Schießbrille für Dynamische Schießdisziplin Gewehr

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    • Schießbrille für Dynamische Schießdisziplin Gewehr

      Hallo Forenkollegen,

      ich würde mich als ergebnisorintierter Edelplinker mit Fieldtarget Erfahrung bezeichnen.
      Als Brillenträger habe ich das Problem das ich beim schießen mit Zielfernrohr durch die obere linke Ecke meiner Brille schaue.
      Das ist bei einer niedrigen Zielfernrohrmontage äußerst unkomfortabel und lässt ein schnelles erfassen des Ziels kaum zu.
      Entweder habe ich den Brillenrand im Weg oder Schwierigkeiten einen sauberen geraden Blick durch die Optik zu bekommen.
      Jetzt habe ich eine spezielle Schießbrille für Flintenschützen und Jäger im Net gefunden.
      Dynamik Schießbrille von Müller-manching!
      Diese Brille hat einen schmalen Mittelsteg und wesentlich größere Gläser als eine Normale.
      Die Brille wird speziell vor Ort in Manching auf einer Schießbahn ähnlichen Anlage angepasst und gefertigt.
      Hat jemand Erfahrung mit solch einer oder vergleichbaren Brille?
      Wie macht Ihr das?

      Freu mich schon auf Eure Antworten

      Stefan
    • Speziell zu dieser Schießbrille kann ich nichts beitragen, aber ich benutze eine Schießbrille für das Schießen mit LG und Diopter. Auch dort ist das Problem das Selbe, mit normalen Brillen schaut man durch den Brillenrand und zudem reichlich schräg. Insbesondere Träger von Gleitsichtbrillen haben ein zusätzliches Problem, dass sie durch den oberen Fernsichtteil schauen. Man braucht aber den Nahsichtteil. Eine anschauliche Info gibt es hier:
      mueller-manching.de/warum.htm
    • Danke Floppyk,

      genau den Optiker habe ich auch gefunden.
      Die Schwierigkeiten sind mit meiner Gleitsichtbrille auch erst richtig aufgetreten.
      Eine normale Schießbrille mit dem Einzelglas kommt für mich nicht in Frage, da würde ich ständig Wechseln müssen.
      Ich denke das eine speziell angepasste Schießbrille mit der ich aber noch normal sehen kann erheblich komfortabler ist.
      Gibt es einen ähnlich spezialisierten Optiker im Köln Bonner Raum oder muss ich die 400 Kilometer zum Müller fahren?
    • SPA68 wrote:

      da würde ich ständig Wechseln müssen.

      Eine Schießbrille - z.B. die von Knobloch - hat nur ein Glas. Man könnte sich den runden Glashalter noch einmal zusätzlich bestellen und dort ein Gleitsicht- oder Fernsichtglas einbauen lassen. Dann schießt der Rechtsschütze mit dem rechten Auge und blickt für andere Tätigkeiten durch das linke Auge - respektive umgekehrt.
      Ich habe mal bei Fielmann für ein rundes Glas keine 20 € bezahlt. Das Glas mitsamt der Einpassung ist nicht der Kostenfaktor. Eine Schießbrille von Knobloch mit dem Standardzubehör und dem stabilen Koffer kostet knapp 200 €.
      Noch ein Tipp: Man kann selbst eigentlich gar nicht sehen oder feststellen, wie man durch das Glas im Anschlag der Waffe schaut und kann es folglich auch nicht einstellen. Da hilft ein Partner, der mit einer Digikam ein Foto im Anschlag des Schützen aus der Seitenperspektive schießt. Dann sieht man es gut.

      Nachtrag: Die Glasstärke muss angepasst werden. Nach Absprache nehme die Waffe und eine Scheibe zum Optiker mit. Die kennen das Problem und für die ist sowas nichts Ungewöhnliches.
    • Die Müller Dynamik ist so ziemlich die ultimative Schiessbrille fürs dynamische Schiessen.
      Titanrahmen mit Wechselgläsern, die jeweils in einen einzelnen Rahmen gefasst sind, höhenverstellbarer Nasensteg, jede Menge Zubehör erhältlich. Das Ding ist echt durchdacht. Allerdings ist auch der Preis Premium.
      Bei 300€ für Gestell und 90€ für die einfachste Ausführung von Gläsern in Sehstärke kommt gut was zusammen. Allerdings wirst du wohl nicht enttäuscht, wenn du bereit bist, das Geld zu investieren.
      Mir persönlich war das etwas zu viel. Ich hab mich fürs Flintenschiessen für eine"High Scorers" entschieden. Ist ein ähnliches Prinzip, aber etwas älter und einfacher. Die Gläser werden ohne Rahmen direkt im Gestell eingehakt. Ansonsten auch höhenverstellbarer Steg, Sportbügel, und große Gläser bis über die Augenbrauen, was wichtig für ein optimales Sehfeld ist. Lag knapp unter 300 gesamt. Wenn die für Dich interessant ist, google mal nach Optik Schwarting. Die vertreiben die und fertigen auch Gläser nach deinen Maßen quasi auf telefonische Bestellung. Der Chef ist selbst aktiver Flintenschütze und kann dich gut beraten. Müller kannst du wohl auch per Bestellung machen und bei deinem Optiker messen lassen.
      Alternative hatte ich über eine rahmenlose Brille nachgedacht. Mein Optiker hätte mir die Gläser nach Wunsch geschliffen. Die High Scorers wsr aber ähnlich im Preis und daher meine Wahl.

      Gruß,
      Esti
    • Morgen Esti,

      auch Dir Danke ich für deine Antwort.
      Nach gestriger Recherche habe ich noch einen Optiker in Köln gefunden.
      Die Fa. Schöggl ist auch in dem Bereich erfahren.
      Sie scheint auch ein anderes Modell als die Dynamik im Programm zu haben.
      Letztendlich geht es mir um eine Brille die halt in dem Anfangs genannten Bereich größer ist sodas ich dort keinen störenden Rand sehe und noch eine optimal Sehschärfe habe.
      Desweiteren möchte ich mit der Brille auch noch meine Tabelle lesen und die Diabolos gut erkennen können.
      Wenn ich dann noch über den Parcour finde ist alles perfekt.

      Gruß Stefan
    • @SPA68

      Ist denn bei deiner Art zu schiessen (sitzend, stehend, liegend wie auch immer ...) gewährleistet daß du immer die gleiche Kopfhaltung hast ?
      Falls nicht nutzt dir doch die beste Schießbrille nichts da die Linse ja nur in einem bestimmten Bereich die zur Korrektur erforderlichen optischen Werte aufweist, oder ?

      Wäre es nicht sinnvoller ein Korrekturglas fest am Okular des ZF`s anzubringen ?
    • Ich benutze beim FT-Schiessen Kontaktlinsen.
      Das ist besser als jede Brille.

      Außerdem habe ich noch eine hohe Montage. Auch das ist bequemer für die Kopfhaltung.

      Gruß Udo
      „Dummheit zu erlauben bedeutet, sie zu fördern“
      Dan Brown


      Field Target im 1. DFTC 2000 e.V
    • @derschlaueded:

      Es ist ja bei Brillen nicht so, dass ausserhalb des optuschen Zentrums ordentliches Sehen unmöglich ist. In äussersten Randbereichen kann es zu Verzerrungen kommen, aber eine dynamische Schiessbrille hat ihr optisches Zentrum auch etwas anders als normale Brillen.
      Und beim dynamischen Schuss entscheidet ja normal auch nicht, ob 10,3 oder 10,9 geschossen wurde.
      Wichtig sind grosse Gläser um das Sichtfeld frei vom Brillenrahmen zu haben und als Schutz.
      Ggf. noch Farbfilter für mehr Kontrast.

      @Udo

      Kontaklinsen sind halt so eine Sache. Nicht jeder kommt damit klar und man muss halt aufpassen, dass die Augen nicht trocken werden, weil man ja beim Schiessen nur sehr wenig blinzelt. Und die Linsen schwimmen ja auf dem Auge und rutschen da auch etwas hin und her. Ansonsten hast du schon Recht. Aufrechter Kopf ist beim FT schon hilfreich.
      Und Schutz und Farbfilter brauchts auch nicht.
      Nur für FT würde ich keine Extrabrille holen, höchsten halt rahmenlos mit großen Gläsern.

      Gruß,
      Esti
    • Hallo,

      das ist ein interessantes Thema für alle Brillenträger.

      Auch ich bin seit vielen Jahren auf eine Sehhilfe angewiesen.

      Bevor ich in Details gehe, möchte ich von Euch wissen, womit ihr besser sehen könnt.


      Benutzt ihr Fernsichtgläser oder Nahsichtgläser?

      Kontaktlinsen sind stets „Fernsichtgläser“.

      Einer hier im Post meint, dass er Nachsichtgläser benutzt.

      Gleitsichtbrillen gibt es in verschiedenen Ausführungen.
      Meines Erachtens sind solche G. schlecht zu benutzen, weil der Bereich, den man
      benötigt unscharf ist.

      Ich benutze ein Einstärkenfernsichtglas mit Entspiegelung.

      Allerdings muss ich dann ständig die Brille wechseln, weil ich nahsichtig bin und
      dann meine Nahbrille benötige, um die Diabolos zu sehen etc.

      Bei einer Schiessbrille von Knoblich kann man das Glas um
      die Hochachse drehen. Das ist bei statischen Disziplinen von Vorteil. Bei dynamischen
      Disziplinen ist es m.E. nur möglich das Glas senkrecht zu stellen.

      Mit freundlichen Grüßen
    • Hallo Viper,
      die Probleme kommen ja schleichend.
      Und ich habe erst durch den Post eines Forenkollegen hier meine Gleitsichtbrille im Verdacht.
      Da ich immer wieder mal länger Pausen im Schießgeschäft mache ist es mir nicht so bewusst aufgefallen. Aber ich habe subjektiv das Gefühl das ich mit meiner alten Fernbrille besser klar gekommen bin. Leider hat sich bei meiner seit Jahrzehnten vorhandenen Kurzsichtigkeit mittlerweile die altersbedingte Weitsichtigkeit dazugesellt. Da war die Gleitsichtbrille natürlich klasse.
      Aber zum schießen taugt sie wohl nicht.
      Jetzt möchte ich am liebsten alles mit einer Brille können, Zielen und Treffen, Diabolos auf Kelchbeschädigungen checken und natürlich auch noch normal über die Lanes kommen.
      Ich für meinen Teil warte jetzt erst einmal das eintreffen der hohen Zielfernrohrmontage ab.
      Dann werde ich einen Besuch bei dem Optiker in Köln machen um mich beraten zu lassen.
    • Hallo,

      hier kam der Vorschlag eine Optik im Diopter zu verwenden.

      Ich habe diverse Varianten ausprobiert. Ein Zylinderwert
      geht nicht, weil die Achse nicht fest zum Auge ist. Je nach Neigung des Kopfes
      verändert sich die Lage zum Diopter und damit der Achsenfehler.

      Eine verstellbare Optik mit rein sphärischen Werten ging bei mir. Ich kann die Lesebrille
      aufziehen und die Optik solange drehen, bis ich scharf sehe was ich scharf
      sehen will. (Korn oder Ziel).

      Ich bin noch am Experimentieren was besser ist Lesebrille
      und Diopteroptik oder Fernbrille. Auf jeden Fall ziehe ich die Gleitsichtbrille
      am Stand aus. Ich habe drei Brillen dabei.

      Gleitsichtbrillen haben Vorteile wie Nah- und Fernsehbereich
      aber auch Nachteile. Der Sehbereich ist ein auf dem Kopf stehendes Großes „T“. Die
      Senkrechte Vertikale hat den Fernbereich mit Maximum im oberen Bereich. Nach
      unten ist ein Übergangsbereich. Die Waagrechte hat den Lesebereich. Es gibt
      hier Varianten die je nach Preis dieses „T“ verformen. Aber außerhalb dieses „T“
      ist der Sichtbereich auf jeden Fall schlechter als im scharfen Bereich.

      Ich habe meinen Optiker über dieses Thema schon genervt. Es
      gibt kaum einen Optiker, der sich in diesem Bereich zielen und treffen auskennt.

      Eine Erhöhung der Achse Kimme oder Diopter oder Zielfernrohr
      bringt den Vorteil, dass ich den Kopf nicht so zu Seite neigen muss und damit
      muss ich nicht in der linken oberen Ecke der Brille durchsehen. (Rechtschütze
      gemeint). Das Ganze geht gut beim aufgelegten Schießen.

      Mit freundlichen Grüßen
    • Viper1497 wrote:

      Hallo,

      hier kam der Vorschlag eine Optik im Diopter zu verwenden.
      ....
      Ich habe meinen Optiker über dieses Thema schon genervt. Es
      gibt kaum einen Optiker, der sich in diesem Bereich zielen und treffen auskennt.

      Mit freundlichen Grüßen


      Eigentlich schiesst der Threadstarter hobbymäßig Field Target und daher mit ZF. Also keinen Diopter.
      Und es gibt auch Optiker mit Kompetenz im Schiesssport.
      Müller Manching ist da wohl der bekannteste. Die Müller Dynamik ist eine Eigenentwicklung von denen. Und für diese gibt es auch einen Nahsichtaufsatz, sowie diverses anderes Zubehör.

      Gruß,
      Esti