Kellerfund Haenel 3.102 seltsame Sicherung / Baujahrbestimmung / Restauration / Abgescherte Bleikugeln

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    • Kellerfund Haenel 3.102 seltsame Sicherung / Baujahrbestimmung / Restauration / Abgescherte Bleikugeln

      Hallo Forum,

      erstmal vielen Dank für die Umfangreichen Informationen hier. Dank lesen vieler Themen haben sich viele meiner Fragen gelöst aber auch neue aufgeworfen.

      Ich habe beim Aufräumen im Keller ein Haenel 3.102 Q1 gefunden. Es hat den Schichtholzschacht und den einstellbaren Abzug. Seriennummer ist auf der rechten Schaftbacke mit

      123293 eingeschlagen. Ich schätze das es zwischen 25 und 30 Jahren nicht mehr geschossen wurde. Einige User hier haben Ihr 310-2 mit SN 16xxxx mit BJ 10/64 abgegeben.

      Ich hoffe das die Photos im Anhang ausreichend sind.

      Nun meine Fragen:

      - Welches BJ hat mein Modell

      - Warum ist der Sicherungshebel (bei mir nur ein Stift) anders als auf den Photos Modell 310-2, ist das vielleicht der Unterschied zu meinem 3.102

      - Lohnt eine Restaurierung

      - Nach Balistolbehandlung und erstem Schusstest ist mir aufgefallen das ich mehrfach aus einem 12er Magazin 14 Schuss bekam. Ein Schuss hörte sich wie ein Leerschuss an.

      Ich habe dann mal das Magazin entnommen und gesehen das etwa 1/3 der Bleikugel abgeschert worden ist. Woran kann das liegen "zu kurzes Röhrchen"?

      - Das Schussbild auf 5 Metern ist recht ordentlich wobei die Durchschlagskraft so gerade zum Lochen eines Kartons reicht. Ich denke hier ist nach der Langen Zeit eine neue Feder

      und Dichtung? angebracht.

      - Was sollte ich hier sinnvollerweise alles nach der langen Zeit ersetzen?

      Ich setze mal einen Link (wenn das nicht erlaubt ist bitte PN oder löschen)

      Hier zum kompletten Kolben, gipt es auch als Reperatur Set Feder Röhrchen Dichtung

      waffencenter-gotha.de/shop/Ers…feder-310-35-41::110.html

      Vielen Dank für Eure Hilfe

      Frank
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    • So eine Sicherung hatte meine Haenel 300 auch. Da fehlt nur der Plastickpinökel der normalerweise auf dem Metall steckt.
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    • Hallo Frank,

      die Restaurierung lohnt sich auf jeden Fall das Stück sieht doch noch gut aus.

      Das Baujahr kann hinkommen vielleicht steht auf der Schaftkappe noch das Baujahr eingeschlagen. Das wurde bei den frühen Modellen mit 3.102 Stempel noch gemacht.

      Nach der Zeit können Feder und Dichtung gelitten haben genaueres sieht man erst wen es Zerlegt ist.
      Die abgescherten Kugeln kommen meist vom Magazin dessen Feder erlammt ist und die Kugeln nicht mehr richtig raus drückt.Die 12 Magazine sind bekannt dafür.
      Bei deinem Sichrungsschieber ist ein Teil abgebrochen. Diese wahren anfangs noch aus einem anderem Plastik und sahen etwas anders aus.

      Gruß Haenel

      noch ein Bild oben die alte Ausführung unten die neue.
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von HAENEL ()

    • Erstmal vielen Dank für die Informationen

      da der Sicherungsbolzen nicht gelocht ist ist es wohl die "alte" Version. Leider ist auf der Schaftkappe keine Einstanzung zum Baujahr.
      Gipt es noch Kennzeichung auf oder im System?
      Vielleicht weiss einer von Euch ja was mit der Seriennummer anzufangen.
      Kurios ist das die Abscherungen der Kugel immer so bei 5-6 Restkugeln im Magazin passiert sind. Wenn die Feder schapp wäre würde es
      doch erst bei maximalem Federweg, spich magazin fast leer passieren?

      Soll ich besser im Haenel Interseengemeinschfts Thema weiterposten ?

      Vieln Dank für so eine Schnelle kompetente Hilfe

      Werde morgen mal gotha anrufen wegen dem Reperaturset

      Frank
    • Ich hab mal ein Magazin gehabt wo jemand an der stelle herumgefeilt hat wo die Halterung für das Magazin greift. Dadurch hatte das Magazin etwas Spiel und domit wurden die Kugeln halbiert. Schau mal nach ob dein Magazin fest sitzt oder Spiel hat. Vielleicht ist aber auch das Stoßröhrichen kaputt.

      Gruß
    • Es ging weiter,

      Teil 1

      neues Stossröhrchen, Leder-Dichtung und Feder sowie eine neue Feder für das Magazin sind angekommen.
      System wurde auseinandergebaut und siehe da da war schon mal einer drann.
      Sieht fast so aus als wenn die Lederdichtung gekürzt worden wäre und die Feder war zu lang und sehr schlapp. Bild 1
      Egal Dichtung in Öl Quellen lassen, System (Bild 2) entfetten und mit Stahlwolle aufpolliert und neu Konserviert (Bild 3)
      Alles wieder zusammengebaut und dann leider festgestellt das dies so nicht OK ist.
      Der Lauf und das System sehen für Ihr Alter jetzt wirklich schön aus, nicht neu aber ansprechend.
      Beim Schaft ist allerdings die Lackierung sehr schlecht und es sind doch so einige Dellen vorhanden.
      Also alles auseinander und der Schaft wird nun geölt.

      Frank
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    • Es ging weiter,



      Teil 2

      erstmal habe ich den Schaft mit einer Klinge abgezogen (Geht sehr schnell und keine Sauerrei wie beim Abbeizen).
      Dann die Dellen ausgebügelt und angefangen zu schleifen/wässern (120/180/240/320).
      Den Schaft habe ich dann mit Trip Trap Bodenöl versiegelt.
      So jetzt braucht es nur ein wenig Sonne und der Schaft sieht in 1-2 Monaten spitze aus, der Spiegel wird kräftiger
      und das ganze ein wenig roter.
      Erste Schusstest habe ich gemacht. Das LG ist nicht wiederzuerkennen.
      Kugeln werden nicht mehr halbiert (Rörchen war schräg und Feder im Magazin schlapp)
      Ich freu mich und hab hoffentlich noch viel Spaß an dem Schätzchen.

      Danke für Eure Hilfe
      Frank

      PS. wenn einer noch was zu dem Baujahr sagen kann wäre das prima
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    • Vielleicht liegts am Bild aber das alte Stoßröhrchen sieht auch etwas kürzer aus als das neue. Vielleicht kamen daher die abscherungen an den Kugeln. Wie funktioniert es denn jetzt? Alles wieder technisch ok? Übrigens bekommt man leichte Dellen im Schaft raus wenn man ein feuchtes Tuch darüber legt und mit nem Bügeleisen drübergeht (geht aber nur wenn kein Lack drauf ist)

      Gruß

      Ok. Zu spät gepostet.

      Viele Dank für die Darstellungen.