Posts by Flammpanzer

    Gut, es ist ein bisschen hochgekocht hier.


    Ich muss sagen, dass ich größere und auf den ersten Blick vielleicht übertriebene Sorgen durchaus verstehe. Die Zeichen stehen derzeit schon eher auf Sturm und das in vielen Bereichen. Wie schlimm es wird oder werden kann, weiß keiner, das ist klar.


    Trotzdem sollten wir uns - auch vor dem Hintergrund der Außenwirkung - doch eher auf das reine Prepping an sich beschränken und weniger auf mögliche Schreckensszenarien im Detail. Das kann man natürlich nicht immer ganz voneinander trennen, aber ich denke, Ihr wisst, was ich meine.


    ;)


    Jens

    Quote

    Mach ich jedesmal wenn ich campen gehe


    Von meiner Zeit beim Trachtenverein (2 Jahre) als Infanterist ist auch noch etwas hängen geblieben. Bei Wind und Regen am A der Welt das EPA-Hauptmahl auf dem Esbit-Kocher warm gemacht und es war eines der besten Essen meines Lebens.


    Ich möchte auf sowas hinaus: Wenn ich mir so anschaue, was manche Youtuber z. B. in ihren BoB packen, dann kann ich mir oft nicht vorstellen, ob man das überhaupt über Kilometer hinweg tragen kann und ob das alles so sinnvoll ist. Besonders bei Messern gibt es nicht selten einen Overkill.


    Es scheint mir, dass vieles im Bereich Preppen reine Theorie ist (nehme mich da selbst ausdrücklich nicht aus) und oft auch Wunschdenken. Daher ist das Testen der Klamotten nicht unwichtig.


    Jens

    Wer von den Anwesenden testet denn seine Ausrüstung?


    Also wer hat z. B. schon mal sein Bug Out Bag aufgesetzt und sich 72 Stunden irgendwohin durchgeschlagen oder wer hat mal getestet, wie man ohne Strom am besten Dosenfutter warm bekommt?


    Jens

    Es ist mit dem Prepping halt so wie mit einer gewöhnlichen Versicherung: Man hat sie, braucht sie meist nicht und wenn man sie braucht, zahlt sie nicht ... ^^


    Vielleicht geht es beim ganzen Preparen auch eher um so ein wohliges, warmes Sicherheitsgefühl - was natürlich trügerisch sein kann. Bei manchen Menschen mischt sich darunter auch noch die Lust an der außergewöhnlichen Situation, am Grusel an sich, am Chaos und vielleicht an der Anarchie, in der man endlich mal die Armbrust gegen düstere Gestalten richten kann, die nachts bei Vollmond auf dem Grundstück herumspazieren. Und gerade die bringen dann alle harmlosen "Vorbereiter" ins schlechte Licht. Dabei dürfte das die absolute Minderheit sein.


    Unterm Strich sehe ich aber keine großen Nachteile im Prepping: Es kostet wie oben erwähnt nicht viel, wenn man sich halbwegs zusammenreißt und Vorräte kann man zyklisch aufbrauchen, dann muss man nichts wegschmeißen. Man kann das Konzept ganz individuell gestalten und auf sein eigenes Umfeld und antizipierte Gefahrenlagen abstimmen.


    Und wenn man die Sachen/Fähigkeiten am Ende nicht oder nie braucht - umso besser.


    Jens

    rhwrpz


    Diese Waffe ist erlaubnispflichtig, aber nicht bedürfnispflichtig. Sie muss auf einer Grünen WBK eingetragen sein, evtl. auch auf einer Roten, wenn man Sammler ist. Das Amt darf dafür kein Bedürfnis verlangen, Haben-wollen reicht.


    Der Kauf und Verkauf erfolgt genau so wie bei einer 9mm oder .45 ACP Pistole. Der Erwerber muss eine Erlaubnis, also Grüne WBK haben und sollte Dir das auch nachweisen können. Kauf und Verkauf müssen der Behörde angezeigt werden und zwar innerhalb von 14 Tagen.


    Was ist eine kleine WBK? Kann es sein, dass Dein SB diese Waffe mit einer Schreckschuss verwechselt und der Kleine Waffenschein gemeint ist? Irgendwie ist da was durcheinander.


    Jens

    So haben wir das auch. Zumal brauchbare Taschenlampen auch nicht die Welt kosten.


    Überhaupt meine ich, dass man das Preppen insgesamt recht günstig halten kann. Irgendwelche Unsummen auszugeben, um sich auf Eventualitäten vorzubereiten, ist für die meisten Blödsinn.


    Stromausfälle wären auch mein Fokus, außerdem extreme Unwetter. Wir hatten 2 Mal den Keller kniehoch voll mit Wasser, das war im Vergleich zur Flut in RLP und NRW in diesem Jahr ein Kindergeburtstag. Trotzdem haben sich daraus einige Maßnahmen ergeben, die ich als Prepping bezeichnen würde.


    Soziale Unruhen würde ich in der derzeitigen Situation bzw. in der näheren Zukunft auch nicht ganz ausschließen; ein erneuter, fataler Finanzcrash wäre vielleicht der Funke für etwas ungemütliche Zeiten, in denen es zusätzlich auch zu deutlichen Engpässen in der Versorgung kommt.


    Auch internationale Krisen, die uns hier direkt betreffen und Kriege kann man leider nie ganz ausschließen. Da heißt nicht, dass ich Tag und Nacht daran denke, aber ich halte es für naiv, solche Szenarien völlig aus seiner Gedankenwelt zu verdrängen, so nach dem Motto "Es ist doch 75 Jahre gut gegangen!"


    An den völligen Zusammenbruch der Zivilisation glaube ich indes aber nicht so recht, jedenfalls liegt das noch in weiter Ferne, auch wenn das z. B. durch einen Meteorideneinschlag natürlich theoretisch schon heute Nachmittag um 16:37 Uhr so weit sein könnte.


    Aber sowas fängt man auch mit dem besten Prepping nur bedingt auf ...


    Jens

    Preppen ist in der Tat vieles. Oft auch "Kleinvieh", was man eh schon intuitiv macht.


    Preppen ermöglicht einem halt Optionen, die man sonst nicht hat im Fall der Fälle.


    So sehe ich es auch als Preppen an, dass mein Autotank eigentlich immer voll ist - auch wenn es derzeit natürlich böse weh tut. Wenn ich irgendwo an der Tanke vorbei komme und für 10 oder 20 € nachtanken kann, dann tue ich das auch. Ich fahe nicht extra los, aber oft genug kommt man ja dort vorbei. Damit habe ich die Option, jederzeit beruhigt ins Auto zu steigen und z. B. zur Verwandtschaft nach Bayern zu kommen, wenn es sein muss.


    Etwas Bargeld zuhause zu haben, ist ebenfalls Preppen. Keine Unsummen, aber so viel, dass man damit eine Weile auch ohne EC-Karte auskommt.


    Wasser und Dosenfutter sowieso, das erklärt sich von selbst. Batterien auch. Ein kleiner Vorrat von Dingen, die man täglich verbraucht, kein Horten von Unmengen, aber eine zweite Packung Lokuspapier schadet sicherlich nicht, und wenn man nur mit Fieber und Dünnpfiff daniederliegt. Die Möglichkeit, Essen warm zu machen ohne Strom. Genug Arzneimittel. Material, mit dem ich hier am Haus Dinge notdürftig reparieren kann. Usw.


    Es ist schade, dass durch die kräftige Mithilfe der Medien "Preppen" oft sofort mit irgendwelchen Typen verbunden wird, die extremistische, wirre Meinungen vertreten und Waffen und tonnenweise Munition horten. Diesen pathologischen Anstrich sollte man aber ignorieren. Denn:


    Eigentlich ist Prepping im gesunden Umfang völlig natürlich und dem Menschen in die Wiege gelegt.


    Jens


    absolut verständlich. Genauso habe ich es auch gemacht. Von 70 km Arbeitsweg habe ich es mittlerweile auf 16 reduziert. Die Kostenersparnis ist enorm und auch das weniger an Stress sollte man nicht verachten.