Vorderlader Kal. 58 mit Zügen im Lauf für kleinere Kugeln verwenden ?

There are 31 replies in this Thread which has previously been viewed 3,674 times. The latest Post (February 19, 2023 at 7:44 PM) was by Kukuck.

  • Guten Abend, besteht die Möglichkeit einen Vorderlader Kal. 58 auch mit kleineren oder kleinsten Kugelen zu verwenden?

    Der Weg ist das Ziel...

    Kaliber 22 lfb. bei halbautomatischen Feuerwaffen nach Überprüfung der Zuverlässigkeit für Bürger ab 18 Jahren.

  • wie schrot? im prinzip ja wenn du vorher die ladung verdichtest. es emphiehlt sich aber nicht. wenn du schon züge hast, solltest du die nicht absichtlich ruinieren

    bei glattlauf wärs einfacher

    da gehört ne rundkugel oder einminie oder irgendwas rein

    ich würds lassen......

    gruß edwin

    INVICTUS

  • Im Prinzip geht das, muss halt nur ein dicker Filz dahinter, so ein Haufen Kugeln dichtet ja nicht ab.

    Schrot aus einem gezogenen Lauf streut aber extremst, Stichwort Hohlgarbe.

    Bringt also nicht wirklich was.

    Bleikugeln tun den Zügen aber nichts, der Kugelhaufen folgt den Zügen schließlich wie ein einzelnes Geschoss es auch macht.


    Stefan

  • Vielen Dank

    Der Weg ist das Ziel...

    Kaliber 22 lfb. bei halbautomatischen Feuerwaffen nach Überprüfung der Zuverlässigkeit für Bürger ab 18 Jahren.

  • War die Frage auf mehreren kleinen Kugeln im Sinne von Schrot bezogen oder geht es um eine Kugel kleineren Kalibers?

    Das mit Schrot wurde schon gesagt, aber da die meisten VL einen gezogenen Lauf haben, verschießt man damit keine Schrotladungen.

    Vorderlader werden üblicherweise immer mit unterkalibriger Kugel geschossen, die zur Abdichtung und Laufanpassung gepatcht wird. Das erlaubt gewisse Spielräume von kleinerer Kugel mit dickerem Patch oder umgekehrt. Das muss man austesten, was die bessere Präzision bringt. Ich bevorzuge etwas dickere Patches, weil sich das auch bei dreckigem Lauf nach mehreren Schüssen noch besser verladen lässt.

    Aber das lernst du im VL-Lehrgang, den du für den Pulverschein zwingend benötigst.

    Nachtrag - das mit den Patches erübrigt sich bei Revolver oder bei Langwaffen, die mit Minet- oder anderen (unterkalibrigen) Expansionsgeschossen geladen werden.

  • Danke! :) Alles klar. Eine wenig "unterkalibrige" Kugel erfordert einen sehr sorgfältigen "Patch". Zumindest wenn die Zielscheibe akzeptabel getroffen werden will. Insoweit, es gibt sehr viel zu überdenken (zumindest für mich). Ja (!) Ok. Hier ist nun im Rheinland der Karneval angebrochen... Allaff, Hellauu oder was ihr mögt :)

    Der Weg ist das Ziel...

    Kaliber 22 lfb. bei halbautomatischen Feuerwaffen nach Überprüfung der Zuverlässigkeit für Bürger ab 18 Jahren.

  • Nur für meine persönliche Neugier.

    Warum, wenn man nicht muß, verschießt man kleinere Kugeln?

    Gruß, Ralf
    Alt, aber bewaffnet. :thumbsup:

    Orbis non sufficit quod Omnia tempus habent.

  • Ich habe vor langer Zeit einmal günstig Bleigewichte aus dem Tauchzubehör erworben. Mittlerweile sind die einzelnen Bleikügelchen in Dosen eingelagert, da ich einfach keine Verwendung mehr dafür habe.

    Die Idee diese in einem großkalibrigen Vorderlader zu verschießen ist mir spontan gekommen. Darum meine Frage. Nun erscheint mir dieser Gedanke aber nicht mehr gut zumal ich damit auf keiner Bahn schießen könnte.

    Vielleicht kann ich damit am kommenden Silvester Bleigießen. Um Kugeln selbst herstellen zu können fehlt mir noch das Wissen und Werkzeug.

    Der Weg ist das Ziel...

    Kaliber 22 lfb. bei halbautomatischen Feuerwaffen nach Überprüfung der Zuverlässigkeit für Bürger ab 18 Jahren.

  • Ich bin mir jetzt nicht 100% sicher, da ich im Thema Vorderlader nicht wirklich drin bin.

    Aber ich meine dass bei uns auf dem Stand Mal einer war der aus nem sehr großkalibrigen Vorderladergewehr (fast so groß wie eine Schrotflinte) kleinere Geschosse, Schätzungsweise 8-10mm verschossen hat, die waren in so einer Art rotem Kunststoff Treibspiegel/Becher.

    Die roten Dinger lagen hinterher ein paar Meter vor uns auf der Bahn.

  • Das wäre natürlich schön wenn es soetwas gibt. Jedenfalls habe ich mir nun zum ersten Mal passende Minié Geschosse bestellt, die ich dann sicher auch bald testen kann. Bin gespannt.

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    Kaliber 22 lfb. bei halbautomatischen Feuerwaffen nach Überprüfung der Zuverlässigkeit für Bürger ab 18 Jahren.

  • die waren in so einer Art rotem Kunststoff Treibspiegel/Becher.

    Was das dort genau gewesen sein könnte - keine Ahnung. Aber Treibspiegelgeschosse/ Sabots im VL-Bereich sind jetzt nicht gerade neu. Und speziell für Kaliber .58 wäre mir davon nichts bekannt. Es gibt sie aber im etwas kleineren Kaliber .45 zuhauf.

    https://www.artax-vorderlader.de/vorderlader-ge…-geschosse.html

    Ich vermute mal, das jemand, der sich mit 3D-Druckern auskennt und auf dieser Schiene firm ist, könnte solche Sabots auch im Kaliber .58 fabrizieren. Ob man dazu irgendwelche Bleigewichte aus dem Tauchbereich nutzen könnte - das wäre schon sehr spekulativ.

    Das Blei einschmelzen und in passende Kokillen gießen ginge natürlich auch jederzeit, nur müsste man die passenden Kokillen haben. - Wenn man denn diese Tauchgewichte aus Blei verwenden wollte. Rein von der ursprünglichen Form, Größe und Maßhaltigkeit werden sie wohl eher nicht geeignet sein.

    Keine Ahnung ob Klaus Kinski genial war. Eines seiner berühmten Zitate jedoch absolut. Danke, Max Giermann.

  • Danke für den Tipp mit den Treibspiegeln. An soetwas denkt man als Einsteiger kaum. Da ich auch noch einen .45 VL besitze werde ich mir dazu auch einmal nähere Gedanken machen.

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  • die waren in so einer Art rotem Kunststoff Treibspiegel/Becher.

    Was das dort genau gewesen sein könnte - keine Ahnung. Aber Treibspiegelgeschosse/ Sabots im VL-Bereich sind jetzt nicht gerade neu.

    Da fällt mir gerade noch ein dass er mir damals ein paar Geschosse im Originalkaliber zum Basteln überlassen hat, hab eben Mal eins nachgemessen, ist ca. 18mm im Durchmesser.

    Hab da damals Zierpatronen draus gebaut.

    Die Hülse ist von einer 20mm Flak und wurde auf der Drehbank gekürzt.

  • Warum, wenn man nicht muß, verschießt man kleinere Kugeln?

    Doch, zumindest bei Rundkugeln, außer bei Revolver, ist das ein Muss. Dazu wird ein sog. Schusspflaster verwendet. Das gibt es in verschiedenen Dicken und Durchmessern. Es dient zur Abdichtung und überträgt den Drall des Laufes auf die Kugel. Aber man hat die Wahl zu einer relativ dicken Kugel und dünnem Pflaster oder umgekehrt. Zusammen muss es hat einigermaßen stramm in den Lauf passen.

    Da das einen Einfluss auf die Präzision hat, muss man die richtige Kombination austesten. Zudem setzt sich das Laufprofil mit steigender Schussanzahl zu, so dass das Laden immer strammer geht. Daher sollte man das nicht zu knapp auswählen. Eine Zwischenreinigung ist im Wettkampf nicht erlaubt.

    Ich habe vor langer Zeit einmal günstig Bleigewichte aus dem Tauchzubehör erworben. Mittlerweile sind die einzelnen Bleikügelchen in Dosen eingelagert, da ich einfach keine Verwendung mehr dafür habe.

    Die Idee diese in einem großkalibrigen Vorderlader zu verschießen ist mir spontan gekommen. Darum meine Frage. Nun erscheint mir dieser Gedanke aber nicht mehr gut zumal ich damit auf keiner Bahn schießen könnte.

    Vielleicht kann ich damit am kommenden Silvester Bleigießen. Um Kugeln selbst herstellen zu können fehlt mir noch das Wissen und Werkzeug.

    Ähem, du hast schon den Pulverscheinlehrgang und eine eigene Erlaubnis?

    Ich zweifele daran, denn kein Sportschütze schießt mit Schrot auf Scheiben. Allenfalls zum Wurfscheibenschießen aus VL-Flinten wird das gemacht.

    Zudem müssen VL-Geschosse aus Weichblei gegossen werden. Daher sind alle Legierungen aus Blei tabu und ebenso Bleie mit unbekannten Zusätzen und Legierungen.

    Letztlich ist die Geschossherstellung Bestandteil eines jeden Pulverscheinlehrgangs.

    kleinere Geschosse, Schätzungsweise 8-10mm verschossen hat, die waren in so einer Art rotem Kunststoff Treibspiegel/Becher.

    Ja, gibt es.

    An soetwas denkt man als Einsteiger kaum. Da ich auch noch einen .45 VL besitze werde ich mir dazu auch einmal nähere Gedanken machen.

    Wie gesagt -> Lehrgang absolvieren.

  • Man muss auch sagen, dass VL-Schießen einer großen Philosophie gleicht, wo jeder sein eigenes Rezept und Ideen einbringen muss. Sicher ist, dass man ohne viel Testen keine sichere Präzision bringen wird. Zu den Geschossen und Pathes kommen ja noch die Pulversorten und -Mengen dazu, wie natürlich auch die Waffenauswahl. Das ergibt fast unendliche Kombinationsmöglichkeiten. Also eine riesige Spielwiese für Perfektionisten.

    Wenn man es richtig macht, stehen VL modernen Hinterladern in Sachen Präzision in Nichts nach.

    Das bewies auch mal die Zeitschrift Visier in einem Vergleich mit einer Sig Sauer X-Five zu einem Unterhammer VL.