Diabolo Setzkraftunterschiede

There are 5 replies in this Thread which has previously been viewed 1,237 times. The latest Post (June 22, 2020 at 10:55 AM) was by Herr der Ringe.

  • Hallo zusammen.

    In einem anderen Thread (Diabolos von Air Ghandy) geht es beim Vergleich mit anderen Marken unter anderem um Setzkraftunterschiede. Werden Diabolos von Hand in das Aufnahmelager geladen, kann man je nach Gestaltung des Aufnahmelagers und der Diabolos deutliche Unterschiede der Setzkraft feststellen.

    Grund: der Kopf des Diabolos wird am ende des Aufnahmelagers (Übergangskegel) bereits in die Felder gepresst.

    Bei unterschiedlichen Kopfmaßen kann man eventuell auch schon leichte Druckunterschiede feststellen bis das Diabolo bündig mit dem Lauf abschließt. Leider ist es dann für einen Wechsel zu spät.

    Diabolos unterschiedlicher Marken mit gleichem (geprüften) Kopfmaß können stark abweichende Setzkräfte Aufweisen.
    Dies liegt jedoch nicht allein an den unterschiedlichen Bleihärten und Kopfmaßen, -die natürlich auch vorhanden sind-, sondern vielmehr an vorhandenen Formunterschieden wie zB. der Führungsringbreite. Je breiter die Führungsringbreite (bei gleichem Kopfmaß) ist, desto mehr Material muss beim Setzen verdrängt werden.

    Das JSB Diabolo besitzt eine recht spitze Ausformung des Führungsrings, während bei H&N wirklich von Führungsring gesprochen werden kann.

    Wer jetzt noch bis zum Choke weiterdenkt, (Laufverengung um ca. 0,04mm im Mündungsbereich), kann sich auch erklären dass Formbedingte Stauch- und Reibungskräfte auf die Vo Einfluss haben.

    Gruß HdR

  • Servus HdR,

    sehr guter Ansatz! Danke für diesen Fred.. wie auch immer ^^ ja Threat..

    Ich habe zur Zeit immer die gleichen Diabolos aus einer Charge, TopShotSilber, wenn Dose durch dann die Nächste.

    Nach meiner bescheidenen Meinung und bescheidener Ausstattung halte ich, das von Dir Beschreibene, als Abhängigkeit auch vom Lauf.

    Ich habe diverse Vergleichsmöglichkeiten von Knickladern von nagelneu bis über 50 Jahre alt bis zu Co2 Einzellader und Co2 mit Magazin.. (immer gleiche Diabolos, immer gleiche Charge)

    Jede einzelne Waffe hat ihre Setzkraftunterschiede meiner Meinung nach. Der meiste manuell beanspruchte Teil des Laufes ist da wo der Schütze das Diabolo "reinpfriemelt".

    Habe für diesen Fred soeben zwei baugleiche Diana 35 verglichen und spüre auch hier einen Setzkraftunterschied mir selber Charge und Marke.

    Bei Matchwaffen im 4-stelligen Bereich habe ich absolut keine Ahnung.

    Sollte ich sehr falsch liegen bitte ich gerne um Kritik und Verbesserung,

    lg Pit

    "ich habe noch niemals versagt, ich habe nur tausende Möglichkeiten gefunden wie es nicht funktioniert"

  • Hi Pit BC,
    Da hast Du natürlich recht. Läufe unterschiedlicher Hersteller sind unterschiedlich in ihrer Bauart. (Feld- Zugdurchmesser, Anzahl der Züge, im besonderen die Lage des Übergangskegels). Selbst Läufe vom gleichen Hersteller sind noch mit Fertigungstoleranzen behaftet.
    Die drei gezeigten Diabolos wurden alle durch den gleichen Lauf (Lothar Walther) einer Walther LG400 verschossen. ;)
    Gruß HdR

  • Hi HdR,

    lass uns doch mal diesen Gedanken fortführen...

    wenn ein Lauf gefertigt wird kann es denn sein dass dieser immer mir dem selben "Anfang" von Feldern und Zügen beginnt... (ich kann mir selber grad nicht folgen und hoffe Du verstehst was ich meine) .. Also mit "Anfang" bezeichne ich jetzt mal "Laienhaft" da wo ich den Diabolo "reinpfriemle". Zuerst ein Feld und dann ein Zug oder zuerst ein Zug und dann ein Feld. Ich weiß es könnte totaler Unfug sein... würde aber (auf die ersten Millimeter) erklären warum ein Diabolo in manche Läufe reinflutscht und in anderen Läufen hakt..

    LG Pit

    "ich habe noch niemals versagt, ich habe nur tausende Möglichkeiten gefunden wie es nicht funktioniert"

  • Zuerst ein Feld und dann ein Zug oder zuerst ein Zug und dann ein Feld.

    Da die Züge und Felder ja glücklicherweise nicht quer im Lauf angeordnet sind, kommt das ja wohl immer auf's Gleiche raus. Wenn bei einer Waffe das Einführen der Dias zu schwer geht, kann man dort durch Polieren des Laufeingangs das Optimum herausholen.