Westernwaffen tunen?

  • Hi zusammen, ✌️
    Kann man die Cowboy Legend Umarex Rifle und die Umarex 1873 SAA Revolver eigentlich tunen?
    Mein Vereinskamerad vom CAS hatte sich auch für die Corona Zeit Western CO2 Kanonen angeschafft zum CAS üben zu Hause, der hatte sich seine Waffen selbst überarbeitet. Seine Rifle packt (ich will nicht lügen) 10 Schuss in 5,5 Sekunden.
    Das ist sauschnell. Meine Legend Rifle schaft das nicht, die ist mittlerweile etwas schneller geworden in der Funktion, nach oben hin geht aber noch was.
    Am Donnerstag fahre ich zu ihm, dann werde ich mehr wissen, was er an seinen Waffen geändert hat.
    Ich bin auf eure Antworten gespannt.

  • Kann man die Cowboy Legend Umarex Rifle und die Umarex 1873 SAA Revolver eigentlich tunen?
    Mein Vereinskamerad vom CAS hatte sich auch für die Corona Zeit Western CO2 Kanonen angeschafft zum CAS üben zu Hause, der hatte sich seine Waffen selbst überarbeitet. Seine Rifle packt (ich will nicht lügen) 10 Schuss in 5,5 Sekunden.

    Aus meiner Sicht gibt es am Umarex SAA nicht viel zu tunen, in Bezug auf schnelle Schussfolgen. Mit dem leichten Schlossgang ist der SAA doch optimal für schnelle Schussfolgen. Mir ist immer wichtig, dass der Schlossgang schön geschmiert ist. Die "Blue" und "Nickel" Farbvarianten haben den weiteren Vorteil, dass die Oberflächen schön Glatt sind durch die Nickelbeschichtung. Insbesondere der vernickelte Hahn und die vernickelte Trommel sorgen hier für einen reibungslosen Ablauf.
    Beim Antik merkt man schon, wie die nicht beschichteten Teile aneinander reiben und den Schlossgang damit etwas unangenehmer machen.


    5,5 Sekunden beim Legends Cowboy Rifle ist ok. Ich bin aktuell bei +/- 4 Sekunden mit 10 Schuss (Rifle angelegt, Zeitmessung ab dem ersten Schuss). Guckst du hier


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    Aus meiner Sicht ist da aber noch viel Luft nach oben. Ich fragte mich auch schon, was man an der CLA verbessern könnte. Ein Short Stroke Kit wäre natürlich eine feine Sache ;)
    Ansonsten kann man hier nur zusehen, dass sämtliche Laufflächen schön glatt und geschmiert sind. Was mir vorschwebt, ist den Schlossgang an den nötigsten stellen zu polieren. Ob man damit bei dem ganzen Druckgusskram eine Wirkung erzielt, weiss ich noch nicht.



    Am Donnerstag fahre ich zu ihm, dann werde ich mehr wissen, was er an seinen Waffen geändert hat.

    Es wäre schön, wenn du uns das dann mitteilst. Würde mich mal interessieren.

  • Es wäre schön, wenn du uns das dann mitteilst. Würde mich mal interessieren.


    Mach ich.

  • Ich war gestern dort, Händlings und Abläufe geübt.
    Die Revolver von ihm haben höhere Körner bekommen und einen Messing Strich für den Kontrast. Bei der Rile wurde die Buckhornkimme ausfräst.
    Ansonsten wurde die Mechanik innen ein wenig poliert und etwas gefettet/geölt.
    Das war alles,
    Die Waffen werden von selbst mit der Zeit schneller.

  • Er hat sich auf die Rifle hinten noch eine Lederschaftkappe draufgemacht, mit die Waffe nicht außer Schulter verrutscht. Und ein Leder an den Lever drangemacht.

  • Eine Lederschaftkappe macht durchaus Sinn bei der CLA. Meinen Lever habe ich auch mit Leder umwickelt, allerdings ist es zu dünn. Ich werde ich später auch nochmal mit etwas dickerem Leder nachbessern.

  • Schaftkappe und Leverleder finde ich auch eine super Idee. Wenn da jemand Bezugsquellen hat, würde ich mich freuen :-)
    Sonst könnte man Walter mal fragen, der ist gerade dabei meinen Holster zu machen, sowas kann er bestimmt auch anfertigen.

  • Die Revolver von ihm haben höhere Körner bekommen und einen Messing Strich für den Kontrast.

    Welche Version waren die, hell oder dunkel?
    Ich habe festgestellt, daß bei den Lichtverhältnissen beim CAS helle Korne besseren Kontrast bieten (bei gleichzeitig geschwärztem Kimmenblatt), und daher zu der von mir eher ungeliebten Nickelversion gegriffen. Auch richtig, ein großes Korn ist nicht so leicht zu übersehen, was meist der Fehler ist und zu vermeintlichen Deutschüssen führt, aber man muß es auch entsprechend verwenden (nicht gestrichen).


    Ein Freund von Schaftbelederungen bin ich nicht, aber ich habe die unmögliche Kappe vom CLA mit aufgeklebtem Moosgummi aus genau dem Grund griffiger gemacht. Hätte natürlich auch Leder nehmen können. Das leichtgängige WLA braucht das nicht, dessen Kappe ist zumindest in dem Punkt besser geformt. Optisch tröstet da eine Belederung natürlich über vieles weg, besonders bei der 88g-Version.


    Zum Nachladen habe ich die Trommelkammern vom Remington gängiger gemacht (bei manchen Exemplaren klemmen die Hülsen etwas), aber das fällt ja künftig weg.


    Der Übergangskonus ist bei den Revolvern nur lose auf den Innenlauf gesteckt und kann durch verdrehen wandern und die Trefferlage verändern. Diese Verbindung habe ich mit Folie festgesetzt (der Lauf federt dann natürlich immer noch, aber der Konus ist mit ihn mun verbunden und klappert nicht noch für sich herum, und hakt auch nicht beim Putzen aus).


    Vor allem die allgemein etwas schwergängigeren matten Versionen sollten durch Gebrauch erstmal tüchtig einlaufen (mit ordentlich Schmierung), da tuned sich viel von allein.

  • Also. Der hatte die vernickelten Revolver.
    Die schiessen beide Fleck , daher die höhere Korne auf den Revolvern. Meine Blued Revolver haben schwarze Korne drauf. Ist wegen Kontrast etwas nachteilig. Einer von denen beiden schießt etwas höher als der andere.
    Schaftkappen und BDS Westernzubehör gibt es bei http://www.berniebeaver.de

  • An den Blue läßt sich das ja schnell ändern. einfach ein bißchen reiben, und mit der Zeit wird das "Neusilber" wie bei den alten Vorderladern und einigen SAA.

  • Darf ich mal in die Runde fragen, wie das mit den größeren Korn gemacht wurde?


    Hab den Nickel Colt, und würde gerne ein etwas höheres Korn machen/haben wollen, da meiner so schon recht hoch schießt.

    Mein Hobby: Freizeit Luftgewehre + Pistolen + AIPSC + CAS-Co2

  • Wo wir gerade bei Tuning sind, dazu gehört ja auch das optische Aufbrezeln. Da ich in meiner unfasslichen Einfallsreichhaltigkeit wieder mal einen vergeistigten Blitz zuviel hatte, kam ich, völlig untypisch für mich, auf eine Idee, die darauf wartet zu beweisen, wie dumm sie ist.


    So.


    Zur Sache: Ihr kennt doch alle diese typischen Bleistiftfernrohre für die Hinterhofknicker. Weiß jemand zufällig, was für einen Durchmesser diese Peinlichkeiten haben? Denn vier baugleiche Montageringe könnten mir weiterhelfen...


    We have the Fossils - we win!

  • HA!! Ich WUSSTE doch, daß die kleiner als 25,4mm sind! Fettes Merci!


    Perfekt... Nun brauche ich nur noch vier solche Einzelradaufhängungen.


    Öhhm... Eigentlich nur drei, aber ich denke, die gibt's nur zu zweit...


    Also vier.


    We have the Fossils - we win!

  • hab mal kurz bei so einem bleistift nachgemessen,19,2mm

    Vielen Dank! Hab mir gleich zwei von den dürren Eddings besorgen können, mit Schmalspurmontagen noch dabei! Denn mein selbstpersönlich zusammenkompositionierter und natürlich völlig krasser Plan beruht auf einem doofen Gefühl...


    Ich habe ein Sharps. Ich habe eine meterlange Messingglotze, dank Erik. Nun habe ich ewig rumüberlegt, wie ich dieses Ding da dranpraktiziere... Weil nämlich, und jetzt kommt's, der Sharps-Doc (ja, den gibt's tatsächlich) sprach zu mir: "Slade, pass mal auf... Das Ding brauche ich nebst Glotze hier, weil das Ding ja immer noch eine scharfe Waffe ist, da kann man nicht einfach so mal was annen Lauf drantackern. Das muss neu beschossen und abgenommen werden."
    "Oh... Okay. Was kostet sowas?"
    "Viel, mann."
    Hat er ja nu auch nicht unrecht... Großartig was dran verbauen, verbohren und verschrammeln will ich an diesem utopischen Büffelblasrohr ja nun auch nix... Also musste ich mich... erst mal auto-inspirieren.
    Habe mir also haufenweise Montagen auf Sharpsgewehren angesehen, Forgotten Firearms geglotzt und festgestellt: In den Anfangsjahren der Praxis, Gewehre mit Zielfernrohren aufzutunen... gab es nix, was es nicht gab. Von skurril, über geradezu grotesk bis hin zu absolut Homepfushing Entertainment war nahezu alles zu haben, Hauptsache, die Glotze war auf dem Gewehr (manchmal auch etwas nach links versetzt). Und Hauptsache, es war noch da, nachdem man abgedrückt hatte. Und um dies sicherzustellen, gab es sogar eine Montage, in der das Zielfernrohr seiner eigenen MasseTrägheit frönen konnte... Drückte es das Gewehr beim Schuss nach hinten, glitt es gute vier Zentimeter nach Vorne.


    Schön.


    Nun, das braucht es ja nun nicht, in meinem Fall soll es nur aussehen - und das am besten krass. Da Diopter nicht drin ist wegen Rumbohren am Systemkasten, werde ich mir also eine Zielfernrohrmontage zusammenstellen, die man auch wieder spurlos vom Gewehr entfernen kann, sollte es dazu einen Anlass geben. Das Gewehr wird also in keinster Weise verändert.


    Man, I'm such a Genius...


    Denn mal ehrlich: Du hast ein ultra-heftiges Gewehr und ein wirklich perfekt dazu passendes Messingzielfernrohr in X-Large... Das gehört einfach zusammen.


    Dann ist es wirklich vom Allerfeinsten!


    Also: Warten auf Godot (wahlweise auch DHL), Schleifwolle, Bohrer, Prismenstücke und passende, posige Rändelschrauben zusammenkramen und sich darüber freuen, daß man gutes Metallwerkzeug am Start hat!


    We have the Fossils - we win!

  • Tolles Projekt, was hast Du nun an Andockpunkten?
    Vorne eine Schelle ist ja kein Problem, aber hinten? Was am Korn vielleicht? Oder kann man das fest genug auf die seitlichen Flächen des 8-Kant klemmen?