Revolver .380: Smith & Wesson Chiefs Special (Modell 36)

Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

  • Revolver .380: Smith & Wesson Chiefs Special (Modell 36)

    Kurzbericht von WJN

    S&W Modell 36

    Chiefs Special (PTB 503)


    Ich habe mir den Chiefs Special in der vernickelten Ausführungen mit Combat-Holzgriffschalen gegönnt.




    Eigendlich hatte ich vor, den Revolver zu Sylvester zu nutzen, dafür ist er aber fast zu schade, dazu aber später mehr.
    Der kleine handliche Revolver sieht sehr ansprechend aus, und hat sogar meiner Frau auf anhieb gefallen: "Der ist gar nicht so schwer". Stimmt, der 5-schüssige 2-zöller bringt nur ca. 500 Gramm auf die Waage.

    Ein paar Trockenübungen brachten aber auch wieder etwas Ernüchterung, denn der Abzug ist im Double-Action (DA) Modus ziemlich schwergängig und dabei auch noch scharfkantig, hakt aber nicht. Meine Frau meinte nur: "Den brauch ich zum Glück nicht oft betätigen ;) ".
    Spannt man den Revolver mit Hilfe des Hahns vor, wechselt also in den Single-Action (SA) Modus, ist der Abzug sehr schön leichtgängig, eigendlich ideal, wenn da nicht der Hahn wäre: der ist so scharfkantig, daß man dies höchstens für eine Trommelkapazität praktiziert, oder einen Handschuh nutzt.

    Kommen wir zur näheren Betrachtung.

    Da der "Kleine" wenig Oberfläche zum Beschriften bietet, ist fast jeder Centimeter genutzt.



    Den verbauten Lauf kann man, auch bei flüchtigen Blick in die ohnehin nicht zentrierte Mündung, bzw. in das offensichtliche Gewinde, sofort erkennen.
    Wer auf das Original steht, wird hier enttäuscht sein.
    Zudem ist der S&W gerade an der Mündung sehr schlecht entgratet, für den Preis (EUR 119,-) eigendlich unverständlich.
    Wohl aber normal, denn wenn man die Trommel öffnet kommt an meinem Modell auch noch eine Nachbearbeitung zum Vorschein, d.h. dort wurde, aus welchem Grund auch immer, die Vernickelung abgeschliffen.

    Der Ladevorgang gestaltet sich, wie bei fast allen Revolvern, sehr einfach und Dank zentralem Ausstosser auch das Entladen.



    Die Trommel rotiert ohne Spiel, das ist fast ein Fest :respect: .

    Einen weiteren Grat berührt der Hahn, wodurch dieser schon nach den wenigen Trockenschüssen, auf seiner linken Seite, eine Schleifspur aufweist (silber).

    Timing und Trommelarretierung sind über jeden Zweifel erhaben.
    Wobei durch die Trommelarretierung eine weitere Schleifspur auf der Trommel hinterlassen wird, ein Grund mehr für mich, den S&W nicht häufig zu nutzen.

    Der Ausschwenkknopf hakte etwas, was mich veranlaßte den Revolver zu zerlegen, um den Druckhebel, der übrigens auch schlecht entgratet war, zu überarbeiten.

    Der Trommelspalt ist >0,2mm, wenn ich meiner Meßmethode trauen kann :D .

    Geschossen habe ich den Chiefs Special noch nicht, möchte aber vorerst dieses Fazit ziehen:

    Ein schöner kleiner, handlicher Revolver, gerade in der Nickel/Holz-Version, der sich auch in Frauenhand gut macht.
    Den kann man auch mal zeigen, aber nach meiner Meinung nicht im "Dauereinsatz" haben.
    Für Sylvester habe ich mir dementsprechend ein anderes Modell bestellt, hoffentlich kommt der Revolver noch rechtzeitig :confused2: .


    Gruß
    WJN
    [GLOW=blue] :leser: Zauberlink :leser: [/GLOW]