Zweibein am Preller….Fluch oder Segen

  • Zweibein am Preller…. Fluch oder Segen


    Ich bin und war überrascht, welche Resonanz aufkam, als ich mich geoutet habe, an meiner HW35 ein Zweibein zu haben, besonders über User, die keinerlei Erfahrungen mit Prellern haben.


    Wahrscheinlich werden auch hier einige, wenn man sich die Frage Stellt: Zweibein, Fluch oder Segen, dass erstere wählen, womit ich persönlich kein Problem habe.


    Dennoch möchte ich hierzu etwas schreiben und über meine persönlichen Erfahrungen berichten.


    Vorweg, ich habe den Vergleich natürlich gemacht, aufgelegt auf eine Schiessauflage, gefüllt mit Reis, was besten die letzten Monate funktioniert hat und auch heute noch funktioniert und mit aufgestelltem Zweibein, ich konnte vom Schussergebnis keinen Unterschied Feststellen. Die Vorteile des Zweibeins liegen Punkt 1 beim kurzfristigen Ablegen, Punkt 2 bei der Zielerfassung, die sehr ruhig und ausgewogen ist und Punkt 3 im Schussergebnis, dass der Reissackauflage in nichts nachsteht.


    Das ein Zweibein nur für Pressluft oder CO2 Gewehre lohnend ist und bei einem Prellern schlechte Auswirkungen auf das Schussbild ergeben, dass kann ich nach einigen (vielen) Schusstest nicht bestätigen.


    Gehe ich von Punkt 2 aus, muss ich vorab den Werdegang >Laden, Zielen, Schiessen< ansprechen. Bei einem Pressluft LG mit Repetiervorrichtung, sind diese 3 Vorgänge L-Z-S ohne Veränderung der Position (Schütze/Gewehr) möglich, bei einem Preller mit Knicklauf ist das nicht möglich, da ist es so, als würdest du bei jedem neuen Schuss, wie beim Monopoli, Zurück auf Start gehen. Somit sind einige Dinge zu beachten, für gleichbleibende Gegebenheiten, nicht so einfach.


    Das Zweibein erleichtert mir das Positionieren, in fast gleichbleibender Stellung, in der absolut wackel-freien Anvisierung und in der Schussabgabe.
    Dafür habe ich an meinem Schiesstisch eine tiefere Auflage gemacht, auf der eine geführte, aber lose dünne Platte liegt, die sich gleitend vor und zurück bewegen kann, wie ein Schlitten, der den leichten HW35 Prellschlag souverän ableitet und das LG frei arbeiten lässt.


    Ich bin von dem Zweibein völlig überzeugt und sehe da für einen Preller keine Nachteile nur Vorteile.
    Nicht jeder kommt mit den Gegebenheiten klar, die für einen Anderen perfekt sind, nur sollte man wissen, worüber man spricht und nicht einfach dagegen Stellung nehmen und witzeln.


    Vergleichsbild:
    Bild mit der 1 Geschossen 10 Schuss – 9,3m – auf einer Reissackauflage
    Bild mit der 2 Geschossen 10 Schuss – 9,3m – mit Zweibein
    Schiesstisch mit Ablage für das Zweibein – mit Prellschlag- Auffangplatte


    So, ich bin da einer Aufforderung gefolgt und lass das jetzt einmal hier so stehen :thumbup:


    Matze ;)

  • Hab auch schon Zwebieine an Prellern montiert.
    Prinzipiell kein Problem.
    Allerdings sollte man die möglichst unterm Schaft und nicht am Lauf befestigen, so meine Erfahrungen.

  • besonders über User, die keinerlei Erfahrungen mit Prellern haben.

    Hi,
    hier muss ich mal kurz einhaken. Scheinbar hast du die Ironie der Beiträge nicht verstanden. Waldeule scheinbar auch nicht. ;-)
    Spa68 (kein Preller Schütze) kennt mich persönlich und weiß das ich seit Jahren Preller schieße.
    Seine Frage war ironisch gemeint. Meine Antwort darauf natürlich auch.
    Die "Liker" Ladehemmung und Unfallchirug kennen mich auch und sind selbst Prellerschützen.


    Gruß
    Gerold


    PS: Und wenn du zufrieden bist mit deinen Streukreisen mit Zweibein, dann ist ja gut.
    Mir wäre es auf 9m zu schlecht.


    PPS: (Für Unbeteiligte) Die Empfehlung ohne Zweibein zu testen wurde im "Streukreise-Thema" angesprochen.

  • Worauf es beim Preller ankommt, ist die Wiederholgenauigkeit des Anschlags. Da spielt es meiner Meinung nach keine Rolle, ob Zweibein oder Reissack, solange man immer gleich in den Anschlag geht. Ändert man aber irgendwas, zieht z.B. die Beine des Zweibeins länger aus, verlagert sich sofort der POI. Das ist aber auch beim Reissack der Fall, wenn Du nur ein paar cm weiter vorne oder hinten auflegst.

  • Das liegt aber m.M. nach eher daran dass das Gewehr beim Prellschlag über die Auflage (Zweibein) kippen und sich dadurch die Treffpunktlage in der Höhe verändern kann.
    Ich habe beim Schießen mit Zweibein immer die linke Hand am Zweibein um eine "feste" Verbindung zwischen rechter Schulter, Wangenauflage und Drehpunkt (Zweibein) des Gewehrs herzustellen.
    Mag vielleicht auch nur "Einbildung" sein, wichtig ist das Ergebnis.

  • Das Fortmeier Zweibein hat ja einen stolzen Preis, mit welchen Waffe möchtest du denn schiessen, auch ein Preller?
    Wenn ich mit dem montierten Zweibein schiessen, halte ich das Luftgewehr mit der linken Hand am Schaftende leicht fest und das Zweibein liegt auf einer glatten, lösen Auflage auf dem Schiesstisch, so kann das Gewehr vor und zurückschnellen (Prellschag) bei der Schussabgabe. Hochspringen, oder einseitig Hochspringen kann das Gewehr nicht, auch eine Höhenverstellung des Zweibeins ändert nicht die Schussergebnisse bei gleicher Handhabung.
    Mir persönlich wäre der Preis zu hoch, wenn es für ein Luftgewehr wäre, da bietet Waffen Schlottmann ein günstigeres Zweibein an, dass aber auch schon seinen Preis hat und auch für scharfe Gewehre ausgelegt ist, so seine Aussage.
    Hier
    Für mich ist diese Art zu schiessen eine Erweiterung um Spaß zu haben, flexibel zu sein, bei verschiedenen Höhenauflagen (Tischen) und eine konstante Gewehrhaltung zu erhalten.
    Aber alles reine Ansichtssache, der Eine mag es, der Andere nicht :thumbup:
    .
    Matze

    Norconia P1 / B88 / Qb78D - Weihrauch HW35 / HW40 - Diana Stormrider - Diana Airbug - Diana Chaser Pistole / Rifle - Mercury AirTact - IWI Jericho B - Sig Sauer P320 - Reck Perfecta FBI 8000
    In diesem Sinne: immer ein Schuss ins Schwarze


    Matze ;)