AR 15 als LEP?

  • Das sind aber leider keine Waffen, die dem Original weitgehend entsprechen. Sie sehen nur so aus wie die Originale - die Funktion ist ganz anders.

    Eine neue LEP-Waffe, die bis auf wenige Teile der scharfen Version entspricht, ist etwas ganz anderes.

    Nein kein Original, ich hatte das Ding schon mal in der Hand, sie ist von Gewicht & Material realistisch. Man würde den Unterschied nur merken wenn du abwechselnd die echte und den Nachbau in den Händen halten würdest.


    Rein aus technischer Sicht ist es möglich was du möchtest, du müsstest zu einem Büchsenmacher gehen und dem das beschreiben was du möchtest.


    Es wäre nur sehr teuer, du müsstest zum einen mal den Preis für die Ar-15 bezahlen + Materialkosten für den Umbau und Arbeitszeit vom Büchsenmacher. Vielleicht besteht die Möglichkeit Kosten zu sparen wenn der Büchsenmacher eine gebrauchte Ar-15 hat zum modifizierten.

  • Umbauten sind erlaubnispflichtig.

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  • Bis 2008 waren auch die Umbauten ("gekorene LEP Waffen") frei. Seitdem sind nur noch die von vornherein als LEP-Waffen hergestellten Modelle ("geborene LEP-Waffen") frei, die anderen erfordern eine WBK, werden wie scharfe Waffen behandelt.

    Allerdings sieht das Gesetz keine technischen Hürden für "geborene" LEP-Waffen vor. Sie können deshalb den "gekorenen" LEPs im Grunde zu 100% entsprechen, bis auf das "Fehlen" der originalen Beschussmarken und Kaliberangaben. Die Unterschiede zu den "scharfen" Modellen sind natürlich die Einrichtung für die LEP-Patrone (Lauf, Patronenlager, Stoßboden, Auszieher) und vielleicht den einen oder anderen gehärteten Bolzen + Ausfräsung, der verhindert, dass der Verschluss in eine scharfe Waffe passt.

  • Es gab da einen Händler der einfach nur ein kleines

    Läufchen eingeklebt hat und diese "Umbauten" dann

    als freie Waffen verkauft hat. Diese Stücke fanden im

    falschen Milieu reißenden Absatz und verursachten

    entsprechenden Schaden. Daher die Änderung von

    2008 im WaffG.

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  • Das hatte dann schon strafrechtliche Konsequenzen für den Händler oder? Sowas ist ja grob fahrlässig

  • Nein, das war damals ganz einfach eine Gesetzeslücke. Es gab (und gibt) extrem harte Vorschriften bzgl. des Deko-Umbaus einer scharfen Waffe, im Prinzip läuft es auf eine total zugeschweißte und aufgeschnittene Waffe hinaus. Noch strenger sind und waren die Regeln bzgl. des Umbaus einer scharfen Waffe in eine Schreckschusswaffe (im Prinzip war das schon ewig für Handfeuerwaffen nicht mehr möglich, seit einem Jahr sind auch Langwaffenumbauten in Salut WBK-pflichtig).

    Aber bezüglich eines Umbaus in eine Luftdruckwaffe gab es KEINE Vorschriften. Das ist noch immer so, der Gesetzgeber verlangt KEINE technische Hürde bzgl. des Umbaus einer freien Luftdruckwaffe in ein erlaubnispflichtiges Modell. Deshalb gibt es immer noch freie Waffen wie z.B. die Umarex HDR 68, die man mit einem Schraubendreher von 7,5 auf 16 Joule umbauen kann.

    Die LEP-Gesetzeslücke hat man geschlossen, ist aber wieder einmal stümperhaft vorgegangen. Statt einfach eine technische Hürde zu verlangen, wie das etwa bei den "unter 0,5 Joule" Softair-Waffen der Fall ist (diese dürfen nicht mit haushaltsüblichen Werkzeugen stärker machbar sein) hat der Gesetzgeber nur die aus scharfen Waffen umgebauten LEPs reglementiert.

    Wenn es denn hinreichend schwierig wäre, eine "gekorene" LEP Waffe wieder scharf zu machen, welches Problem hätten wir denn dann? Keines. Sooo einfach waren die Umbauten damals übrigens auch nicht "scharf" zu machen. Die Läufe waren ausgebohrt vor dem Einkleben der LEP-Läufchen und es gab gehärtete Stahlstifte, so dass man keine Teile einer scharfen Waffe einbauen konnte. Man hätte mindestens einen neuen, scharfen Lauf (WBK!) haben und dann dem Rahmen mit dem Winkelschleifer zu Leibe rücken müssen.

  • Sooo einfach waren die Umbauten damals übrigens auch nicht "scharf" zu machen.

    Die Umbauten von gewissenhaften Büchsenmachern nicht.

    Der spezielle Herr hat aber nur einen kleinen Lauf eingeklebt.

    Der ging mit einem Durchschlag wieder raus.

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  • Echt? Ich kenne nur die von Dewexco, und die waren alle ordentlich umgebaut. Ohne neuen Lauf wäre da nichts gegangen. Bei den verriegelten Waffen (1911, CZ75, Glock etc.) haben sie sogar die Schlitten geschwächt, die Verriegelungsnuten herausgefräst.

  • Das war auch so ok und hätte keine Probleme gemacht.

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