Beschusszeichen nur noch aufgelasert? (Umarex)

  • Moin Leute, habe mir vor kurzem eine neue Waffe gegönnt, die Smith & Wesson M&P 9c von Umarex. Nun hat meine Frau ihre auch erhalten.


    Meine ist von 2016, ihre von 2020. Dabei ist mir aufgefallen, dass zum einen Umarex wohl nun versucht die Lizenzhinweise dezenter in Kleinbuchstaben zu halten, aber auch dass die Beschusszeichen auf Patronenlager sowie Verschluss nur noch aufgelasert sind, aber nicht mehr eingestanzt wie beim 2016er Modell.



    Kann das mit der Zeit "abreiben"? Und wenn ja, wäre das ein Reklamationsgrund beim Hersteller? Und hat jemand auch eine 2020er Umarex-Waffe und kann bestätigen, dass die Beschusszeichen nur noch aufgelasert werden?


    Danke und Grüße


    ACTA NON VERBA

    Deko: Glock 17, Glock 23, H&K P30, Taurus PT99 / SSW: P99, P88, P22, P22Q, S&W CS, RG59, RG96, GPDA9, Colt 1911, P239 / CO2: P38

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  • Wenn man nicht versucht mit einer Feile die Zeichen zu entfernen halten sie ewig und drei Tage.
    Auch scharfe Waffen werden auf diese Art gebrandmarkt.
    Meine M&P von 2018 ist auch nur gelasert, die 2014er wie von dir beschrieben geprägt.
    Also alles im grünen Bereich, kein Grund für eine Reklamation. 8)

  • der einzige reklamationsgrund wäre bei mir umarex selber :whistling:

    Ich mag Umarex.


    Aber vielleicht magst Du noch was zum Thema beitragen?

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  • Was spricht da dagegen? Das ist doch materialschonender als mit Prägestempeln auf wesentliche Teile zu dreschen?

    Wheel guns are real guns

  • Ein Laser ist ja keine Lackierung, der Laser geht schon in die Oberfläche des Materials, um das zu entfernen müsstest du schon Material abtragen.
    Ich halte Lasern eigentlich für die sauberste und schonenste Art Beschriftungen dauerhaft zu hinterlassen. Danach kommt für mich das herkömmliche Gravieren und dann das Materialverformende Einschlagen.

  • Danke Euch für die Antworten! Nun weiß ich Bescheid.

    Deko: Glock 17, Glock 23, H&K P30, Taurus PT99 / SSW: P99, P88, P22, P22Q, S&W CS, RG59, RG96, GPDA9, Colt 1911, P239 / CO2: P38

  • frage: was war denn der entscheidungsgrund dass du die M&P 9c für deine Frau gewählt hast, Acta? Dachte bei mir an eine zoraki 906.

  • frage: was war denn der entscheidungsgrund dass du die M&P 9c für deine Frau gewählt hast, Acta? Dachte bei mir an eine zoraki 906.

    Eigentlich nur die höhere Magazinkapazität und halt das es egal ist, ob sie etwas größer ist, da sie sowieso in ihrer Handtasche Platz findet. Ansonsten wäre es auch meine Zoraki 906 für sie geworden.

    Deko: Glock 17, Glock 23, H&K P30, Taurus PT99 / SSW: P99, P88, P22, P22Q, S&W CS, RG59, RG96, GPDA9, Colt 1911, P239 / CO2: P38

  • Es wird bei LASER Gravuren kein Material „aufgebracht“ sondern entfernt. Es findet also eine Vertiefung statt. Also im Endeffekt nicht anders wie bei einer normalen Gravur oder eingeschlagenen Zeichen.

  • Ein Laser ist ja keine Lackierung, der Laser geht schon in die Oberfläche des Materials, um das zu entfernen müsstest du schon Material abtragen.

    So sehe ich das auch. Es wird mehrere Untersuchungsmethoden geben, die eine unlesbare Bestempelung wieder hervorbringen, weil sich das Materialgefüge ändert. Das natürlich bei Stanzungen mehr und tiefer, als bei Lasermarkings.
    Ich denke aber mal, dass ein solcher Aufwand kaum bei freien Schusswaffen betrieben wird, sofern die grundsätzliche Zulassung nicht in Frage steht. Auch die Seriennummer ist weitgehend uninteressant, weil diese Waffenart ja nicht registriert wird. Das hat ja bei scharfen Schusswaffen eine völlig andere und höhere Wichtigkeit.
    Das soll aber nun keinen Ermuntern diese Zeichen von seiner SSW zu entfernen. Das ist nach wie vor unzulässig.

  • Es wird bei LASER Gravuren kein Material „aufgebracht“ sondern entfernt. Es findet also eine Vertiefung statt. Also im Endeffekt nicht anders wie bei einer normalen Gravur oder eingeschlagenen Zeichen.

    Das denke ich so nicht. Bei eingeschlagenen Zeichen wird das Materialgefüge auch in größeren Tiefen verändert. Ich sah mal einen Bericht, wo eine ausgefeilte Seriennummer durch Auftragen einer Säure recht einfach wieder sichtbar wurde.
    Bei Lasergravuren wird auch Material abgetragen und das Material verändert. Aber ich glaube nicht, dass das so tief reicht, wie eine mechanische Stempelung. Ebenso dürfte eine reine mechanische Gravur nicht so tief reichen. Dennoch wird es Wege geben, auch diese Beschriftung wieder hervor zu bringen, auch wenn - so vermute ich zumindest - das nicht so weit in die Tiefe des Materials reicht.

  • Beim Lasern:
    Hier gibt es 3x Möglichkeiten.
    1.) Der Laser ist so stark, daß Er Stahl oder Zink oder Alu durch Verdampfen des Materials herrausbrutzelt.
    2.) Der Laser ist nicht stark genug, Material abzutragen, verändert aber die Struktur des Stahls, Alus oder Zinks.
    3.) Der Laser ist recht schwach und formt nur die Eloxierung, Brünierung, Lackierung, ... um. Also z.B. die Farbpartikel in der Eloxierung. Oxydschicht, Elemente in der Brünierung, ...


    Gruß Play

    Feinwerkbau: (FWB 600, 601,602, 603, 300S, 65, 100, 150), Steyr 110, Anschütz SA 2001, Walther: (LGM2, LG90, LGR, WLA, P88), AR20, Air Magnum, Single, Weihrauch: (HW30, HW77, HW40, HW 75), Colt ((CO2):1911, M45 CQBP, SAA), Umarex: (MP40, C96, HPP, SA177), Smith & Wesson: ((CO2): 586, Chiefs Spezial), GSG: (M11, CP1-M, CR600W, PR900W, P08), Crosman: (2240, 1377), Norconia: (P1, QB78d), Diana: (D75, Stormrider, Chaser), Jandao (Tomahawk, Chase Star, Pony)

  • Ein Laser ist ja keine Lackierung, der Laser geht schon in die Oberfläche des Materials, um das zu entfernen müsstest du schon Material abtragen.
    Ich halte Lasern eigentlich für die sauberste und schonenste Art Beschriftungen dauerhaft zu hinterlassen. Danach kommt für mich das herkömmliche Gravieren und dann das Materialverformende Einschlagen.

    Moin!
    Gilt leider nicht für alle Lasermarkierungen.
    Ich habe hier ein Walther LG30, welches ein Jahr lang im Koffer in der Garage gelagert wurde.
    Den Zustand kann man sich denken.
    Nach Entfernen der sich sowieso schon ablösenden Kräusellack Beschichtung waren samtliche Markings weg. Alle!
    Seriennummer, F Zeichen, Kaliber, Modell, Hersteller.
    In der darunterliegenden Aluoberfläche waren minimale Schattierungen zu erkennen.
    Nach dem grundieren und lackieren hatte ich eigentlich ein illegales WBK pflichtiges LG.
    Zum Glück hatte ich Fotos des LG gemacht. In Absprache mit einem BüMa habe ich dann vorläufig Aufkleber mit den Daten in Original Größe angebracht.
    Demnächst wird das dann noch eingraviert. Dann ist wieder alles im Lot.
    Was ich damit sagen will: Passt mit diesen Lasergravuren auf. Die sind teilweise wirklich nur in der Beschichtung des eigentlichen Materials vorhanden. Ohne Beschichtung keine Markings.

    Edited once, last by KannDasNicht ().

  • Dachte ich mir.


    Es müssen also erst mal wieder ein paar auf die Fresse fallen, bevor hier nachgebessert werden wird. Lasern mag eine tolle Sache sein, für diesen Zweck aber ist es Murks.


    We have the Fossils - we win!

  • Kommt auf die Power an. 1W Murks, 5-10W geht für Eloxierungen, ... 100W Gefügeveränderungen und Brutzeln bei sauberer Fokusierung und Schwärzung des Materials (also nicht blankem Metall). Ich muß nur noch meinen 100W Diodenlaser in meine Mini-CNC integrieren, was leider nicht so einfach ist. Dann könnte ich fast jedes Material dauerhaft lasern.


    Mit dem momentan montierten 5W nur Beschichtungen, Eloxierungen, ...


    Gruß Play

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  • Das denke ich so nicht. Bei eingeschlagenen Zeichen wird das Materialgefüge auch in größeren Tiefen verändert. Ich sah mal einen Bericht, wo eine ausgefeilte Seriennummer durch Auftragen einer Säure recht einfach wieder sichtbar wurde.Bei Lasergravuren wird auch Material abgetragen und das Material verändert. Aber ich glaube nicht, dass das so tief reicht, wie eine mechanische Stempelung. Ebenso dürfte eine reine mechanische Gravur nicht so tief reichen. Dennoch wird es Wege geben, auch diese Beschriftung wieder hervor zu bringen, auch wenn - so vermute ich zumindest - das nicht so weit in die Tiefe des Materials reicht.

    Mir ging es nicht darum ob etwas wieder hervorgebracht werden kann, Sondern darum den unterschied zwischen Gravur und „Aufdruck“ zu zeigen.

  • Ich habe für meine 7,5J Lupi ein neues Alubleach gekauft, mit Repetierhebel auf der anderen Seite, das keinen F Aufdruck hatte aber baugleich zu dem gelaserten war. Jetzt ist es mit dem identischen völlig identisch.


    Sie hatte vorher und nachher 6J.


    Gruß Play

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  • Das Gewehr wird durch fehlen des Fs nicht illegal. Nur der Besitz kann dadurch illegal werden.

    Hast Recht. War etwas "blöde" ausgedrückt. Hab´s korrigiert.