Posts by Janus525

    Guten Morgen,

    die in Asien bestellten Druckfedern sind gestern angekommen. Sie lassen nun den versuchsweisen Einbau mit unterschiedlichen Längen und unterschiedlichen Drahtstärken zu. Nach dem Kürzen müssen die jeweils letzten Windungen lediglich mit der Schleifscheibe "angelegt" werden.

    Viele Grüße: Wolfgang

    Guten Abend,

    so, das erste grobe Einschießen mit dem neuen Glas und mit dem veränderten Abzug habe ich mit der Spitzkopf - Munition vorgenommen. Geschossen habe ich Dreiergruppen auf ein weißes Blatt mit ca. 10mm durchmessenden, schwarzen Punkten. Geschossen habe ich auf 10m, sitzend, aufgelegt.

    Das Ergebnis ist schon jetzt deutlich besser (sh. Gruppe 6) als es mir seinerzeit mit dem harten Abzug möglich war. Hier das damalige Ergebnis:

    ZITAT: "Eigentlich finde ich das Gewehr zu schade um das auf sich beruhen zu lassen Die Schussleistungen bei etwa 10m sind gut, ich schieße damit aufgelegt Streukreise in der Größenordnung etwas kleiner als eine 1,- Euro Münze. Das ginge bestimmt besser wenn man am Schluss nicht so hart "ziehen" müsste. Schade eigentlich...*seufz*..." ZITAT ENDE

    Nach jedem Schuss habe ich die Höhe und die Seitenrichtung mit wenigen Klicks korrigiert. Und ja, ich weiß, so macht man das nicht sondern schießt größere Gruppen. Aber wie gesagt, es ging mir darum das Gewehr zunächst grob einzuschießen. Aus dem billigen Kopierpapier stanzten die Spitzkopfgeschosse ziemlich bizarre Löcher aus, deren zentrale Lage ich zeichnerisch nachgebildet habe, weil sie auf dem eingescannten Blatt schlecht zu erkennen sind.

    Mein Fazit: Vermutlich hat auch das bessere Zielfernrohr, eingestellt auf 6fache Vergrößerung, zum besseren Ergebnis beigetragen. Den Hauptanteil schreibe ich aber dem weicheren Abzug zu.

    Viele Grüße: Wolfgang

    Guten Morgen zusammen,

    gestern kam mir noch eine Idee wie sich das Abzugsgewicht weiter verringern ließe, falls mir ca. 1.200g noch zu viel erscheint.

    Im Grunde ist das recht simpel, setzt aber voraus, dass jemand der das (auf eigenes Risiko!!!) nachmachen möchte, mit feinen Werkzeugen umgehen kann und er zumindest über einen (z.B.) "Dremel" oder eine kleine Ständerbohrmaschine sowie über einen Satz M3 Gewindeschneider verfügt. Benötigt werden zusätzlich:

    - Spiralbohrer 2,5 mm

    - Spiralbohrer 1,5mm

    - 2-K-Kleber (z.B. UHU Schnellfest / Endfest

    - Etwas Alkohol oder Aceton

    - Einige Q-Tips, eine Küchenrolle o.ä.

    Zunächst wird das Abzugszüngel ausgebaut und mit dem 2,5mm Bohrer senkrecht in den kleinen Dorn, auf dem ursprünglich die entfallene Feder aufsaß, ein etwa 5mm tiefes Sackloch gebohrt, in das im Anschluss ein M3 Gewinde geschnitten wird. In dieses wird eine M3 Madenschraube mit quer durchbohrter Spitze mit 1,5mm Loch eingeschraubt, nachdem Sackloch und Madenschraube mit Alkohol oder Aceton gereinigt und mit 2-K-Kleber eingestrichen wurden.

    Auf der gegenüberliegenden Seite des Schlosses, also oben, wird eine zweite an der Spitze durchbohrte M3 Schraube umgekehrt - mit derSpitze nach unten - in die Vertiefung (den Teller) in der die entfallene Feder oben ruhte eingeklebt. Ist alles ausgehärtet (Schnellfest ca. 1h / Endfest ca. 24h) kann zwischen beide Madenschrauben eine kurze Zugfeder eingehängt werden, deren Dimensionierung darüber entscheidet wie hoch das Abzugsgewicht letztlich sein wird. Auf den Skizzen ist zu sehen wie es gemeint ist:

    Natürlich wird auch das nicht zu einem Matchabzug führen, aber ich denke mit vielleicht 500g Abzugsgewicht schießt sich diese (wie ich finde) tolle Waffe noch einmal deutlich besser.

    Viele Grüße: Wolfgang

    Hallo Huskydoc,

    vielen Dank für den Tipp...!

    Ja, das habe ich bislang noch nicht gemacht. Früher habe ich auch Flachköpfe mit und ohne Rillen geschossen, aber das war mit einer HW 35 die ich irgendwann verkauft habe. Als meine Frau mir vor gut einem Jahr das Gewehr geschenkt hat, waren 400 Schuss der Spitzkopfdiabolos dabei, die (leider teuren) Hornet-Geschosse habe ich nachträglich für einen speziellen Zweck angeschafft.

    Mit dem kleinen 4 x 32 Zielfernrohr habe ich mit den Spitzkopf-Diabolos sitzend aufgelegt einen Steukreis von etwa 20mm auf gut 10m hinbekommen, aber...

    ...das Abziehen war jedesmal ein Akt. Die Waffe im Ziel ruhig zu halten und langsam den Abzug durchzuziehen..., und noch weiter durchzuziehen..., den Druck immer weiter erhöhen zu müssen..., weiter ruhig zu atmen..., bis dann endlich irgendwann der Schuss bei (vermutlich) deutlich über 2kg ausgelöst wurde, das fand ich sehr anstrengend und das hat mir überhaupt keinen Spaß gemacht. Das war der Grund weshalb ich mich hier angemeldet habe in der Hoffnung, jemand hätte mit dem harten Abzug dieses Gewehres bereits Erfahrungen gemacht und eine Lösung gefunden.

    Aber jetzt ist alles gut. Jetzt verschieße ich erstmal die Spitzkopfdiabolos mit dem neuen Glas, um das damit bestmögliche Trefferbild zu erhalten..., und dann schaue ich was sich sonst noch anbietet. Die teuren Hornets sind wie gesagt nicht für die Scheibe gedacht.

    Viele Grüße: Wolfgang

    Hallo,

    soeben habe ich das Abzugsgewicht des LG geprüft und war erstaunt - es ist höher als es sich bei der Schussabgabe anfühlte. Gemessen habe ich ca. 1.450g bis der Schuss brach, also geschätzt etwa 700 - 800g weniger als mit der noch eingebauten Feder. Nun ist es so:

    Die Waffe hatte ich so eingespannt, dass der Behälter, den ich nach und nach mit kleinen Drehteilen, Schrauben etc. gefüllt habe, an einer Schnur vom Abzug herunter hing. Auf dem Foto sieht man die ungefähre Position der Waffe und des Abzugs während des Tests, etwa 22 Grad nach vorne/links geneigt.

    Hätte ich die Waffe genau senkrecht eingespannt, wäre dem Behälter für die Gewichte der Schaft im Weg gewesen, der Behälter hätte schräg daran angelehnt und daran gerieben. Durch die Neigung um 22 Grad erfolgte der Zug nicht im idealen Winkel von 90 Grad zum Abzugszüngel, sondern ergfolgte sowohl nach unten und zugleich ein wenig auch in Längsrichtung (sh. Foto)

    Dies könnte erklären, warum das Abzugsgewicht bei der Messung tendenziell zu hoch ermittelt wurde, das tatsächliche Abzugsgewicht bei rund 1.200g liegen dürfte, ähnlich wie bei Dianas T 05.

    Wie auch immer, der Makel ist durch das Entfernen der viel zu starken Druckfeder unter dem Abzugszüngel beseitigt und die Waffe schießt sich jetzt deutlich angenehmer. Klar, ein Matchabzug ist das natürlich nicht, aber um damit Spaß zu haben reicht mir das Ergebnis aus. Morgen werde ich die Waffe mit üblichen Spitzkopfgeschossen grob einschießen, das präzisere Einschießen erfolgt im Anschluss mit der etwas durchschlagskräftigeren Hornet.

    Viele Grüße: Wolfgang

    Guten Abend,

    leider war ich einige Tage lang verhindert, aber jetzt kann ich wieder darüber berichten wie es mit dem Abzug der Ruger Black Hawk weiter gegangen ist. Die ersten Schüsse sind gemacht und ich kann bestätigen, die Waffe schießt sich wesentlich weicher und angenehmer als mit der Starken Druckfeder hinter dem Abzugszüngel. Wozu diese in solcher Stärke überhaupt gut sein soll erschließt sich mir nicht.

    Die einzige Idee die ich dazu habe, sind extrem hohe Sicherheitsanforderungen des amerikanischen Namensgebers, weil man von Seiten des Auftraggebers das Abzugsgewicht für den amerikanischen Markt derart hoch produzieren lässt, um evtl. Klagen wegen Sicherheitsbeanstandungen vorzubeugen. Nur frage ich mich ob das so weit gehen muss, ein ansonsten tolles Gewehr derart zu kastrieren, dass dessen Benutzung keinen Spaß mehr macht und schon gar kein sonderlich gutes Trefferbild ermöglicht.

    Aber das ist nur meine subjektive, ganz persönliche Sicht auf die Dinge die sich niemand zu Eigen machen muss. Auch übernehme ich keinerlei Verantwortung dafür wenn jemand das nachmacht was ich hier durchgeführt habe, rate sogar ausdrücklich davon ab.

    Aber zurück zum Abzugsverhalten. Noch habe ich das Abzugsgewicht nach dem Entfernen der Feder nicht gemessen, nehme aber an, dass es noch ein stückweit unter den serienmäßigen ca. 1.200g des Abzugs des Modells 5 der Diana liegt. Morgen wissen wir mehr.

    Auf den Foto sieht man die beiden Sprays die ich verwendet habe: Silikonöl (sicher nicht die beste aller Lösungen, für den Zweck mMn aber zunächst mal geeignet und risikofrei verwendbar, besonders da es völlig unaggressiv zu Brünierung, Kunststoff und Dichtungen ist) für die Schmierung der beweglichen Teile, und Druckluft um überschüssiges Öl auszublasen.

    Mit freundlichen Grüßen: Wolfgang

    Guten Morgen zusammen,

    nochmal kurz zur Erinnerung weshalb ich mich seinerzeit hier angemeldet habe: Meine Frau hatte mir zum Geburtstag ein Luftgewehr geschenkt, das sie nach der Optik und nach dem Preis ausgesucht hatte. Und tatsächlich hat mir das Gewehr - eine Ruger Black Hawk mit einer 4 x 32 Zielfernrohr zunächst gut gefallen. Bis ich die ersten Schüsse abgegeben habe und bemerken konnte, dass daran (für mich) so einiges nicht stimmte.

    1. Das kleine Zielfernrohr ließ sich für mich in der 11mm Schwalbenschwanz-Führung nicht weit genug nach hinten montieren, so dass ich den Kopf nach vorne recken und eine verkrampfte Haltung einnehmen musste um das Absehen im vollen Kreis sehen zu können. Zwischenzeitlich habe ich ein anderes Glas mit Hilfe eines Adapters von 11mm auf 20mm weiter hinten montier, so dass es jetzt für mich passt. Die höhere Position des Glases hat noch einen weiteren Vorteil: Ich sehe das Korn der Waffe nicht mehr verschwommen im Zielfernrohr.


    Das Zweite Unangenehme was mir aufgefallen ist, war der minimale Kriechweg ab dem Druckpunkt und das enorm hohe Abzugsgewicht. Ich habe das nicht gemessen, schätze das Gewicht am Züngen um den Schuß auszulösen auf etwa 2kg - 2,3kg. Für meinen Geschmack macht es die Handhabung der Waffe zwar sicher, für ruhiges und gleichmäßiges Abziehen und einen sauberen Schuss (aus meiner Sicht) jedoch ungeeignet.

    Um zu schauen ob ich daran etwas ändern kann, habe ich das Gewehr wie gesagt ausgeschäftet. Dazu mussten die beiden Schrauben links und rechts am Schaft herausgeschraubt und samt den darunter sich befindenden Zahnscheiben entnommen werden. Die dritte Schraube unmittelbar vor dem Abzugsbügel (sh.Foto) muss nur gelöst aber nicht ganz herausgeschraubt werden, sie kann im Schaft verbleiben. Die kleine Bohrung in der Unterseite des Abzugsbügels dient dazu die Schraube zur Einstellung des Abzugsweges zu erreichen.


    Nach dem Ausschäften zeigte sich dann folgendes Bild, dieses mit dem serienmäßig mitgelieferten Glas:


    Man erkennt am Schloss, direkt hinter dem Abzugszüngel, eine kräftige Druckfeder mit einer Länge von ca. 15mm und einer Drahtstärke von 0,7mm. Beim Betätigen des Abzugs muss diese gegen erheblichen Federwiderstand zusammengedrückt werden um den Schuss auszulösen.


    Meine Befürchtung, um diese Feder (die ich von Fotos eines DIANA-Abzuges in ähnlicher Anordnung bereits kannte) austauschen zu können das Schloss zerlegen zu müssen hat sich nicht bestätigt. Fasst man diese Feder an einer der oberen Windungen mit einer Spitzzange, kann man sie nach unten drücken und seitlich ohne Probleme entnehmen:

    Auf dem nächsten Foto sieht man warum die Entnahme so leicht möglich ist: Oben sitzt die Feder nur in einer tellerartigen Vertiefung, einer Aussparung ohne Führungsdorn. Es ist also ein Leichtes hier eine Feder gleicher Abmessung mit nur 0,5mm..., 0,4mm..., 0,3mm Drahtstärke usw. einzusetzen und dadurch das Abzugsgewicht nach Wunsch in gewissem Umfang zu verringern. Solche Federn habe ich bestellt, sie sind aus Asien auf dem Weg zu mir, aber...

    ...ich überlege ersthaft die Feder ganz wegzulassen


    Was ist nun die Folge wenn man diese Feder weglässt...?

    - im nicht gespannten Zustand "schlackert" das Abzugszüngel auf dem Abzugsweg nun vor und zurück, da keine Feder es von oben nach vorne drückt. Dies ließ sich bei mir minimieren, indem ich den Vorzugsweg fast auf null gedreht habe. Der Vorzugsweg zwischen Ruhestellung und Druckpunkt beträgt jetzt nur noch etwa 1mm.

    - im gespannten Zustand "schlackert" das Abzugszüngel nicht mehr vor und zurück, so dass das Weglassen der Feder vor oder bei der Schussabgabe keinen Nachteil mehr darstellt.

    Dann ist mir noch etwas aufgefallen: das gesamte Schloss hat so weit ich es erkennen konnte noch nie einen Tropfen Öl oder ein anderes Schmiermittel gesehen. Es scheint so zu sein, dass da tatsächlich trockenes Metall auf Metall läuft. Eigentlich unverzeihlich wenn ihr mich fragt...

    Also habe ich beschlossen das zu ändern. Aber wie, ohne das Schloss zerlegen zu müssen...? Der Zufall ist mir dann ein wenig zu Hilfe gekommen. Einer der drei Stifte, die quer durch den Kasten des Schlossen führen, vorn der untere, klemmte nicht gut in seiner Führung und ist mir beim Umdrehen der Waffe herausgefallen. Damit fiel auch das Abzugszüngel heraus..., das durch wieder Einsetzen des Züngels in den Kasten und Einschieben des Stiftes schnell in Ordnung gebracht werden konnte.

    Aber bei entferntem Züngel konnte ich von unten die Innereien des Schlosses besser sehen und Spalten zwischen Schlosskasten und innerer Mechanik erkennen. Dies brachte mich auf eine Idee: Mit Druck in das gesamte Schloss Silikonöl einzubringen um damit die gesamte innere Mechanik gängiger zu machen, und den Überschuss mit Druckluft wieder herauszublasen. Was dabei herausgekommen ist berichte ich dann im nächsten Beitrag.

    Zuvor möchte ich mich aber nochmal ganz herzlich für eure Hilfestellung und für eure Geduld bedanken. Zu einem früheren Zeitpunkt habe ich mich schlicht nicht getraut das Ganze in Angriff zu nehmen...:(

    Viele Grüße: Wolfgang

    Also habe ich damit begonnen das Luftgewehr zu entschäften. Das ist ganz leicht. Dazu werden drei Schrauben herausgeschraubt, zwei vorne am Schaft, eine links, eine rechts, und eine unmittelbar vor dem Abzugsbügel. Die ganze Waffe kann dann leicht nach oben aus dem Schaft herausgehoben werden. Fotos stelle ich zu den folgenden Schritten nach und nach ein.


    Viele Grüße: Wolfgang

    Du machst dir zu viele Gedanken. Alles, was dir hier mühsam zusammengetragen wurde, hättest du in zwei-drei Minuten herausfinden können, indem du die Schaftschrauben gelöst, das System herausgenommen und ein Foto von der Abzugseinheit gemacht hättest.

    Verwirf bitte diese Gummibandidee. Nimm den Schaft ab, tausch die Feder am Abzug und dann merkst du selbst, ob es den gewünschten Effekt bringt.

    Nichts für ungut.✌️

    Damit hast Du völlig Recht,

    statt die Waffe zu zerlegen denke ich ständig darüber nach, sie evtl. nicht wieder zusammen zu bekommen.

    Aber damit ist jetzt Schluss und ich muss etwas unternehmen. Mit einem Abzugsgewicht von über 2kg zu schießen macht mir keinen Spaß, und das Gewehr steht seit Monaten nur rum.

    Viele Grüße: Wolfgang

    Du machst dir zu viele Gedanken. Alles, was dir hier mühsam zusammengetragen wurde, hättest du in zwei-drei Minuten herausfinden können, indem du die Schaftschrauben gelöst, das System herausgenommen und ein Foto von der Abzugseinheit gemacht hättest.

    Verwirf bitte diese Gummibandidee. Nimm den Schaft ab, tausch die Feder am Abzug und dann merkst du selbst, ob es den gewünschten Effekt bringt.

    Nichts für ungut.✌️

    Hallo Diopterauge,

    ich bin ja dankbar für jeden Tipp...:thumbup:

    Bitte sieh mir aber nach wenn ich im Vorfeld versuche möglichst viele Informationen zu sammeln, um möglichst wenige Fehler zu machen. Und was mir auch wichtig war, zunächst die Reaktion des Supports abzuwarten. Dass man dort derart - diese Waffe betreffend - ahnungslos war hätte ich nicht erwartet. Aber gut, das ist eben so wie es ist...

    Und ja, Du wirst schon recht haben. Wenn ich nicht weiterhin mit diesem hohen Abzugsgewicht schießen will komme ich wohl nicht darum herum selber Hand anzulegen.

    Viele Grüße: Wolfgang

    Guten Morgen zusammen,

    soeben hatte ich ein längeres Gespräch mit dem Support von Umarex. Meine Fragen konnte mir dort niemand beantworten, da es sich bei der Ruger Air Scout um ein Gewehr handelt, das von einem Hersteller produziert wird, mit dessen technischen Details man nicht vertraut ist. Weder konnte man mir sagen ob sich ein T06 Abzug in die Waffe einbauen lässt, noch ob es sich bei dem verbauten Abzug um einen Nachbau des T05 handelt.

    Genau genommen weiß man gar nichts (technisch) über diese Waffe, hat mir lediglich angeboten das Gewehr zurückgeben zu können, schließt aber nicht aus, das ein weiteres Gewehr dieser Art einen ebenso harten Druckpunkt hat.

    Im Grunde sehe ich nur drei Möglichkeiten um den harten Abzug "weicher" zu bekommen, sprich, das Abzugsgewicht deutlich zu reduzieren:

    - Jemand aus unserem Kreis wird auf das Thema aufmerksam und meldet sich, der einen solchen Umbau des Abzugsmechanismus bereits einmal durchgeführt hat und der weiß wie es geht. Ich denke aber das ist eher unwahrscheinlich.

    - Ich schäfte aus und nehme den Stift 103 heraus in der Hoffnung, dass sich nach Herausziehen des Züngels die Feder entnehmen und ggf. austauschen lässt..., und vor allem, ob sich das Züngel danach problemlos wieder einschieben und mit dem Stift sichern lässt. Das beinhaltet das Risiko es nicht wieder zusammen zu bekommen.

    - Ich löse das Problem kreativ, indem ich um das Züngel und den hinteren Bereich des Abzugsbügels ein breites (10-15mm?) Gummiband spanne, welches das Züngel mit dem richtigen Zug auf den Druckpunkt zieht, so dass weitere (z.B.) 300 - 500g den Schuss auslösen. Das wäre vermutlich der schnellste und einfachste Weg, flache Gummiringe gibt es in jeder erdenkliche Größe, Breite und Stärke..., und stören würde es mich auch nicht das Gummi immer wieder mal erneuert zu müssen.

    Was meint ihr, wie würdet ihr das angehen wenn ihr das Gewehr hättet und behalten wolltet...?

    Viele Grüße: Wolfgang

    ...und hier zeigt jemand wie ein ähnlicher Abzug (T06) mit wenigen Handgriffen komplett zerlegt und wieder zusammengesetzt wird.

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    Viele Grüße: Wolfgang

    Guten Morgen,

    hier ein anderes Modell mit freiliegender Abzugsfeder. Durch eine Sprengring-Zange (Seegeringzange), die beim Zusammendrücken ihre Spitzen spreizt, ließe sich diese Feder (vermutlich) durch umgekehrte Anwendung dieser Zange durch Eingriff in die Windungen teilweise zusammendrücken und entnehmen. Einsetzen ließe sich eine andere Feder in umgekehrter Reihenfolge dann ohne den Abzugsmechanismus zu demontieren.

    Das ist aber eine theoretische Betrachtung.

    Viele Grüße: Wolfgang

    Guten Morgen Ingo,

    zu diesem Abzugssystem T05 (und dem T06) habe ich gestern noch etwas recherchiert. Und tatsächlich sehen einige Teile ziemlich genau so aus wie beim Ruger-Abzug. Beim T05 kann auch nur der Vorzugsweg verstellt werden, nicht aber das Abzugsgewicht. Dieses liegt nominal bei 1200g und ist damit (gefühlt) deutlich niedriger als bei meiner Ruger.

    Die Feder, die das hohe Abzugsgewicht erzeugt, sitzt vertikal hinter dem Ausleger des Züngels und ruht auf diesem kleinen, kegelstumpfförmigen Dorn, den man in diesem Foto rechts vom Daumen sieht.

    Dem zufolge wird diese Feder (A) beim Abziehen in Richtung (B) zusammengedrückt, die Federkraft bestimmt dabei den Widerstand der sich dem Züngel entgegenstellt. Treibt man nun die Achse 103 (C) aus, lässt sich das Züngel in Richtung (D) aus dem Gehäuse herausziehen, die Feder liegt frei und kann entnommen und getauscht werden.

    Wäre schön wenn es so einfach wäre. Aber das bekommen wir raus... ;)

    Bei einem Abzug wie dem T06 von Diana, bei dem der Abzugswiderstand eingestellt werden kann, geschieht auch nichts anderes als eine Änderung der Federvorspannung. Die Feder wird mit Hilfe einer zentralen Schraube durch die Feder hindurch mehr oder weniger Stark vorgespannt.

    Nichts anderes geschieht nach meiner Vorstellung durch den Austausch der Feder im T05 gegen eine schwächere, gegen eine anders dimensionierte.

    Viele Grüße: Wolfgang

    Das kann ich mir auch vorstellen. Wenn die Mechanik nicht gut gearbeitet ist kann es ja viele Möglichkeiten geben was da wo klemmt. Um das rauszufinden muss ich das Teil irgendwann zerlegen, klar. Was mich nur wundert, dass das scheinbar noch niemand gemacht und in deutscher Sprache mit fotos gründlich dokumentiert hat.

    Eigentlich finde ich das Gewehr zu schade um das auf sich beruhen zu lassen Die Schussleistungen bei etwa 10m sind gut, ich schieße damit aufgelegt Streukreise in der Größenordnung etwas kleiner als eine 1,- Euro Münze. Das ginge bestimmt besser wenn man am Schluss nicht so hart "ziehen" müsste. Schade eigentlich...*seufz*...

    Mal abwarten was der Support sagt.

    Viele Grüße: Wolfgang

    Es steht ja im Text dass es ein Diana T5 Abzug bzw. Nachbau ist, hier wäre dazu eine Explosionszeichnung: https://www.luftgewehr-shop.com/media/5168/fil…ersatzteile.jpg

    Hallo Ingo.

    nach der Explosionszeichnung zu urteilen müsste man so vorgehen:

    Nach den Ausschäften das Gewehr auf den Rücken legen und fixieren, den Abzugsbügel abschrauben.

    Danach nur den Achsstift No.103, um den sich das Abzugszüngel dreht, herausziehen.

    Das Züngel lässt sich dann nach oben herausziehen. Entweder kommt die Feder No. 51 mit raus. Oder sie kann mit einer Spitzpinzette herausgezogen und dmit ausgetausch werden. Alles andere kann montiert bleiben, vorausgesetzt es ist tatsächlich die zu kräftige Feder No. 51 die das Problem verursacht.

    Siehst Du / sieht sonst noch jemand das auch so...?

    Viele Grüße: Wolfgang

    Guten Morgen Ingo,

    das könnte sein. Ganz kurz kam ich auch auf die Seite, dann machte sie wieder dicht.

    Weißt Du welche Sprache das ist...?

    Viele Grüße: Wolfgang

    Tipp: wenn du dabei gehst, mach bei jedem Arbeitsschritt Fotos, das erleichtert den Wiederzusammenbau, ansonsten stehste hinterher da und fragst dich wie das genau zusammen war. Außerdem könntest du die dann auch für Interessierte hier einstellen.

    Hallo Ingo,

    selbstverständlich mache ich das falls ich den Abzug zerlege, und zwar Schritt für Schritt...!

    Einen Ausschnitt aus der von Dir eingestellten Explosionszeichnung habe ich so gedreht, dass das Züngel nach unten zeigt. Die beiden Federn links daneben sind vielleicht diejenigen die da Schwierigkeiten machen. Die obere macht evtl. den Vorzugsweg schwergängiger..., die untere wirkt ab dem Druckpunkt zusätzlich. Könnte das DMn so sein...?

    Falls ja, wäre es kein Problem diese durch andere zu ersetzen, solche Spiralfedern gibt es in allen möglichen Größen, Drahtstärken, Kennlinien usw zu kaufen. Bin mal gespannt was der Support dazu sagt, vermutlich bin ich nicht der Erste und Einzige der sie mit dem "Abzugsproblem" der Air Scout konfrontiert...

    Viele Grüße: Wolfgang

    Guten Morgen zusammen,

    den Rat von Diopterauge habe ich zwischenzeitlich befolgt und den Support von Umarex angeschrieben. Eine Bestätigung des Eingangs der Mail habe ich erhalten, ein Antwortschreiben steht noch aus.

    Zwischenzeitlich habe ich etwas ausprobiert: Der Gedanke, es handle sich bei dem hohen Abzugsgewicht - losgelöst von der Kriechstrecke bis zum Auslösen des Schusses - um eine starke Feder im Abzugsmechanismus, deren Federkraft ich beim Schuss überwinden muss, scheint mir logisch. Wenn das tatsächlich so wäre, so die Überlegung, müsse sich diese Federkraft irgendwie auch von außen überwinden bzw. kompensieren lassen.

    Also habe ich ein kleines Paketgummi genommen, es um das Abzugszüngel gelegt, es gespannt, hinten um den Abzugsbügel herumgeführt, und vorne wieder am Abzugszüngel eingehängt. Dann die Waffe geknickt/gespannt, entsichert, und beim noch geknickten Lauf den Abzug betätigt und darauf geachtet wie es sich anfühlt. Und diesen Vorgang habe ich mehrfach mit einer steigenden Anzahl von Paketgummis um den Abzug wiederholt.

    Bei 9 Paketgummis löste der Abzug sofort aus als ich die Sicherung einschob, hielt also nicht. Bei 8 Paketgummis hielt er noch, fühlte sich beim Abziehen aber an wie ein Stecher der schon auslöst wenn man ihn nur schief ansieht, viel zu gefährlich also. Bei 7 Paketgummis letztlich schoss sich die Waffe hervorragend. Der Vorzugsweg war jetzt null..., die Kriechstrecke war weg und der Abzug löste trocken aus..., und das Abzugsgewicht lag ohne Kriechen (geschätzt) irgendwo bei 300 - 400 Gramm. Für mein Empfinden perfekt...!:thumbup:

    Bitte, das war nur ein Versuch um etwas herauszufinden. Irgendwoher muss die Kraft ja kommen die mit dem Züngel überwunden werden muss bevor der Schuss bricht. Leider habe ich keine Ahnung ob das eine Zug- oder Druckfeder, eine Blattfeder oder was auch immer ist das diese Kraft erzeugt, die das Züngel nach vorne zieht oder drückt.

    Viele Grüße: Wolfgang