hercules, Carnivores), Diana: (D75, Chaser), Excalibur (Exomax, Matrix Mega405, Bulldog400).
    • alize schrieb:

      Ich hab da mal ne Frage. Ich habe einige günstige Zielfernrohre ohne Paralaxenverstellung die auf 7m nicht scharf waren. Bei einigen konnte ich vorn am ZF einen Ring abschrauben.
      Wie schon geschrieben wurde, würde ich auch nicht an Gewinden schrauben, die normalerweise nicht zum Einstellen gedacht sind. Das kann Linsen lose werden lassen bzw. das ganze ZF undicht werden lassen. Nicht zu vergessen, dass fast alle Gläser mit einem Schutzgas gegen Beschlagen befüllt sind, weswegen sie unbedingt dicht bleiben sollten.
      Überhaupt ist es schwierig, FZ zu finden, die deutlich unter 10 m scharf abbilden. Eigentlich ist das auch nicht notwendig, weil man unter dieser Distanz besser mit Kimme/Korn oder einem Reddot zielen kann.
      Ansonsten wäre das Walther 6x42 mein Tipp, weil es ab rund 6 m schon scharf ist. Wenn man das genau wissen will, würde ich das im Laden austesten. Möglicherweise ist das Maß einer gewissen Streuung unterlegen. Dabei dann aber auch die Dioptrieneinstellung am Okular nicht vergessen, denn sie beeinflusst die Schärfe insgesamt.
    • Man kann jedes ZF neu justieren. Bei denen mit fester Paralaxe ist
      häufig ein Abdeckring über dem Gewinde. Die kann man mit der Hand
      und einer beherzten Drehung abschrauben.
      Die ZF mit Frontverstellung sind kompliziert - daran sollte man nur mit
      einiger Erfahrung und dem nötigen Werkzeug (Linsenschlüßel) werkeln.
      Oftmals sind die auch verklebt. Der Kleber wird durch Wärme weich, die
      schwarze Farbe driftet aber bereits bei wenigen Grad zu viel ins rötliche.
      Im Zweifel würde ich das an einem defekten Exemplar üben.
      Die Stickstofffüllung ist nur relevant wenn man das ZF auch bei nasser
      Witterung draussen verwenden will. Reifenhändler haben Stickstoff da,
      für einen Euro in die Kaffeekasse darf man meist ein ZF auffüllen.
      Weise einen intelligenten Menschen auf einen Fehler hin und er wird sich bedanken.
      Zeige einem dummen Menschen einen Fehler und er wird dich beleidigen.
    • Floppyk schrieb:

      NC9210 schrieb:

      Reifenhändler haben Stickstoff da,
      für einen Euro in die Kaffeekasse darf man meist ein ZF auffüllen.
      Das interessiert mich nun - da nun die ZF kein (Reifen-)Füllventil haben, wie geht das mechanisch und praktisch?Muss ein minimaler Überdruck im System vorhanden sein?
      DAS würde mich nun auch interessieren. Bei mit Gas gefüllten Isolierglas Fenstern z.B. hat außer dem Gas nichts in der Scheibe zu sein, weil die sonst anlaufen und im schlimmsten Fall schimmeln können.
      Sowas würe wohl nur funktionieren, wenn man das ZF in einer Laborkabine zusammensetzt, die komplett mit N2 gefüllt ist. Sowas hat mein Reifenhändler nicht ;).

      Oder, da Stickstoff ja leichter ist, lässt man ihn von unten ins ZF bis es voll sein MUSS (Das Gas sieht man ja nicht) und schraubt dann von unten zu. Komplett gefüllt bekommt man es so aber bestimmt nicht.

      Naja, bei einem 30€ ZF ist das wohl eh hinfällig. Das kann man auch mal zerlegen und putzen, wenns sein muss. Anlaufen tut das aber nicht nur bei Benutzung im Regen, sondern auch gerne mal wenn es vom kalten Kofferraum in die warme Wohnung gebracht wird. Ich hatte das Problem mal bei einem recht alten Fernglas.
    • Die ZF haben ein Ventil zum befüllen. Daran muss man ein Auto-Ventil
      adaptieren. Jetzt kann man füllen. Die Luft tritt an den Verschraubungen
      aus (die sind erst jenseits von 1000€ wirklich dicht).
      Man füllt einfach so lange bis die Luft weitgehend verdrängt ist. Es geht
      dabei ja im Wesentlichen darum die feuchte Luft durch trockenes Gas
      zu ersetzen. Etwas Rest macht nichts aus - davon beschlägt kein Glas
      mehr.
      Weise einen intelligenten Menschen auf einen Fehler hin und er wird sich bedanken.
      Zeige einem dummen Menschen einen Fehler und er wird dich beleidigen.
    • Ob sich der Aufwand lohnt? Ich sehe das ähnlich wie bei der Fahrt zum Zoll. ;)
      Ausser man macht das als Hobby und Wissensgewinn und das Preis/Leistungs-Verhältnis ist egal.

      Gruß Play
      Feinwerkbau: (FWB 600, 601,602, 603, 300S, 65, 100, 150), Steyr 110, Anschütz SA 2001, Walther: (LGM2, LG90, LGR, WLA, P88), AR20, Air Magnum, Single, Weihrauch: (HW77, HW40, HW 75), Zoraki: (914, 918, R1), Colt (1911, M45 CQBP, SAA), Umarex: (MP40, C96, HPP, SA177), Smith & Wesson: (586, Chiefs Spezial), GSG: (M11, CP1-M, CR600W, PR900W, P08), Crosman: (2240, 1377), Norconia: (P1, QB78d), Hatsan: (Hercules, Carnivores), Diana: (D75, Chaser), Excalibur (Exomax, Matrix Mega405, Bulldog400).
    • Bei ZF ist das schon gerechtfertigt. Es sein denn, die Optik würde stets bei gleichbleibender Temperatur und trockener Raumluft ausgesetzt sein. Das dürfte in den meisten Fällen nicht zutreffen. Gleiches gilt für Ferngläser.
      Hensold musste damals alle ZF der G36 der Bundeswehr austauschen, weil diese ein Beschlagproblem hatten.

      Übrigens - der Sinn und Nutzen für Stickstofffüllungen in Autoreifen ist sehr begrenzt bis gar nicht vorhanden. Der Sinn soll sein:
      Durch dir größeren Moleküle von Stickstoff gegenüber Sauerstoff diffundiert das Gas schwerer durch das Reifengummi. Dadurch bleibt der Druck länger erhalten.
      Rostgefahr im Inneren der Felge ist minimiert.

      Die normale Luft besteht bereits aus 78 % Stickstoff. Eine Stickstofflüllung würde halt auf annähernd 100 % erhöhen. Tests haben keinen deutlichen Vorteil in Sachen Druckverlust ergeben. Rostbefall der Innenseite an Felgen gibt es bei Alufelgen nicht und da die Innenseite stets lackiert ist, war das nie ein Problem. Da ist die Felge von Außen längst verrostet oder aus anderen Gründen Austauschreif.

      Der ADAC rät von Stickstofffüllungen klar ab. Unnötige Ausgabe, die wohl möglich noch in trügerischer (Pannen-)Sicherheit wiegt.
      Bei ATU soll eine Stickstofffüllung 3 € pro Reifen kosten.
    • NC9210 schrieb:

      Die ZF haben ein Ventil zum befüllen. Daran muss man ein Auto-Ventil
      adaptieren. Jetzt kann man füllen. Die Luft tritt an den Verschraubungen
      aus (die sind erst jenseits von 1000€ wirklich dicht).
      Man füllt einfach so lange bis die Luft weitgehend verdrängt ist. Es geht
      dabei ja im Wesentlichen darum die feuchte Luft durch trockenes Gas
      zu ersetzen. Etwas Rest macht nichts aus - davon beschlägt kein Glas
      mehr.
      Das mag vielleicht bei teuren ZF´s so sein, aber das Walther 4x32 hat kein solches Ventil. Das Teil kostet bei Ebay um die 30€. Ein Freund von mir hat sich für seine scharfe AR15 vor kurzem ein ZF gekauft, das um die 500€ gekostet hat, die Marke weis ich aber nicht. Ich hatte es nur kurz in der Hand. Da werd ich demnächst mal schauen, ob man das nachträglich befüllen kann. Interessiert mich jetzt schon.
    • Floppyk schrieb:

      NC9210 schrieb:

      Die Stickstofffüllung von Autoreifen ist höchst lukrativ!
      Das ist auch der Sinn ;)
      Das ist auch der einzige Sinn, nämlich den Umsatz des Reifenhändlers auf unnötige Kosten der Kunden zu steigern.
      Ich fülle meine immer mit Argon, ist gerade angemessen für meine "Edelkarrosse" :D :D :D
      "The right of the people to keep and bear Arms, shall not be infringed"
    • Floppyk schrieb:

      NC9210 schrieb:

      Die Stickstofffüllung von Autoreifen ist höchst lukrativ!
      Das ist auch der Sinn ;)
      Das ist auch der einzige Sinn, nämlich den Umsatz des Reifenhändlers auf unnötige Kosten der Kunden zu steigern.
      Spätestens nach 3x Reifen nachfüllen hat man sowieso nur noch Stickstoff im Reifen. Oft sogar schon nach dem 2. nachfüllen.

      Gruß Udo
      Gelassenheit siegt.


      Field Target im 1. DFTC 2000 e.V
    • NC9210 schrieb:

      Die ZF haben ein Ventil zum befüllen. Daran muss man ein Auto-Ventil
      adaptieren. Jetzt kann man füllen. Die Luft tritt an den Verschraubungen
      aus (die sind erst jenseits von 1000€ wirklich dicht).
      Wenn das Ding nicht dicht ist, braucht man auch keinen Stickstoff reinpusten. Die Arbeit kann man sich sparen. Ein undichtes ZF taugt nur noch für Zimmerflag aber nix für Field Target bei Regen.

      Es gibt ein paar ZF mit Einfüllventil. Von den "paar" Dingern hat wohl kaum einer je was gesehen.
      Glaube, hab ich mal bei Billig-ZF gesehen....... da stand das im Werbehochglanzversprechen drin!
      Die wenigen haben ein Spezialventil. Das befüllt der Hersteller. Aber ganz sicher nicht ATU!

      Mach mal ein Bild vom ZF mit Auto-Ventil. Das möchte ich gerne Live erleben.
      Wahrheit ist etwas so Kostbares, daß Politiker nur sehr sparsam damit umgehen. Mark Twain
      Wo der Liberalismus seine äußersten Grenzen erreicht, schließt er den Mördern die Tür auf. Ernst Jünger

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Smoky Farmer ()

    • Ich sagte doch man muss das Ventil an ein Autoventil adaptieren.
      Dafür reicht meistens ein Gummi, es kommt ja nur sehr geringer
      Druck drauf. Dicht und Überdruckfest sind auch 2 Dinge.
      Überdruck strömt aus fast allen ZFs ab, trotzdem sind die dicht,
      jedenfalls gegen normale Witterungseinflüsse.
      Weise einen intelligenten Menschen auf einen Fehler hin und er wird sich bedanken.
      Zeige einem dummen Menschen einen Fehler und er wird dich beleidigen.