Posts by Suitcase-Bronco


    Hier nun auch von mir eine Schachtel zum Thema “CO₂-Kapsel-Lagern”. Erst einmal einen Dank an alle Schreibende hier in diesem speziellen Thread, Eure Beiträge waren Inspiration für mich eine weitere/eigene Lösung zu finden. Und die habe ich nun endlich gebaut. Ich denke da seit Beginn dieses Threads drüber nach...


    Das hat mir Kopfzerbrechen bei der Kreation einer eigenen Schachtel bereitet:

    • Moshe Silvergun und ich haben zwar einen guten Vorrat Kapseln. Aber ehrlich gesagt steht der hinter den Kulissen und ist nicht Teil unseres Western Erlebnis Schießens. Denn Kapseln in Waffen einlegen ist ein sehr unschöner, unwürdiger 2021er-Anblick. Daher würde ich rückblickend die Kiste im Video nicht wieder umbauen, sondern alle Kapseln im Versandkarton lassen. Denn den wird eh’ kein ehrbarer 1873er-Cowboy außerhalb der Werkstatt sehen. Lagern ist also nicht so wirklich unser Anliegen, das erledigen wir neumodisch-unromantisch.
    • Anders ist es schon beim gelegentlichen Transport der dann “richtigen” Menge. In Amberg hatte ich (theoretisch) viel zu viel CO₂ dabei gehabt, fünfzehn Kapseln. Eine Sechsunddreißiger-Schachtel oder größer wäre erst recht viel zu viel gewesen. Und ganz sicher hätte ich nicht die Kiste aus dem Video mitgeschleppt, denn die fast fast weit über hundertdreißig Kapseln. Also sollte der Transport stylischer und in einer “klugen Menge” ablaufen.
    • Im Rückblick wären zwei Kapseln für die Colts, zwei für die Winchester und zwei für das gute Gefühl beim Match ausreichend gewesen. Das macht sechs Kapseln Minimum. Alles andere wäre für den Freizeitspaß nebenbei gewesen. Sechs Kapseln wären auch okay, wenn irgendwann mal eine Querflinte mit zwei Kapseln kommt - wenn.
    • Eine echte Hürde ist, dass es viel Kreativität braucht, um so eine Schachtel wildwestmäßig zu gestalten und es sind wirklich coole Modelle dabei. Aber irgendwie, irgendwie, irgendwie kann man zwar “Dynamitstange” draufschreiben, aber es ist doch schlussendlich nur CO₂ drin. Daher schmerzt es mein Herz, aber das ist die Wahrheit, wenn es um CO₂-Kapseln geht: wir fristen unser Dasein unterhalb von 7,5 Joule. “Falsche Bezeichnungen” haben mich im übrigen auch schon bei den Patronenschachteln geärgert. Denn unser Kaliber hat hinten und vorne nichts mit 45er und heißem Gas und Ka-Boooom zu tun. Aber da spielen die Ladehülsen wenigstens eine Rolle und so kann ich meinen Frieden finden und sie in eine Schachtel “mit falschem Aufdruck” packen. Bei CO₂ geht das bei mir nicht, schrecklich pedantisch.
    • Ein weiteres Bauchgefühl sagte mir “auf der Schachtel sollte weder eine Knarre noch Mumpeln zu sehen sein”. Macht es nicht einfacher...

    Solche Schachteln für die Kapseln sind aber schon irgendwie cool, das haben dieser Thread mit den vielen unterschiedlichen Lösungen gezeigt! Zusammen mit meinen Kopfzerbrechen und Inspirationen habe ich das Ganze nun wie folgt gestaltet:

    • An der Werkbank fülle ich nun wie vor jedem Schießen unsere Ladehülsen und zusätzlich jetzt auch zwei Schachteln “Carbon Dioxide Power” zu je sechs Kapseln. Sollten die Schachteln mal im Blickfeld liegenbleiben ist das jetzt erträglich. Der Vorrat bleibt somit garantiert auf der Werkbank stehen und CO₂-Kapseln treten nur noch einen Gang in Richtung Moshes Farm an: den letzten, harharhar!
    • Es sind also zwölf Kapseln für’s Schießen mit dabei, denn so viel fassen zwei Schachtel “Carbon Dioxide Power”. Und mehr können Moshe und ich ohnehin nicht an einem lockern Samstagnachmittag wegpusten. Eher muss ich in an die Werkbank zurück, um Hülsen zu laden.
    • Auf meiner Schachtel ist von Davy & Faraday zu lesen, die als erste gelten, die CO₂ verflüssigt haben. Das war in London, nachweislich einmal 1823 und ein weiteres mal 1844. Das macht es zeitgenössischer, es hat aber auch irgendwie eine leicht steampunkartige Note. Und ist weniger “gemogelt” als den armen Alfred Nobel herbeizurufen.
    • Sehr zufrieden bin ich mit der Inneneinteilung der Schachteln: das Gitter stabilisiert die Schachtel, hält die Kapseln aufrecht und sorgt dafür, dass der Deckel aufgeschoben werden kann.
    • Die Motivauswahl ist “über Bande gespielt”: Hauptsache ist, dass das, was zu sehen ist, ordentlich CO₂ ausstößt. Umwelttechnisch nicht sonderlich korrekt. Aber was war damals schon korrekt, wenn es um Natur- und Menschenbild ging? Also Dampfmaschinen, Lokomotiven und Dampfer drauf.

    Nebenbei habe ich mir für das Kleben des ungewöhnlichen Gitters etwas einfallen lassen müssen. Diesmal habe ich auf einen Reißfaden verzichtet, weil ich möchte, dass die Motive nicht unnötig zerstört werden. Was wiederum dazu geführt hat, dass ich mir habe etwas einfallen lassen müssen, wie man präzise auf Stoß kleben kann. Also wie immer ein großer Spaß, bei dem ich mir einiges beigebracht habe. Vielleicht gefällt Euch das Ergebnis ja auch.


    Aus aufgegebenem Bastelprojekt abzugeben und zu tauschen drei Ladeblöcke wie folgt:

    • Bubinga, ein Hartholz z.B. auch für den Bau von Messergriffen
    • Passend für je 36 Hülsen Dan Wesson, Crosman Remington , ASG Schofield und Webley
    • 20 mm x 86 mm x 114 mm; Bohrung 10 mm im Durchmesser, 19 mm tief
    • Auf der Rückseite sind ganz leicht die Austritte des Holzbohrers zu sehen
    • Dan Wesson-Speedlaoder funktionieren mit eigenen und auch ASG- und Webley-Hülsen
    • Hülsen, Speedlaoder und Matte stehen nicht zum Tausch 😉
    • Können im Luftposterumschlag als Maxibrief verschickt werden
    • Nur für die Akten: die Hülsen von Umarex passen nicht in die Ladeblöcke

    Ich tausche gegen ein kleines Rudel Ladehülsen für meinen Schofield oder Colt. Oder eine nette Verzierung für meinen Hut. Oder irgendwas, mit dem ich Moshe Silvergun nachhaltig die Show stehlen kann.

    😔...

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    Sauber gearbeitete Querflinte: hätte ich gern. Andere Varianten nein. Denn gepumpt wird auf dem Land alles anderes als Munition und repetieren ist was für den Hund, der die Ergebnisse der Schrotladung einsammelt. Apportieren passte nicht so schön, man vergebe mir.

    Nachdem meine bürgerliche Hülle schon am 26.09. gegen 23:30 von John Silver an meinem Zwischenziel Richtung Norden abgesetzt wurde, hat es heute auch Suitcase-Bronco zurück in die Prärie des Nordens geschafft. Details seiner Odyssee siehe links im Bild:



    Daher nun nochmals ein ganz großer Dank an John Silver, der mir sein Rig geliehen und mich mit Blei und Zehohzwei versorgte. Und and ein halbes Dutzend andere Cowboys, die mir auch ein Rig angeboten hatten. Ich verspreche, ich werde ordentlich meinen Teller leeressen, damit ich irgendwann auch mal in ein Rig passe, dass außerhalb von Dürrezeiten getragen werden kann. erik_fridjoffson hat sein Bestes gegeben, vielen Dank für die guten Mahlzeiten, insbesondere den fantastischen Braten am Samstag Abend - der war mir ein Gürtelloch wert!


    Nun ist Suitcase-Bronco wieder komplett und gönnt sich ein paar Dutzend Ladehülsen.


    P.S.: Die Idee war, dass ich meine gesamte Ausrüstung per Post zur Packstation schicke und dort abhole. 22 kg Zeug schleppt man nicht eben per Bahn mit, besonders wenn man noch einen Rucksack und einen Gewehrkoffer schleppt. Weil man fast vierzehn Tage auf Reise ist. Aber: nur weil Packstation draufsteht, muss nicht unbedingt ein passendes Fach frei sein. Und nur weil man am Freitag um 16:00 auf dem Postamt ist, heist das noch lange nicht, dass es nicht schon um 13:00 Uhr geschlossen haben kann und auch am Samstag nicht öffnen wird. Weil spontan neue Öffnungszeiten. Und das bedeutet noch lange nicht, dass die Post auch mal was für fast drei Wochen einlagern kann, wenn sie doch eigentlich nicht länger als sieben Tage lagern will. Kurz: alles doof, jetzt aber wieder gut. :cowboy:

    Beim CAS [...]

    Beim CO₂-CAS wohl kaum, sehe ich auch so. Aber der Cowboy hier in der Nordprärie lebt nicht vom CO₂-CAS allein. Wir stehen auf Ladehülsen, Patronenschlaufen, Nachladen aus dem Gurt, Munition am Lagerfeuer stopfen, sechs Schuss aus dem Colt, zehn aus der Winchester, etc. Und das am liebsten ohne Kapseln und Speedloader im Blickfeld. Das alles braucht man für kein CO₂-CAS, das sehe ich auch so. Aber was ist mit dem Herz, frage ich! Was ist damit!

    Seit drei Stunden kein neuer Eintrag hier in der Westernecke. Historischer Augenblick der Stille. Nirvana. Völlige Freiheit des Geistes, Auflösung sämtlichen Egos. Oder 'ne fette Wirtschaftskrise. Tyrannei des Turbo-Kapitalismus? Oder Internet gelöscht? Kommt schon, ich bin hier doch hoffentlich nicht der einzig Verbliebene...? Meldet Euch...