Posts by Leerschuss

    Ich würde mich an die Herstellervorgaben halten, also 20“ in 11/32“ bzw. 8,8 mm für die Torpedo. Bei der MK sind es, meine ich, 16“ 2016?, da sollte man prüfen ob mit 2219 bzw 11/32“ die Nocke noch richtig auf der Sehne sitzt.
    Ja eine Spannhilfe in der Art. Warum die nicht für Excalibur geeignet sein soll weiß ich nicht, vermutlich ist die Zugkraft dort zu hoch, ggf. eine etwas stabilere/stärkere Spannhilfe?

    Die Leistung ist im Mittelfeld, das ist nicht der Grund. Die Bauart ist etwas altbacken, moderne ABs haben die Wurfarme stärker angewinkelt und damit weniger Prellschlag, dafür ist der Sehenwinkel spitzer, was höhere Anforderungen an die Serving- und Schlossqualität stellt. Die Qualität kann ich nicht beurteilen, EK Archery ist im unteren Preissegment angesiedelt, da muss man Abstriche machen, so war es zumindest bei den EK ABs die ich habe.

    Als Pfeile sind Black Eagle Executioner gut oder etwas günstiger Skylon 3K. Als Spannhilfe dürfte eine einfache reichen, wenn man sie passend kürzt.

    1. EK Archery Torpedo

    EK Torpedo Schwarz 185 Lbs 355 FPS Set
    EK Torpedo mit 185 lbs / 355 fps. mit Pfeilköcher, 4x32 Zielfernrohr, Spannhilfe und drei Carbonpfeile.
    www.arrowforge.de

    Ursprünglich teilweise unter 300€, wenn ich mich richtig erinnere?:/Frontgriff ist nachgerüstet, EK behauptet 144 Joule, wenn das eine Bedeutung hat.


    2.


    Ich meine die Torpedo war für eine Fernost-AB nicht so schlecht, nicht mehr zeitgemäß und keine Konkurrenz zu einer Chester aber nicht schlecht. Zur MK kann ich nichts Genaues sagen, dürfte aus der Zeit stammen als MK noch nicht auf der Höhe der Zeit war bzw. in der Nähe davon. Energie müsste in der Gegend von 60 Joule sein. Technisch sind das Jagd-ABs, wobei die dafür kaum einer genutzt haben dürfte, soll heißen Freizeit-AB aus dem unteren Segment.

    Ja, ist leider bei einigen Excalibur so, dass die 2“ Blazervanes zu hoch sind, wurde hier irgendwo schon mal erwähnt, wenn ich mich richtig erinnere. Da hilft nur messen und testen ob es einen negativen Einfluss hat. Andere Pfeile/Vanes sind eine Option, bevor du die Vanes wechselst kann ein Versuch mit gekürzten Blazervanes nicht Schaden solange der Hintergrund sicher ist.:/

    Die R18 ist speziell, ich würde nicht sagen schlecht aber für die Kompaktheit und Bauform muss man Kompromisse eingehen.
    Die Verarbeitung und Qualität ist gut und hochwertig. Eine Picatinnyschiene aus Metall und ein verstellbarer Schaft dazu wären noch besser.
    Nachteil der Bauform ist höherer Verschleiß an Sehne und Kabeln, Ravin gibt Wechselintervalle von 200 Pfeilen oder 2 Jahren an, die Längung der Sehne und Kabel sollte regelmäßig geprüft werden.
    Die R18 kommt mit einem 3-Punkt RedDot, ein Wechsel auf Zielfernrohre ist wegen zu geringen Augenabstand nicht einfach. Ein weiterer Nachteil ist die unangenehm hohe Lautstärke. Obwohl sie sehr kompakt ist liegt sie mir gut im Anschlag, ohne Schaft als „Pistolenarmbrust“ ist nicht empfehlenswert. Treffsicherheit, wie auch mit anderen Ravins ist gut, trotzdem überzeugen mich railless ABs nicht zu 100 %. Dass die Kurbel nicht geräuschlos ist, wie bei den X-Modellen von Ravin stört mich nicht.
    An meiner habe ich ein paar Sachen geändert, zu meinen „guten“ Armbrüsten gehört sie trotzdem nicht, eher ein Exot.

    Bei ABs im oberen Preisbereich stellt sich die Frage, ob es das wert ist. Klar ist eine Tenpoint oder Ravin auf Grund der Verarbeitung, Technik, Qualität, Leistung etc. mehr Geld wert aber ist eine TRX26 fast das 10fache einer XB65 wert? Das kann jeder nur für sich selbst rausfinden.

    Nun hätte ich gerne noch Tipps für aktuelle Modelle, da es die Rhino ja nicht mehr gibt.

    Konkrete aktuelle, neue Modelle kenne ich nicht. Die Anforderungen an eine Compound AB um sie gut von Hand spannen zu können sind mehr oder weniger entgegen gesetzt zur aktuellen Entwicklung.

    Du könntest nach einem älteren Modell suchen, das noch neu verkauft wird.
    Die AB sollte einen möglichst stumpfen Sehnenwinkel haben, d.h. einen kurzen Powerstroke und keinen oder wenigstens einen sehr flachen Riserwinkel also die Wurfarme möglichst gerade (so wenig wie möglich Richtung parallel). Dazu nicht zu viel Zugkraft (</=175 lbs, besser 150 lbs oder weniger) und einen hohen LetOff.
    Diese Eigenschaften machen die AB verhältnismäßig robust, Nachteil ist sie wird weniger Leistung haben und mehr prellen.


    p.s. Nach dem Grund fragt hier keiner weil er dich ärgern will, sondern weil es aus Sicht eines AB-Schützen ein sehr merkwürdiger Schwerpunkt ist. Stell dir einen Autoverkäufer vor der vom Kunden nur nach einem möglichst großen Wischwassertank gefragt wird, alles andere am Auto ist ihm egal.

    Für mich sind die Schützen die im vorderen Bereich bei den bekannten Ligen mitkämpfen auf jeden Fall Profis, unabhängig davon ob sie den Sport Vollzeit betreiben. Von vierstelligen Preisgelder bei den ASA Turnieren kann man vermutlich nicht leben aber es dürfte mehr sein als mancher Vollzeitprofi fürs Treppchen bekommt.

    World Crossbow Shooting Association Inc  
    https://archerysa.org.au/series/world-c…-championships/ https://www.iau-crossbow.org

    Premier 3-D Pro/Am Archery - ASA Archery
    Archery Shooter's Assocation - The world's premier outdoor 3-D archery federation and tournaments
    asaarchery.com

    Die allermeisten Olympioniken sind in der Tat Amateure und haben einen Hauptberuf.

    Richtig, aber darauf abzustellen das Profis nur die Leute sind, die etwas Vollzeit betreiben, finde ich falsch oder kennst du einen Profi-Läufer der schneller als der „Amateur“ Usain Bolt ist? Wobei die Regel das Olympioniken Amateure sein müssen aufgehoben wurde, von daher passt Claudia Pechstein als Polizistin besser.