Pistole 9mm: Walther P99 Sonderedition Special Operations

  • Testbericht zur Walther P99 Sonderedition Special Operations





    Heute möchte ich euch einen echten Schreckschuss-Klassiker vorstellen, die Behörden- und Filmwaffe schlechthin.
    Bekannt auf der ganzen Welt, tausendfach zum Einsatz gekommen, ob im behördlichen Bereich, beim Militär, bei Sondereinheiten,Sportschützen und und und.

    Die Walther P99


    Das scharfe Vorbild wurde im Jahr 1994 entwickelt und ist seit 1996 in Fertigung und somit auf dem Markt erhältlich.
    Ebenfalls im Jahr 1996 kam bereits die Schreckschussversion der P99 auf den Markt
    Die damalige PTB der Waffe lautete 637, hier war beispielsweise der Schlagbolzen noch aus Zinkguss gefertig,
    was für die Zuverlääsigkeit der Waffe nicht unbedingt von Vorteil gewesen ist.


    Äusserlich kommt die P99 dem echten Vorbild sehr nahe, mir fehlt am meisten die Anzeige am Ende des Schlittens, ob die Waffe in gespannten geladenen Zustand ist oder nicht.
    Dies ist bei der scharfen selbstverständlich der Fall und weißt den Schützen darauf hin, in welchem Zustand sich die P99 befindet.
    Bei der Schreckschussausführung kann dies nur erahnt werden, bzw durch vorsichtiges herantasten am Abzug erfühlt werden.
    Dies ist allerdings mit einigen Risiken verbunden , die für den Schützen am Ende zu gesundheitlichen Problemen führen könnten.
    Daher empfehle ich stets strengestens darauf zu achten, ob sich eine Kartusche im Kartuschelager befindet oder nicht.
    Bei Zweifeln hierüber lieber das Magazin entfernen und den Schlitten zurück ziehen. Somit kann man auf Nummer sicher gehen.



    Muss man sie haben oder nicht? Das Thema und vieles weitere zur P99 wurde und wird immer und immer wieder im Forum diskutiert.
    Was kann die Waffe? Taugt sie was? Das sind natürlich Antworten die kann ich in diesem kleinen Bericht auch nicht beantworten.
    Dennoch möchte ich heute dem ein oder anderen die P99 aus dem Hause Umarex etwas näher bringen.


    Hier geht es zwar um die Sonderversion "P99 Spezial Operations" die limitiert auf 1000 Stück ist, dennoch unterscheidet sie sich kaum bis wenig von der Standartvariante der P99.

    Was ist anders an dieser Sonderversion?

    Das auffälligste Merkmal ist wohl der geschlitze, offene Verschluss überhalb des Laufs, dies sieht sehr markant aus und gibt der Waffe den richtigen Bad Touch.
    Der Lauf ist nicht brüniert wie sonst standartmäßig bei der P99, sondern vernickelt, was die Waffe ebenfalls nochmal aufwertet.


    Am Schlitten sind einige Bezeichnungen und Aufdrucke vorhanden, auf diese gehen wir aber weiter unten ein.
    Von der Funktion bleibt sich die P99 SO zu 100% gleich mit der normalen Standart Version der P99.


    Was dieses Set sicherlich sammlerwürdig macht, ist die Aufmachung bzw. Verpackung und der mitgelieferte Schalldämpfer.
    Dazu liegt noch eine extra DVD im Koffer bei, zu sehen ist hierbei ein kurzer Film über Walther und seine Produkte.


    Der Anschaffungspreis war damals wohl um die 200-230 Euro, genau kann ich dies leider auch nicht mehr sagen.
    Die P99 SO kam im Jahr 2006 mit limitierter Stückzahl auf den Markt und ist heute eigentlich nur noch über Egun und ähnliche Auktionshäuser zu bekommen.



    Technische Daten zur P99 SO:


    - Hersteller: Umarex Sportwaffen GmbH & Co.KG / Arnsberg


    - Kaliber: 9mm P.A.K.


    - Höhe: 136 mm


    - Breite: 33 mm


    - Länge: 180 mm


    - Gewicht: 640 g


    - Magazinkapazität: 15 Schuss +1


    - Anschaffungspreis: ca 230 Euro ( Standart Verion ca 160 Euro )


    - reales Vorbild: Walther P99 im Kaliber 9x19


    - : 762 (637 altes Model)


    - Abzug: SA / DA


    - Seriennummer: JB - 007 - 0203


    - Sicherung: Entspannfuntkion des Hammers


    - Gewinde für Abschussbecher: M 8x1


    - Beschuss: AG = 2006 / Köln
    - Zubehör: Schalldämpfer, Abschussbecher, Reinigungsbürste, Gebrauchsanweisung, DVD und der extra dafür angefertige große blaue Koffer.





    Kommen wir zu den Bildern der P99 SO:





    Mal eine etwas andere Aufmachung, diesmal in der großen blauen Box mit dem Schriftzug Walther.



    Seitlich ist wie bei allen Waffen aus dem Hause Umarex die genaue Artikelbezeichnung zu sehen.



    Das Innenleben des Koffers ist auch eine willkommene Abwechslung zum Standartköfferchen das uns sonst angeboten wird.


    Zu sehen sind hier:


    Waffe, Schalldämpfer, Abschussbecher zum Verschiesen von Pyros, Reinigungsbürste, DVD und die Gebrauchsanweisung zur P99.
    Im Schaumstoff sind noch weitere Plätze zum Unterbringen von Knallkartuschen oder Abwehrmunition und kleineren Zubehör untergebracht.


    Diese sind leider von Werk aus nicht befüllt und lediglich mit einem Schaustoffpfropfen bedeckt.
    Eigentlich schade, denn bei dem Anschaffungspreis hätte man doch noch ein paar Kartuschen beilegen können.


    Alles in allem macht der Koffer im Gegensatz zum Standart aber richtig was her und ist zudem sehr robust gebaut,
    man muss also keine Angst haben das sich durch mehrmaliges Schliessen und Öffnen irgendwas löst oder abbricht.


    So würde ich mir gerne alle Waffenkoffer wünschen, vielleicht nicht ganz so groß, aber dafür stabil gefertigt, mit ausgestanzten
    Mulden, in denen Waffe und Munition sauber untergebracht werden kann.



    Die P99 SO mit Seitenansicht von Links



    Die P99 SO mit Seitenansicht von Rechts



    Wie soll es anders sein, wenn man in die Mündung blickt winkt einem der diesmal nickelfarbene Mercedesstern entgegen,
    was aus Sicherheitsgründen gegen illegale Umbauten oder Umbauversuche ja leider ein notwendiges Übel ist.
    Dennoch hebt sich die Mündungsansicht von der Standart Version deutlich ab und gefällt mir persönlich sogar etwas besser.



    Die Rückansicht aus Sicht des Schützen. Bei der scharfen Variante der P99 wäre hier eine Ladezustandsanzeige zu sehen.



    Der Verschluss bzw. Schlitten der P99 wirkt durch das aufgeschlitzte Design viel sportlicher und gibt der
    Waffe ein ganz besonderes charakteristisches Aussehen, diese Bauart gefällt mir sehr gut.


    Seitlich am Schlitten erkennbar die Aufschrift:
    Nothing but the Best for the Best Was übersetzt heissen soll:


    Nichts als das Beste für die Besten




    Ebenfalls auf der linken Seite des Schlittens der Schriftzug One of One Thousend / Eine von Eintausend.
    Dies unterstreicht noch einmal die geringe Auflage der Waffe, was sie vielleicht in einigen Jahren unter Sammlern begehrt machen könnte.


    Bis dato ist davon allerdings noch nichts zu spüren. Die Preise schwanken aktuell zwischen 130 und 200 Euro.
    Das ist um einiges weniger als die Waffe vor 6 Jahren noch gekostet hat.


    Man wird sehen wie sich die Preisentwicklung die nächsten Jahre auf den Endkunden und Sammler auswirken wird.
    Selbst würde ich meine P99 SO aktuell nicht verkaufen wollen, da sie meiner Meinung nach jede Sammlug um einiges aufwertet.
    Ausserdem hebt sie sich von der Masse durch ihr extravagantes Design etwas mehr ab als andere Schreckschusswaffen
    .



    An der rechten Seite des Schlittens ist die persönliche Seriennummer angebracht, in meinem Fall besitze ich die JB ( was wohl für James Bond stehen dürfte ) 007-0203.
    Also eine im unteren Bereich der Stückzahl.
    Die JB Waffe mit der Seriennummer JB007-0007 befindet sich in Sammlerhänden eines Betreibers einer kleinen Homepage der sich ebenfall mit dem Thema befasst.
    Leider, denn die wäre mir fast lieber gewesen....



    Das Walther Logo bzw. die typische Walther Schleife sowie die Angabe zum Modell P99 wurden auf den Schlitten aufgelasert.



    An der rechten Seite des Schlittens sind die wichtigsten Zeichen einer jeden Schreckschusswaffe angebracht.
    Beschussstempel sowie PTB Nummer.
    Der Beschuss ist in diesem Fall 2006 in Köln durchgeführt worden.


    Die PTB lautet 762 und zeigt an das es sich bereits um die neuere Version der P99 handelt.
    Ausserdem sind hier zu sehen die Kaliberangabe, sowie der Hinweis Made in Germany.



    Bei zurück gezogenen Schlitten kommt der nickelfarbene Lauf schön zur Geltung, eine willkommene Abwechslung
    zur Standartbrünierung des Laufs.




    Hier noch einmal schön von oben erkennbar die Schlitzung im Schlitten, sowie
    das Kartuschenlager das ebenfalls genau wie der Lauf nickelfarben gehalten wurde.




    Der Zerlegevorgang der P99 geht relativ einfach, der Schlitten wird etwa 5 mm nach hinten geschoben, das die
    Aussparung direkt über dem Demonatebügel steht. Anschliessend kann dieser ganz einfach herraus gezogen werden.



    Das Herrausnehmen des Demonatebügels ist hier nochmal gut zu erkennen.
    Leider besteht der Demonatebügel wie soviel anderes auch an der P99 aus Zinkguss.
    Ich persönlich würde mir solche Teile immer aus Stahl wünschen, da es einfach hochwertiger wirkt.


    Um den Schlitten vom Griffstück zu trennen, muss dieser einfach nach hinten abgezogen werden.
    Davor muss das Magazin aus der Waffe entnommen sein und es ist darauf zu
    achten das sich keine Knallkartusche im Kartuschenlager befindet.



    Die Walther P99 SO im zerlegten Zustand.


    Dies teilt sich auf in Griffstück, Schlitten, Federführungsstange, Spiralfeder, Federführungsstangen Block,
    Demonatebügel und Magazin.



    Die Zuführrampe ist ebenfalls nickelfarben gehalten, man kann hier gut erkennen das mit dieser Waffe noch nicht viel geschossen wurde.




    Ein Blick vom hinteren Teil des Laufs bzw. Kartuschenlager quer durch den Lauf.
    Hier auch nochmal die Laufsperre erkennbar, die natürlich aus Stahl gefertigt worden ist.
    Ein Aufbohren des Laufs wird somit verhindert, sollte trotzdem der Versuch unternommen werden,
    die Laufsperre aufzubohren oder irgendwie anderweitig zu entfernen, würde der Lauf brechen und die Waffe
    hätte nur noch Schrottwert. Zudem wäre dann der alleinige Besitz der Waffe bereits strafbar.


    Die Firma Umarex in Arnsberg hat hierzu einige besondere Sollbruchstellen
    im Lauf und Kartuschenlager verbaut, die jeglichen Versuch einer Strafttat sofort unterbinden würden.




    Nochmal eine Detailaufnahme von der Mündung.
    Selbst wenn hier ein Bohrer angesetzt werden würde, so wird durch die
    Laufsperre, die extra so geformt ist, das der Bohrer in den Zinkmantel des
    Laufes abrutscht, jeglicher Versuch unterbunden. Man hat keinerlei Chancen hier einen illegalen Umbau vorzunehmen.
    Ich gehe deshalb in fast jedem meiner Testberichte so expliziet auf dieses Thema ein, da ich selbst schon viele Leute kennengelernt habe,
    die mich um Rat gefragt haben, ob denn nicht doch eine Möglichkeit bestehen würde die Laufsperre zu entfernen.


    Durch das ständige betonen in meinen Testberichten, das dies vollkommen unmöglich und höchst strafbar ist, erhoffe ich mir, das der ein oder
    andere sich solche Versuche gänzlich aus dem Kopf schlägt.


    Die P99 SO hat ein M 8x1 Gewinde das zu Aufschrauben des Abschussbechers bzw. des mitgelieferten Schalldämper gedacht ist.



    Hier gut zu erkennen der Hammer der P99, leider ist dieser nur aus Zinkguss gefertigt.
    Nach einigen hundert Schuss kann man hier bereits deutliche Abnutzungsspuren erkennen.


    Ausstosser und Abzugsgestänge sowie Schlittenfanghebel sind allerdings aus Stahl gefertigt worden.




    Von links nach rechts.
    Demontagebügel aus Zink / Spiralfeder aus Stahl / Federführungsstangenblock aus Zink / Federführungsstange aus Zink.
    Auch hier hätte ich mir mehr Stahlteile an der Waffe gewünscht.



    Das Doppelreihige Magazin der P99 ist aus Stahlblech gefertigt und hat eine Magazinkapazität von 15 Schuss.
    Ich empfehle allerdings immer die Magazine nicht randvoll zu befüllen, sondern es bei 12 oder 13 Schuss zu belassen.
    Somit wird die Magazinfeder etwas geschohnt und erschlafft nicht so schnell.


    Eine erschlaffte Magazinfeder kann zur Folge haben, dass die Knallkartuschen im Kaliber 9mm P.A.K nicht mehr ordentlich zugeführt werden.
    Zuführstöhrungen sind das Endergebnis.




    Zu Anschauungszwecken wurde hier ein Magazin mit einigen Knallkartuschen der Marke Geco befüllt.
    Eine Ladestandanzeige ist nicht vorhanden an den Magazinen der P99.


    Bedauerlich, denn ich finde dies immer für einen sehr großen Vorteil.


    Der Stossboden der P99 ist leider nur aus Zinkguss gefertigt, in Kombination mit Stahlhülsen ist das immer sehr ungünstg.
    Die Auszieherkralle ist aus Stahl hergestellt, ebenso der Schlagbolzen der P99.




    Nochmal eine Detailansicht des Schlittens von unten. Abriebsspuren sind hier noch kaum zu erkennen.



    Der Zusammenbau der P99 erfolgt in umgekehrter Reihenfolge wie die Demonate der Waffe.
    Erst wird der Federführungsblock samt Fedeführungstange und Feder eingeschoben, dann der Schlitten aufgesetzt.


    Beim einschieben des Blockes ist darauf zu achten, dass dieser mit der richtigen Seite in die Öffnung gesteckt wird,
    da sich ansonsten der Demonatebügel nicht einführen lässt.




    Die Waffe im zusammengesetzten Zustand. Das Magazin ist geladen.
    Das Magazin kann nun in den Magazinschacht eingeführt werden.




    Anschliessend wird der Schlitten bis ganz nach hinten gezogen, dann nach vorne schnallen lassen.
    Ein langsames vorgleiten des Schlittens kann zu Zuführstörungen führen.




    Um den Vorgang zu veranschaulichen wie die Kartusche aus dem Magazin über die Zuführrampe in das Kartuschenlager gedrückt wird,
    habe ich den Schlitten auf dieser Position gehalten.
    Ansonsten geschieht dies beim eigentlichen Repetiervorgang so schnell, das dies für das menschliche Auge nicht mehr wahrnehmbar ist.




    Die Waffe wäre nun schussbereit.


    Achtung! Die P99 verfügt über keine direkte Möglichkeit die Waffe zu sichern.

    Lediglich ein Entspannknopf steht zur Verfügung, um den Hammer in den DA Modus zu versetzen.
    Wenn der Entspannknpf nicht gedrückt wird, reicht leichter Druck auf den Abzug aus, um einen Schuss auszulösen.




    Der Entspannknopf befindet sich an der linken oberen Seite des Schlittens.




    Wird dieser Entspannknopf gedrückt, ist der Hammer der Waffe nicht mehr gesapnnt. Ein Schuss kann zwar immer noch abgegeben werden,allerdings jetzt nur im DA Modus.
    Dies hat zur Folge, dass der Abzug wesentlich schwerer durchzudrücken geht, bis der Schuss ausgelöst wird.


    Wurde ein Schuss getätigt, schnellt der Schlitten aufgrund des Gasdrucks nach hinten,
    die Auszieherkralle zieht zugleich die abgeschlagene Kartusche aus dem Kartuschenlager der Waffe.
    Die Kartusche wird während dieses Vorgangs automatisch seitlich ausgeworfen.




    Walther P99 SO mit aufgeschraubten Schalldämpfer.



    Die Frontansicht des Schalldämpfers ist allerdings eher als sehr bescheiden einzustufen.


    Eine bessere Umschreibung oder andere Wortwahl fällt mir hierzu nicht ein.
    Hat ein bisschen was von einer Spätzlepresse oder Fleischwolfaufsatz aus der heimischen Küche.
    Hätte man bestimmt viel besser und vor allem schöner lösen können. Ganz klarer Abzug in der B Note was die Optik betrifft.
    ( Zumindest bei aufgeschraubten Schalldämpfer )


    Seitlich wirkt dieser dann schon etwas humaner und schöner anzusehen.
    Der Schalldämpfer selbst ist aus Aluminium gefertigt, das Gewinde zum Einschrauben aus Stahl.
    Seitlich am Schalldämpfer der Sicherheitshinweis, das dieser nur für Gas und Signalwaffen zugelassen ist.



    Das Gewinde des Schalldämpfers M8x1



    An der Front kann dieser aufgeschraubt werden.




    Befüllt ist der Schalldämpfer mit Stahlwolle und Stahlwolle und natürlich noch mehr Stahlwolle.
    Wie auch immer, diese erfüllt zumindest teilweise ihren Zweck.


    Ich musste schon des öfteren lesen, dass durch diesen Schalldämpfer bis zu 75 % des Knallgeräuschs gedämmt werden.


    Dies stimmt defenitiv nicht!

    Eine 9mm P.A.K wird durch eine solch simlpe Konstruktion nicht auf das Geräusch einer 6mm Flobert reduziert.


    Wenn der Knall um 50 % verringert ist, ist das Maximum auch schon erreicht, so zumidest meine Erfahrungswerte mit diesem Schalldämpfer.
    In erster Linie in meinen Augen eigentlich für jeglichen Gebrauch unbrauchbar und ist wohl eher als optisches Highlight zu bewerten.
    Wobei hierbei wieder das Spätzlesieb an der Front des Schalldämpfers an der Optik nagt.


    Auf keinen Fall Abwehrkartuschen CN CS oder PV damit verschiessen, damit würde man sich selbst und seinen Augen bestimmt keinen Gefallen tun.
    Also den Schalldäpfer am besten da lassen wo er ist, in dem Koffer, oder aufgeschraubt zu Anschaungszwecken in der Vitrine.


    ( Dann aber möglichst so, dass man die Front nicht sehen kann)


    Es ist mir schleierhaft wie man die Optik eines Schalldämpfers dermaßen vermurksen kann, indem man ein halbes Dutzend Löcher vorne einbringt.
    Aber gut, ich bin kein Ingenieur und bin mit dem zufrieden was ich habe.



    Die P99 SO mit aufgeschraubten Abschussbecher, dieser dient dazu das Pyromunition verschossen werden kann.



    Die Signalsterne immer mit der offenen Seite in den Becher einführen,
    wenn dies anders herum geschieht, gibt es keinen Lichteffekt und der Pyro fliegt ohne Effekt aus dem Abschussbecher




    Hier nochmal ein Bild, welche Seite oben bzw. unten sein muss.



    Auf dem Pyro ist ein G zu sehen, dies bedeutet das dieser in grüner Farbe leuchten wird.
    Pyros immer senkrecht abfeuern, niemals waagerecht, hierbei können für umstehende Pesonen ernsthafte Schäden entstehen.




    Meine Empfehlung zum Thema Knallmunition ist wie immer RWS, Umarex-Walther und Geco.


    Diese sind alle sehr zuverlässig befüllt und geben einen satten und schönen Knall ab.


    Von Exoten wie Özkursan, Partizan oder YAS rate ich ab.



    Das einfache Standartmodell der P99





    Die P99 wurde von mir mit allen in Deutschland erhältlichen Knallkartuschen getestet,


    Die besten und zuverlässigsten Ergebnisse haben wie oben bereits empfohlen RWS, Walther und Geco erzielt.
    Alle anderen Munitionssorten verschiesst die P99 zwar auch, dies zum Teil auch problemlos, jedoch sind bei einigen Herstellern die Hülsen aus Stahl,
    was wiederum dem Stossboden nicht umbedingt zugute kommt.


    Andere Hersteller haben die Hülsen oft sehr unterschiedlich und unzuverlässig geladen. Auf die möchte ich hier aber nicht weiter eingehen.
    Auf dem unteren Bild erkennbar die verschiedenen Munitionssorten mit denen die Waffe getestet worden ist.
    Von links nach rechts:


    Fiocci, Walther, Titan, Partizan, RWS, Geco,Özkursan, Umarex, Geco Super Flash.
    (Nicht auf dem Bild mit dabei)
    YAS, Walther Stop Blitz und Wadie.




    P99 Freeze ( Bildrecht bei Mrs.Magnum)


    Der Einfrievorgang der Waffe hat dieser übrigens nicht anhaben können.
    Mehrmaliges einfrieren und wieder auftauen wurden hierbei getestet.
    Die Waffe lief danach wie out of the box, fehlerfrei.




    Um die Kunstoff Zink und Stahl Kombination etwas übersichtlicher zu
    machen, hier eine kurze Auflistung der relevanten Teile der Waffe.


    - Schlitten / Zinkguss
    - Entspanndrücker / Kunststoff
    - Schlagbolzen / Stahl
    - Stossboden / Zink
    - Auszieherkralle / Stahl
    - Federführungsstangenblock / Zinkguss
    - Federführungsstange / Zink
    - Spiralfeder für Führungsstange / Stahldraht
    - Laufmantel / Zinkuss
    - Laufsperre / Stahl
    - Kartuschenlager Zink ummantelt, mit Stahl verstärkt
    - Schlittenfanghebel / Stahl
    - Magazinknopf / Zink
    - Hammer / Zinkguss
    - Ausstoßer / Stahl
    - Abzugsgestänge-Unterbrecher / Stahl
    - Demontagebügel / Zinkguss
    - Magazin / Stahlblech
    - Magazinschuh / Kunststoff
    - Visierung Kimme und Korn / Kunststoff
    - Griffstück / Kunststoff
    -Abzug / Kunststoff




    Mein Fazit zur P99 SO



    Der edele Prinz im Zinkröckchen.


    Haben oder nicht? Muss es das Sondermodell sein? Oder ist eine einfache Standart P99 vollkommen ausreichend?


    Zweiteres trifft die Sache auf den Nagel. Die P99 Standartversion erfüllt ihre Zwecke allemal und ist dabei fast so schön anzusehen wie dieses eben gezeigte limitierte Sondermodell.


    Wer die Möglichkeit hat, günstig an ein solches Modell zu kommen, darf gerne zuschlagen, macht sich sicher in jeder Sammlung sehr
    ordentlich und wertet diese durch das markante Aussehen bestimmt auf.
    Vorerst würde ich mich nicht von der P99 SO trennen wollen, wie das in einigen Jahren aussehen wird, kann ich heute natürlich auch noch nicht sagen.
    Die Waffe selbst ist toll, auch die Aufmachung dazu ist sehr gelungen, aber eben diese Schalldämpfer.....Der bereitet mir Kummer.
    Wenn dieser anderes gefertigt worden wäre, wie dder Kompensatot von Röhm, würde dieses Set in einer ganz anderen Ligar bei mir spielen dürfen.
    Die richtige oder passende Beschreibung wie ich dieses Spaghettisieb an der Mündung des Schalldämpfers bezeichnen soll, ist mir leider noch nicht eingefallen.
    Auch enttäuscht die Konstruktion ein wenig, ich habe mir damals mehr erwartet als Stahlwolle im Innerern.
    Soweit so gut, kommen wir zur Qualität und der Zuverlässigkeit der P99 im allgemeinen Sinne.


    Auf Youtube wurde die Waffe mit 1000 Schuss getestet, diesen Schusstest hat die P99 mit einigen kleinen Macken gut überstanden.
    Es sollte klar sein, das sich bei 1000 Schuss vielleicht der ein oder andere Stift etwas lockert.
    Das die Waffe in diesem Test sehr viele Zufühstörungen hatte, kann mehrere Faktoren haben.
    Fakt ist jedenfalls, sie hat den Test ohne Schaden zu nehmen überstanden, viele hier im Forum haben dieser Waffe nicht einmal die Hälfte der Schusszahl zugetraut.
    Das Thema Zuverlässigkeit und Top oder Flopp zur P99 war und wird wohl immer ein Thema hier bleiben.
    Ich kann nur aus eigener Erfahrung sagen, das ich diesen Waffentyp mit unterschliedlichen PTB Nummern seit Jahren
    besitze und seltenst bis keine Probleme mit der P99 habe und hatte.



    Ab und wann lässt es Aussenstehende so vorkommen, als ob sich hier ein pro P99 und Contra P99 Gruppierung geblildet hat, ich bekenne mich ganz offen zur Pro P99 Seite.
    Und das nicht erst seit gestern.
    Die P99 ist in meinen Augen geeignet für Sammler die im Grunde alles haben wollen, was möglichst real aussieht und
    für Hobby Gas Schützen im Keller und selbstverständlich der wohl am meisten genutzte Zweck Silvester.
    Dort kann die P99 aufgrund ihrer hohen Magazinkapazität deutlich punkten und hat mich persönlich an den vielen vergangenen Silvesterabenden nie im Stich gelassen.


    Thema Selbstverteidigung mit der P99:




    Kurz und Knapp NEIN !



    Das ist relativ einfach zu erklären, ich mag zwar mit den Modellen ganz zufrieden sein die ich besitze, allerdings liest man natürlich sehr viel und ist aufmerksam darauf bedacht Fehlermeldungen der Waffe herraus zu kristalisieren.
    Und hierbei fällt einem einfach auf, dass die P99 mal so und mal so sein kann,.


    Diese kann sicherlich einen 1000 Schusstest gut absolvieren, allerdings wäre sie mir zur Selbstverteidigung zu unsicher.
    Zu groß, zu schwer, keine wirkliche Sicherung, zu anfällig für Klemmer und Zuführstörungen.
    Das sind wohl die wichtigsten Eckdaten, ich denke man muss diese nicht weiter ausführen.


    Wer sich dazu entschliessen sollte sich mit einer Schreckschusswaffe gegen einen Angreifer zur Wehr zu setzen, oder diese führen zu wollen
    ( KWS ist Grundvorraussetzung ausserhalb befriedeten Besitztums )
    sollte dann doch zu etwas hochwertigeren greifen.


    Generell empfehle ich zur SV mit SSW immer einen guten kleinen Revoler, beispielsweise HW37 oder HW88.


    Wer trotzdem eine Selbstladepistole aufgrund der Optik oder der höheren Magazinkapazität bevorzugt, sollte sich die PK380 oder eine alte Röhm RG800 ansehen.
    Selbst habe ich die RG800 zwar nie zur SV getragen, allerdings ist mir wohl bekannt, dass diese zu den zuverlässigsten Waffen am Markt gehört.
    Bei Silvestereinsatz hat mich diese ebenfalls nie entäuscht.


    Diese beiden Waffen würde ich selbst auch zum Selbstschutz tragen bzw. diese führen.


    Warum?


    Absolut zuverlässig, kaum bis keine Störungen und sehr sehr hochwertig verbaut.
    Wer sich damit also befassen möchte, kann hier gerne mal reinschnuppern.


    Link zur RG800
    Pistole 8mm: Röhm RG 800


    Link zur PK380
    Pistole 9mm: Walther PK380


    Wer sich mit dem Thema Selbstverteidigung befasst, insbesonders wenn dies mit einer Schreckschusswaffe geschehen soll, muss sich über die Gesetzeslage in Deutschland im klaren sein und sollte sich mit dieser und den Regeln die zu beachten, sind mindestens genauso auseinadersetzen wie mit der Waffe die auserwählt worden ist.


    Unterm Strich, die P99 toll, wirkt echt aussehend, ist zufriedenstellend verbaut und sollte in keiner Sammlung fehlen. Allerdings ist es etwas schade, dass soviel wichtige, relevante Teile nur aus Zinkguss bestehen, etwas mehr Stahl wäre hier wünschenswert gewesen.

    Top um an Silvester den Vorgartenrambo zu spielen ( dies natürlich nur im übertragenen Sinne ) Flop um sie zur Selbstverteidigung einzusetzen.


    Ein Must Have?

    Für Sammler sicherlich, aber auch für Quereinsteiger ist diese wohl in den meisten Fällen die erste Wahl. Nicht umsonst ist die P99 die meistverkaufete Schreckschusswaffe aller Zeiten.





    Bis zum nächsten mal verbleibe ich mit besten Grüßen,



    Andy / Saalach



    "Alle meine Testberichte sind selbst verfasst, die Bilder sind mein Eigentum. Dieser Testbericht spiegelt nur die Meinung des Verfassers wieder."
    Falls sich irgendwo ein Fehler eingeschlichten haben sollte, wäre ich dankbar, einen dezenten Hinweis per PN zu erhalten.