• Kann es sein das die Firma Dürr in Metzingen bei Reutlingen, auf der Schwäbischen Alb war?

  • Wie kommst du auf diese Firma?


    Ich habe mal was gehört, dass es ein Büchsenmacher aus dem Raum Karlsruhe, Ettlingen,
    Baden-Baden war. Diese Erinnerung ist aber so diffus, dass ich es nicht gepostet habe.
    Auch ist mir irgendwie in Erinnerung, dass es Streit mit DIANA wegen Patentverletzungen
    gegeben haben soll. Klar ist, dass es keine reine Hinterhofwerkstatt Bastelei war. Im Innern sind
    Spritzgussteile, die man nicht mal so eben ohne Zulieferer herstellt. Den Diopter habe ich auch
    noch nicht bei einer anderen Marke gesehen. Die Schäfte wurden sicher von einer Schäfterei
    gefertigt. Vielleicht ist das ein Ansatzpunkt.
    Ich hatte auch schon online Adressbücher aus der Gegend und der Zeit durchforstet, bin aber
    zu keinem Ergebnis gekommen. Was man sagen kann, ist, dass der Name Dürr in der Gegend
    sehr oft present ist. Schlecht ist es, wenn Dürr keinen Laden oder Firma hatte. Als Privatperson
    ist er noch schwerer zu finden.
    Vielleicht haben wir User aus der Gegend, die da mehr wissen.

  • So.
    Metzingen war ne Fehlinformation.
    Dort gab es eine Büchsenmacher mit dem Namen "Dörr".
    Der hat aber keine Luftgewehre gebaut.

  • Dürr-Match-Luftgewehr MA 64
    cal. 4,5 mm
    Lauf -gezogen mit abnehmbarem Laufmantel
    Visierung -abnehmbarer Korntunnel, Mikrometer-Diopter
    System -erschütterungsfreies Kipplaufsystem mit Hebel-Laufverrieglung
    beim Abkippen des Laufes wird die Luft komprimiert und bei Schließen des Laufes weiter verdichtet.
    wurde 1966-67 (vielleicht auch später) bei Frankonia angeboten
    entweder mit Bild oder mit dem verkehrten Bild von einem FWB 150
    nach dem Warenzeichen CD im Dreieck - C. Dürr
    MA -warscheinlich Match + 64 -erstes Baujahr
    die Spannweise war für Sportschützen nicht das Beste und die Haltbarkeit leider auch nicht.


    Ich hatte in den 90'er Jahren mit dem Mann telefoniert und
    wir hatten uns auch einmal in Suhl getroffen als er Verwante besuchte.
    Es gibt ausser dem Schaft noch kleinere Varianten am System.
    Sowie ein zweites verbessertes Modell MA-64 S oder aber auch MA-65.
    Leider sind die Info's 2002 mit der Elbe in Richtung Hamburg abgeflossen.
    Denn Standort habe ich vergessen, es könnte aber Raum Karlsruhe sein.
    MSG Eberhard

  • Hallo ans Forum.


    Das LD MA 64 wurde 1964 von meinem Vater entwickelt und bei der Werkzeugbaufirma Leo Dürr in Großrinderfeld bei Tauberbischofsheim in Serie gebaut und bei Frankonia im benachbarten Würzburg vertrieben. Mein Vater hatte auch das Patent für das Prinzip des "doppelten Druckaufbaus" erworben, musste dies allerdings 1966 in einem Rechtsstreit an Leo Dürr abtreten. Wir zogen dann von dort fort. Meinen Vater ließ das aber nicht los und er entwickelte auch noch ein auf dem gleichen Prinzip basierendes Seitenhebelluftgewehr. Diese kam aber nicht in Serie. Bis zu seinem Tod im Jahre 2010 ließ ihn das Entwickeln und Erproben von Schusswaffen nicht los. Zuletzt befasste er sich mit dem Bau von Vorderladerwaffen.


    Die Fa. Leo Dürr gibt es immer noch, heißt jetzt aber Dürr Kunststofftechnik, baut aber keine Luftgewehre mehr.


    Gruß


    Loddel

  • Das nenn ich jetzt mal Information aus erster Hand!
    Vielen Dank dafür.
    Seh ich es richtig, dass dein Vater ein Angestellter bei der Firma war und Dürr nur der Produzent?
    Hast du eine Ahnung, wieviele Gewehre gebaut wurden. Hast du sonst noch Infos oder Pläne?
    Wir saugen hier alles auf. Hast du Fotos aus der Zeit?


    Grüße Klaus

  • Loddel Ich möchte mit Ihnen kommunizieren, aber mit nur einer Nachricht hier bedeuten die Regeln (!) Keine Nachrichten! Bitte, wach auf und nimm wieder am Gespräch teil. Dein Vater war sehr talentiert!