Leistungsverlust bei PCP Waffen

There are 10 replies in this Thread which has previously been viewed 2,459 times. The latest Post (November 19, 2020 at 8:43 PM) was by 45'iger.

  • Moin alle zusammen. Vor ein paar Tagen habe ich mit einer gewissen Ernüchterung feststellen müssen, dass meine HW 44 etwa ein dreiviertel bis ein Joule Leistung gegenüber letztem Jahr verloren hat. Ich hab sie ziemlich genau ein Jahr und sie hat geschätzt um die 3000 Tsd Schuss weg. Im ersten halben Jahr hab ich sie sporadisch mit dem Chrony gemessen. Da lag sie immer so zwischen 7 und 7, 4 Joule. Interessant war, dass der Schalldämpfer dabei immer noch ein Quäntchen Verbesserung brachte, so etwa 0,3Joule. Damit war ich immer knapp unterhalb des erlaubten Limit.

    Nun habe ich aber festgestellt, dass ich egal ob mit Dämpfer oder, ohne nur noch auf max. 6,5 - 6,70 Joule komme. Mit der optimalen Munition wohlgemerkt. Grundsätzlich ist das ja kein schlechter Wert, viele Modelle bringen von Haus aus nicht mehr. Auch denke ich, das sich nach der Schusszahl die Federn, die im System verbaut sind, ein Stück weit gesetzt haben. Die Frage ist nun, kann es auch daran liegen, dass ich immer Druck im System habe? Den lass ich meist nur ab, wenn ich sie mehrere Wochen nicht benutze. Ansonsten sind immer zwischen 60 und 90 Bar in der Kartusche, wo ich denke dass es keine zu hohe Belastung ist.

    Ansonsten funktioniert sie Einwandfrei ,es gibt keinerlei Druckverlust und auch die Präzision ist weiterhin top. Deswegen hab ich auch nicht vor direkt was zu unternehmen,nur falls die Leistung weiter sinkt, würde ich Mal reinschauen wollen. Da ich mich aber immer langfristig mit technischen Fragen befasse, stell dich die Sache ist schon Mal vor, und hoffe auf Rat von den Experten hier.
    Meine Vermutung ist, das sich die Schlagfeder etwas gesetzt hat, so dass das Ventil nicht mehr so weit öffnet, wie anfänglich. Allerdings frage ich mich, warum jetzt kein Unterschied mehr zwischen dem ungedämpften und dem gedämpfte Schuss feststellbar ist.

    Was meint ihr zu der Problematik?

    Wenn es dir egal ist wo du bist, dann gehst du nicht verloren.

  • Ich denke das dein Ansatz bei der Schlagstückfeder der richtige ist.
    Diese wird sich im Laufe der Zeit und er Nutzung gesetzt haben.
    Eine weiter Möglichkeit könnten die Diabolos sein.
    Wenn Du nicht die gleiche Charge verwendet hast kann ein geringfügig größerer Durchmesser schon ausreichen um die Reibung zu erhöhen was sich dann auf die Geschwindigkeit auswirkt.

  • Ja, das kann an der Schlagfeder liegen. Bei PCP Waffen reichen schon sehr kleine Veränderungen bei den Werten und schon verändert sich die Leistung.
    Du musst einfach nur ganz leicht die Vorspannung der Schlagfeder erhöhen.

    Schau mal hier:
    https://www.airgunforum.co.uk/community/inde…h-hw110.244341/

    Die HW 44 ist quasi identisch.

    Es gibt leider keine anderen Beschreibungen oder gar Anleitungen, wie man was machen muss.

    Das ist das Schlagstück mit interner Schlagfeder. Bei den UK Waffen ist da eine Plombe, die man entfernen muss. Mit einem Dremel kein Problem.

    Darunter bzw den äußeren Ring den man da sieht, müsste schon der Einsteller sein. Durch die Plombe ist die Werkzeugaufnahme verdeckt. Ggf. einfach nur ein Inbus.

    Eventuell sind die Deutschen Waffen nicht verplombt, da die Konstruktion ansich schon davon abhält, die Leistung zu erhöhen :D

    Wenn du an den Einsteller kommst, würde ich mit einer halben Umdrehung anfangen und dann eine Messung vornehmen.

    Es ist übrigens nicht illegal das zu machen, so lange man die Leistung nicht über 7,5J erhöht.

  • Vielen Dank, dann lag ich ja mit meiner Vermutung gar nicht so falsch.
    Wie gesagt im Moment kann ich damit leben, aber sollte es einen weiteren Abfall geben , werfe ich einen "Blick"ins System.
    Wenn ich das obige Bild und auch den anderen , übrigens hervorragend gemachten, Thread richtig verstanden habe, dann kann ich an dem aussen sichtbaren Bolzen, der in der Mitte der Einheit sitzt, die Vorspannung der Schlagfeder erhöhen. (Nach einem kleinen mechanischen Eingriff ;) )
    Ich gehe Mal davon aus, dass das Hineindrehen im Uhrzeigersinn die Spannung erhöht. Gibt's da Werte, damit man nicht zu viel Spannung draufgibt und dann alles wieder zerlegen muss, weil die zulässige Leistung überschritten wurde?

    Wenn es dir egal ist wo du bist, dann gehst du nicht verloren.

  • übrigens hervorragend gemachten, Thread

    Danke!

    Ich gehe Mal davon aus, dass das Hineindrehen im Uhrzeigersinn die Spannung erhöht. Gibt's da Werte, damit man nicht zu viel Spannung draufgibt


    Ich bin der Meinung das ich damals ca. eine halbe Umdrehung draufgegeben habe. Im Uhrzeigersinn.
    Auf jeden Falls recht wenig, da die Feder recht kurz und dick ist.

  • Okay ,dann werde ich das auch so in der Richtung versuchen. Was sich mit nur nicht erschließt, warum die englischen Modelle auch so eine komische Plompe haben, die dürfen doch stärkere Versionen haben. Und alleine mit der Vorspannung der Feder lässt sich doch keine so hohe Leistungssteigerung erreichen, wenn die anderen Bauteile nicht auch darauf abgestimmt sind.
    Wenn man dann hinten in den kleinen Stift in der Mitte eine kleine Nut drin hat, sollte es ja auch möglich sein eine Feinabstimmung vorzunehmen, ohne dazu wieder alles auseinander zu nehmen ,oder?

    Wenn es dir egal ist wo du bist, dann gehst du nicht verloren.

  • Ich kenne die HW44 nicht, aber bei der HW110 kommst Du zum verstellen nicht so einfach ran.
    Zu den UK Modellen: Die werden wohl etwas anders vom Ventil und den Durchlässen her gebaut sein.
    So das die höchstwahrscheinlich gegen ein Einstellen der Leistung über 16,3 Joule gesichert sind.


    Und alleine mit der Vorspannung der Feder lässt sich doch keine so hohe Leistungssteigerung erreichen

    Da wäre ich mir nicht so sicher. Meine Tesro hatte ich schon auf über 20 Joule versehentlich. War beim Zusammenbau etwas unaufmerksam. Hatte noch den Combro aufgesteckt und einen Probeschuss gemacht.
    Knallte ziemlich laut und die Kartusche hat sich dann über das Ventil entleert da der Gegendruck fehlte.
    Schon blöde wenn man linksherum mit rechtsherum verwechselt....

  • Na ich messe auf jeden Fall nach. Ich hab wenig Interesse die Leistung über das erlaubte Maß zu erhöhen, schon allein deshalb weil dann die Luft eins zwei fix alle wäre. Kann man ja auf der Seite von Weinrauch lesen, dass die 44 bei technisch möglichen 18 Joule nur um die 40 Schuss möglich macht bis der Tank leer ist. Da sind mir 120 bei 7,5 Joule lieber.

    Wenn es dir egal ist wo du bist, dann gehst du nicht verloren.