Posts by Tarkus the Maverick

    Es gibt BB-Waffen, bei denen die Kugeln magnetisch in Position gehalten werden. Da funktionieren selbstverständlich nur Stahl-BBs und alle anderen (Blei, Kunststoff usw.) scheiden aus. Solche Waffen sind aber mittlerweile eher exotisch geworden.


    In den meisten BB-Waffen dagegen lassen sich Kugeln aus allen angebotenen Materialien verschießen. Und da haben auch Kunststoff-Kugeln durchaus ihre Daseinsberechtigung. Durch ihre extrem niedrige Masse sind sie rein rechnerisch etwa 70%(!) schneller, als Stahl-BBs. Dadurch ist ihre Flugbahn gerader, was für die Schusspräzision zunächst sogar von Vorteil ist. Sie werden allerdings (eben wegen der geringeren Masse) von der Luft stärker abgebremst und auch von Seitenwind stärker beeinflusst. Für größere Distanzen und/oder bei stärkerem Wind sind sie also weniger geeignet. Für's Schießen auf wenige Meter Entfernung in der Wohnung sind sie dagegen nahezu ideal, besonders, weil sie wegen der geringeren Festigkeit (man kann sie sogar zerkauen!) ggf. weniger Schaden anrichten, wenn man versehentlich mal etwas Zerbrechliches trifft.

    Anmerkung zum Zielen:


    Es ist keineswegs so, dass bei allen Linkshändern das linke Auge und bei allen Rechtshändern das rechte Auge das dominante Auge ist. Es gibt auch umgekehrte Fälle.


    Welches das dominate Auge ist, kann man z. B. herausfinden, indem man mit ausgestrecktem Arm und Zeigefinger auf ein Ziel zeigt und dann abwechselnd das eine und das andere Auge schließt. Das Auge, bei dem der Finger dann tatsächlich auf's Ziel zeigt, ist das dominante Auge. Den Tipp hab ich mal in einem Billard-Schulungsvideo gesehen.


    Ich vermute übrigens, dass es beim beidhändigen Schießen reine Übungssache ist, mit welcher Hand man abzieht und mit welcher man führt, um mit dem dominaten Auge komfortabel zielen zu können. Das ist, wie beim Schalten mit Rechtslenker-Autos. Nach einer Weile der Gewöhnung klappt es im wahrsten Sinne mit Links.

    Ok, so weit, so einleuchtend. Dennoch würde ich beim glatten Lauf eher Bleirundkugeln statt Dias verwenden. Muss man halt mal alles ausprobieren, was besser geht, was besser trifft.

    Ja, allerdings ist Blei nicht bei allen BB-Waffen die beste Wahl. Insbesondere die etwas schwächeren Exemplare kommen mit den extrem leichten Kunststoff-BBs von ASG (0,13 g) besser klar, weil bei denen mit Stahl oder Blei die Mündungsgeschwindigkeit so niedrig ist, dass damit eine Distanz von 10 Metern schon zu groß ist.


    Mitentscheidend für die Präzision von BB-Waffen ist auch, wie nah der Kugeldurchmesser am Laufdurchmesser liegt. Man kann das testen, indem man eine BB von vorne in den Lauf fallen läßt. Wenn die BBs sehr nah am Laufdurchmesser liegen, kann die Luft nur langsam vorbei strömen und die Kugeln fallen entsprechend langsam (sozusagen "saugend") hinein bzw. wieder heraus. Eine diesbezüglich optimale Paarung ist z. B. die Kombination meiner UX RaceGun (kleiner Laufdurchmesser) mit den schwarzen Stahl-BBs von H&K (großer Kugeldurchmesser). Damit erreicht man schon fast Diabolo-Präzision.


    Aber wir reden hier ja von Revolvern mit Ladehülsen, also von Waffen, deren Toleranzkette ohnehin schon recht groß ist. Ob solche Waffen überhaupt für's Prazisionsschießen auf Scheiben geeignet sind, hängt u. a. davon ab, wie gut die Ladehülsen mit dem Lauf fluchten. Bei manchen ist der Versatz so groß, dass Flachkopf-Diabolos am Laufeingang anecken und somit schon von vornherein deformiert werden oder dort sogar stecken bleiben. Abhilfe schaffen Rund- oder Spitzkopf-Diabolos, die sich dank ihrer Geometrie in den Lauf hinein zentrieren. Leider haben die aber den Nachteil, dass sie keine so sauber gestanzten Einschusslöcher produzieren, wie man sie sich beim Scheibenschießen eigentlich wünscht.

    @ Schiesser:


    Ich verwende in geschlossenen Räumen meist Gecos (weil preisgünstig und trotzdem noch recht präzise) und draußen (um kein Blei in der Umwelt zu verteilen) FTT green.


    Da Stahl-BBs zu hart sind, um sich dem Laufdurchmesser anpassen zu können, sind sie untermaßig. Das heißt, zwischen den Stahl-BBs und dem Lauf ist Spiel. Und demzufolge werden sie nicht präzise geführt.


    Diabolos dagegen sind übermaßig und passen sich exakt der Innenform des Laufs an, egal, ob glatt oder gezogen. Dies gibt ihnen also eine präzisere Führung als bei Stahl-BBs


    Die Geometrie von Diabolos ist an sich schon selbststabilisierend. Der Kelch befindet sich zunächst im Windschatten des Kopfes. Sobald das Diabolo zu taumeln beginnt, also der Kelch den Windschatten verlässt, wird er von der anströmenden Luft wieder zurück gedrückt. Dieser Vorgang schaukelt sich allerdings immer mehr auf, so dass sich Diabolos letztlich dann doch irgendwann überschlagen. Um diesen Effekt hinauszuzögern gibt man ihnen bei gezogenen Läufen mittels des Dralls eine lagestabilisierende Eigenrotation mit auf den Weg.


    Ein Trudeln, das zu Quereinschlägen führt, findet aber noch nicht auf den ersten Metern statt. Je kürzer die Schussdistanz, desto geringer ist daher der Präzisionsunterschied zwischen glatten und gezogenen Läufen. Und da die Distanzen beim Westernschießen doch eher sehr klein sind, kann man bei den dafür vorgesehenen Waffen, wie dem Schofield, durchaus auf die zusätzliche Lagestabilisierung durch Rotation verzichten.


    Selbstverständlich wären solche Waffen mit gezogenen statt glatten Läufen noch präziser und vor allem auch für größere Distanzen geeignet. Den Colt SAA zum Beispiel gibt es ja nicht ohne Grund in Versionen mit glatten und gezogenen Läufen. Da kann dann Jeder selber entscheiden, was ihm wichtiger ist. Entweder mehr Reichweite für's Präzisionsschießen, oder die Möglichkeit, sowohl Diabolos, als auch BBs verschießen zu können.


    Bei klassischen Westerndisziplinen, wie z. B. Quick-draw-shooting, sind die Ziele aber eh so nah und so groß, dass die Präzision der Waffe ohnehin fast keine Rolle spielt. Um auf 5 Meter einen aufgeblasenen Luftballon zu treffen, braucht man halt keine Präzisionswaffe.

    Stimmt - hab jetzt auch gelesen, dass wohl der einzige Unterschied in den Hülsen besteht. Vorderlader: BB`s, Hinterlader: Dias. Ich werd aber wohl bei BB`s bleiben, Dias sind teurer, und machen in einem glatten Lauf nicht viel Sinn.

    Kommt d'rauf an, was du unter "nicht viel" verstehst! Die Lagestabilisierung durch die von Zügen bewirkte Rotation ist auf kurze Distanzen noch nicht zwingend erforderlich. Meine Colts SAA mit glatten Läufen schießen jedenfalls mit Diabolos reproduzierbar präziser, als mit BBs. Und bis ca. 10-12 m gibt es auch noch keine Quereinschläge.

    Was passiert da? Materialermüdung für die Feder und Kolben, da kein wiederstand?Habe halt oft gehört, das man es nicht machen sollte, jedoch ohne Erklärung waurum.
    Bei Co2 entsteht vlt. kleines Kälteschock aber gehärtetes Lauf kann dadurch wohl kaum schaden nehmen.


    Gruß
    Ywes

    Zu Prellern:
    Genau das ist es. Das fehlende Luftpolster bei Leerschüssen kann einen Aufprall bewirken, der entweder plötzlich oder schleichend zu Beschädigung(en) führt. Das ist aber nicht bei allen Prellern gleich. Je nach Aufbau sind manche diesbezüglich sehr empfindlich und manchen macht es praktisch nichts aus. Also besser möglichst vermeiden.


    Zu CO₂-Waffen:
    Da hier nur Gas freigesetzt wird, passiert rein gar nichts, auch kein "Kälteschock". Woher sollte der auch kommen? Egal, wie kalt das ausströmende CO₂ auch sein mag, es sind gerade mal 1 bis 2 Hundertstel Gramm pro Schuss, und die verharren allenfalls Millisekunden im Lauf. Selbst wenn man die 12 g einer Kapsel komplett abblasen lässt, führt das nur zu einer geringfügigen Laufabkühlung. Wobei Abkühlen ohnehin keine Veränderungen bewirkt.

    Ganz unabhängig von der in diesem Fall genannten Waffe, ist die Kernfrage doch, ob es zulässig ist, energiesteigerne Maßnahmen durchzuführen, so lange man damit im zulässigen Bereich von 7,5 Joule bleibt.


    Beispiel: Die maximal sinnvolle Gasmenge pro Schuss ist stark von der Lauflänge abhängig. Wenn man z. B. bei einem S&W 586/686, der mit einem 6" Lauf ausgeliefert wurde, den Lauf gegen einen mit 2,5", 4" oder 8" Lauf austauscht, was ausdrücklich vorgesehen ist, müsste zur optimalen Abstimmung pro Schuss weniger bzw. mehr CO₂ abgegeben werden. Wäre es also zulässig, die Ventilsteuerung dahingehend zu "justieren"? Oder wäre das, trotz Einhaltung der 7,5-Joule-Grenze, bereits eine unzulässige Manipulation?

    @ Mike_aus_Bremen:


    Auch mir ist die Zerstörungswirkung einer F-Waffe nicht wichtig. Ich will, so wie du ja schon schreibst, entweder sauber gestanzte Löcher beim Scheibenschießen, oder gerade so viel Energie, dass Plinkingziele zwar umfallen, aber dabei möglichst heile bleiben.


    Die hier gestellte Frage zielt aber nun mal auf etwas anderes ab. Manche Schützen legen halt Wert auf ein hohes Zerstörungspotenzial. Und da kommt es eben auf Form, Masse und Härte des Geschosses an.

    Ersteinmal vielen Dank für die Antworten.


    Ich verstehe das Impuls wichtiger ist als Energie nun. Doch ist dein Irrtum einfach anzunehmen das F Waffen bei egal welchem Diabolo Gewicht 7.5 J Mündungsenergie produzieren. Außerdem sind m und v in p=mv antiproportional damit ist es egal ob ich ein Geschoss von 0.5 g und 200 m/s hab oder eins von 1 g mit 100 m/s. Und damit wäre es bei gleicher Form und Härte/Dichte des Materials egal welchen Diabolo ich verwende.

    Ich schrieb doch bereits, dass die Mündungsenergie durchaus vom Geschoss (z. B. durch Reibung) beeinflusst werden kann. Diesbezügliche Unterschiede sind aber eher gering.


    Und ja, es ist in der Tat so, dass es bzgl. des Impulses egal ist, ob sich die Masse oder die Geschwindigkeit um einen bestimmten Faktor erhöht.


    Das mag dir gefallen oder auch nicht, aber physikalische Gesetze sind nun mal nicht verhandelbar.

    ...Angenommen wir haben von Form und Härte zwei identische Diabolos. Lediglich das Gewicht unterscheidet sich um z.b. 0,1g.


    Dann hätte der leichtere eine höhere Geschwindigkeit und folglich mehr Energie (da die Geschwindigkeit wichtiger ist wenn man die Formel E=(m x v^2)/2 nimmt.)
    ...

    Irrtum!


    Nicht die Geschwindigkeit, sondern die Energieabgabe ist relativ konstant. Sie unterscheidet sich bei unterschiedlichen Geschossen lediglich minimal durch unterschiedliche Reibfaktoren, Losbrechkräfte und so weiter. Mit zunehmender Schussdistanz sind bzgl. Energie schwerere Geschosse im Vorteil, weil bei ihnen der Luftwiderstand geringere Auswirkung hat. Andererseits sind dann leichtere Geschosse präziser, weil schneller.


    Wenn es um's Zerstörungspotenzial geht, sind schwere Geschosse bei hart auf hart (z. B. Stahlkugel bzw. Stahlkern bei Diabolos auf Glas, Porzellan oder Keramik) im Vorteil, weil es dabei weniger auf die Energie (E=mv²/2) ankommt, sondern mehr auf den Impuls (p=mv).


    Beispiel für eine Waffe mit 7,5 Joule Mündungsenergie und zwei Geschossen, deren Masse 0,3 g bzw. 0,5 g beträgt (Ergebnisse gerundet):


    Nach der Energieformel fliegt das 0,3 g leichte Geschoss mit 224 m/s und das 0,6 g schwere Geschoss mit 158 m/s.


    Setzt man diese Werte in die Impulsformel ein, ergibt sich bei 0,3 Gramm ein Impuls von 67 gm/s und bei 0,6 g von 95 gm/s.

    Meinen ersten Kontakt mit Computern hatte ich Ende der sechziger Jahre. Unserem Mathe- und Physiklehrer ist es hin und wieder gelungen, die damals namhaften Hersteller (Wang, Olivetti usw.) zu überreden, ihm Vorführgeäte für die Schule für ein paar Wochen leihweise zu überlassen. Ich war Einer der Wenigen, die sich dann nach dem Unterricht bis in den mitunter späten Abend mit den Dingern beschäftigt haben.


    Die Geräte waren größer und schwerer, als eine Waschmaschine, kosteten mehr, als ein Mittelklassewagen, konnten aber nicht mehr, als später ein einfacher programmierbarer numerischer Taschenrechner. Kurzum, man konnte ein paar mathematische Formeln eingeben und das war's auch schon. Die Eingabe erfolgte allerdings nicht per Tastatur, sondern man musste mittels Schablone von Hand die Befehle im Binärcode in Lochkarten stanzen.


    Später, während meines Studiums, gab es die Vorläufer der heutigen PCs. Die beiden an unserer Uni für Studenten verfügbaren "Tischrechner" (Apple Europlus II) waren so stark ausgebucht, dass ich mir das Programmieren (in Basic) anhand eines Buches zuhause (also ohne Computer) beigebracht habe, um dafür nicht die Zeit am Rechner zu vergeuden. Das Betriebssystem musste damsls übrigens bei jedem Booten ersz mal von einer "Startdiskette" eingelesen werden. Kurz danach kam der erste Commodore C16, später C64 auf den Markt.


    Ich selber besaß zu der Zeit das Flaggschiff unter den Taschenrechnern, den TI58 (Preis ca. 500 DM) von Texas Instruments und kurz darauf dessen großen Bruder TI59 (ca. 1000 DM). Einziger Unterschied: Der TI59 konnte Magnetkärtchen beschreiben und lesen und doppelt so lange Programme speichern. Beim TI58 dagegen musste man die Programme jedes mal Schritt für Schritt neu eintippen!!!


    Ich denke übrigens nicht, dass die heutige Jugend diesbezüglich anders ist, als wir es waren. Der Unterschied ist nur, dass sich die heute verfügbare Massenware fast Jeder leisten und auch ohne nennenswerte Fachkenntnis bedienen kann.


    Ich bin aber froh, die Anfänge mitgemacht zu haben, um auch mit komplexeren Programmen/Apps problemlos klar zu kommen. Mit der Konfiguration der für mich mittlerweile nahezu unverzichtbaren Datensicherungs-App "FolderSync" zum Beispiel wären die meisten Smartphone-Nutzer schon völlig überfordert.

    @ Headhunter66:


    Okay, das mit dem Reinigen ist vielleicht nicht sooo gravierend. Wenn ich's mir recht uberlege, stört mich bei Holzkohle auch mehr die Vorlaufzeit, bis ich endlich was auf'm Teller habe. Ich bin halt eher der Spontanesser, bei dem zwischen hungrig und satt möglichst wenig Zeit liegen sollte. Da kommt's auch schon mal vor, dass ich auf's ursprünglich geplante Grillen oder Kochen verzichte, und mir einfach 'ne Stulle rein schiebe.


    Nicht dass ich gutes Essen nicht zu schätzen wüsste! Ich gehe auch gern mal auf Sterneniveau essen und lass' mir dort sogar ausdrücklich die "Damenkarte" geben (also die, auf der keine Preise stehen). Aber da krieg' ich ja die Zubereitung nicht mit, die mich ungeduldig machen würde.

    Für mich muss der Aufwand in einem vertretbaren Verhältnis zum Nutzen stehen.


    Wenn wir zu zweit zum Abendessen mal grillen, verginge mir der Appetit schon bei dem Gedanken, dass ich anschließend den Holzkohlegrill reinigen muss. Daher grillen wir im kleinen Rahmen nur auf einem Elektogrill mit Antihaftbeschichtung. Hinterher abwischen, wegstellen und fertig!


    Den großen Holzkohlegrill benutze ich nur, wenn mal mehr als nur eine Handvoll Besucher da ist.


    Was den Geschmack des Grillgutes angeht, wird die Art des Grillens m. E. eh überbewetet. Im Blindtest könnten Viele vermutlich nicht mal zuverlässig zuordnen, welches Grillgut auf welcher Art Grill zubereitet wurde.

    Ich sehe es weitgehend wie JvB.


    Vor etwa 20 Jahren war ich noch einer der ganz wenigen, die bereits einen Internetzugang hatten. Es gab zwar auch damals schon Internet-Communitys, aber noch keine weltweite Vernetzung wie heute bei FaceBook, Twitter und so weiter.


    Ich weiß daher nicht, ob die Kriminalität seither tatsächlich angestiegen ist, oder ob das nur ein gefühlter Anstieg ist, weil über die heutigen Social Medias selbst die kleinste Bagatelle weltweit verbreitet wird.


    Was allerdings deutlich zugenommen hat, ist (im negativen Sinne) die Qualität von Angriffen!


    Da wir von der Biker Union auch Kontakte zu MCs (Motorradclubs) pflegen, habe ich mal bei Einprozenter-Clubs (Bandidos, Gremium, Outlaws) gefragt, mit wem sie jeweils die größten Probleme haben. An erster Stelle nannten sie nicht etwa andere Clubs, mit denen sie verfeindet sind, sondern die sich immer mehr verbreitenden Straßengangs, weil die nämlich völlig unberechenbar sind und eine selbst unter Einprozentern nie gekannte Brutalität an den Tag legen.


    Das Gleiche beobachte ich auch im Kleinen schon seit Jahren, und das begann schon lange vor der Verbreitung des Internets.


    Bei Auseinandersetzungen wird nicht mehr aufgehört, sobald klar ist, wer der Stärkere ist, sondern das Ziel ist immer öfter, den Gegner völlig zu vernichten, selbst wenn der längst wehrlos ist.


    Und das wiederum ist m. E. der Weichei-mentalität der Pseudopazifisten zu verdanken, die ihre Kinder bzw. Schüler die Opferrolle geradezu anerziehen und dafür gesorgt haben, dass heute nicht mal mehr Erwachsene Gegenstände mit sich führen dürfen, die zu meiner Kindheit und Jugend noch als Spielzeug angesehen und auch nur als solches benutzt wurden. Fast Jeder von uns Jungs hatte damals ein "Fahrtenmesser" am Gürtel mit doppelt so langer Klinge wie heute erlaubt ist, aber Keiner von uns wäre jemals auf die Idee gekommen, bei einer Aussinandersetzung sein Messer als Waffe einzusetzen. Da gab's, wenn überhaupt(!), mal was auf's Maul und die Sache war erledigt.


    Eine weitere Verstärkung des Gewaltproblems hat die Süd- und vor allem Osterweiterung der EU mit sich gebracht. Da kommen Kriminelle zu uns rüber, denen ein Menschenleben rein gar nichts bedeutet.


    Begonnen hat es allerdings noch viel früher. In den 60er Jahren holten wir uns Millionen von damals so genannten Gastarbeitern ins Land. Und weil man damals davon ausging, dass die irgendwann wieder zurück in ihre Heimat gehen, hielt man es nicht für erforderlich, sie in unsere Gesellschaft zu inkludieren. Im Gegenteil! Man wies ihnen Wohnviertel zu, in denen sie unter sich blieben. Anders als geplant, sind sie aber hier geblieben und wohnen mittlerweile nun schon in dritter und vierter Genaration bei uns. Und aus den provisorischen Gastarbeitersiedlungen sind Ghettos geworden, in denen sie gar keine Veranlassung sehen, sich unseren Sitten, Gebräuchen und Regeln anzupassen.


    Daran jetzt im Nachhinein noch etwas ändern zu wollen, ist mitllerweile leider nahezu aussichtslos.


    Man kann nur hoffen, dass unsere Verantwortlichen daraus wenigstens gelernt haben und den Fehler bei den in den letzten Jahren aufgenommenen Flüchtlingen nicht wiederholen. Denn angesichts der nach wie vor brisanten Situation im nahen Osten ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie irgendwann dorthin zurück gehen, doch eher gering.