Revolver 9mm: Harrington & Richardson

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    • Revolver 9mm: Harrington & Richardson


      Vorstellung des
      Harrington & Richardson Kipplaufrevolver Model 900.


      Ich möchte euch heute den Harrington & Richardson Revolver ehemals Kal. 22 vorstellen.

      Ursprünglich war der
      Harrington & Richardson für den Amerikanischen Markt gebaut worden,
      dort kam dieses Modell im scharfen Kal.22 unter anderem auch im Wach und Sicherheitsdienst zum Einsatz.

      Die Firma Reck die unter dem Schirm der Umarex Gruppe steht,
      hat ende der 70 Jahre einige dieser .22 Revolver umbauen lassen, auf das Kal.9mmR. Knall.

      Der Lauf wurde dabei nur geringfügig umgebaut, so wurden nur zwei winzige Stahlsperren in den Lauf gesetzt,
      ansonsten ist der Lauf immer noch im Originalzustand.

      Die Trommel wurde auf das Kal. 9mmR angepasst, man hat hierbei auch die Trommelbohrungen versetzt angebracht,
      sodass ein illegaler Umbau nicht mehr möglich ist.

      Besonderheit außer das es sich ehemals um eine scharfe Waffe handelt ist, dass der Revoler nahezu komplett aus Stahl gefertigt wurde.
      Zinkguss oder andere eher "minderwertige" Werkstoffe wurden bei diesem Revolver nicht verbaut.

      Das Oberflächenfinish wirkt in dezenten " Blaustahl ", was dem Revolver bei richtiger Lichteinwirkung einen ganz besonderen Glanz verleit.


      Die technischen Daten des H&R Mod. 900

      Hergestellt von Harrington & Richardson Inc. Massachusetts



      Umgebaut auf 9mmR Knall von: Reck Sportwaffenfabrik GmbH & Co. KG

      Modell: Reck - 900
      Herstellungsjahr: 1979
      Beschuss in: Köln
      :ptb: 206
      Gewicht des Revolvers: 845g
      Länge des Laufes: 4 Zoll
      Seriennummer: AU0000742
      Abzug: SA/DA
      Kaliber: 9mm R / ehemals .22
      Trommelkapazität: 5 Schuss




      Kommen wir zu den Bilder des H&R 900

      Der Revolver steckt in einer Pappschachtel mit dem Aufdruck des Herstellers,
      sowie der Modellnummer und Seriennummer die nummerngleich mit dem Revolver ist.
      Zu erkennen ist hier noch der Preis der mit
      Kugelschreiber ausgezeichnet worden ist.
      Dieser betrug Ende 79 / Anfang 1980 Rund 398,-DM.



      Die Schachtel verfügt über eine Aussparung in die der Revolver fixiert wird.
      Ähnlich wie bei Erma und Weihrauch Waffen.
      Beiliegend ist eine extra lange Reinigungsbürste, die die Länge des Laufes hat.
      Zudem sind unter anderen eine Gebrausanweisung, ein Zertifikat sowie die
      Gebrauchsanweisung des scharfen Modells im Kal.22 mit dabei.



      Seitenansicht von links des Revolvers
      Man kann hier den leicht blauen Farbton des Stahls erkennen,
      bei richtigen Lichtverhältnissen wirkt dies noch viel intensiver.



      Die Seitenansicht von rechts.
      Auf dieser Seite weist der Revolver keinerlei Beschriftungen oder Stempel auf.



      Am Griffstück sind der PTB sowie das Emblem der Firma Reck aufgetragen.
      Unterhalb der Trommel befinden sich die üblichen Stempel des Beschussamtes sowie das Herstellungs / Umbau Jahres.
      In diesem Fall 1979.
      Ausserdem die original Stempelung die auf den Hersteller in den USA hinweist.



      Am Lauf sind Kaliber sowie Modellangabe zu finden.



      Die Holzgriffschalen dürften wohl aus Kirschbaumholz gefertigt sein.
      In die Griffschale ist das Embleme von H&R eingelassen.
      Die Griffschalen wirken sehr hochwertig und sind passgenau angebracht.



      Wie ziemlich alles an diesem Modell ist der Hahn aus Stahl gefertigt.
      Der Spannvorgang geht deutlich schwerer als bei anderen Schreckschussrevolvern,
      so zumindest mein Eindruck.




      Wenn der Hahn gespannt wurde,
      schiebt sich zeitgleich mit einrasten des Hahn´s eine Stahlplatte vor den Schlagbolzen.



      Der Abzugsweg bis man an einen spurbaren Druckpunkt kommt, ist ungewöhlich lang.



      Erreicht man dann den deutlich spürbaren Druckpunkt,
      bedarf es keinen großen Kraftaufwand mehr um den Abzug auszulösen.



      Der H&R ist als Kipplaufsystem entwickelt worden.
      Um den Lauf und somit die Trommel zugänglich zu machen,
      muss die Kimme des H&R angehoben werden,
      anschliessend kann der Lauf mit Trommelblock nach vorne gekippt werden.
      Auf dem Bild auch zu erkennen,
      dass die Kimme nach links und rechts justierbar ist, was sich aber beim Schreckschussmodell erübrigt.



      Wie weit man den Lauf nach unten klappt bleibt jeden selbst überlassen,
      es ist möglich bis zum Abzugsbügel umzuklappen.



      Der Lauf geht relativ stramm nach vorne zu klappen,
      was m.E. auch gut so ist, ansonsten wurde beim nachladen der
      Lauf ständig hin und her wackeln.



      Hier lässt sich gut die versetze Trommelbohrung des Revolvers erkennen,.
      Diese wurde bewusst vesetzt gesetzt, um ein illegales Aufbohren bzw Umbauten zu erschweren.
      Die Trommel selbst trägt auch die Stempelungen des Beschussamtes.



      Anders wie bei anderen Revolvern, lässt sich die Trommel ohne Auswand entnehmen.
      Hierzu muss nur der kleine Stift links vor der Trommel niedergedrückt werden,
      anschliessend lässt sich die Trommel einfach abziehen.




      Ein Detailbild der Trommel, mit Beschriftungen des Beschussamtes.



      Die Trommelachse ist ebenfalls aus Stahl gefertigt,
      wie eigentlich alle anderen Teile des Revolvers auch.



      Trotz der unschärfe kann man gut erkennen, dass der Lauf sehr frei wirkt.
      Lediglich zwei kleine Stahlplätchen
      die seitlich abgebracht sind blockieren den Lauf.



      Ansicht der Mündung mit Blitzlicht.




      Und ohne Blitzlicht.
      Man könnte hier an der Mündung nicht erkennen, dass es sich uim eine Schreckschusswaffe handelt.
      Allerdings sind die versetzen Trommelbohrungen gut von vorne erkennbar.
      Die Optik des H&R leidet leider sehr darunter..



      Im Gesammteindruck macht der H&R einen sehr hochwertigen Eindruck.
      Auch weil solche Modelle nur in sehr wenigen Sammlerhänden zu finden sind,
      ist der Revolver etwas besonders.



      Am Griffende ist mittig die Seriennummer der Waffe aufgetragen.



      Der Revolver fast 5 Schuss Nitro oder SP Kartuschen.
      Schwarzpulver würde ich damit allerdings nicht schiessen.....



      Die Kartuschen lassen sich wie bei anderen Kipplaufrevolvern einfach einlegen,
      was bei einer Trommel mit Ausschwenkfunktion nicht immer so einfach ist.



      Der Trommelspallt bis zum Lauf ist leider in gigantischen Ausmaß.
      Ich messe hier etwas für 2 mm.
      Durch den großen Trommelspallt und die versetzen Bohrungen entweicht relativ
      viel des Gasdrucks bereits bevor er den Lauf erreicht.

      Ich würde sagen, dass aufgrund der beiden Punkte etwa 50% des Gasdrucks seitlich entweichen.
      Daher wäre dieser Revolver unter gar keinen Umständen zur Selbstverteidigung geeignet.



      Man kann hier nocheinmal sehr gut die versetzten Bohrungen in der Trommel erkennen.
      Späterstens bei diesem Eindruck wird jedem klar,
      dass es sich hier um eine Salut / Schreckschusswaffe handelt.



      Der Ausstosser des H&R fuktioniert einwandfrei und ist selbstverständlich ebenfalls aus Stahl.



      Das original Zertifikat das der Waffe beigelegt wurde, ist unterschrieben von Silvester Baron von Fürstenberg.
      Wessen Name mir allerdings nichts sagt, auch Google spuckt nicht sonderlich viel dazu aus.



      Es liegt eine deutsche Fassung der
      Gebrauchsanweisung bei,
      hiebei werden nochmal auf den Umgang und Pflege der Waffe hingewiesen.






      Ebenso liegt eine original Fassung der Gebrauchsanweisung bei. Diese bezieht sich allerdings auf das scharfe Modell im Kal.22



















      Zur Wom ein wenig in Szene gesetzt....







      Mein Resumé zum H&R Mod.900.


      Viel Stahl für teures Geld!
      Zumindest wenn man die aktuelle Preisentwicklung des Revolvers bei Egun und Co. beobachtet.
      Die Preisspanne ist von 300 bis 600 Euro relativ breit gefächert.
      Nachfrage = Preisentwicklung.
      Was mich glücklicherweise nicht betrifft, da ich den H&R als unverkäuflich bezeichnen würde.

      Erstanden
      habe ich das gute Stück von einem Freund, der mit ein gutes Angebot zur
      Waffe machte, was ich nichts ausschlagen konnte.
      Trotz der enormen
      Preisentwicklung würde ich den H&R nicht als " Wertanlage " sehen,
      wohl eher als Liebhaber und Sammlerstück.
      Solche Waffen insbesondere umbauten von ehemals scharfen Waffen,
      lassen sich nicht mit den sonst üblichen Schreckschusswaffen vergleichen.
      Zwei vollkommen andere Kategorien und Qualitätsgruppen prallen hier aufeinander,
      wenn man die Waffen vergleichen würde.
      Daher sind solche " Schätzen" nahezu Konkurrenzlos was Aussehen und Verarbeitung betrifft.


      Von dem von mir vorgestellten Modell wurden nur ca.800 Stück hergestellt, vielleicht auch weniger.
      Diese befinden sich nahezu alle in fester Sammlerhand.

      Ich bin froh, eines dieser seltenen Stücke besitzen zu dürfen und finde es ein bisschen schade,
      dass es nicht viele solcher Waffen ( umgebaute Originale gibt) Busch, Webley, Enfield usw..
      Wenn der Revolver nicht die versetzte Trommelbohrung hätte, wäre er nahezu perfekt.
      Da die Waffe aber fast ausschließlich aus Stahl gefertigt
      wurde,
      musste man diesen Schritt ergreifen, da man sonst unter Umständen die Waffe illegal umbauen hätte können.
      Was mit heutigen Schreckschusswaffen aufgrund der Materialauswahl kaum mehr möglich wäre.







      "Allemeine Testberichte sind selbst Verfasst, die Bilder sind mein Eigentum. Dieser Testbericht spiegelt nur die Meinung des Verfassers wieder."

      Falls sich irgendwo ein Fehler eingeschlichten haben sollte, wäre ich dankbar einen dezenten Hinweis per PN zu erhalten.







      *Testbericht Nr. 31 <>November 2013 / Saalach-Mrs.Mag.*
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