Diana Oktoberfestgewehr Umbauten/ kleine Verbesserungen

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    • Diana Oktoberfestgewehr Umbauten/ kleine Verbesserungen

      Hallo Zusammen,

      das Okti ist nun doch schon eine Weile auf dem Markt. Nachstehend möchte ich euch als Ergänzung zu Reparaturanleitung und standfest machen nun ein paar meiner kleinen Bastelarbeiten zeigen, die mir das Okti angenehmer gemacht haben:

      Kapitel 1: Die Kimme
      Diese ist beim originalen Okti aus Kunststoff und verschiebt sich bei jeder Berührung.
      Prinzipiell passt jede Kimme, die sich auf einer 11mm Prismenschiene montieren lässt. Optisch am Nächsten kommt allerdings das "Williams-Visier", welches manchmal auf eGun erhältlich ist:









      Kapitel 2: Der Kornsattel:
      Der Kornsattel ist nur auf den Lauf aufgeklebt und ich wollte ihn nach der Demontage des Laufes, wo der Kleber abgemacht werden muss, nicht mehr ankleben.
      Ich habe das mit einer M4-Madenschraube und einem in den Kornsattel eingeschnittenen Gewinde gelöst:




      Zusätzlich hat mich dieser Stöpsel für das Magazinrohr genervt. Also habe ich einen Schlitz zwischen Lauf und Magazinrohr in den Kornsattel gesägt, von unten ein konisches Loch in den Kornsattel gebohrt und ein Stahl-BB in das konische Loch gelegt. Dann Schrumpfschlauch drüber.





      Das Stahl-BB hält nun die Kugeln davon ab, herauszurollen.



      Zum beladen wird der mitgelieferte Trichter in den Kornsattel gesteckt, welcher das Stahl-BB zur Seite schiebt und den Weg freigibt.



      Sieht man den Trichter wieder raus, versperrt die Kugel wieder den Weg.

    • Kapitel 3: Der Spannhebel
      Der Spannhebel schlackerte mir ab Werk zu stark. Also habe ich eine alte Ventilspielfühlerlehre geopfert und mir eine Beilagscheibe daraus geschnitten, um das lineare Spiel nach vorne und hinten zu begrenzen:



      Eingesetzt habe ich die Scheibe dann auf der Spannhebelachse an dieser Seite:



      Das seitliche Spiel habe ich durch einen Schweißpunkt begrenzt:





      Da mir beim repetieren anfangs immer wieder passiert ist, dass der Spannhebel in der vorderen Position nicht ordentlich umgelegt war und in die Kerbe gegriffen hatte:

      falsch:


      richtig:


      und somit passieren kann, dass der Kugellift nicht ganz oben ist, was für Klemmer und Verstopfungen sorgt, habe ich unter die Kugelwippe in den Schaft eine K98-Zubringerfeder eingeklebt:





      Dies sorgt dafür, dass man nach dem Spannen den Spannhebel loslassen kann, und dieser von selbst nach vorne schnellt und nur noch umgelegt werden muss. Ich bin mir nicht sicher, ob dies zur Vermeidung von Fehlbedienung bei mir beigetragen hat, oder weil ich mittlerweile besser darauf achte, dass der Spannhebel auch wirklich richtig umgelegt ist.




    • Kapitel 4: Das Zählwerk

      Was eine echte Rummelplempe sein will und sich Nachfolger des Diana 30 schimpft, braucht ein Zählwerk. Da ich keinen analogen Handzähler gefunden habe, der gut in den Schaft passt, dachte ich mir "Neuauflage darf auch digital sein".
      Also einen Handzähler besorgt (gibt's für unter 3€ bei eBay):







      Hier soll das Teil sitzen, Anprobe ohne Gehäuse:



      Und jetzt verkabelt:
      Ich habe den Resetknopf so eingebaut, dass er über ein Loch vor dem Abzug zugänglich ist und mit einem "Rückstellschlüssel" (dünner Gegenstand wie Schraubenzieher o.Ä.) bedient werden kann.



      Der Zählerknopf ist ein "Rifleman'scher Kontaktloszähler", also ein Reedkontakt, der durch einen Neodymmagneten hinten an der Kugelwippe betätigt wird.
      Dadurch wird bei jedem Spannvorgang einmal hochgezählt.




      Fenster in den Schaft reingesägt:



      Gesamtansicht:



      Und nach Schaft abziehen /neu beizen:




      Der Zähler merkt sich den letzten Stand und zählt beim nächsten Schießen einfach weiter. Ich finde, das macht das "Schießbudenfeeling" noch authentischer und sieht nicht verkehrt aus.
      Außerdem kann man die Schüsse seit der letzten Störung dokumentieren :D (sofern man sie noch nicht standfest gemacht hat).
    • Kapitel 5: Der Schaft
      Da der Originalschaft aus chinesischer Weichgurke besteht (zumindest bei den ersten Oktis) und sich mit dem Fingernagel eindrücken lässt, habe ich mich an meinen ersten Eigenbauschaft aus Buchenschichtholz entschieden.
      Schichtholz deshalb, weil es für den Anfang gut geeignet ist, ich habe keine Fräse für die Systembettung und muss den Schaft deshalb aus 2 Teilen fertigen.
      Außerdem hatte ich noch ein Stück alte Tischplatte übrig :D .

      Also Angefangen mit dem Material:



      2 gleich große Stücke zugesägt:



      Angefangen, das System einzupassen:





      Andere Seite und mal zusammenhalten:







      Passt schon ganz gut. Dann wurde die Rohform angepasst.:







      Erstmal alles Grob mit der Raspel und Schichtholz aufspalten.




    • Ohne System weiter in Grundform bringen:





      Schaftkappe anpassen, weiter in Form bringen:





      Fertig geschliffen, gebeizt und geölt ist nun ein schöner Hartholzschaft entstanden, der auch mal umfallen kann, ohne eine Delle zu bekommen:





      Die weiße Platte zwischen Schaft und Kappe ist ebenfalls eine Idee von Rifleman. Ich habe es ihm nachgemacht, weil es sich optisch schön absetzt und an die alten Dianamodelle a la 35 erinnert. Die Platte ist aus weißem Plexiglas.

      Das war es erstmal von meiner Seite mit kleinen Verbesserungen, die das Okti noch schöner und noch komfortabler machen. Über Updates halte ich euch natürlich immer auf dem Laufenden :thumbup: .