AK-47 SZKOLNY in Deko aus polnischer Radom Fertigung von 1960 mit Klappschaft

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    • AK-47 SZKOLNY in Deko aus polnischer Radom Fertigung von 1960 mit Klappschaft

      Ihr findet hier nicht nur einen Bericht über meine Deko AK. Hier sind auch diverse Fotos von Zubehör für die AK. Ich bitte Euch mir die Ungenauigkeit nachzusehen, daß das nicht alles aus Polen ist.



      Gekauft habe ich bei ZIB Militaria für 139 Euro mit Magazin, ohne Versand und weiteres Zubehör.



      Die vorliegende AK-47 mit gefrästem Gehäuse ist vermutlich nagelneu zum Schulungsobjekt umgebaut worden. Erkennbar ist, dass das Gehäuse unter dem Patronenlager aufgefräst wurde und ins Patronenlager hineingebohrt wurde.


      Die Waffe nebst Magazin wurde mit roten Lackstreifen markiert und das Wort „SZKOLNY“ = schulisch eingraviert. Mir fällt der Vergleich mit den britischen Enfields ein, die Frankonia vor vielen Jahren als Deko verkaufte, die hatte auch rote Markierungen „drill purpose only“. Die 11 im Kreis bedeutet Radom, 1960 ist das Fertigungsjahr.




      Die Waffe ist nummerngleich, jedenfalls ist auf allen größeren Teilen die gleiche Nummer, das Magazin hat eine andere Nummer.

      Die Waffe selbst wurde benutzt, aber nicht verbraucht, ich würde es als „guter, gebrauchter Zustand“ bezeichnen. An vorstehenden Stellen und den Bedienteilen ist die Brünierung abgerieben, der blank belassenen Verschluss ist etwas matt. Die Holzteile haben einige Dellen und Kratzer, der Griff ist abgegriffen.







      Kommen wir zu den Deaktivierungsmaßnahmen:
      Aus dem Waffengesetzt wissen wir: Bei Langwaffen muss das Patronenlager zugeschweißt werden.

      Hier wurde ein Rundmaterial eingesetzt und verschweißt. Erkennbar übrigens durch die ursprünglichen Bohrungen im Patronenlager. Das rundliche rechts im Langloch. Das runde Teil ist übrigens ein Bolzen, der den eingeschraubten Lauf sichert. Der Lauf ist und war ohne Werkzeug nicht zu entnehmen.


      Der Lauf muss mindestens sechsmal kalibergroß gebohrt werden und ein gehärteter Stahlstift muss im vorderen Laufdrittel eingeschweißt werden.
      Hier wurde von unten gebohrt und der Bolzen geschweißt, verschwindet alles unterm Handschutz. Felder und Züge im Lauf sind sichtbar.


      Der Verschluß muss im Winkel von 45° abgeschnitten werden und das Schlagbolzenloch verschweißt sein.


      Da es sich um eine Kriegswaffe handelt müssen jetzt noch andere Maßnahmen ergriffen werden um das Gehäuse unbrauchbar zu machen. ZIB Militaria sagt HIER so etwa, dies sei in diesem Fall das fixieren des Hammers in gespannter Stellung durch Festschweißen.


      Im Klartext: Die Waffe kann durchgeladen und bis auf den Abzugsmechanismus komplett zerlegt werden, beim betätigen des Abzuges macht es aber nicht Klick. Der Abzug selbst ist beweglich, der Feuerwahlhebel ebenso. In oberer Stellung sperrt er den Abzug.

      Alle Eingriffe wurden sehr sauber durchgeführt, da ist nichts verbraten oder abgerutscht. Im zusammengebauten Zustand sieht man nichts außer der ursprünglichen Fräsung ins Patronenlager. Alles funktioniert prima und mit markigem Geräusch. Das Zusammenwirken der Teile ist erkennbar.

      Es gibt (Stand: 09/2013) bei ZIB Militaria auch noch diverse AK´s als Schnittmodel, bei denen ist die Funktion noch besser zu sehen.

      ZIB liefert die Waffe mit einem Zertifikat aus, dass die Seriennummer und die Maßnahmen zur Unbrauchbarmachung nennt.

      Die AK wurde fast vollständig ausgeliefert, es fehlten der Auszieher, seine Feder, sein Haltebolzen, der Haltebolzen für den Schlagbolzen und der Schlagbolzen selbst. Ich habe mir den Verschluß genau angeschaut und festgestellt, dass ein Auszieher wieder montiert werden kann, da in diesem Bereich noch genug Material stehenblieb und die Bolzenlöcher nicht mit zugeschweißt wurden. Dies sollte man aber im Einzelfall prüfen. Via egun habe ich mir aus Polen die benötigten Auszieherteile für unter 10 Euro mit Versand besorgt und montiert. Auf den Schlagbolzen habe ich verzichtet, da ich ihn ohnehin nur gekürzt montieren könnte.

      Dies sind die Auszieherteile und ein zusammengesteckter Auszieher.


      Verschluß von vorne mit eingesetztem Auszieher.


      Das Gewinde des Putzstocks ist verbogen und vergurkt, da er aber sowieso nur zur Zierde ist, macht das nichts.

      Leider passte mein NVA Bajonett nicht auf die AK-47, der Verriegelungsmechanismus war auf der falschen Seite und auch sonst ganz falsch. Nach einigem lesen (Hier findet sich fast alles zu AK Bajonetten.) und Beratung durch ein Forumsmitglied erfuhr ich, dass ganz grob gesagt die AK Bajonette mit der Drahtschere auf ein AKM oder auch auf eine AK-74 gehören, meist aber fälschlicherweise als AK-47 Bajonette verkauft werden. Also habe ich noch mal egun bemüht und mir ein AK-47 Bajonett aus DDR Produktion beschafft. Passt prima und steigert die Optik um einiges.






      An Zubehör habe ich mir auch noch ein Gewehrgranatgerät, ein Ersatzmagazin, ein 10 Schuss Magazin, ein 10 Schuss Magazin für "Platzpatronen", einen Trageriemen und Dekomunition gegönnt.

      Auf dem jugoslawischen Gewehrgranatgerät konnte ich keine markings finden, Preis lag bei 7 Euro. Sicherungsstift an der Mündungsmutter eindrücken, Mündungsmutter abschrauben (Linksgewinde), Sicherungsstift gedrückt halten, Gewehrgranatgerät aufschrauben (Klar: Auch Linksgewinde), fertig.


      Hier ein deutschsprachiges Gewehrgranatvisier, der viereckige Teil und die Schrauben sind aus Metall, die runde Scheibe mit der Beschriftung ist aus Plastik, der Arm mit Kimme und Korn ebenfalls. Dieses Visier und das Gewehrgranatgerät gehören nicht zusammen.

      Das Visier wird auf den Visierblock aufgeschraubt, die Schraube mit dem Handrad sitzt dabei im Loch der Visierklappe.

      Übrigens kann unter dieser Visierung hinduch normal gezielt werden.


      Hier noch ein vermutlich NVA Manöver Patronen Gerät. Es wird auf die Mündung geschraubt und erhöht durch seine kleine Bohrung den Gasdruck der Platzpatronen. Dadurch funktioniert das automatische durchladen. Eingeblendet ist ein MPG für ein M16.


      10 Schuss Magazine werden normalerweise als Platzpatronen Magazin angeboten, da sich durch eine Blechnase keine Patronen mit Geschoß laden lassen. Ich denke mal es handelt sich eher um ein Magazin für die Treibpatronen von Gewehrgranaten, da sich eine Verwechslung mit echter Munition fatal auswirken dürfte. Mein 10 Schuss Magazin (10Euro) ist aus Polen, nagelneu und ich kann in den Abmessungen keinen Unterschied erkennen. Meine Dekomunition hat die korrekte Länge von 55,5mm +- 0,2mm.
      Rechts ist jeweils das 10 Schuss Magazin.



      Hier noch links das scharfe 10 Schuß Magazin, rechts das für Treibpatronen.


      Hier mal das eingesetzte kleine Magazin:


      Tipp zum Magazin mit Dekomunition: Wenn das gefüllte Magazin in die Waffe eingeführt und durchgeladen wird, wird das Geschoß der zugeführten Patrone durch das verschweißte Patronenlager in die Hülse gerammt. Ich habe zwischen oberste Patrone und Magazinlippe einen schwarzen Plastikstreifen von 2mm Dicke eingeschoben und mit Klebstoff etwas fixiert. Dadurch erreicht der Verschluss die Patrone nicht mehr und führt sie auch nicht mehr zu. Volles Magazin reinrammen, durchladen, tolles feeling.
      Im Magazin habe ich eine Kopie vom Zertifikat in Folie verstaut.


      Wenn Ihr weitere Details sehen wollt, könnt Ihr mir dies per PN mitteilen, ich werde dann diesen Beitrag erweitern.
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