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timster

Greenhorn

  • »timster« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 17

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1

Donnerstag, 11. Oktober 2007, 22:51

Butterfly Trainer

Moin Jungs

Ich habe mich mal gefragt ob ein solches Butterfly ohne probleme zu bestellen ist.
Ist ja kein Messer!
Die 'Klinge' ist Stumpf und lässt sich auch nicht schärfen!

http://www.888knivesrus.com/product/BM40…NG_TRAINER.html

Was meint ihr dazu?

Eifelyeti

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2

Donnerstag, 11. Oktober 2007, 23:01

Ob es legal ist kann ich dir nicht sagen, ich denke keine Klinge = kein Messer, aber hast du dir mal den Preis angesehen? 130 Dollar + Zoll+ Versand für 2 U-Profile und einen Flachstahl.... Stolzer Preis dafür, das du nichtmal einen Apfel damit schälen kannst.

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3

Donnerstag, 11. Oktober 2007, 23:05

Hallo,

Das WaffG sagt folgendes:

Zitat


Anlage 2

(zu § 2 Abs. 2 bis 4)
Waffenliste
Abschnitt 1 - Verbotene Waffen

Der Umgang mit folgenden Waffen und Munition ist verboten:

[...]

1.4.3

Faltmesser mit zweigeteilten, schwenkbaren Griffen (Butterflymesser);


Da das von dir beschriebene "Stück" keinesfalls ein "Messer" sein kann, sondern
eher nur ein "stumpfer Gegenstand" ist, dessen Verwendungszweck nie dem
einer wirklichen Waffe entsprechen sollte, würde ich sagen, dass es eigentlich
legal sein müsste.

Das Trainingsgerät kann kaum eine Waffe sein, da es für den Trainingszweck
geschaffen wurde. Analog dazu fallen mir die üblichen Trainingsmesser ein,
welche aus verschiedenen Kunststoffen bestehen (z.B. beim Fairbairn) und
ebenso wenig als Waffe eingestuft werden.

(Absicherung meinerseits: Das alles ist nur meine Meinung und keine
Rechtsberatung)

Gruß,
Dennis

Floppyk

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4

Donnerstag, 11. Oktober 2007, 23:07

Was macht das für einen Sinn mit einer Attrappe zu trainieren, wenn das richtige Butterfly-Messer ohenhin ein verbotener Gegenstand ist.
BTW: Soft- Nunchukkos sind dennoch veboten. BKA Bescheide hier
Analog zu dem Soft-Nunchukkoverbot denke ich, dass die Butterflyatrappen genauso verboten sind. Im groben lesen habe ich aber das explizit nicht gefunden.

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5

Donnerstag, 11. Oktober 2007, 23:28

Nun, für das blanke Training oder für den Spaß ist dieser Trainer sicherlich
etwas wert. Je nach Verlangen taugt er natürlich auch als reines Sammlerstück
und da die Verbindungen zwischen Griffstücken und Klinge für gewöhnlich
genietet sind, ist auch ein Umbau eher schwierig.

Und die Parallele zu den Soft-Nun-Chakkos sehe ich hier auch nicht, da die
diese noch immer über die Fähigkeit verfügen, jemanden zu erdrosseln und
genau dort liegt die rechtliche Definition.

Gruß,
Dennis

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6

Freitag, 12. Oktober 2007, 00:29

Zitat

Original von Floppyk
BTW: Soft- Nunchukkos sind dennoch veboten.


Wobei die wohl verboten sind, weil die beiden Teile noch immer sehr Stabil miteinander verbunden sind, und das BKA ja irgendwie auf die Meinung gekommen ist, die seien zu Würgen gedacht. :confused2:

Andererseits stand hier mal groß in der Zeitung das in einem großen Supermarkt verbotene Waffen beschlagnahmt wurde. Das waren Plastik-Nunchukus in einem Kinderkarneval-Ninja-Kostümset, und die hatten nur eine, garantiert nicht zum Würgen geeignete, PLASTIKkette.

Zitat


Analog zu dem Soft-Nunchukkoverbot denke ich, dass die Butterflyatrappen genauso verboten sind. Im groben lesen habe ich aber das explizit nicht gefunden.


Explizit gibt es da meines Wissens auch nichts. Wohl weil die Dinger im Gegensatz zu den Soft-Nunchukus, für die es meines Wissens sogar Vereine gab, ziemliche Exoten sein dürften.

Wie auch immer, es bleibt am Ende ein Glücksspiel. Wenn der Zoll, BKA und Staatsanwalt übereifrig sind kann es durchaus ins Auge gehen.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Erklärbär« (12. Oktober 2007, 00:40)


HWJunkie

Moderator

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7

Freitag, 12. Oktober 2007, 09:35

Mit welcher Begründung sollte es verboten werden?

Das WaffG spricht nur von "Faltmessern".
Für die Messereigenschaft ist aber unabdingbar eine Klinge erforderlich.

Der o.g. Gegenstand verfügt aber nicht über eine Klinge,
sondern ein mindestens 3mm starkes stumpfes Teil.

Der Gegenstand sieht aus wie ein Faltmesser und hat grundsätzlich die
mechanische Funktion eines Faltmessers, er ist aber kein Messer!

Im Grunde genauso wie bei den reinen Spritzgussdekowaffen.
Sehen aus wie ihre Vorbilder und haben grundsätzlich ihre mechanische
Funktion, es sind aber keine Waffen gem. WaffG.


Beim Nunchaku ist die Sache klar, auch wenn
sie auf einer völlig falschen Einstufung beruht.

Als "Würgegerät" ist es auch in einer noch so soften Ausführung geeignet,
da die Verbindung der Stöcke eine gewisse Reißfestigkeit aufweisen muß,
um nicht schon beim bestimmungsgemäßen Gebrauch aufzugeben.



Stefan

Floppyk

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8

Freitag, 12. Oktober 2007, 09:45

Zitat

Original von HWJunkie
Mit welcher Begründung sollte es verboten werden?

Meines Wissens sind die Butterflymesser wegen ihrer Drohwirkung verboten worden. Zum werfen und schneiden taugen die Dinger ohnehin nicht.

Zitat

Original von HWJunkie
Das WaffG spricht nur von "Faltmessern".

Falsch. Butterflymesser sind explizit als verbotener Gegenstand genannt. Was Du meinst sind Fall - nicht Falt-messer. Auch verboten.

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9

Freitag, 12. Oktober 2007, 09:47

Zitat

Original von HWJunkie
Das WaffG spricht nur von "Faltmessern".
Für die Messereigenschaft ist aber unabdingbar eine Klinge erforderlich.

Der o.g. Gegenstand verfügt aber nicht über eine Klinge,
sondern ein mindestens 3mm starkes stumpfes Teil.


Wenn ich da jetzt Zollner währe würde mich das noch nicht wirklich überzeugen. Wo steht denn im Waffengesetz wie Scharf und wie Spitz eine Klinge sein muß, um noch eine Klinge zu sein?

Wenn einfach nur stumpf reicht, hätte man mit seinem Buterfly ja auch 2x ungeschickt über den Schlefstein ziehen können um es nach dem Verbot zu behalten. Ist dann ja Stumpf und kein Messer mehr. Solange es da aber keine definierte Grenze gibt, ist entweder beides erlaubt oder beides verboten.

Ich geh jetzt einfach mal von mir aus, wenn ich beim Zoll Arbeiten würde... dann würde das Teil auf jeden Fall erst mal beim BKA landen.

HWJunkie

Moderator

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10

Freitag, 12. Oktober 2007, 10:16

@FloppyK:

Das WaffG spricht ganz klar von Faltmessern:

Zitat

1.4.3

Faltmesser mit zweigeteilten, schwenkbaren Griffen (Butterflymesser),


Die Begründung für das Verbot ist völlig unerheblich,
denn sie ist nicht im WaffG verankert.
Es heißt nur, dass (unter anderem) "Faltmesser mit zweigeteilten,
schwenkbaren Griffen (Butterflymesser)" verboten sind, das
"Warum?" ist nicht angegeben.

Also bleibt als Erkennungsmerkmal einzig und allein die Definition
der äußeren Eigenschaften, welche m.E. klar definiert sind.


@Erklärbär:
Im Grunde richtig, der Begriff "Klinge" ist nicht genau definiert.
Aber in der allgemeinen Definition hat ein Messer nunmal eine Klinge.

Das fragliche Teil des o.g. Gegenstand wurde sogar bewusst
so gestaltet, dass es auch optisch einer Klinge nicht entspricht.


Stefan

Floppyk

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11

Freitag, 12. Oktober 2007, 10:22

Zitat

Original von HWJunkie
@FloppyK:

Das WaffG spricht ganz klar von Faltmessern:

Jeep, hast Recht. Dennoch ist Butterfly als Wort aufgeführt.

Zitat

Original von HWJunkie
Die Begründung für das Verbot ist völlig unerheblich,
denn sie ist nicht im WaffG verankert.

Der Verbotsgrund war von meiner Seite eine Mutmaßung. In manchen BKA-Bescheiden sind damalige Beweggründe enthalten, die zum Verbot von irgendwelchen Gegenständen führten. So schräg kann man manchmal gar nicht denken.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Floppyk« (12. Oktober 2007, 10:24)


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12

Freitag, 12. Oktober 2007, 10:56

Zitat

Original von Floppyk
Der Verbotsgrund war von meiner Seite eine Mutmaßung. In manchen BKA-Bescheiden sind damalige Beweggründe enthalten, die zum Verbot von irgendwelchen Gegenständen führten. So schräg kann man manchmal gar nicht denken.


Wenn ich das mit den Balisongs richtig mitbekommen hatte, wurden sie wegen ihrer Drohwirkung und vorwiegenden Verwendung von (Jugend-)Gangs verboten.
Und nicht, weil man jemandem zwischen einer Griffhälte und dem Klingenrücken den Finger brechen kann oder dergleichen.

Wer bei seinem Buttferfly damals die Nieten entfernt hat und nur noch einen dreiteiligen Balisong-Bausatz besitzt, macht sich zumindest nicht strafbar - gleiches gilt auch für ein zerlegtes Fallmesser.
Apropos Fallmesser: auch da ist das zusammengesetzte und noch funktionsfähige Messer mit beweglicher Klinge verboten, während eine festgeschweißte Klinge ebenso erlaubt ist, wie er EInsatz einer Rettungsklinge, die aus dem Messer ein Werkzeug macht.
Im Umkehrschluss würde ein Butterfly, mit einer Rettungsklinge (die es nicht gibt) ebenfalls zum Werkzeug werden und mit einem stumpfen Stück Blech wohl vollends aus dem WaffG herausfallen.



P.S.: So gerne ich früher auch mit dem Butterfly gespielt habe, so wenig brächte mir dieser Trainer. Es fehlt als "Kick" die scharfe Klinge. Besonders bei Öffnungsvarianten, bei denen man das Messer hoch wirft.
;-)

Kentucky

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13

Freitag, 12. Oktober 2007, 14:06

Also wenn dieses Teil verboten ist dann ist es das auch ;-)





Gruß K.
»Kentucky« hat folgendes Bild angehängt:
  • IMG_1392.jpg

Kentucky

Veteran

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14

Freitag, 12. Oktober 2007, 14:07

ÜBERRASCHUNG !!!!!!!!




Ausser Jemanden damit zu tode kämmen kann man damit nichts großartig anstellen.


Gruß K.
»Kentucky« hat folgendes Bild angehängt:
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Floppyk

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15

Freitag, 12. Oktober 2007, 14:15

Scharfes Teil. Was richtiges für alle Schmalzlocken *lol*

_markus_

unregistriert

16

Freitag, 12. Oktober 2007, 16:01

Ich würde es als nicht legal ansehen. Immerhin könnte die Klinge ja auch geschärft werden. Und bei dem Preis würde ich es sowieso hinter dem Teich lassen. *lol*

gruß Markus

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17

Freitag, 12. Oktober 2007, 20:06

Zitat

Original von _markus_
Ich würde es als nicht legal ansehen. Immerhin könnte die Klinge ja auch geschärft werden. Und bei dem Preis würde ich es sowieso hinter dem Teich lassen. *lol*

gruß Markus


Ja, sicher KÖNNTE sie geschärft werden. Aber ebenso könnte ich aus zwei
zurechtgesägten Besenstielen, einer Kette und viel Tesa ein Nun-Chakku
improvisieren. Trotzdem darf ich im Baumarkt noch Besenstiele und Ketten
kaufen.

Im Gesetz steht klipp und klar, dass nur (wie schon öfters gesagt wurde)
Messer
verboten sind, die schwenkbare Griffhälften haben aber ein stumpfes
Stück Metall (noch dazu "gelocht") erfüllt wohl kaum das Kriterium, um als
Messer zu gelten. Und zum Schärfen war es auch nie vorgesehen...

Gruß,
Dennis

Schnurbel

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18

Freitag, 12. Oktober 2007, 20:50

Au Backe, hoffentlich krieg ich damit nicht nochmal Schwierigkeiten. Das ist nämlich zum Schärfen gedacht. :crazy3:
»Schnurbel« hat folgendes Bild angehängt:
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Eifelyeti

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19

Freitag, 12. Oktober 2007, 20:52

Aus welchem Metallbaukasten kenne ich dieses Lochblech? Märklin wars nicht.

Schnurbel

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20

Freitag, 12. Oktober 2007, 21:32

@Eifelyeti: Siehste, schon gehts los mit den Mißverständnissen. Und am Ende lande ich im Verlies, weil man mir den Bau gemeingefährlicher Klappgegenstände vorwirft, die zum Schärfen von Märklinmessern zweckbestimmt sind... :confused2:

Spaß(?) beiseite: Das Ding auf dem Photo ist ein DMT-Schärfstein mit Klappgriff. Eine Messereigenschaft ist nicht gegeben. :)