Crosman 1760

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  • Crosman 1760



    Crosman 1760 Co2-Karabiner

    Das Gewehr:
    Nachdem wir nun schon viele Gerüchte über dieses Gewehr gehört hatten, mussten wir es jetzt auch unbedingt einmal selbst ausprobieren. Es handelt sich dabei um ein durch Co2 angetriebenes, 1 schüssiges Gewehr mit Holzschaft im \'Carbine-Look\' - und gerade das ist es, was uns daran so faszinierte. Unsere Waffe haben wir gleich vom Händler mit einem 4x20 ZF von Crosman bestücken lassen, da das Gewehr keine übliche 11mm Schiene hat, sondern spezielle Mounts erforderlich sind. Darauf könnte man dann allerdings auch jedes andere handelsübliche ZF montieren (uns schwebte da die 20mm PU-Röhre vom Mosin-Nagant vor, die hätte optisch perfekt dazu gepasst, welche aber teurer als das Gewehr gewesen wäre...). Da jedoch das Crosman ZF sehr preiswert ist, bestellten wir dann dieses, der Einfachheit halber, gleich mit.



    Abmaße:
    Die Waffe ist mit ca. 1m Länge und etwa 2,4kg sehr handlich - also ganz genau so wie man es von einer \'Carbine\' erwartet.
    Der Lauf ist mit gerade mal 1cm Durchmesser allerdings zu zierlich geraten, was aber rein optisch gesehen, zu dem dicken Rohr, in welches die Co2-Patronen geladen werden, wiederum gut passt. Überhaupt macht auch die ganze Waffe dadurch einen zierlichen Eindruck, was aber nicht negativ zu verstehen ist!

    Funktion:
    Das Laden funktioniert wie bei einem richtigen Karabiner! Indem man den Kammerstengel nach oben und dann nach hinten zieht, wird das \'Patronenlager\' freigegeben und die Waffe vorgespannt. Das \'Patronenlager\' besteht hier natürlich nur aus einer Lademulde für die Diabolos.

    Laden:
    Jetzt kann ein Diabolo geladen werden, was auch recht gut, trotz der engen Lademulde, zu handhaben ist, da der Kammerstengel vorne einen Vorsprung besitzt, auf den man den Diabolo aufsetzen kann.
    Der Weg den der Kammerstengel dabei zurücklegt, beträgt auch nur ca. 2-3cm. Das ergibt dennoch das typische \'Durchladegeräusch\' von Karabinern, wenn auch wesentlich leiser. Jedoch nur beim spannen, das schliessen geht fast geräuschlos.

    Diese, für ein Luftgewehr durchaus exotische Ladeweise, macht aber auf jeden Fall eine Menge Spaß, da die ganze Handhabung wie an einer echten Waffe funktioniert. Kein lästiges und kräftezehrendes Spannen des Laufes oder ähnliches ist erforderlich, da der Antrieb ja durch die Co2-Patrone kommt.

  • Crosman 1760 Teil 2





    Schiessen:
    Die Präzision des Gewehrs ist ausserordentlich gut, wie man auf der Scheibe sieht. Das waren 8 Schuss, eingespannt auf 10m. Auf 20m kamen, aufgelegt mit ZF, Streukreise so um die 3-4cm heraus!
    Das ist natürlich auch ein Verdienst des durchaus brauchbaren ZF\'s, sowie auch der absolut Rückstoß-freien Schussabgabe.
    Die Geräuschentwicklung dabei hört sich etwa wie \'Piffft\' an.
    Sie ist wirklich sehr, sehr leise - kein Vergleich zu den Co2-Pistolen oder Federdruck-Luftgewehren! Die leise Schussabgabe läßt auf wenig \'Power\' schliessen - aber weit gefehlt! Das Gewehr hat eine große Durchschlagskraft, was auch schon durch die werksmäßige Angabe von nur 30 Schuss pro Patrone bestätigt wird. Sie reicht durchaus schon fast an die großen Federdruck-Luftgewehre heran!







    Verarbeitung:
    Der Holzschaft ist sehr gut verarbeitet, wenn auch die Holzmaserung in dieser Preisklasse natürlich nicht die Beste sein kann.
    Alle Metallteile sind sauber und glänzend brüniert. Lediglich die Visierung, der Abzug und der Bügel sind aus Kunststoff.
    Die Kimme ist in der Höhe, sowie auch (ein wenig, der Präzision entsprechend aber ausreichend) seitlich verstellbar. Der Waffe liegt auch ein separater Korntunnel bei, den wir aber nicht montierten. Ebenso eine, aus billigstem Plastik bestehende, Abzugs-Sperre - welche sofort in den Eimer flog.
    Das scheint wohl in den USA jetzt Pflicht zu sein - na ja, aber an einem Luftgewehr?



    Hier kann man nocheinmal gut die \'klassische\' Linie des Gewehrs sehen. Das Zielfernrohr mit diesen urtümlich wirkenden Mounts ist einfach ein \'Muss\', es unterstreicht den \'Retro-Look\' des Gewehrs perfekt.
    Man hat auch ständig irgendwie das Gefühl auf einen Scharfschützen-Karabiner des 1.Weltkriegs zu blicken...
    Durch die montierten Highmounts ist ausserdem noch genügend Luft zwischen System und ZF, um bequem laden zu können.
    Hinter dem Abzugshahn ist die eigentliche Sicherung, ausgelegt als Druckknopf, zu erkennen.
    Die Abzugs-Charakteristik ist übrigens ebenso gut gelungen, es ist ein definierter Druck- bzw. Auslösepunkt vorhanden, der Vorweg ist relativ gering.

    (Wir persöhnlich würden uns dieselbe Waffe als \'Perfektions-Modell\', völlig ohne Plastik, mit dickem, massivem Metallsystem, längerem Spannweg, fein gemasertem Nußbaumschaft und mit 4kg Gewicht wünschen - dafür wären wir dann auch gerne bereit entsprechend mehr zu zahlen...)





    Fazit:
    Der 1760-Karabiner von Crosman ist ein wirklich gelungenes Gewehr, welches sich wohltuend aus der Masse abhebt. Ebenso bemerkenswert ist der Preis (empf.VK: 249.-DM Gewehr, +29.-DM ZF, +29.-DM für die Montage), wodurch es gerade auch für Anfänger und Einsteiger sehr empfehlenswert ist. Für Sammler ist es fast schon ein \'Muss\'.
    Wir empfehlen auf jeden Fall die komplette Version mit ZF, wie in unserem Test.
    Durch die Rückstoß- und Prellschlag -freie Schussabgabe, sind auch für Anfänger sehr gute Schussergebnisse möglich. Die geringe Größe und das niedrige Gewicht prädestiniert das Gewehr auch für die jüngeren Schützen.

    Ein Gewehrchen das uns allen viel Spaß bereitet hat - sehr empfehlenswert!

    Co2air

    Der Karabiner ist zu haben, z.b. bei Action-Shooting , Frankonia, etc.