Abzug der AirMagnun / Dominator / Rotex / xxx-Thor verbessern

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    • Abzug der AirMagnun / Dominator / Rotex / xxx-Thor verbessern

      Die größte Schwäche der AirMagnun und Ihrer vielen Derivate ist der echt
      unterirdische Abzug. Es gibt in vielen Foren Vorschläge zur Verbesserung
      aber die eigentliche Ursache - die untaugliche Materialwahl - wurde bisher
      noch nicht verändert. Das wollte ich dann mal versuchen um zu sehen was
      mit dem Abzug trotz seiner sehr einfachen Konstruktion möglich ist.
      Das Zink muss weg. Ich habe also aus einem HSS-Drehmeißel neue Klinken
      geschliffen und an der Abzugsklinke und dem Schlagstück montiert.
      Am Schlagstück hat Umarex ja bereits vor einigen Jahren einen Winkel zur
      Reduzierung des Abzugswiderstands angebracht. Wenn die Klinke gerade ist
      spannt man mit dem Abzug die Klinke was den Widerstand drastisch erhöht.
      Umarex hat den Winkel mit 25° sehr vorsichtig gewählt damit der Abzug
      sicher hält. Aufgrund der Geometrie habe ich einen optimalen Winkel von
      35° ermittelt bei dem die Bewegung des Schlagstücks genau null ist.
      Die beiden Teile sind poliert und weil danach die Kante auch etwas rund
      ist nochmal kurz über den Freiwinkel geschliffen.





      Als nächstes habe ich die Schraube auf die das Abzugs-Züngel drückt durch
      ein Kugellager ersetzt um die Bewegung durch die entgegengesetzten
      Radien abzufangen.
      Eine Schraube zur Einstellung der Klinkenüberschneidung und eine Schraube
      für den Triggerstop machen die Sache rund. Und so sieht das bis dahin aus:








      Im Abzugszüngel habe ich noch eine Madenschraube versenkt die den Stift
      klemmt (nicht sichtbar) damit das Gewackel des Züngels aufhört. Ist nicht
      ganz weg aber sehr deutlich gemildert.
      Schließlich habe ich noch die Schlagfeder durch eine viel schwächere ersetzt.
      Damit die 7,5 Joule wieder erreicht werden ist das große Ventil verbaut was
      wegen des Luftvolumens notwendig war, der Reglerdruck ist nämlich auf ca.
      38 Bar reduziert. Auch die Schließfeder des Ventils ist gegen eine leichtere
      ausgetauscht.







      Das Ergebnis ist recht überzeugend. Der Vorzugsweg ist mit knapp 100g gut
      spürbar und trotzdem angenehm leicht (die Feder ist ja auch getauscht),
      am Druckpunkt bleibt der Abzug stehen und man erhöht nur noch den Druck.
      Bei 220g bricht der Schuß ohne daß der Abzug noch einen spürbaren Weg
      gemacht hat. Keinerlei Kratzen oder Kriechen mehr. Durch der Triggerstop
      bleibt er auch stehen.
      Es ist natürlich immer noch kein Match-Abzug aber die Verbesserung ist im
      direkten Vergleich mit dem Original dramatisch und braucht keinen Vergleich
      mit anderen guten Konstruktionen zu scheuen.
      Weise einen intelligenten Menschen auf einen Fehler hin und er wird sich bedanken.
      Zeige einem dummen Menschen einen Fehler und er wird dich beleidigen.

      The post was edited 1 time, last by NC9210 ().

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      Hallo NC9210:

      Danke für die Vorstellung deiner Modifikation. Es gibt ja viele Besitzer hier (mich eingeschlossen), und die eine oder andere Verbesserung werde ich bestimmt auch umsetzen.

      Gruß Play.
      Feinwerkbau: (FWB600, FWB601,FWB602, FWB300S, FWB65), Anschütz SA 2001, Walther: (LGM2, LG90, LGR, P88), 850 Air Magnum, Weihrauch: (HW77, HW40, HW 75), Zoraki: (914, 918, R1), Colt (1911, M45 CQBP, Single Action Army), Umarex: (HPP, SA 177), Smith & Wesson: (586, Chiefs Spezial), GSG: (M11, CP1-M, CR600W, PR900W, P08), Crosman: (2240, 1377), Norconia: (P1, QB78d), Hatsan: (Hercules, Carnivores), Diana: (D75), Excalibur (Exomax, Matrix Mega 405, Bulldog 400).
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      NC9210 wrote:

      Damit die 7,5 Joule wieder erreicht werden ist das große Ventil verbaut was
      wegen des Luftvolumens notwendig war, der Reglerdruck ist nämlich auf ca.
      38 Bar reduziert. Auch die Schließfeder des Ventils ist gegen eine leichtere
      ausgetausgetauscht
      Meintest du das hier...?
      luftgewehr-kaniss.de/Walther-D…8-Joule-Ventil-Tuning-Kit
      Wenn ja, wie hast du das Problem mit dem Manometer gelöst...? Das Manometer und der Quickfillanschluss sind ja dann weiter nach vorn versetzt und würden nicht mehr in den Schaft passen.
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      Das große Ventil ist für die Dominator. In der Rotex ist das
      ein wenig anders gelöst. Das Prinzip kann man das auch
      umsetzen.
      Der wesentliche Punkt ist mit einer schwächeren Schlagfeder
      zu arbeiten, das reduziert nämlich das Abzugsgewicht in fast
      linearem Verhältnis. Das geht natürlich nur wenn das Ventil
      leichter öffnet - und das hängt in erster Linie vom Druck ab.
      Je geringer der Druck ist desto mehr Volumen braucht es für
      die gleiche Leistung.
      Bei der Rotex gibt es kein großes Ventil. Man muss das ein
      wenig anders einstellen. Die 7,5 Joule erreicht man auch mit
      dem kleineren Ventil. Dann löst der Abzug halt bei 250g. Es
      ist nicht der große Durchbruch. Ich hab halt mal probiert was
      geht wenn man alles umsetzt. Manches spielt nur eine sehr
      kleine Rolle (das Kugellager z.B.).
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      So weit bin ich schon mitgekommen. Das mit dem Kugellager finde ich auch eine gute Idee. Bei meinem Aktuellen "Setup" (Normale Rotex mit 7,5 Joule) kann ich leider keine leichtere Feder einbauen, denn dann Treff ich auf 30 Meter nix mehr. ^^
      Die Rotex ist mir vom Aufbau her immer noch ein Mysterium. ;)
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      Nur die Feder zu reduzieren führt zu reduzierter Leistung.
      Man muss das System schon komplett neu abstimmen.
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