Weihrauch 35 (HW 35) zerlegen

  • Zerlegeanleitung für das Weihrauch 35


    Da das HW 35 wohl zu den bekanntesten und meist verkauftesten Freizeitgewehren gehört und es noch keine ordentliche Zerlegeanleitung hier gab, dachte ich mir ich will mal Abhilfe leisten. So kann vielleicht dem ein oder anderen die Angst davor genommen werden, sein LG mal selbst zu zerlegen.


    Wer ein kleines Repatoire an Standart-Werkzeugen hat und keine zwei linke Hände (es sei denn er/sie ist Linkshänder) sollte eigentlich kein Problem mit dem HW 35 haben.


    Benötigtes Werkzeug:
    - kleiner Hammer
    - Nagel / Bolzen-Treiber
    - Schlitz-Schraubenzieher breit (ca. 5mm)
    - Schlitz-Schraubenzieher schmäler (ca. 3mm)
    - zwei stabile Hebel



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    Excellence is an art won by training and habituation. We do not act rightly because we have virtue or excellence, but we rather have those because we have acted rightly. We are what we repeatedly do. Excellence, then, is not an act but a habit.

    Edited once, last by bAEddA ().

  • 1. Schritt: ZF etc. entfernen


    Zunächst ist es empfehlenswert, jegliches aufmontiertes Zeug zu entfernen. Zielfernrohr, Schalldämpfer, Laufgewicht etc. stören später sonst nur.
    (In meinem Fall nur ein SD)


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  • 2. Schritt: Schaft entfernen


    Um den Schaft zu entfernen, lösen wir drei Schrauben auf der unterseite des Schaftes.
    Bei allen Zerlege-Arbeiten empfiehlt es sich immer, die verwendeten Schrauben zu den abgeschraubten Teilen zu legen, um sie nachher wieder an der richtigen Stelle zu verwenden.


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  • 3. Schritt: Lauf entfernen


    Nun wollen wir den Lauf abnehmen. Dazu finden wir an der Knick-Stelle links und rechts je ein Schraubenende.
    Da keins von beiden offen ist sehen wir nicht, welches Ende zuerst geöffnen werden muss. Einfach probieren, es lässt sich nur die richtige zuerst öffnen. Am besten nicht zu viel Gewalt anwenden, sollte man auf der falschen Seite angefangen haben.


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  • Ist der Lauf abmontiert, müssen wir noch den Spannhebel aushebeln. Das kann etwas tricky sein, da nicht viel Platz zur verfügung steht.


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  • 4. Schritt: Abzug entfernen


    Nun müssen wir den Abzug entfernen. Dieser wird von zwei Bolzen gehalten. Die Bolzen treiben wir sanft mit einem Hammer und einer Metallstange aus (ein Nagel reicht; optimal, wenn der Nagelkopf den gleichen Durchmesser hat wie die Bolzen, so das wir nicht mit der Nagelspitze, sondern mit dem Kopf den Bolzen austreiben können).


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  • 5. Schritt: Sicherung abnehmen


    Dieser Schritt ist zwar nicht wirklich notwendig, ich empfehle ihn aber dringenst, da die Sicherung sonst von alleine raus fallen könnte. Das wäre noch nicht so schlimm, da man sie einfach wieder findet. Unterhalb der Sicherung befindet sich jedoch eine kleine Feder, die gerne mal ungesehen und ungehört abhaut.
    Also: Lieber einfach mal bewusst heraus nehmen und an einen sicheren Ort legen.


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  • 6. Schritt: System öffnen


    Jetzt erst können wir das eigentliche System öffnen. Hierzu habe ich die unterschiedlichsten Empfehlungen gelesen. Von Handschuhen, über Schraubbank usw.
    Da ich in meiner Stadtwohnung über keine geeignete Werkstatt verfüge habe ich es einfach mit zwei stabilen Hebeln versucht (s. Bild) und es hat prima funktioniert.


    Das System spannen wir nicht ein. Statt dessen legen wir vorne einen Hebel an, wo normal der Lauf rein kommt. Am hinteren Ende machen wir das gleiche, an der Stelle, in der sonst der Abzug steckt.
    Dann, wie üblich, gegen den Uhrzeigersinn aufdrehen.


    WICHTIG: Wenn ihr Metallhebel verwendet, um das System aufzuschrauben, legt entweder genügend Holz, Plastik oder sonstiges weiches Material unter, damit ihr euer System nicht verkratzt oder Dellen erzeugt! (In meinem Fall: einige Runden Toilettenpapier - hat den Zweck alle mal erfüllt).


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  • An dieser kaum sichtbaren, feinen Linie lässt sich das System öffnen.


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  • Nun einfach auf schrauben, bis wir 1-2 Windungen vor Ende des Gewindes sind (gut sichtbar).
    Danach sollte man das andere Ende des Systems (das Lauf-Ende) auf den gepolsterten (Zeitungspapier) Boden drücken, um das System gegen den Federdruck sanft zu öffnen.


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  • Und die Innereien alle heraus nehmen.


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  • Alle kleinteile auf einen Blick:
    (die zweite Feder gehört eigentlich nicht mit auf das Bild, sie lag dem Gewehr bei).


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  • Beim Zusammenbau in umgekehrter Reihenfolge alle Teile wieder einsetzen.
    Hierbei möchte ich noch anmerken, dass ich das System ohne probleme alleine wieder zusammensetzen konnte. Entgegen vieler Meinungen im Forum sei dies wegen der starken Feder nicht zu schaffen.
    Hierbei habe ich wieder das System auf den Boden gedrückt, bis ich die ersten beiden Windungen zusammen gedreht hatte.
    Allerdings sei anzumerken, dass ich es nur mit den beiden Federn versucht habe. Die längere war angeblich die normale Feder (ungenutzt), die kürzere die Exportfeder. Diese war, wenn es sich tatsächlich um eine Exportfeder handelte, jedoch schon sehr alt und schwach, da sie leichter einzubauen ging als die normale Feder. Vermutlich habe ich also bei keiner der beiden Federn eine starke Exportfeder vor mir gehabt und kann deshalb nicht sagen, wie leicht / schwer es bei dieser wäre.


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  • Sehr schöne Anleitung und auch gute Bilder, auch von Laien gut zu verstehen. Man sollte aber trotzdem auf den nicht zu vernachlässigenden Federdruck beim Auseinandernehmen achten. Nicht dass einnem doch mal was in gewisse Teile fliegt, wo es sehr weh tut. :-)
    Gruss Wolfgang

    LG Wolfgang



    Ich kam , sah und schoss vorbei :cry:
    Carpe Diem
    Si vis pacem para bellum