Faustregel Effizienz Bögen

  • Hallo, Compoundbögen sind ja effizienter als Recurves.

    Je schwerer der Pfeil ist desto höher die Effizienz des Systems.

    Kann man grob sagen, dass Recurvebögen/armbrüste durch schwerere pfeile überproportional stark profitieren?

    Sprich, Compoundbögen sind nur effizienter wenn es darum geht relativ leichte Pfeile zu beschleunigen, bei sehr schweren Pfeilen wird dieser Effizienzvorteil deutlich kleiner gegenüber Recurvebögen.

    Das heißt, wenn man bereit ist schwerere Bolzen zu nutzen, dann ist der einzige wirkliche Vorteil von Compounds die einfachere Spannbarkeit und die Möglichkeit weniger Druck auf der Sehne/Schloss zu haben aber der Effizienzvorteil verliert sich sehr stark.

    Als Nachteil käme dann hinzu dass höhere gewicht des compoundsystems und die höhere komplexität.

    Das heißt wenn ich kleine leichte pfeile will für langschüsse ist compoundsystem gut, wenn ich sowieso schwerere pfeile/bolzen schießen will kann das compoundsystem immer weniger gut seine effizienzvorteile ausspielen und Recurvesystem dominieren durch ihre einfachere und günstigere Konstruktion?

    Tests scheinen dies zu bestätigen, bei Recurvearmbrüsten war der Energiegewinn viel höher durch schwerere Pfeile als bei Compoundsystemen, da diese schon bei niedrigeren Pfeilgewichten effizienter arbeiteten, ein besonders krasses Beispiel ist das video von Tods Workshop, wo eine 1000lbs Metallarmbrust bis zu 3 mal soviel Joule erzeugt hat durch besonders schwere Pfeile

  • sind sie nicht? nichtmal bei geringeren pfeilgewichten?

    was ist dann der vorteil? die 90grad riser zu wurfarmbauweise um den raum besser auszunutzen?, das scorpion reverse system?

  • Effizienz bzw. Wirkungsgrad hat etwas mit der hinein gesteckten Energie zu tun und wieviel du zurück bekommst. Vergleiche zwischen Recurve und Coumpound gibt es hier im Forum genügend Threads+Erklärungen.

    Die Vorteile von Compounds hast du selber schon beschrieben, einfacher zu spannen, let off/weniger Last im Schloss, schmalere/parallele Bauweise dadurch weniger Prellschlag, im Schnitt höhere FPS bei gleicher lbs Zahl.

    Die „Energieausbeute“ mit einem schwereren Pfeil ist bis zu einem gewissen Maximum höher, das ist bei Recurve und Compound gleich. Ob es dazu Vergleiche zu den zwei Systemen gibt und ob ein solcher Vergleich Sinn macht kann ich nicht sagen. Die Auszugslänge spielt hier eine wichtige Rolle.

    Tests scheinen dies zu bestätigen, bei Recurvearmbrüsten war der Energiegewinn viel höher durch schwerere Pfeile als bei Compoundsystemen, da diese schon bei niedrigeren Pfeilgewichten effizienter arbeiteten, ein besonders krasses Beispiel ist das video von Tods Workshop, wo eine 1000lbs Metallarmbrust bis zu 3 mal soviel Joule erzeugt hat durch besonders schwere Pfeile

    Welche Tests, welche Vergleiche? Das ein schwerer Pfeil mehr Joule rausholt und dabei langsamer ist, ist nicht unbedingt ein Vorteil. Ein Jäger will einen Pfeil der viel Energie überträgt, aber nicht bis z.B. 150 fps runter. Ein Sportschütze will im 3D Parcours einen schnellen Pfeil, weil durch die flachere Flugbahn Schätzfehler bei der Entfernung weniger Auswirkungen haben. Ein leichter Pfeil wird aber vom Wind leichter abgelenkt. Das sind immer Abwägungen von Vor-und Nachteilen.

    Ich verstehe nicht so ganz wohin/worauf deine Fragestellung will/abzielt. Der Wirkungsgrad/Effizienz von Recurve und Compoundsystemen ist eine Sache, das ideale Pfeilgewicht eine andere. Was nützt es wenn der Wirkungsgrad bei einer Recurve AB mit einem 1000grn Pfeil am höchsten ist, wenn er dann 75 fps hat?

  • ne ich meine bei Recurvearmbrüsten mit relativ hohen zugkräften und realtiv kurzen powerstrokes sind bei sagen wir mal 25gramm projektilen die Energieausbeuten viel geringer wie bei einem Compoundbogen mit niedrigerem zuggewicht aber langem pwoerstroke.


    Nehmen wir an theoretisch beide systeme liefern bei einem 200 gram pfeil die gleichen joule, dann ist der compound bei 25gramm projektilen DEUTLICh effizienter, und je schwerer es wird desto weniger ist dieser effizienzvorteil sichtbar, das meinte ich

  • Hallo suessebomi,



    So wie Leerschuss es bereits geschrieben hat, hängt die Effizienz von mehreren Faktoren ab. Bei Compounds sind die Wurfarme in der Regel stärker. Die Kraft wird aber durch die Umlenkrollen und Hebel anders verteilt. Dazu kommt noch ein in der Regel längerer Auszugsweg bei AB´s.


    Die 1. Grafik (Rot) ist beim Test von einer TenPoint Stealth FX 4 entstanden (Compound AB). Hier kann man sehen, dass die Effizienz mit 525Grain Pfeilen bei ca. 76,6% liegt. Die 2. Grafik (Blau) zeigt die Effizient einer Excalibur Recurve. Hier ist die Effizienz bei ca. 82%.


    P.S.

    Die Tests sind von https://www.ezflipmags.com/View/ArcheryWorld/

    Hier der Test von der Excalibur: https://www.ezflipmags.com/Pub…ery_World/04_01_19/#p=101

    Hier der Test für die TenPoint: https://manualzz.com/doc/65450…015---arrowtrade-magazine



    Gruß,


    Walde

    Edited 2 times, last by WaldE: Ergänzung der Quallangaben ().

  • naja leerschuss, ich nehme eine hypothetische maximalleistung an die ein "bogen" hat, näherungsweise bei 200gramm pfeilgewicht.

    So, meine Vermutung war nun, dass compoundbögen bei relativ kleinen pfeilgewichten effizienter sind als recurves, weil die recurves zu viel druck an anfang haben und das der kleine pfeil nicht so aufnehmen kann und bei compound ist das effizienter, je schwerer der pfeil wird desto weniger relevant wird dieser effekt des geringen pfeilgewichts und die recurves holen stark auf.

    sprich bei geringem pfeilgewicht compound statt recurve

    bei schwererem pfeilgewicht recurve=compound, und da recurve günstiger und einfacher im design ist, sollte das vorzuziehen sein, bei geringem pfeilgewicht funktinieren recurves eben relativ ineffizient weil der leichte pfeil zu beginn der beschleunigung nicht den vollen druck aufnehmen kann, im gegenzu zum compoound der zunächst langsamer beschleunigt und der pfeil dies aufnehmen kann, bei schweren pfeilen wird das immer unwichtiger


    die 2 von dir geposteten armbrüste, ich bin mir ziemlich sicher wenn wir 20gramm pfeile nehmen, sollte de compound überlegen sein, dannach holt der recurve stark auf

  • Ok, verstehe was du meinst. Für einen Vergleich müssten dann beide ABs so ähnlich wie möglich sein, gleicher Powerstroke, gleiche Zugkraft, einmal 25g Pfeil einmal 200 g Pfeil. Dann könnte man aus den Ergebnissen vielleicht etwas rauslesen. Aber was bringt dir die Erkenntnis? Im 400fps aufwärts Bereich bist du bis auf 2-3 Excaliburs komplett auf Compoundgebiet.

  • Zufällig hatte ich heute beim „stöbern“ folgende AB bei Bignami gesehen:


    https://www.bignami.it/de/comp…xe-armbrust-405-black-kit


    AXE ARMBRUST 405 CAMO KIT


    Dort steht in der Beschreibung neben einigen anderen „in den Himmel“ gelobten Eigenschaften:

    • Perfekt ausbalancierte Armbrust im Griff-Abzugbereich
    • Abzuzg (tariert auf 3,7 Pfund)
    • Der sicherste Abzug auf dem Markt (mit automatischem Reset um jeden Schuss sichern zu können)
    • Spezifische Bolzenauflage
    • etc.

    Dann auch folgendes, was ich in Bezug auf diesen Thread hier passend / interessant fand:

    • 85% Cameffizienz (die Beste am Markt)


    WIE KANN UND VOR ALLEM, WIE WILL MAN SO ETWAS KONKRET BERECHNEN BZW. ÜBERHAUPT EIN TEST- ERGEBNIS BEKOMMEN ???


    Als Laie sehe ich da ohne das notwendige Equipment sowieso nicht einmal den Hauch einer Chance …

    ohnehin erscheint mir das schlussendlich eher Marketing und Werbung als auch nur annähernd „wahre“ Realität zu sein ;-)

  • Mmh, 2000€ mittlerweile, bin mir nicht sicher ob ein Produkt aus dem Feradyne Konglomerat das wert ist. Haben die etwas in Richtung Zugkraft zu FPS gerechnet? Würde ohne den Powerstroke nicht viel Sinn machen oder?

  • Ja, dass kann nur theoretisch, weit entfernt von jeglicher Range, am Schreibtisch ausgerechnet worden sein !


    Ansonsten hört sich alles dermassen „super duper“ an, so dass eigentlich JEDER nur noch disse AB kaufen müsste ;-)