• Hallo,


    Demnächst bekomme ich meine WBK und es steht der Kauf einer KK Waffe im Kaliber 22 an.
    Nun, im Verein habe ich seither mit einer Walther GSP geschossen und diese liegt mir auch sehr gut.


    Nun stellt sich die Frage! Eine neue Walther Gsp Expert oder eine gebrauchte GSP. Die Preisunterschiede sind groß.


    Ich möchte die Waffe viele Jahre benutzen, deshalb tendiere ich eher auf die neue. Wer weiß wieviel Schußleistung eine gebrauchte schon hinter sich hat. Oder macht der GSP eine höhere Schußleistung gar nicht so viel aus?


    Ist die Neue Expert qualitativ noch genau so gut und vor allem haltbar wie die älteren GSP?


    Fragen über Fragen. Wer kann mir da etwas weiter helfen.


    Grüße
    Thomas

  • Hallo Thomas,


    Ich hab vor 2 Jahren eine gebrauchte GSP von 1978 gekauft mit einer Schussbelastung von rund 50 Schuss. Das war quasi der Auslieferungszustand. Habe damals echt ein Schnäppchen gemacht 150€.
    Mittlerweile hat sie rund 7000 Schuss durch. Abnutzungen an relevanten Teilen konnte ich bis jetzt nicht feststellen.
    Zur Qualität von dem Gerät kann ich ein schönes Beispiel geben. Ich hab letztens bei meiner das Visier abgebaut und beim Zerlegen die Clicks gezählt und anschließend wieder zusammen gebaut und musste nicht korrigieren.
    Was wohl mal kaputt gehen kann oder getauscht werden muss : Federn, Schlagbolzen das hast du aber bei jeder Pistole mal.


    Ersatzteile gibt's bei Schießsport billharz.


    Wenn du nen neuen Griff für deine GSP willst, kann ich dir Rink Formgriffe empfehlen.


    Es gibt durchaus Läute die meinen die alten wären besser als die neuen beurteilen kann ich das aber nicht.



    Das aktuelle non plus ultra bei Sportpistolen von der Stange soll aber wohl Pardini sein.
    Bei der GSP kannst du aber vermutlich auf Dauer stressfreier schießen, da es die GSP einfach sehr verbreitet ist.


    Das wichtigeste was du jedoch nicht vergessen solltest ist direkt auch die gelbe WBK mit zubeantragen.

  • Seit 2002 schieße ich meine GSP Expert in .22 l.r..
    Also geschätzt min. 10000+ Schuss (meist CCI Standard) sind da nun durch. Erst DSB, dann BDS.


    1x war das Kimmenblatt verschwunden -wieso auch immer- und wurde erneuert. Das war es aber an Defekten.


    Grundreinigung erfolgt sporadisch - ca. 1x pro Jahr (maximal). Nach jedem Schießen wird aber 2-3x die Schnur durchgezogen.


    Für BDS Mehrdistanz musste ich dann irgendwann (weil das ist meine einzige .22er KW) einen Nill-Griff bestellen - weil der originale Griff ist da nicht! zugelassen. Das sollte man evtl. beachten.


    Fazit: solide Technik, die mich sicher bis zum Ende der Sportausübung begleiten wird.


    Aber ich habe keine Ahnung, ob es aktuell etwas besseres gibt!

  • Wenn das wirklich gut mit der Waffe funktioniert, würde ich mir an deiner Stelle auch so eine kaufen.
    Wie bereits Oben genannt, ist die Walther GSP, eine sehr weit verbreitete Sportpistole.
    Einen Formgriff bekommst du von der Firma Rink und über Ersatzteile solltest du dir keinen Kopf machen.
    Sie ist auf einem relativ einfachem Prinzip aufgebaut, daher kann außer der Federn oder Schlagbolzen nicht wirklich viel Kaputt gehen.


    Ansonsten mal auch die Feinwerkbau AW93 angucken, falls möglich auch probeschießen

  • Die Walther GSP hat mit Sicherheit Maßstäbe gesetzt.
    Dennoch sollte man bedenken, es ist eine 70 Jahre alte Konstruktion, die aus der Walther OSP kam. Die Bauweise Magazin vor dem Abzug hat prinzipbedingt den Nachteil der kurzen Lauflänge. Aus dem Kopf heraus - sie hat 4" Lauflänge und nutzt somit die zulässigen 6" nicht aus.
    Deswegen hat FWB eine Matchwaffe in konventioneller Pistolenbauweise entwickelt, die das Magazin im Griff hat und somit die volle Lauflänge ausnutzt. Das hat den Nachteil, dass man in der Griffgestaltung nicht mehr frei ist, insbesondere wird der Griffwinkel vom Magazin bestimmt.
    Deswegen hat Walther den Nachfolger SSP gebaut, wo versucht wurde, die Nachteile der GSP zu vermeiden.


    Walther Gsp