CP88 4" Genauigkeit ???

  • Hallo Freunde,
    ich habe seit kurzer Zeit eine CP88 in der 4" Ausführung und teste sie die letzten Tage ziemlich oft. Ich habe sie als gebraucht und fast unbenutzt ersteigert und sie sieht auch aus wie aus dem Laden.
    Weil ich ja weiß, dass diese Waffe überall hochgelobt wird in Puncto Verarbeitung und Genauigkeit habe ich mich dafür entschieden. Der kurze Lauf war mir rein optisch wichtig.
    Allerdings bin ich von der Genauigkeit doch ziemlich enttäuscht worden und weiß jetzt nicht so recht ob es normal oder ein Fehler an der Waffe ist. Ich habe auch verschiedene Sorten Diabolos ausprobiert und bin mit den H&N Standarddiabolos noch am zufriedensten. Um Verwacklungen bei meinen Tests zu vermeiden stütze ich die Waffe mit meiner linken Hand im Türrahmen und schieße so auf 8 Meter Entfernung im SA Modus.
    Die Streukreise liegen da etwa bei 7-8 cm Durchmesser und sind generell zu hoch. Trotz frischer Patrone sind die Einschusslöcher ziemlich zerfranst und die Dias kommen auf jeden Fall nicht wirklich gerade an. Manchmal sehe ich regelrecht das Diabolo mit leichtem Rechtsdrall oberhalb der Visierlinie fliegen.
    Mache ich denselben Test mit meiner guten alten Webley Nemesis kriege ich locker Streukreise um die 2-3 cm hin und die Löcher sind wie ausgestanzt.
    Ist das normal bei der CP88 ? Muss ich etwa doch noch auf den langen Lauf umsteigen.
    Vielen Dank für eure Tips.

  • Ruhig gehalten ist eben nicht eingespannt.
    Ich hab Streukreise von ca einem Eurostück auf 10 m ermittelt.
    Alles andere wird dein Fehler sein.
    Die Standartvisierung ist nicht so der Bringer.

  • Möglicherweise stimmt bei Deiner Waffe das Timing zwischen Trommel und Ladekante Lauf nicht. Markiere mal ein paar Diabolos mit einer Nadel vorne auf dem Kopf und stecke sie exakt mit der Markierung nach außen in die Trommel. Dann einfach in einen sehr weichen lockeren Lumpen schießen und das aufgefangene Geschoss begutachten. Man erkennt dann i.d.R. sofort die typischen einseitigen Spuren bei fehlerhaftem Timing.


    Die hohe Trefferlage bei Standardvisierung ist bei dieser Waffe normal. Man trifft immer das was leicht über dem Korn zu sehen ist.

  • ist doch auch richtig so, besser zu hoch als zu tief.


    Wenn du dich schon wegen der präzi für die cp88 entschieden hast, hätteste lieber die mit 6" nehmen sollen....sieht mMn auch besser aus, und du hast die möglichkeit für sd.


    Manche sagen zwar, der unterschied zwischen den beiden in sachen präzision seie nicht nennenswert, aber je mehr man die entfernung erhöht ändert sich das.


    ich würde sie einfach mal einspannen(oder einspannen lassen)


    lg

  • Besitze zwar ne C225, aber die ist ja innen fast baugleich mit der Cp88. Hatte erst nen 4er Lauf und war da auch nicht so zufrieden, hab jetzt nen 6er Lauf drin und muß sagen, das man den Unterschied in Sachen Präzision >7m schon merkt. Zudem man nen Sd besser montieren kann und somit sehr leise schießen kann :) Gruß

    Mfg Sascha

  • Ich werde wohl mal das mit der Geschoßlage austesten, wird wohl erst gegen Abend. Ich denke da könnte was dran sein, die unsauberen Einschusslöcher und der komische Drall in der Flugbahn sprechen dafür.
    Seht Ihr euer Geschoss etwa auch über der Visierlinie fliegen ? Manchmal liegt der Schuss sogar oberhalb der Scheibe.
    Zu der Geschichte mit dem Einspannen von Waffen habe ich meine eigene Meinung, zumindest sollte wenn man damit Visierung oder sonstwelche Zielhilfen einstellt das normale Bewegungsverhalten bei Schussabgabe mit einbeziehen. Ich rede hier allerdings von meinen Erfahrungen mit Federdruckwaffen. Bei Prellschlagfreien Waffen wie Webley Nemesis oder der CP88 denke ich spielt das eher eine geringe Rolle ob aufgestützt oder eingespannt.
    Zu der Sache mit dem langen Lauf hat muss ich sagen dass mir die kurze wesentlich authentischer erscheint und damit besser gefällt. Daher habe ich mich dafür entschieden. Wenn es irgendwann mal was längeres sein soll wirds wohl eine HW45 werden.

  • also wenn ich auf distanzen >20m schieße, sehe ich das geschoss gerade so ein bissen fliegen, auf 10m nur, wo es in etwa aufschlägt, aber das ist von waffe zu waffe unterschiedlich, da ich meistens eh nur mit der 6er variante schieße.

  • Muss zwar nicht auf jede CP88 umlegbar sein, aber wenn die von mir benutzten Laderinge (Trommeln) lange benutzt werden, leidet die Präzision. Vermutlich werden die Diabolo-Führungen in der Trommel nicht mehr genau fluchtend vor den Lauf positioniert. Einfach mal die Trommeln und den Umsetzer überprüfen.

  • Vielen Dank zunächst für die vielen Tips,
    habe gerade die Sache mit dem Wollappen ausprobiert. Die Sache sieht so aus, dass die DIAs wohl nicht ganz symmetrisch verformt den Lauf verlassen.
    In Schussrichtung von hinten auf das Diabolo gesehen ist immer links mehr abgenutzt bzw verformt. Nicht bei allen Dias in der Trommel gleich aber immerhin.
    Ich werde mir als zunächst mal ein paar neue Trommeln besorgen und dann werde ich ja sehen ob sich was verändert.
    Rein äußerlich ist an den mitgelieferten Trommeln erstmal nichts besonderes zu sehen, naja vieleicht sehe ich ja zu den neuen dann einen Unterschied.
    Hoffe dass das die Ursache ist, kann ja sein dass es schon abgenutzte Trommeln sind.

  • Das hört sich nach einem gesteigerten Verschleiß im Trommeltransport an - du kannst versuchen, ob es mit neuen Trommeln besser wird, wenn nicht, die Waffe einschicken, und einen neuen Trommelstransport und ( recht häufig ) weitere mechanische Teile ausgetauscht bekommen. Wenn du keine Gewährleistung mehr auf die Waffe hast, wird es etwas kosten.
    Dieser Verschleiß kann dabei recht schnell wieder auftreten! Bei meiner ehemaligen Red Hawk war der Trommeltransport zweimal nach jeweils 80 Schuß so hinüber, daß das Timing nicht mehr stimmte. Ähnliches erlebte ich mit meiner ehemaligen RWS C225 ( Schwestermodell P 225 zu P 88 ) - die hielt ebenfalls nicht lange durch.
    Heute habe ich eine Daisy 500 , Daisy 92 und eine Crosman 1008 - alle mit Kunststoffgehäuse und Kunststofftrommeln, aber die halten wenigstens ( und das schon ein Vielfaches, was die Umarexe inklusive ihrer Reparaturen gehalten haben ), obwohl die Modelle bestimmt keine Spitzenmodelle sind. Wenigstens die Crosman 1008 ist mindestens so präzise wie die Umarexe - und hat ab Werk eine sehr gute höhen- und seiteneinstellbare Visierung!


    Aber das hilft dir im Moment bestimmt nicht weiter - wenn die P 88 nach der 2. Einschickung wiederum nicht funktioniert, solltest du dich allerdings mit dem Gedanken vertraut machen, etwas Haltbareres dir anzuschaffen.

  • Dass bei einer neuen Waffe der Trommeltransport nach nicht mal zwei CO2 Kapseln defekt sein soll, kann ich mir nicht vorstellen. ( Es gibt natürlich immer Ausnahmen.) Dies kann nach meinen Erfahrungen erst nach einigen tausend Schuß eintreten. Da ich 9 Ersatztrommeln besitze und diese mehr oder weniger gleichmäßig einsetze, ist der Verschleiß der Trommel-Zahnkränze noch minimal.


    Deine Vermutung, daß Umarex auch häufig mechanische Teile ersetzt, trifft bestimmt auf ältere, gebrauchte Waffen zu. Diesen Service, im Regelfall für relativ geringe Kosten, finde ich gut. Denn nach einer Werksreparatur möchte man doch wieder eine lange Zeit ohne Probleme schiessen können.


    Zu deinen aufgeführten Alternativ-Waffen kann ich in Punkto Langzeit-Qualität nichts sagen, da ich diese nur mal zum Test geschossen habe. Alleine vom ersten Eindruck bleibe ich lieber bei der Walther CP 88 und beim S&W 686.

  • So, da will ich mich da erst mal wieder melden. Habe mir einen Set neue Trommeln besorgt und damit getestet.
    Was ich als erstes probiert habe ist das Aussehen der Dias direkt wie sie den Lauf verlassen (Wollappen). Das Ergebnis war komischerweise noch schlechter als vorher.
    Das Trefferbild hat sich etwas verbessert. Die unsauberen Einschusslöcher sowie dier komische Drall in der Flugbahn sind geblieben.
    Hab die Waffe jetzt zu Umarex eingeschickt und werde sehen ob die was ändern können.

  • Würde mich auch interessieren, wie dieses Problem zustande kommt. Habe eine Competition, die quasi im Neuzustand ist, mit dem gleichen Problem. Ich werd die mal zerlegen, vielleicht steht der Lauf auch irgendwie verspannt, mal sehen.

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    Gruß
    Krischan


    Ich möchte im Schlaf sterben wie mein Opa!
    Nicht heulend und schreiend wie sein Beifahrer.

  • Hallo Leute, will mich der Vollständigkeit halber nochmal melden. Am Donnerstag war das gute Stück wieder zurück. Ich war dann doch recht überrascht vom Umfang der Reparatur.
    Die Details:


    -Schussleistung (V0) überprüft
    -Ventil undicht, wurde ersetzt
    -Lauf, verbogen bzw.beschädigt, wurde erneuert
    -Trommeltransport, Transporthebel/Trommelschieber erneuert
    Bearbeitungsbenennung Reklamation, Bearbeitung kostenlos


    Des weiteren war noch der Schaumstoffeinleger im Transportkoffer ersetzt und meine beiden Trommeln wurden auch ausgetauscht.
    Insgesamt also eine feine Sache, toller Service. Habe sie auch gleich getestet und es ist jetzt ohne Frage alles vertretbar mit der Genauigkeit.
    Die Treffer liegen wie gesagt zwar alle höher aber der Streukreis ist jetzt durchaus angemessen und die Löcher in der Scheibe sehen jetzt wieder rund aus.
    Durch den optisch tadellosen Zustand der Waffe könnte ich mir vorstellen dass man bei Umarex Verschleiß und unsachgemäßen Gebrauch ausgeschlossen hat
    also insgesamt wohl für ein Montagsmodell gehalten hat. Daher die kostenlose Bearbeitung.
    Ich glaube nicht dass das immer so gehandhabt wird, sicher ist es eher die Ausnahme.
    :-):-):-)

  • Ich habe bis jetzt mit Umarex nur die besten Erfahrungen gemacht was Reparaturen anbelangt, selbst eine CP99c die schon keine Garantie mehr hatte wurde kostenlos repariert.


    Mein Tip an dich, kauf dir eine einstellbare Kimme mit entsprechndem Korn, du wirst sehen wie genau du die Walther einstellen kannst und was für einen Spass das macht. ^^

    Für die Bevölkerung bestand zu keiner Zeit keinerlei Gefahr.

  • Ich habe bis jetzt mit Umarex nur die besten Erfahrungen gemacht

    Hmmm! Das kann ich leider nicht bestätigen. Ich habe deshalb einen Extra-Thread aufgemacht


    "Qualitätseinbusen UMAREX!?"


    Sind aber auch 10 Jahre vergangen inzwischen. Montags-Modelle scheint es bei Umarex inzwischen leider auch Mittwochs und Freitags zu geben, um es mal höflich zu formulieren.


    Aber nochmal zum Thema "Präzision CP88"
    Ich habe das zweite Exemplar inzwischen von UMAREX unrepariert wieder zurück bekommen. Wollte ich so, weil sie nicht bereits waren, mir einen Austausch zu gewähren, sondern "nur" reparieren wollten. (Näheres im besagten Threat) Ich werde sie nächste Woche beim Händler austauschen lassen. Beim Scheibenschießen mit ihr (kurzes 4'' Modell) fällt mir auf, dass sie extrem unsaubere Stanzmarken schießt. Auch bei Zimmertemparatur und zu Beginn einer neuen Kartusche. Vielleicht ist in der Waffe wirklich dermaßen der Wurm drin, dass auch die Diabolos quer fliegen. Keine Ahnung, ich seh das nicht.


    Besonders klein ist der Streukreis bei meiner auch nicht gerade. Aber da will ich nicht meckern. Bin Anfänger! Wie kann ich denn den Faktor "Schütze" ausschließen, um wirklich aussagekräftig über die Präzision der Waffe urteilen zu können? Reicht es da, kürzere Distanzen zu schießen und aufgelegt auf einen Sandsack o.ä., oder muss die Waffe wirklich in einem Schraubstock fixiert werden? Ist bei mir schwierig, weil Schraustock fest und Distanz in Werkstatt zu kurz.


    Besonders präzise kommt sie mir auf jeden Fall nicht vor. Bin mal gespannt. Diese Tage kommt eine Zoraki hp01 als Ergänzung zum Scheibenschießen. Ob ich da wohl besser treffe und einen Unterschied merke?

  • Also meine 6" Competition bringt auf 10m an einem guten Tag 7 von 10 ins Ziel wenn ich auflege. Ein bis zwei Schuss sind meistens komplett daneben, sprich eine zwei oder drei.


    Allerdings ist das Visier jetzt auch recht grob und der Abzug fordert volle Konzentration um keine Fehler zu machen. Die Stanzmarken bei meiner sind ebenfalls sehr unsauber. Vielleicht habe ich da auch etwas zu hohe Ansprüche, da ich vorher meist zwei Serien Matchpistole schieße...


    Die Zoraki ist da auf jeden Fall eine ganz andere Klasse. Die hält aufgelegt bequem die 9. Die beiliegende Schusskarte zeigt was möglich wäre wenn man "richtig" einspannen würde.





  • Allerdings ist das Visier jetzt auch recht grob und der Abzug fordert volle Konzentration

    Oh ja, der Abzug ist wirklich recht hart. Über den Druckpunkt zu kommen erfordert so viel Kraft, dass ich danach meistens "verreiße". Langsam und beständig über den Druckpunkt zu ziehen, wie man es wohl machen soll, fällt mir noch sehr schwer. Aber aller Anfang ist schwer.


    Die Stanzmarken bei meiner sind ebenfalls sehr unsauber.


    Da bin ich ja beruhigt. Liegt also vielleicht doch an der Waffe und nicht wie ich zuerst vermutet hatte an qualitativ minderwertigem Scheibenpapier. Es gibt ja Kollegen hier, die meinen das 3,5 Joule oder +- 120 m/s grundsätzlich zu wenig wären für saubere Stanzmarken.



    Die Zoraki ist da auf jeden Fall eine ganz andere Klasse. Die hält aufgelegt bequem die 9. Die beiliegende Schusskarte zeigt was möglich wäre wenn man "richtig" einspannen würde.


    Vorallem auf den einstellbaren Abzug bin ich mal seeehr gespannt. Ob ich damit dann allerdings besser treffe...???
    Wenn man wackelt wie ein Kuhschwanz hilft die beste Waffe nix. :S


    Gibt's da auch ein Patentrezept dagegen :?: