Posts by GaussCannon

    Den Pfeil aus meinem letzen Beitrag habe ich gerade ausprobiert, drei mal mit dem 130er-Bogen auf die Zielscheibe geschossen. Zweimal musste ich ihn wirklich aufwendig herausoperieren, da die Spitze leider als Widerhaken ausgeführt ist... musste den Teppich dafür jeweils zerschneiden.

    Beim dritten Mal habe ich recht knapp in die Ecke der Scheibe gezielt und der Pfeil ist irgendwo abgeprallt und lag dann 1-2 Meter davon entfernt mitten im Raum.


    Das kann ich mir nicht wirklich erklären, der Pfeil scheint aber garnicht auf die Matte gegangen zu sein, da ist kein passendes Eintrittsloch in der Pappe. Falls ich direkt die Wand getroffen habe ist das Ergebnis aber noch interessanter, denn der Pfeil sieht immernoch aus wie neu.



    Nachtrag: Ich habe nochmal die Flugbahn analysiert und bin zu dem Schluss gekommen, dass der Pfeil erst die Wäscheleine angeschnitten hat, durch die der Inhalt der Zielscheibe an Position gehalten wird, und anschließend in die hölzernde Rückwand gestoßen ist. Ob und wie danach die Wand bzw. Metalltür getroffen wurde, kann ich nicht sagen. Da der Einschlag im Holz so randlich war, und ich im Nachhinein doch noch leichte Kratzer mittig am Pfeilschaft gefunden habe, wird er sich vermutlich gedreht haben und mit dem Schaft noch angeschlagen sein. Auf jeden Fall bin ich erstmal mit der Stabilität zufrieden, werde aber vermutlich beim nächsten Mal gewöhnliche Spitzen verwenden, oder sie zumindest Schraubbar befestigen (hatte diese mit Sicherungsflüssigkeit fixiert).

    Mir ist es nicht so sehr wichtig, die Belastbarkeit mit den Originalpfeilen zu vergleichen, hauptsache sie halten der Belastung stand. Erstmal habe ich bei meinem neuen Pfeil die Geometrie so geändert, dass ich darauf hoffen kann, dass das bisherige Problem nicht mehr auftreten wird.


    Falls das nicht funktioniert, würde ich vielleicht noch ASA ausprobieren, was im Experiment von CNC-Kitchen mehr als 3x mehr Energie aus dem Hammer-Test absorbiert hat als PLA, und mehr als 2x so viel wie PETG. Nylon wäre natürlich noch besser, aber dafür habe ich nicht den richtigen Drucker.



    Also zum neuen Pfeil, es hat sich viel gerändert: Statt dem Wolfram habe ich eine 8cm lange #8-32-Gewindestange (6,3 g) direkt an dem Pfeilspitzen-Insert angeschraubt. Pfeil und Spitze wiegen dabei zusammen 7,6 g, das PLA ca. 20g, also insgesamt kommt man auf fast 34 g (Der Wolfram-Pfeil wog 37 g).

    Die Oberseite des Pfeils ist abgeflacht, so dass man sie stapeln kann, ohne dass eine seitlich wirkende Kraft entsteht, die gegen die Magazinwände drücken würde. Unten ist er recht genau der Schiene angepasst, die Dicke des Pfeils ist insgesamt 1 mm größer, auch die Vanes sind dicker.

    Die Vanes sind jetzt vorne so angeschrägt, dass sie hoffentlich besser in die Zielscheibe eintauchen können, ohne den Pfeil zu zerreissen.


    Da der Schwerpunkt leider fast mittig ist, werde ich vermutlich daran noch arbeiten müssen. Die fetten Vanes bringen vielleicht zu viel auf die Waage, ich könnte auch wieder ein paar Hohlräume einbauen, oder die Gewindestange auf den vorderen Teil konzentrieren. Ich gehe aber davon aus, dass er auch so fliegen können müsste.



    Auf dem ersten Bild sieht man, wie er verklebt wurde - ich habe dabei wieder nur Sekundenkleber verwendet, um es schnell zu machen. Die Spitze mit Gewindestange hatte ich senkrecht eingespannt und mit dem Heissluftfön erhitzt, dann die schon mit Kleber benetzten Hälften angedrückt. Da die Hälften im vorderen Bereich dadurch noch immer nicht zusammengekommen sind (muss ich beim nächsten Druck berücksichtigen), habe ich das PLA dort auch per Fön erhitzt und mit der Hand modelliert. Die Klammern habe ich erst angebracht, nachdem es schon ein wenig abgekühlt war, aber vermutlich wären die garnicht nötig solange ich nur mit Sekundenkleber klebe.

    Auf den folgenden Bildern sieht man den Pfeil leider kaum, weil er transparent ist...


    Auf dem 6. habe ich hervorgehoben, dass die Kralle anscheinend nicht mittig sitzt, zumindest in Relation zum Pfeil bzw. der Schiene, auf der rechten Seite ist immer ein größerer Spalt. Das kann auch daran liegen (wie ich später gesehen habe), dass die Schiene nicht ganz mittig am Schloss angeschraubt ist, aber ich denke das ist ein Designfehler und liegt nicht daran, dass ich es falsch wiederzusammengeschraubt hätte. Ich habe auch bei meiner unverbastelten Ersatz-Cobra nachgeschaut, und dort einen gekauften Pfeil eingelegt - dort ist es genauso.

    Könnte das irgendwelche Probleme verursachen, z.B. dass der Pfeil nicht richtig in die Lücke fällt und stattdessen oben auf der Kralle liegen bleibt?!



    Der Schusstest folgt vielleicht morgen...

    Ich habe noch meinen alten Bruchtest-Ordner gefunden. Die Haken auf dem Bild haben an den Bruchstellen einen Querschnitt von 5 x 5mm und sind liegend gedruckt bei 29 bis 30 kg gebrochen. Vermutlich hätte dasselbe Teil sehr viel mehr gehalten, wenn die Belastung durch die Hakenform nicht so asymmetrisch gewirkt hätte, ich vermute dann hätte es auch 100 kg gehalten?!


    Ein Pfeil mit 8mm Durchmesser hat eine doppelt so hohe Querschnittsfläche (durch meine an die Cobra-Rail angepasste, mittig breitere Form noch mehr)... an den Stellen, wo die Gewichte eingelegt sind, natürlich nicht.


    Oder GANZ konkret: Wenn man die Linien und Layer im Slicer zählt, komme ich an der Schwachstelle des Hakens auf 8x16 = 128 Linien und an der Schwachstelle des Pfeils (bei dem Hohlraum für das Gewicht) auf 7* 10 + 4* 6 + 8 + 7 + 5 = 114 Linien. Der Pfeil dürfte nach meiner Schätzung also auch dort noch ziemlich stabil sein.



    Wegen der Schlagresistenz habe ich Youtube noch ein bisschen überflogen, z.B. testet ein Thomas Sanladerer viel in der Hinsicht. Besonders stabil soll Nylon sein, was als einziges Filament vom schwingenden Hammer getroffen nicht kaputt geht. Allerdings bin ich mir auch nicht sicher, ob es sinnvoll ist, ein eher weiches Material mit Metall zu verkleben, weil sich die Verbindung dann Lösen könnte... vermutlich sollte zumindest der Kleber auch relativ elastisch gewählt werden. Am Ende gehe ich aber davon aus, dass alleine eine Anpassung der Vanes das Problem schon beseitigen könnte und nicht unbedingt das beste Material nötig sein wird.

    Der Test mit dem abbrechen hat zumindest gezeigt das (auch bei anderer Form) die gedruckten Pfeile nicht total schlecht sind. Bei selber Form (Rohr) vermute ich Carbon vorne. Zugfestigkeit könnte man testen aber ohne gleiche Form des Testkörpers ist das auch nicht 100% aussagekräftig. Ist es möglich einen kurzes Rohr mit Pfeildurchmesser aufrecht zu drucken?

    Aufrecht drucken würde zwar gehen, aber das macht meiner Meinung nach wenig Sinn, da die Zugfestigkeit der Layer deutlich schlechter ist, als in den anderen Richtungen. Aus dem Grund achte ich immer darauf, die Teile so im Drucker ausrichten zu können, dass die Kräfte später nicht gegen die Layerhaftung wirken. Die Pfeile habe ich deshalb auch bewusst flach liegend gedruckt.


    Grundsätzlich könnte ich bestimmt ein Testobjekt drucken (allerdings ist es schwer/unmöglich, eine so dünne Wandung zu erzeugen, wie beim Karbon-Rohr, und das halte ich auch nicht für sinnvoll, da ich einen gedruckten Pfeil sowieso gefüllt drucken würde), aber um ihn dann zerreissen zu können habe ich keine Vorrichtung. Ich könnte mich höchstens mit meinem Körpergewicht und einer 150kg-Waage dranhängen, aber ich nehme an, dass der Karbon-Pfeil da noch nicht zerreissen würde. Nach meinem Gefühl würde ein hohler gedruckter Pfeil vielleicht zerstörbar sein, aber an einen komplett gefüllten könnte man vermutlich auch >100kg dranhängen ohne dass etwas passieren würde.


    In der Vergangenheit habe ich auch schon Tests mit gedruckten Teilen gemacht, die ich auf verschiedene Arten und mit verschiedenen Druck-Ausrichtungen zerstört habe. Vielleicht finde ich zumindest die Aufzeichnungen, um einen Anhaltspunkt zu haben.

    Auch werde ich nochmal diverse Youtube-Tests ansehen, um die Sache mit der Schock-Einwirkung zu verstehen. Es ist also so, dass manche Materialien zwar bei langsamer Kraft-Einwirkung sehr stabil sind, oder sich elastisch verformen, aber wenn man einen "Hammer-Test" macht, zersplittern sie dennoch früher... wie nennt man diese physikalische Eigenschaft?


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    Wegen dem Pfeil-Aufbau: Ich denke dass ich in der nächsten Iteration eine M4-Gewindestange mit aufgeschraubten Muttern als inneres Gewicht verwenden werde. Dadurch wandert der Schwerpunkt zwar ein bisschen nach hinten, aber eventuell ist es von Vorteil, wenn das Metall einen Großteil des Pfeiles durchzieht. Auch ist die Verbindung zur Pfeilspitze dann stabiler und es ist deutlich billiger, als die bisherigen Pfeile.

    Die Vanes werde ich nach vorne anschrägen, eventuell auch über ein anderes Druck-Material nachdenken.


    Wie heißt eigentlich das Gewinde, das die Pfeilspitzen haben? Es scheint mir weder ein in Europa übliches, noch ein amerikanisches zu sein?!

    Der erste Teil ist bezüglich eines Sabot für Pfeimspitzen interessant.


    Können Zuhause 3D gedruckte Pfeile bei gleicher Form an die Festigung von Carbonrohr herankommen?

    Das ist kompliziert... zuerst einmal möchte ich feststellen, dass es mir nicht darauf ankommt, dieselbe Form zu erreichen. Meine Pfeile sind ja breiter als die originalen, schon alleine um eine größere Klebefläche zu erhalten.



    Ich habe jetzt nacheinander einen von meinen Pfeilen und einen originalen R10-Pfeil (der schon defekt war) sanft in eine Zwinge eingespannt und versucht sie zu zerbrechen (erst mit einer angehangenen Waage, dann mit einer Zange). Im Ergebnis war der gedruckte Pfeil recht elastisch und wirkte ziemlich stabil, der Karbon-Pfeil knickte sehr einfach um.


    Im Endeffekt bringt dieser Versuch natürlich keinen wirklichen Nutzen, weil es wohl eher nicht auf die seitliche Belastung ankommt. Vermutlich wäre es sinnvoller, eine Zerreissprobe zu machen, aber wie soll man den Karbonpfeil dafür befestigen? Ich denke dass man da vielleicht etwas ankleben könnte, aber ich habe auch nicht wirklich ein Messgerät, mit dem ich große Kräfte erzeugen könnte.


    Ich denke, dass im konkreten Vergleich zu meinem Pfeil tatsächlich die unterschiedliche Form entscheidend ist. Ein normaler Karbon-Pfeil käme, selbst wenn er beim Zerreiss-Test schwächer wäre - in der Praxis niemals in die Situtation, dass stark an ihm gezogen würde. Gewöhnliche Vanes sind ja aus Gummi und würden einfach nachgeben, der Pfeil könnte also niemals irgendwo hängenbleiben, wenn die Spitze schon durch wäre.

    Jetzt habe ich noch zwei Pfeile gedruckt und dazu einen simplen Pfeil-Niederhalter. Im Vergleich zum bisherigen Pfeil habe ich im hinteren Bereich einige Hohlräume ausgelassen, um den Schwerpunkt weiter nach vorne zu bringen (dürfte fast nicht merkbar sein, vermute ich), aber vor allem habe ich die Nock direkt mitgedruckt. Der eine Pfeil hat keine geschraubte Spitze, sondern nur eine gedruckte, weil ich feststellen wollte, wie diese beim Auftreffen zerstört werden würde - vermutlich ergibt so eine Konstruktion in der praktischen Anwendung wenig Sinn, weil die Kanten nicht scharf sind und ziemlich klar ist, dass sie sofort abreißen müssen.


    Dabei ist mir beim Kleben noch eine Schwierigkeit bewusst geworden: Bei den überhängenden Bereichen, in denen die Spitze und das Gewicht eingesetzt werden, ist es fast nicht möglich, sie so präzise zu drucken, dass die Teile spielfrei einsetzbar sind. Beim Pfeil mit der Schraubspitze bin ich nach meiner klassischen Methode vorgegangen: Ich habe beide einzusetzenden Teile einzeln per Heißluftfön erhitzt, sie schnell eingesetzt und die Hälften so drangedrückt, dass sie sich perfekt in Form schmelzen. Erst anschließend habe ich es geklebt. Das hatte aber den Nachteil, dass es beim zweiten Zusammensetzen dann doch nicht perfekt passte, vielleicht weil das Wolframstück leicht schräg angeschnitten war und nur in einer perfekten Ausrichtung wieder zur Schmelzform passen kann.

    Beim letzten Pfeil habe ich deshalb erst den Sekundenkleber verteilt und die Hälften verklebt, während das heiße Gewicht erstmalig eingesetzt wurde. Das Problem war dann aber, dass die Wärmeenergie so hoch war, dass sich der Pfeil insgesamt verformt hat, und die Wäscheklammern sich in den weichen Kunststoff eingedrückt haben. Man müsste die Wärme also ganz genau dosieren...



    Und zum Schluss das Ergebnis des Schuss-Tests auf meine weiche Matte (Pappe, vermutlich mehrere Teppich-Lagen, zwei Lagen Schaumstoff-Matratzen). Jeden Pfeil habe ich dabei nur einmal geschossen (das immernoch installierte Bogen-Magnetssystem hat dabei übrigens unauffällig funktioniert... vielleicht sollte ich das doch weiter verwenden?!):

    Der Pfeil mit gedruckter Spitze ist nicht sehr weit gekommen und im hinteren Bereich des Wolfram-Gewichts gebrochen. Das war für mich völlig unerwartet. Die gedruckte Spitze ist hingegen frei von Gebrauchsspuren.


    Die Spitze des Schraubspitzen-Pfeils ist bis zur Holz-Begrenzung gekommen und steckte fest darin, was ich ebenfalls nicht erwartet hatte, der Pfeil selbst hat sich aber in 5 Teile zerlegt (der Teil mit den Vanes war übrigens noch außen an der Zielscheibe). Eine Schwachstelle war die Klebefläche (in irgendwelchen Youtube-Tests meine ich mich zu erinnern, dass sich solche Klebeflächen als stabiler erwiesen hatten, als das gedruckte Material...), aber auch der hintere Teil in einem durch einen Hohlraum geschwächten Bereich.



    Soweit ich weiß soll PLA auf Schock-artige Belastungen empfindlicher reagieren, als andere Materialien. Vielleicht kann man sich die Beschädigungen so erklären und es würde z.B. mit PETG besser funktionieren. Ich gehe davon aus, dass die Brüche dadurch ausgelöst wurden, dass die Vanes beim Auftreffen auf den Teppich eine sehr starke negative Beschleunigung erzeugt haben, und der Pfeil zerrissen wurde (vorne angeschrägte Vanes hätten also wahrscheinlich besser funktioniert, aber ich hatte mich ja wegen der Magazin-Funktion für diese eckige Form entschieden). Anfangs vermutete ich, die Pfeile könnten schräg aufgetroffen sein, aber dann hätte die Jagdspitze sicherlich nicht komplett durch die Scheibe fliegen können.


    Vielleicht ist es auch insgesamt keine optimale Idee, Pfeile zu drucken. Aber ich denke, dass ich da noch nicht aufgeben möchte.

    Ich vermute dass ich es in der Hinsicht lieber einfacher halten möchte, damit es möglichst zuverlässig wird. Die Höhe des Magazins erscheint mir auch nicht so wichtig zu sein, da ich nicht unbedingt ein Fernrohr darauf setzen möchte...

    Jetzt habe ich noch mit dem Magazin angefangen, wobei ich keine wirkliche Vorstellung davon habe, wie es werden soll. Werde mich wohl an dem Hartwood-Magazin orientieren, was mir durch Facebook bekannt geworden ist - aber wesentlich andere Möglichkeiten sehe ich sowieso nicht.


    Im Gegensatz zum Hartwood ist meins aber nicht als Alternative zum Adder-Magazin gedacht, sondern für die normale (billigere) R9, bzw. R10 oder RX. Als offensichtliche Befestigungspunkte kommen also das vorhandene Schraubengewinde im Schloss in Frage, sowie das größere Langloch, in dem sich normalerweise der Sicherungshebel befindet. Dort habe ich zuerst einen Einsatz gedruckt, damit die durchgeführte M5-Schraube nicht schlackert und auch nicht den Lack verkratzen kann.


    Habe erst lange nachmessen müssen, bis ich die richtige Schraubensorte für die Gewinde im Schloss gefunden habe: Es werden also "#8 32 UNC" Schrauben verwendet, wobei #8 für den Durchmesser steht (die dünnen Schrauben haben bei den zölligen Schrauben Bezeichnungen von #0 bis #12, darauf folgen die bekannteren Namen aus Zoll-Brüchen wie z.B. 7/16"). UNC bedeutet grobes Gewinde, und die 32 steht für die Gewindesteigung (wobei es vermutlich reichen würde, einen der beiden letzten Werte zu kennen, um die korrekte Schraube zu finden).


    Das hier ist nur ein erster Test, um zu sehen ob diese Art der Befestigung irgendwie wackelig ist. Bisher sieht es so aus, als wäre es durchaus stabil genug. Es ist eher so, dass es sich bisher noch ein bisschen zu leicht biegen lässt, so dass ich wohl noch eine längere Schraube benötige um die Teile dicker drucken zu können. Die rechte Seite ist übrigens deshalb so dünn geworden, weil das Filament leer war...



    Unsicher bin ich mir auch noch, welche Art von Pfeil ich überhaupt verwenden möchte. Ich schwanke zwischen den für die Adder vorgesehenen kurzen Pfeilen (eventuell mit höherem Gewicht),

    gedruckten Pfeilen ähnlich den zuvor gezeigten, bei denen ich mir erhoffe, dass eine darauf spezialisierte Form im Magazinbetrieb Vorteile bietet,

    oder eine noch primitivere Variante mit gedruckten Nocken und vielleicht einem Nagel als Gewicht bzw. stabiler Spitze anstatt von Wolfram und fragiler Schraubspitze...

    Wenn man aber auch von einer schlechteren Qualität ausgehen würde, würde es mich interessieren, wie sich das bemerkbar machen würde.

    Danke für deine Erfahrungswerte! Soweit ich weiß, fransen die schlechten Seile an der Stelle auf, an der sie den Pfeil oder die Kralle berühren, und das schon nach recht wenigen Schuss. Ich weiß nicht mehr, wie oft geschossen werden müsste, um das zu merken, aber ich meine dass schon von wenigen Dutzend, vielleicht auch schon um die 10 Schuss, die Rede war.

    Wie es scheint ist an dem Dyneema-Hype wirklich was dran. Es verdichten sich die Hinweise, dass der zwischenzeitlich ausverkaufte Hersteller zumindest zeitweise schlechtere Ware ausgeliefert hat, erkennbar an der Färbung. "Echtes" Kanirope ist durchgehend durchgefärbt, das "Substitut" ist innen eher gräulich-weißlich. Die "schlechte" Ware soll nur wenige Schüsse aushalten, die "gute" dagegen hunderte.


    Ich fände es wichtig, wenn man das Thema noch vertiefen würde. Bei Metabook habe ich die Ansicht gehört, dass nur das schwarze Seil hochwertig wäre, und alle anderen Farben basierten auf dem grundsätzlich schlechten weißen Seil, was dann gefärbt wurde.


    Mein rotes Seil habe ich ja schon sehr frühzeitig gekauft, als der Hype gerade losging, daher würde ich nicht denken, dass ich schon substituiertes Material haben könnte. Dennoch hatte ich ja festgestellt, dass die Farbe ganz anders aussieht, als auf den Werbebildern, und dass es auch nicht durchgehend gefärbt ist. Aus dem Grund befürchte ich, dass mein Seil untauglich ist...


    Ist da also was dran, dass nur das schwarze Seil (und auch nur das, was nicht schwarz-gefärbtes weißes Seil ist) hochwertig ist?


    Meines habe ich leider noch nicht getestet, habe weder die Armbrust zusammengebaut, noch habe ich bisher eine passende Sehne gebaut. Auch schieße ich sowieso nicht so viele Pfeile, dass ich mich als Testperson gut eignen würde, um die Langzeit-Qualität der Seile festzustellen.



    Wie sind denn die Erfahrungen hier mit den unterschiedlichen Farben? Die von mir gefundenen Aussagen auf Facebook basieren leider nur auf so wenigen Stichproben (1 oder 2 Personen?), dass ich mich nicht alleine darauf verlassen möchte.

    Zum einen habe ich mir das 7 Schuss-Magazin von EK gekauft, ist definitiv erheblich besser als das 5 Schuss-Magazin.

    In welchen Punkten ist das neue denn besser? (Ich selbst besitze keine Adder, es würde mich einfach interessieren.)


    Das SK99-Seil soll sich, wie in dem anderen Thread zu den Selbstbau-Sehnen geschrieben wurde, stärker längen, wenn es über längere Zeit belastet wird. Aus dem Grund habe ich nicht weiter darüber nachgedacht, diesen Typ auszuprobieren. Das andere ist für mich gut genug.

    bin über Google hier gelandet. Wage mich gerade auch an die Adderini ran. Schade, dass es hier plötzlich so ruhig wurde oder geht es in einem anderen Thread weiter?

    Also ich kann nur meine Situation beschreiben: Die Adderini hatte ich zwar gedruckt, aber dann nicht zusammengebaut. Ein Grund dafür war, dass ich nicht die (vermutlich) vielen unterschiedlichen Schrauben bestellen wollte, jeweils mit eigenen Versandkosten. Andererseits war ich mit meinem Druck auch nicht wirklich zufrieden, da ich den Drucker nicht optimal eingestellt hatte, und auch die Überhänge irgendwie hässlich aussahen. Ich hätte also noch viel Zeit und Geld reinstecken müssen, und dafür hatte ich dann keine Lust mehr. Am Ende wäre das sowieso eher ein Spaß-Gerät mit fraglicher Lebenserwartung und nichts für die Alltags-Nutzung gewesen...


    Dann hatte ich davon geschrieben, dass man etwas ähnliches per Laser machen könnte, wodurch man eine höhere Stabilität/Qualität erreichen könnte. In der Hinsicht bin ich insofert weitergekommen, dass ich endlich den Laser ausprobiert habe, nachdem er viele Monate herumgelegen hat. Aber der Aufbau des Lasers ist auch noch nicht wirklich fertig (baue gerade ein Gehäuse), und die Adderini auf ein Laser-schneidbares Modell umzuändern würde auch wieder sehr lange dauern, ich denke dass ich das in absehbarer Zeit nicht anfangen werde.


    Meine Prioritäten im Armbrust-Bereich haben sich in Richtung Modifikation der Cobra R geändert, da kann ich nicht nebenbei noch an anderen Armbrüsten basteln. Und auch dafür finde ich schon nicht besonders viel Zeit, da jetzt auch die Frage nach Alternativen zur Gasheizung für den nächsten Winter wichtiger erscheinen.

    Das passt nicht direkt zum Thema, aber im letzten Beitrag hatte ich ja den Laser ganz rechts im Bild noch nicht weiter erwähnt.


    Erstmals habe ich ihn in den letzten Tagen ausprobiert und verschiedene Materialien geschnitten, unter anderem auch Platten von HD-PE (vermutlich "300"), die ich als Baustoff für Armbrüste im Hinterkopf gekauft hatte (was ich in irgendeinem anderen Thread schonmal erwähnt hatte).


    Links habe ich in 2mm starkes Material geschnitten, das ging recht gut und dauerte vielleicht 1-2 Minuten. Dennoch ließ sich das "C" nicht leicht rausdrücken, da immernoch eine Verbindung zwischen den Teilen bestand - vielleicht hätte ich noch einmal mehr drüberlasern müssen. Danach habe ich noch die 6mm dicke Platte versucht, und das war schon deutlich schwieriger. Der Laser ist an einigen Stellen schon durch die Platte geschienen, an den meisten anderen aber noch nicht, als das vorgegebene Programm beendet war. (Beginnt man dasselbe Programm erneut, wird leider nicht mehr exakt dieselbe Stelle angefahren, sonst hätte ich einfach weiter gemacht).


    Ich könnte mir vorstellen, dass die Effektivität nachlässt, je tiefer der Laser sich eingräbt, da die Fokussierung dann nicht mehr optimal ist, sicher bin ich mir aber nicht. Bei der rechten Platte bin ich übrigens bis zu 24 mal mit dem Laser über die Konturen der "2" gefahren. Im Endeffekt denke ich, das man als Kompromiss aber zumindest bis 4mm mit gutem Gewissen schneiden könnte...


    Interessant finde ich auch, wie hässlich die Schnittkante aussieht, aber das würde sicherlich weit weniger auffallen, wenn die ausgeschnittenen Teile größer wären. Möglich auch, dass man das mit besseren Einstellungen schöner hinbekommen könnte, damit habe ich aber noch wenig Erfahrungen. Ich habe eine Bewegungsgeschwindigkeit von 500mm/Minute eingestellt, bei höherer Geschwindigkeit müsste man häufiger die Linien abfahren, hätte aber angeblich schönere Schnitte.




    Als Zwischenfazit kann man sagen, dass sich dieses Werkzeug vermutlich durchaus eignen könnte, um HD-PE für den Armbrust-Bau schneiden zu können (aber auch Sperrholz im Sprave-Stil und ähnliches). Unklar ist aber natürlich, ob der Laser sich bei deutlich größeren Werkstücken irgendwann abnutzt und schlapp macht (die Linsen könnten z.B. durch den Rauch verdrecken und durch Hitzeeinwirkung beschädigt werden).

    Vom Hersteller des Lasers (und auch von anderen) gibt es inzwischen auch ein Nachfolgemodell mit 10 statt 5,5 Watt, wahrscheinlich wäre der noch besser geeignet, aber auch deutlich teurer.


    Auch möchte ich anmerken, dass CO2-Laser grundsätzlich wohl besser geeignet sind, um zu schneiden (aber weniger gut zum gravieren), allerdings ist bei den Geräten im selben Preisbereich die Arbeitsfläche deutlich kleiner (typischerweise 30x20 cm statt wie bei mir 40x40, bzw. bald 40x95 cm).







    Mein Laser ist übrigens ein Sculpfun S9 mit zusätzlicher Luftpumpe für den "Air Assist" (damit bläst man Luft direkt auf den Punkt, auf den der Laser auftrifft - dadurch sollen neben den Schnitten weniger Brandspuren entstehen, die Schnitteffektivität erhöht werden und der Rauch vom Laser weggepustet werden). Außerdem habe ich ihn mit einem fetten 150-Watt-Lüfter ausgestattet, um den Rauch und die giftigen Gase abzusaugen... auch wenn das Gerät mit <300 Euro recht günstig erscheint habe ich mit Zubehör dann am Ende doch fast 1000 Euro ausgegeben (Laptop zur Steuerung und altes Smartphone zur Videoüberwachung nicht eingerechnet).

    Inzwischen habe ich schon eine kleine Sammlung an LEDs und Lasern... habe in den letzten Tagen ein paar Zuwächse bekommen, für die ich eine kurze Einschätzung abgeben möchte (Nummern im Bild).


    1. Ist eine Linse für die 18W-LED, die bei Aliexpress die Bezeichnung XHP50 oder XHP70 hat, aber wohl eher ein Ersatzprodukt für die genannten Cree-LEDs ist (mit Epistar-LED-Kernen). Der Lichtwinkel soll 5 ° betragen, aber das habe ich noch nicht nachgemessen, es erscheint mir für eine Taschenlampe aber ein praktikabler Leuchtwinkel mit gleichmäßigem Lichtschein zu sein. Gemessen habe ich aber die Lux an der Wand, wie schon zuvor beschrieben, bei allen LEDs und Linsen.

    Gegenüber der nackten LED wird die Leuchtstärke hier ver-11-facht. Von 890 Lux auf über 10.000 Lux.

    Im Endeffekt scheint mir das eine ziemlich optimale Kombination zu sein, wenn man sich selbst eine Taschenlampe basteln möchte: Vom Preis her sind die LEDs mit <4 Euro noch im annehmbarem Bereich, die Lichtverteilung ist wie gesagt sehr gut und als einzige heute getestete brennen hier schon die Augen, wenn man nur die die Reflektion an der Wand ansieht.


    2. und 3. sind Linsen z.B. für 3W-LEDs. Theoretisch sind sie durch die Form auch kompatibel mit den LEDs, die zu der 1. Linse passen, lediglich die Aussparungen an der Rückseite für die Verkabelung scheint mir speziell für die anderen LEDs angepasst zu sein.

    Linse 2 (die es auch mit weißem Gehäuse gibt) mit ebenfalls 5° Leuchtwinkel kann ich nicht empfehlen, da das Licht sehr ungleichmäßig geworfen wird: In der Mitte entsteht ein "dunkler" Fleck (der nur ca. 120 bis 170% heller ist als die nackte LED), darum herum ist eine Art hellerer Ring, mit +420% Leuchtstärke.

    Die Linse 3 hat den spitzesten Leuchtwinkel mit 3°, und das sieht man im Betrieb deutlich. Es entsteht tatsächlich ein sehr kleiner Leuchtfleck an der Wand, der aber dafür umso heller ist. Die Leuchtstärke ist hier mehr als 22 mal so hoch, wie ohne Linse. Dennoch ist die zuvor beschriebene 18W-LED immernoch mehr als 5x so hell, und hat dazu noch einen deutlich weiter gefächerten Lichtkegel.


    4. Die grüne 100W LED, und bei 5 eine weiße 100W-LED mit passender Linse (60°?). Hierzu kann ich nur sagen, dass die weiße LED mit 150 Lux weniger hell gemessen wurde, als die grüne mit 200 Lux. Woran das liegt, kann ich nicht sagen, vielleicht reagiert das Messgerät je nach Farbe unterschiedlich, oder ich habe sie schlechter verkabelt. Die Linse hat eine relativ geringe bündelnde Wirkung, die Leuchtstärke wird ungefähr 2,5-fach verstärkt.

    Diese LED ist für eine Taschenlampe natürlich eher überdimensioniert, da wird die Stromversorgung schon schwierig. Eher geeignet ist sie zum kurzen Aufblitzen... wie eindrucksvoll das im Vergleich mit z.B. der 18W-LED ist, kann ich aber noch nicht sagen, da der Umbau der Anschlüsse so lange dauert, dass ich dann schon wieder vergessen habe, wie die jeweils andere ausgesehen hat - und das Messgerät kann leider keine so kurzen Blitze messen. Beim Test mit Messgerät sind sie auf jeden Fall bisher immer mit angezogener Handbremse gelaufen.

    Durch die Versuche mit der Autobatterie kann man immerhin abschätzen, dass sie eine Leuchtstärke erreichen können müsste, die größer ist, als die der 3W-LED mit 3°-Linse, aber mit einer SEHR viel größeren ausgeleuchteten Fläche.


    Dann zu den Lasern rechts:

    7 ist ein neu gekaufter, der vielfach bei Aliexpress angeboten wird. Er leuchtet sehr hell und gebündelt, grün. (Rote Laser, die im selben Angebot dargeboten werden sind billiger und haben die doppelte Leistung, aber aus Erfahrung sind diese dennoch viel schlechter zu sehen, weil das menschliche Auge viel empfindlicher auf grün reagiert.)

    Zum Vergleich wollte ich einen Laser aus einem Stift-Laserpointer heranziehen (6), der ungefähr genauso viel kostet. Leider habe ich erst beim Testen gemerkt, dass das hier nur der blaue Laser ist (die werden meist im 3er-Pack rot, blau, grün verkauft). Nach meiner Erinnerung ist der grüne aber ähnlich hell wie der neu gekaufte, hat aber (zumindest nach dem auseinanderbauen) eine wesentlich breitere Lichtstreuung (was ich nicht unbedingt als Nachteil sehen würde, da man den fetteren Fleck schneller in der Landschaft findet und er dennoch sehr hell ist).



    Also im Endeffekt sehe ich hier die LED mit Linse aus Nummer 1 als die eierlegende Wollmilchsau für den mobilen Betrieb. Sie zeigt bisher wirklich keine Schwäche, nicht einmal beim Preis. In der Serie gibt es übrigens noch ähnliche LEDs, die bis 72 Watt gehen (also 4x so viel verbrauchen), die dann aber in den fast nicht mehr bezahlbaren Bereich reingehen.


    Bei den sehr billigen 3W-LEDs müsste man eine bessere Linse finden, um sie angenehm verwenden zu können. 3° sind für die allgemeine Nutzung ein zu spitzer Lichtkegel, und die Linse 2 ist einfach zu schlecht. Abgesehen davon ist sie bestimmt auch ganz passabel, vielleicht sogar mit der Linse 1, die dann zwar nicht einrastet aber dennoch passt...




    Was mein Bogen-Konzept angeht, habe ich noch eine größere Änderung vorgenommen: Ursprünglich habe ich auf den Schaft verzichten wollen, um sie möglichst kompakt zu gestalten. Mitlerweile denke ich, dass ich aber einen eigenen konstruieren muss, damit der Schwerpunkt der Gesamtkonstruktion näher an den Griff rückt... in dem Schaft würde ich dann also Batterien und ähnliches unterbringen.

    Um die Vergleiche auf seriösere Beine zu stellen, habe ich mir ein Luxmeter besorgt.


    Dabei habe ich zuerst einen Verdacht bestätigt, den ich schon beim letzten Mal hatte: Beim Ausprobieren verschiedener PWM-Einstellungen war das Netzteil schon bei mittleren Einstellungen am Anschlag was den Stromfluss angeht, daher nahm ich an, dass die LED bei vollzeitiger Ansteuerung vielleicht garnicht heller wäre, als wenn sie pulsierend nur z.B. 50% der Zeit an ist.


    Auch habe ich noch eine zweite LED parallel angeschlossen, und die Gesamthelligkeit verglichen: Beide LEDs zusammen sind genauso hell, wie nur eine davon. Die Energie reicht also wohl nicht und wird so verteilt, dass die gleiche Menge Photonen pro Wattstunde entstehen ;) .


    Dann habe ich noch meine schon zuvor gezeigten Kondensatoren angeschlossen, in der Hoffnung die volle Leuchtstärke zu erhalten (der Kondensator speichert Energie, und wird geladen während die LED aus, und stützt die Energieversorgung wenn die LED leuchtet). Das funktioniert theoretisch vermutlich auch, aber der Kondensator wird dann doch auch so schnell entladen, dass das Luxmeter den kurzen Moment größter Helligkeit nicht erfassen kann (der Wert am Display aktualisiert sich nur 1-2 Mal pro Sekunde). Am Zeiger-Voltmeter lässt sich schön ablesen, wie die Spannung sofort einbricht und das Netzteil dann doch wieder am Limit arbeitet.


    Noch zu den konkreten Messwerten: Die 100W LED (die wie gesagt vermutlich nur auf halber Leistung läuft) erzeugt an der Wand in 90 cm Abstand eine Helligkeit, die dem 10-fachen der normalen Raumbeleuchtung an der selben Position entspricht. (Wenn ich das Messgerät in ähnlichem Abstand direkt unter die Deckenleuchte mit zwei Leuchtstoffröhren halte und auf diese richte, ist diese jedoch ungefähr genauso hell wie die LED).

    Mit Kondensator ändert sich der Maximalwert von fast 260 auf 300 Lux, allerdings nur für einen kurzen Augenblick. Vielleicht wäre noch ein größerer Wert messbar, wenn das Messgerät in kürzeren Intervallen messen könnte.


    Die 18 W LED habe ich mit 4000 Lux gemessen, also mehr als dem 10-fachen der großen LED, allerdings wie gesagt mit einer bündelnden Linse und ziemlich genau in der Mitte des Leuchtflecks. Da ich schonmal dabei war, habe ich auch ein bisschen am Netzteil gedreht und festgestellt, dass man die Lichtausbeute noch vergrößern kann, wenn man die LED mit einer höheren Spannung betreibt, als offiziell angegeben ist. Dann geht das Messgerät auch z.B. auf 6500 Lux - weiter habe ich mich nicht getraut zu gehen.

    Bei Sonnenschein werden im Sommer übrigens bis zu 100.000 Lux erreicht, im Winter angeblich nur 5.000...

    (Ich könnte mir aber auch vorstellen, dass am Ende doch nur die "erlaubte" Spannung an der LED angelegen hat, da durch die schlechte Verkabelung ein Verlust entstanden sein wird.)




    Als nächstes werde ich darüber nachdenken, ob ich die verschiedenen Komponenten überhaupt an dem Bogen anbringen kann, während ich auf diverse Teile aus China warte...




    Editierung:

    Jetzt doch noch ein letztes Update vor der Sommerpause!


    Habe noch wissen wollen, wie die 100W-LED leuchtet, wenn man den Saft durch einen etwas größeren Strohhalm leitet. Also habe ich statt dem Netzteil meine Autobatterie verwendet, und tatsächlich leuchtet es merklich heller. Das blendet ziemlich intensiv, selbst wenn man sehr seitlich im Augenwinkel auf die Leuchtfläche schaut.

    Im Endeffekt habe ich dann noch leicht mehr als doppelt so viel Lux gemessen, als mit dem Netzteil, irgendwas zwischen 750 und 800.

    Überprüft habe ich dabei auch noch, wie stark sich die LED erhitzt... schon ziemlich stark, obwohl ich sie immer nur 3 Sekunden lang am Stück angeschaltet hatte.


    Außerdem habe ich bei den beiden kleineren LEDs die Linsen abgenommen, um sie besser vergleichen zu können, und das Netzteil diesmal so eingestellt, dass die Stromstärke der Herstellerangabe entspricht... daran habe ich letztes Mal garnicht gedacht.

    Die 18W-LED schafft 750 Lux, die mit 3W 130 Lux (wobei jeweils ca. 22 noch von der Deckenlampe dabei sind). Pro Watt ist die Lichtstärke bei diesen beiden sehr ähnlich, bei der 100W-LED allerdings nur ein Viertel. Auf den ersten Blick könnte man meinen, dass die 18W-LED somit der 100W-Leuchte eindeutig überlegen sein müsste (da ohne Linse identische Helligkeit, viel geringerer Verbrauch, kleiner...).


    ALLERDINGS könnte das vermutlich an zwei Faktoren liegen und nicht direkt auf eine schlechtere Effizienz hindeuten: Eventuell ist der kleine Spannungswandler ein Nadelöhr (der ist nur für 2 Ampere ausgelegt - und ich weiß nicht einmal, ob das den Ein- oder Ausgang betrifft, und gemessen habe ich den Strom leider nicht), und außerdem befindet sich auf den kleinen LEDs eine vergossene Abdeckung, die auch eine Linsen-Wirkung haben wird...

    Ist zwar nicht besonders wichtig, aber ich habe noch einen Leuchten-Test gemacht. Bisher habe ich relativ "schwache" LEDs verwendet, weil ich ja immer den Batteriebetrieb im Hinterkopf hatte, hatte dann aber den Gedanken, dass man natürlich auch dickere im PWM-Betrieb verwenden könnte - man lässt sie dann also schnell blinken / flackern. Somit kann man sie im Dauerbetrieb ähnlich hell (bzw. dunkel) und sparsam betreiben wie kleine LEDs, hat aber noch große Leistungsreserven für kurze Einsätze wie z.B. im Stroboskop-Modus. Somit hat man auch keine Probleme mit Überhitzung.


    Mein Steuerungsgerät hat wohl eine PWM-Frequenz von 490 Hz, und ich kann die LED durch Pulswellenmodulation so ansteuern, dass sie in der Minimaleinstellung nur 1/256-tel der Zeit leuchet. Sie leuchtet dann also abwechselnd für 0,000008 Sekunden (1 / (256 x 490)) und für 0,002 Sekunden nicht - für das Auge wirkt es einfach nur dunkler, auf Videos, oder wenn man z.B. einen drehenden Ventilator anleuchtet, sieht man aber ein Flackern.

    (Ich bin mir nicht sicher, ob die Rechnung richtig ist, wollte den Begriff nur grob erläutern falls der unbekannt war.)


    Ich wollte sehen, ob das funktioniert, bzw. ob die Helligkeit bei niedrigen Einstellungen praktikabel ist - sie ist es... und ich sah.



    Im ersten Vergleichsbild ist wieder links die 18W-LED und daneben die 100W-COB-LED (die hat eine quadratische Leuchtfläche von ca. 2x2cm). Ich habe garnicht mehr daran gedacht, dass sie grün ist - weiße sollen angeblich doppelt so viel Lumen pro Watt haben.

    Die linke LED wirkt durch die Linse natürlich viel heller, die andere strahlt einfach in alle Richtungen... das dunkle Feld mitte oben zeigt übrigens, wie der Raum aussieht, wenn die LEDs nicht leuchten, die volle Raumbeleuchtung aber an ist.


    Dann habe ich noch ein zweites Bild aus Videoframes extrahiert, dabei habe ich die Kamera so eingestellt, dass sie den Raum ohne die LEDs korrekt belichten würde, damit man sich besser vorstellen kann, wie das menschliche Auge das wahrnehmen würde. Links sieht man die Cobra nur mit den Deckenleuchten, rechts zusätzlich mit der grünen LED in 70cm Abstand. (Ohne Cobra wäre der Effekt schlecht abzuschätzen, weil dann einfach nur alles weiß wäre). Am Ende würde ich natürlich auf eine weiße LED dieser Sorte zurückgreifen, und ebenfalls eine Linse verbauen, allerdings wäre die Bündelung sicherlich wesentlich schwächer ausgeprägt, als mit der kleinen LED. Ich würde dann also tendenziell eine 18W und eine 100W-LED verbauen, und auf die kleineren mit 3W verzichten.

    OT: könnte bei der Cobra kippelig werden, 130lbs Wurfarm wird nicht vom Magneten gehalten, der 90lbs Wurfarm schon. Heißt je nach Wurfarm ist es eine AB oder nicht?

    Ich würde denken, dass die Bewertung sich auf den Bogen beziehen muss, der zum Zeitpunkt des Auffindens eingebaut war oder im Violinkoffer dabei lag ;-)

    Ansonsten könnte man sich vielleicht auch einen so schwachen Bogen vorstellen, dass der Hebel sich auch ohne Magnet nicht von selbst öffnen würde, alleine durch Reibung.


    Jedenfalls bleibe ich bei meiner Empfehlung, die Adder auch NACH dieser Modifikation wie eine Armbrust zu behandeln. Ansonsten kann es Probleme geben.

    Wie gesagt ist der Magnet fast vom Tisch... also kein Problem.



    Ein problematisches Messer hatte ich auch, bei dem habe ich nach der Gesetzesänderung zwar den Daumen-Pin entfernt, damit es nicht mehr einhändig geöffnet werden konnte, aber nach einige Öffnungen haben sich die Schrauben so gelockert, dass man es dann mit einem einfachen Schwung doch einhändig öffnen konnte :pinch:

    Davon gehe ich eigentlich auch aus... aber wie gesagt habe ich zumindest die Magnete (fast) beerdigt. Aber ich werde dem zumindest insofern noch eine Chance geben, als dass ich ein paar Schüsse machen möchte, bevor ich es wieder abbaue.



    Vorhin habe ich noch ausprobiert, die starke XHP50?-Leuchte als Stroboskop zu nutzen. Dazu habe ich es primitivst-möglich mit einem Arduino verkabelt und ein paar Programme ablaufen lassen. Oben auf dem LED-Modul habe ich ein MOSFET-Modul einfach mit Tesafilm aufgeklebt... direkt blind wird man von dem Licht nicht (das wäre wohl auch nicht legal), aber es ist schon interessant sich beblitzen zu lassen.

    Die optimale Einstellung der Leucht- und Pausendauer muss ich noch herausfinden, aber ich bin ja kein Psychologe.


    Außerdem habe ich gestern noch einiges Zeug bestellt - zwei verschiedene Linsen (3 und 5 Grad-Leuchtwinkel, die vorhandenen haben vermutlich 15°), diverse Spannungswandler, einen Laser...

    Hier sind die Ergebnisse eines LED-Vergleichs. Ich war mir nicht sicher, welche LEDs ich einbauen möchte - zum einen habe ich die schon genannten 3W-LEDs, die ich vor kurzem aus China bekommen hatte. Diese möchte ich auf jeden Fall zumindest als "ambient"-Beleuchtung verwenden...


    Zum anderen hatte ich auf früheren Photos auch schon ältere 18W-LEDs abgebildet, die ungefähr dieselbe Bauform haben, auf einem identischen 20mm-Stern-Träger angelötet sind. Die hatte ich damals für ein Pulse-Gewehr gekauft - eines der Bastel-Projekte die hier halbfertig vor sich hin schlummert.


    Mir war jetzt ziemlich unklar, ob der Unterschied groß genug wäre, um die stärkeren (und recht teuren) LEDs zu verwenden, denn das würde auch nach sich ziehen, dass die Stromversorgung komplizierter werden würde. Also habe ich die beiden LEDs, und nebenbei noch andere Lampen die hier rumlagen gegeneinander antreten lassen:


    Die Kamera habe ich in einem Abstand von 1-2 Meter vor eine Wand gestellt und ein Video mit festen Einstellungen aufgenommen. Mit den verschiedenen Lampen habe ich die Wand mit jeweils derselben Entfernung zur Wand angeleuchtet.

    Für die beiden LEDS habe ich eine Halterung gedruckt, der Strom kommt von einem Labornetzteil, so dass der vom Hersteller angegebene Strom geflossen ist. Vor den LEDs sind übrigens Linsen angebracht (mit dem kleinsten Leuchtwinkel, der erhältlich war), die ich ebenfalls damals für das Pulse-Gewehr gekauft hatte, die passen nicht optimal auf die 3W-LED, aber immernoch gut genug.


    Im Vergleichsbild ist oben-links der unbeleuchtete Raum, es war durch das Kellerfenster so hell, dass man sich gut orientieren konnte. Mitte oben ist dann die volle Raumbeleuchtung an... damit möchte ich verdeutlichen, wie stark ich die Kamera runtergedreht habe, damit die stärkeren Lampen das Bild nicht überbelichten würden.

    Bei allen weiteren Bildern ist jeweils die Deckenbeleuchtung zusätzlich zu der angegebenen Lampe an!


    Im Endeffekt finde ich die helle LED ziemlich beeindruckend. Um die werde ich wohl nicht herumkommen, allerdings vielleicht nur als Stroboskop, um die Batterie zu schonen ;)









    PS, Bild 3: Ich habe es nochmal mit einer kleineren Blende (f/11 statt 2.8) gemacht, weil das letzte Bild dann doch irgendwie überbelichtet war. Wie zuvor mit der vollen Raumbeleuchtung als Referenz.