QB78 Böse Überraschung am Schaft!

  • Normalerweise lagere ich meine Luftgewehre in einem Schrank, da der aber etwas eng geworden ist, habe ich eine meiner zwei QB´s in ein altes Futteral gepackt und auf dem "Kleiderschrank" gelagert, da lag sie jetzt etwa 5 Monate.

    Nun wollte ich mal testen ob die Dichtung noch OK ist und war über den Zustand sehr erschrocken, es sieht so aus als hätte sich der Lack aufgelöst bzw. mit dem Futteral reagiert.

    Bilder:

    Vorderschaft

    Griff

    Backe:

    Futteral

    Wie kann Sowas passieren?

    Heißt das jetzt abschleifen/beizen, neu lackieren?

  • Weichmacher im Schaumstoff.


    MfG

    Luftdruck: CP99, Perfecta 47, Zoraki HP-01, SSW: Röhm RG3, Airsoft: KWC SP2022 Federdruck, P99 AEG, 2X Umarex MP7 AEG, Umarex G36C, Franchi SAS 12 Federdruck, Armbrust: Umarex CF 118

  • Weichmacher im Schaumstoff.

    Das denke ich auch. Das wird sich auch nicht wieder von selbst geben, da hilft wirklich nur schleifen, beizen, ölen/lackieren.

    Die Waffen wirklich nur für den Transport ins Futteral packen, bei Schaumstoff gibt es häufig unangenehme Überraschungen.

  • Vor allem ist das ja Stoff.

    Sehr wahrscheinlich liegt zwischen Außen- und Innenstoff eine Schicht Schaumstoff.

    Der Weichmacher kann(soll) sich im Schaumstoff möglichst lange halten, wenn er ganz raus ist, wird der Schaumstoff hart und bröselig.

  • Weichmacher im Schaumstoff + überempfindliche Lacksorte.


    Abschleifen, neu machen.

    "Diplomatie ist, jemanden so zur Hölle zu schicken, dass er sich auf die Reise freut."

  • Ja, könnte evtl. eine Millimeter dicke Schicht dazwischen sein, außen ist Kunstleder, innen halt son etwas weicherer Stoff, wirklich gepolstert ist die Tasche aber nicht.

    Was mir noch gerade einfällt, ich habe das Gewehr bevor ich es weggelegt habe noch Mal geputzt und eingeölt, ob das Öl da evtl. was mit zu tun haben könnte?!

    Da mein Walther Öl alle war habe ich dieses damals genommen:

    Das nehme ich sonst nicht für die Luftgewehre.

    Edited once, last by Ingo.M ().

  • Moin!


    Daran wirds gelegen haben. Das "Öl" hat offensichtlich reinigende Zusätze. (Beseitigt Rost und löst starke Verbleiungen).

    Diese werden flüchtig sein, haben sich dann in den Stoff gesetzt und anschließend den Schaft "gereinigt"!


    Man sieht so etwas auch an den Caramba Sprühdosen.

    Das Mittelchen reinigt und Ölt. Nur komisch das die Dosen immer rostig werden....... :pinch:


    Wird ein ähnlicher Effekt sein.

    Früher war nicht alles besser, nur anders.

    Aber meistens ist anders einfach nur besser! ;)

  • Mich hat das jetzt interessiert.

    Also Google bemüht.

    Das Cito "ÖL" enthält laut Datenblatt u.a. 2-Methoxy-methylethoxy-propanol.

    Das bildet an der Luft Peroxide.

    Zitat Wiki: "Peroxide sind starke Oxidationsmittel und können zur Oxidation weiterer Verbindungen eingesetzt werden."


    Früher war nicht alles besser, nur anders.

    Aber meistens ist anders einfach nur besser! ;)

  • Ja, dann wird es wahrscheinlich an der Kombination Öl/Stoff/Polsterung/Klarlack gelegen haben, sehr ärgerlich, der Schaft war absolut neuwertig und ohne jede Beschädigung.

    Dann will ich Mal hoffen dass beim Schleifen ordentliches Holz zum Vorschein kommt.

    Bin jetzt nicht so der "Holzmensch", bin eher in der Mechanik Zuhause, mit welchem Schleifpapier/Körnung geht man da am besten dabei, was geht am besten zum beizen? Letztens wurde hier ein Schaft in Natur hell gezeigt, sowas könnte ich mir auch vorstellen.

  • Je nach Lack (musss man probieren) mit einer Abziehklinge oder mit grobem Schmirgel den Lack entfernen.

    Dann stufenweise immer feiner schleifen. Dazwischen das Holz wässern damit sich die Fasern aufstellen.

    Wässern heißt in dem Fall mit einem nassen Lappen abwischen, nicht in der Dusche oder Wanne ertränken.

    Nach dem Trocknen den nächsten feineren Schleifgang.

    Je nach gewünschter Feinheit der Oberfläche bis zu 800er oder feinerem Papier. Kommt auch auf das Holz an.

    Ich hab schon Schäfte mit 2000er Papier poliert.

    Ich beize danach dann mit Clou Aqua Beize.

    Als Finish gibt es danach mehrere Schichten TruOil.

    Wenn das Holz eine schöne Maserung hat kann man das TruOil auch direkt auftragen.



    Früher war nicht alles besser, nur anders.

    Aber meistens ist anders einfach nur besser! ;)

  • in ein altes Futteral gepackt und auf dem "Kleiderschrank" gelagert, da lag sie jetzt etwa 5 Monate.

    Da lag aber wohl noch etwas oben drauf, oder?

    Mir sieht das nach Druckstellen aus.

    Das kann bei jeder Ein-Komponenten-Lackierung auf "weichem" Untergrund (Holz)und warmen Temperaturen passieren.

    Ärgerlich, aber wieder ein Indiz dafür, das Futteral wirklich nur zum Transport zu nutzen.

  • in ein altes Futteral gepackt und auf dem "Kleiderschrank" gelagert, da lag sie jetzt etwa 5 Monate.

    Da lag aber wohl noch etwas oben drauf, oder?

    Mir sieht das nach Druckstellen aus.

    Nein, lag nichts oben drauf, Mal von etwas Staub abgesehen, ich vermute mittlerweile auch, dass das Öl den Lack weich gemacht hat und sich durch das Eigengewicht des Gewebes dann das Stoffmuster im Lack abgedrückt hat, 90% der Pickel sind auf der einen Seite (unten), auf der anderen Seite sind es nur wenige bzw. ist das Muster nicht so tief.

    Das ganze hat aber nicht zusammengeklebt.

  • Bevor Du jetzt anfängst den ganzen Schaft abzuschleifen, versuche doch erst mal die Pickelchen mit feiner Stahlwolle abzuschleifen. Vielleicht bekommst Du auch so wieder eine glatte Oberfläche hin.

  • Ich würde erstmal einen Lappen mit Ballistol oder Holzpflegemittel Tränken und den Schaft mal damit abreiben.


    Wenn Du Glück hast lösen sich die Pickel ab.

    Geduld ist die Waffe des Gescheiten

  • Ich würde erstmal einen Lappen mit Ballistol oder Holzpflegemittel Tränken und den Schaft mal damit abreiben.


    Wenn Du Glück hast lösen sich die Pickel ab.

    Hab ich schon versucht, diese "Pickel" sind definitiv Klarlack der sich gelöst und wieder verfestigt hat, dazu gibt es Flächen wo sich das Stoffmuster im Lack abgedrückt hat, sieht in Natura noch schlimmer aus als auf den Bildern. An der Schaftbacke scheint da sogar schon leicht das helle Holz durch.

  • Bist Du denn mit dem Öl auch über den Schaft gegangen? Defakto ist dass der Lack angegriffen

    wurde und dieser nun einen Schaden hat: Entweder damit leben oder aber den Schaft neu

    machen/machen lassen. Und für dir Zukunft merken, ein Futteral ist nur für den Transport

    gedacht nicht für die Lagerung. Besorg Dir einen einfachen Besenschrank, bau Dir ain Schloss

    ,rein und mach draus einen schönen Gewehrschrank wo die Waffen drinnen stehen können

    ohne ein Futteral.


    Gruß

    Thomas

  • Luftig und trocken sowie sollte eine Waffe stehen.


    Genau darum standen sie bei so vielen Leuten früher u.a. im Kleiderschrank.

    "Diplomatie ist, jemanden so zur Hölle zu schicken, dass er sich auf die Reise freut."

  • Ja, bin mit dem Lappen auch über den Schaft gegangen, mache ich seit 30 Jahren schon bei allen Waffen so, gab noch nie Probleme. Noch nen Schrank bekomme ich platzmäßig nicht gestellt, das gibt die Wohnung nicht her. Da werde ich den vorhandenen Schrank wohl Mal etwas umräumen müssen.