Posts by Hephaistos06



    Meine letzten Posts lassen erahnen, dass mein Enfield mein liebstes Schätzchen in der Sammlung ist. Nun hat er aber Konkurrenz bekommen. Habe mir nun ebenfalls einen Webley zugelegt, und was soll ich sagen.... neben dem sieht der Enfield aus wie eine billige Straßenhure.... der Webley hingegen wie eine teure Escortdame ;)


    Der Webley ist aus dem Jahr 1944. Er hat eine glänzende Brünierung die ganz und gar nicht nach grottigem Warfinish aussieht und die Klickgeräusche beim Spannen klingen wie ein Glasperlenspiel-Konzert. Die Verarbeitung ist ebenfalls der Hammer. Keine Spaltmaße und alles fässt sich haptisch besser und wertiger an, als beim Enfield. Hätte ich nie gedacht, dass die Unterschiede so spürbar sind. Wenn ich als Soldat die Auswahl zwischen beiden gehabt hätte, hätte ich wohl auch den Webley genommen. Alles an dem ist stramm und arbeitet zuverlässig. Das ist ein Revolver, der einem den Hintern retten kann.


    Was ist nun aber der bessere Revolver?


    Der Enfield ist ganz klar die bessere Kriegswaffe. Er war die Standardfaustwaffe der Engländer. Vom Webley kamen nur 120.000 zu Kriegsende in die Armee, da man mit der Enfieldproduktion nicht hinterherkam. Die Teile beim Enfield lassen sich untereinander problemlos austauschen, während beim Webley alles mit der Hand angepasst worden ist. Zudem ist beim Enfield (der ja bekanntlich ein Webley-Plagiat ist) alles wegrationalisiert worden, was den Produktionsprozess verlangsamen könnte. So wurde beispielsweise der Abzugsbügel im Rahmen integriert und nicht wie beim Webley mühselig angeschraubt. Die Seitenplatte geht auch unkomplizierter zu öffnen. Wer also die authentischere Kriegswaffe haben will, ist beim Enfield besser bedient. Zumal man auch an dem mehr basteln kann (Griffe und Messingscheibe wechseln, Korn wechseln, Kimme wechseln).


    Das in diesen Rationalisierungsprozessen bei der Qualität Abstriche gemacht werden mussten, scheint auf der Hand zu liegen. Wer die feinere Qualität sucht, ist daher beim Webley besser bedient.



    Auf dem Bild ist er nun, samt Dekomunition .380 und einer originalen Militärtrillerpfeife No.58 (Hudson & Co, Birmingham). (Falls wer noch die passende Dekomun braucht, gerne PN an mich, ich kann da einen Kontakt herstellen)


    Alles Gute euch und Up the Irons!

    Mensch das freut mich aber, dass ich euch so glücklich machen kann :) bin vorhin extra nochmal raus und hab das Bild mit einer Spiegelreflexkamera gemacht. Das Gewinnerbild war nur mit meinem alten Handy aufgenommen.


    PR90 , das erste Bild sieht top bearbeitet aus. Hab solche Bearbeitungstools nicht. Da hast du sicher an der Sättigung und dem Kontrast rum geschraubt :thumbup: danke für die Arbeit. Das taugt doch als Desktop-Hintergrund :thumbsup: ...oder als aktualisiertes Bild für die Startseite? :/

    Hey ihr Lieben,

    vielen Dank für euer Feedback und eure Stimmen! Mein Favorit war wie bei vielen der Schrubb Trupp - eine tolle Idee mit den Legomännchen! Gerne nehme ich aber hier den Sieg an ;)


    Der Revolver ist ein Co2-Webley für BB-Stahlkugeln. Die Griffschalen habe ich mit Beize braun gepinselt und ein S (steht für "Spare Component") reingekratzt. Das Pritchard-Greener-Bajonett habe ich über IMA USA bezogen. Manchmal verkaufen die das noch auf dem amerikanischen eBay. Mit Zoll und Pipapo kostet das dann ca 175 €. Falls die amerikanischen Händler nicht nach Europa versenden, kann man auch diverse Versand-Services in Anspruch nehmen, die einem eine amerikanische Adresse geben, an die dann die Post verschickt werden kann. Dort wird dann das Paket umgepackt und nach Deutschland versendet.



    Das Bajonett passt nicht sofort. Habe 2 Stunden mit Rund- und Eckfeilen damit zugebracht es passend zu machen. Es ist ein nettes Gimmick. Wer sich weiter dazu belesen möchte: Im "Webley MK VI"-Thread habe ich eine genauere Beschreibung des Bayos und meiner Bastelschritte verfasst und weitere Bilder gemacht.


    Webley MK VI Revolver ... aber welcher? - Seite 4 - CO2 - CO2air.de


    Hab hier gerade den Revolver noch einmal in besserer Qualität (aber bei anderen Lichtverhältnissen) fotografiert. Vielleicht bleibt das Foto ja einen Moment noch online, bevor es wegen der Größe gelöscht wird. Wer ein hochauflösendes Bild haben will, kann mir gerne eine PN schicken.


    Up the irons! und alles Gute euch!

    Ronald

    @Sho Ishida, outest du dich hiermit als PTM, oder warum suchst nach so einer Box? ^^


    Hab auch eine Speedy, und ein paar weitere Weltraumuhren (Fortis und Poljot).... diese Uhrenboxen find ich aber einfach nur nervig und platzraubend :)


    Die Nachfrage regelt den Preis. Erstere ist bei der Kraterbox eben auch 10 mal höher als bei der PTB-257-Schachtel. (wenn man noch bedenkt, wie viele Chinesen das Uhrensammeln für sich entdeckt haben). Daher ist doch alles in Rahmen, wenn man für die Uhrenbox 1000 Tacken zahlen muss, und für die Enfieldschachtel "nur" 70. In wiefern bei letzterer die Nachfrage steigen wird, bleibt fraglich.


    Ich lade demnächst mal ein paar Wristshots im Uhrenthread hoch....

    Danke für die Glückwünsche. Aber die gebühren nicht mir. Deine Wortwahl @mm64 ließ mich vermuten, dass du das warst. ;) Lag wohl falsch.


    Ich bin nicht der Höchstbieter. So eine Schachtel nimmt mir zuviel Platz weg.


    Aber dennoch: Die Schachtel für über 70 Euro zu ersteigern ist okay vom Preis. Wenn ein PTB-Enfield mit Karton versteigert wird, geht der auch für 150 Euro mehr weg, als ohne Karton.


    Der Höchstbieter hat auch vor einiger Zeit sich im April originale . 380 MK2 Patronen samt Schachtel für 25 Euro ersteigert. Warum haben wir die Versteigerung nicht gesehen? *grummel*


    Ich druck mir die wohl selbst mal nach....

    Ahoi, @Diego01, danke für den Hinweis. Schreib mal bitte kurz noch etwas dazu: Ist der Schieber aus Edelstahl? Weisst du, ob es den in brüniertem Stahl gibt? Wo hast du den her?


    Meiner Erfahrung nach ist die Befestigungsschraube vom Erma viel zu dünn und hat zuviel Spiel im breiten Loch des Originalschiebers. Da wackeln dann die Originalschieber. Bei dir sitzt der stramm?


    Danke im Voraus :)



    Ein Jahr ist nun nach meinem letzten Post vergangen…. Zufrieden mit meinem EGR77 war ich in der langen Zeit aber immer noch nicht. Er sah mir immer noch zu sehr nach Schreckschussrevolver und nicht nach dem „S&W Mod.19“ aus, welches ja bekanntlicherweise als Vorbild diente. Also habe ich mich nochmal rangesetzt und ihn unters Messer gelegt: Er sollte so „echt“ wie möglich aussehen!




    So bin ich vorgegangen:




    • Hahnfinish: Alle loben Erma in den Himmel, aber sorry, der EGR77 hat viele Schwachstellen, die ihn rasch von einer scharfen Waffe unterscheiden. Zum Beispiel der Hahn. Guckt man genau hin, sieht man, dass er nicht absolut plan poliert ist, sondern hässliche grobe Rillen aufweist (es scheint auch Ausnahmen zu geben, die meisten aber haben diese schrägen Rillen). Also hab ich den Hahn ausgebaut und ganze 20 min (!) mit dem Deltaschwingschleifer (100er-Papier) das Ding glatt geschmirgelt. Danach habe ich den Hahn mit SuperBlue von Birchwood Casey schwarz brüniert und alles wieder mit 0000-Stahlwolle abpoliert, bis der Stahl nur noch grau war. So ähnelt der Hahn und der Abzug der S&W-Optik, wo diese beiden Teile auch nicht brüniert, sondern buntgehärtet sind. Die Bunthärtung zu imitieren war mir aber zuviel des Aufwands. Vielleicht hat jemand ja mal Zeit, seine Stahlteile mit Öl zu benetzten um dann hammerhart die Lötlampe draufzuhalten und das Öl einzubrennen. Dann kommt auch eine Regenbogenoptik raus. Ich habe sowas bisher nur an Stahlklingen probiert. Das klappt. Hier war es mir aber nicht so wichtig.... Hier mal der Hahn mit entfernter Brünierung. Die Rillen sind deutlich zu sehen. Danach das Bild mit dem glattgeschmirgelten Hahn.




    • Ich habe endlich perfekte Griffschalen für den Erma gefunden und mir aus Amiland schicken lassen: Eine Reproduktion der Coke-Bottle-Grips aus den 1950er Jahren, Walnussholz. Die liegen durch ihre bauchige Wölbung perfekt in der Hand, und auch das warme Holz bildet einen schönen Kontrast zum kalten Stahl. Allerdings kosten die mit Versand und Zollpipapo 122€. Es sind Coke Bottle Grips von www.altamontco.com. Die Griffe aus Goncalo Alves fand ich nie so richtig passend, da dieses Tropenholz mir nicht europäisch genug aussieht , und sie zudem oft hässlich vor Treppenlack triefen. Und Nill-Griffe kamen nicht in Frage, da bei denen die Schraube schlecht positioniert ist, und sie auf die Innenstrebe des Griffrahmens stoßen würde.


      Generell sollte man den EGR77 mMn mit so rauhen/geriffelten Griffschalen wie möglich ausstatten. Sein Oberflächenfinish ist ja ohnehin schon sehr glatt. Zudem fehlt ein schönes Logo auf der rechten Rahmenseite. Das kann man kompensieren, indem man raue Griffschalen montiert. Das nimmt dem Revolver die Shiny-Shiny-Optik, und lenkt das Auge des Betrachters weg von den glatten Stellen hin zu den geriffelten.


      Ob man einen Griff mit offenem Rücken anbaut, oder einen, der den Griffbügel komplett umschließt, ist Geschmackssache. Letzterer ändert die Proportionen, hin zu einem bulligeren Aussehen. Holzgriffe, die den K/L-Rahmen komplett umschließen, sind zudem seltener zu finden.


    • Eine weitere starke optische Beeinträchtigung ist das Visier des EGRs. Es ist aus schnödem Zink-Druckguss. Die echten Visiere hingegen sind verstellbar und haben eine Justierschraube an der Seite. So ein echtes Visier wäre doch das i-Tüpfelchen auf dem EGR…! Das Problem ist, dass die originalen Visiere des Mod.19 höchst selten zu bekommen sind, und wenn, dann nur gebraucht und total ausgelutscht. Und wenn man eins ergattert, dann passen diese Visiere vorne und hinten nicht, da die Lochabstände sich zw. S&W und Erma unterscheiden und die Originale einfach zu kurz sind. Abhilfe bietet ein amerikanischer Büchsenmacher, der Visiere anbietet, deren Schienen Überlänge und noch keine gebohrten Löcher haben. (Halleluja!) Habe mir also so eines zukommen lassen (mit Porto und Zoll waren das insgesamt an die 150 Tacken….). Bowens Visiere sind in den USA heiß begehrte Tuningteile, und hier nicht zu bekommen. Das bestellte Visier trägt den Namen „Old Country Rough-Sight with undrilled tang, .385 tall square notch“. Die Kimme sieht etwas anders aus, als die originale von S&W. Sie ist gebaut wie ein Panzer, robust und bullig. Die originalen Visiere gehen bei hoher Beanspruchung oft kaputt. Viele Schützen in den USA monieren, dass es ihnen manchmal sogar kurz vor Wettbewerben auseinanderfällt. Für diese Leute ist das BCA-Visier konstruiert. Es verleiht zudem dem EGR77 einen richtig bulligen, kompromisslosen Charakter. Hier der Link: Rough Country Old-Style S&W Sight with blank, undrilled tang [RCSWSBL] - $129.95 : +Parts Store+, Bowen Classic Arms



    Dann habe ich alle Komponenten zusammengebaut und YEEEEAAAHH!, der Revolver sieht 100mal „echter“ aus als vorher und hat jedes mal beim Betrachten einen Wow-Effekt. Immerhin habe ich insgesamt nochmal 270 Euro Warenwert auf den EGR geklemmt und sollte nun für die kommenden Jahre zufrieden sein damit.




    Kurzum: Man kann den EGR77 doch noch mehr tunen, als nur die Griffschalen auszuwechseln ..und nu mach ich mich ans nächste Projekt....



    Die Resonanz ist sicherlich verhalten, da das Thema schon öfters diskutiert worden ist, zuletzt in diesem Thread:


    Deko COLT M1911 A1 von RMI by MGC 1970/80iger Jahre Japan Modelgun - Sammeln - Dekowaffen, 4mmM20 & Verschiedenes - CO2air.de


    Der Colt 1911 A1 in 9mm Knall von Umarex ist nicht so realistisch. Der ist auch schmaler als das Original.


    Dein Vorschlag da oben sieht doch super aus. Da sind sogar staatliche Abnahmestempel drauf, wie zB der GHD (Guy H. Drewry) und das P (Proofmarking), und die komplette Adresszeile von Colt. Was willst du mehr? Ist doch cool!

    ...und es gibt noch mehr an den Enfields zu entdecken: Lasst uns mal die Herstellerstempel auf den Rahmen vergleichen. Tatsächlich wurden in der Enfield-Fabrik nur die Teile zusammengesetzt(!!), die von zwei dutzend Privatwerkstätten hergestellt und zugeliefert worden sind. Die wichtigsten Teile kamen schon damals von "Albion Motors" aus Schottland, bevor man denen zu Kriegsausgang den Auftrag erteilt hat, die Revolver gleich selbstständig zusammenzubauen. Alle Zulieferer hatten vom Kriegsministerium einen Geheimcode zugewiesen bekommen, der dann auf die Einzelteile gestanzt worden ist. Albion hat ein "N1".


    Die anderen Zulieferer haben meistens ihre Codes nicht auf die Schrauben oder Federn gestanzt, um diese nicht unnötig zu schwächen. Ist schon interessant: Unter den Zulieferern sind Nähmaschinenhersteller und Fabriken aus dem Grammophon- und Telefonbereich. Im Folgenden eine Liste aus dem Stamps&Skennerton-Buch, wer was unter welchem Code produziert hat,



    Wenn ihr die Griffschalen abschraubt, stehen da auch Codes hinter. Bei mir ist ein N eingestanzt, und ein J252. Das letztere ist sicherlich der Herstellercode. Er ist aber in der o.g. Liste nicht angeführt. Vielleicht steht aber auch das N stellvertretend für Albion?!


    Ganz unten ist die Firma Yale& Towne Manufacturing angeführt, die haben die Holzgriffe hergestellt (wollte ich nur erwähnen, da ich oben schon auf die Bakelitfirma hingewiesen habe).




    Findet ihr einen dieser o.g. Hersteller an euren Enfields? Was ist bei euch auf dem Rahmen eingestanzt?



    So Genossen und Genossinnen, in der Zwischenzeit habe ich mir nun auch einen Webley besorgt. Das passende Pritchard-Greener-Revolverbajonett kam ebenfalls vor kurzem an. Es ist von IMA USA, die versenden auch nach Germany. Falls einer von euch ebenfalls vorhat, sich eines zu kaufen, hierzu ein paar Gedanken:


    Das Bajonett kam in einer Plastikfolie eingewickelt an. Darunter triefte alles vor Fett. Das Ding schwamm förmlich drin. Als ich das Fett abgewischt habe, ging gleichzeitig die Brünierung der Scheide ab (?!). Ich hab sie dann neu brüniert (Super Blue von Birchwood Casey auf ein Wattebausch auftragen und dann Stahl einreiben). Richtig abriebfest ist die Brünierung aber immer noch nicht. Der Stahl ist schon echt komisch….


    Positiv überrascht bin ich von der Klinge. Die ist zwar stumpf, aber ihr Stahl lässt sich ebenfalls gut brünieren. Ich habe also SuperBlue aufgetragen bis die Klinge schwarz war und dann alles mit 0000-Stahlwolle abgerieben, bis die Klinge einfach nur noch grau aussah. Wie gealterter Stahl eben.


    Die Lederlasche sieht ebenfalls verdammt neu aus. Ich habe sie mit Schmirgelpapier rau geschliffen und dann mehrfach geölt, geknetet und gewachst. Jetzt sieht sie geschmeidig aus und fässt sich auch so an.


    Der Messinggriff passt nicht sofort an den Co2-Webley. Ich habe zwei(!) Stunden lang mit Rund- und Flachfeilen gefeilt, um ihn anzupassen. Das war Millimeterarbeit. Wer also diese beiden Werkzeuge nicht hat, bzw. keine Geduld, Finger von lassen...


    Zudem habe ich an der Unterseite zwei Zahlen eingeschlagen. Da stehen oft Regimentsnummern dran. Dann habe ich den Griff mit ein paar Kerben und Dongs versehen, mit 0000-Stahlwolle mattpoliert und zum Schluss alles in einem „Tifoo-Messing-Patinierung“sbad eingelegt. Nun ist der Griff braun und glänzt nicht mehr so elendig weißgold.


    Habe keine Vorher-Nachher-Bilder. So sah das Bajonett ladenneu aus:


    Webley Pritchard Bayonet for the Webley MkVI Pistol - Collector Grade – International Military Antiques (ima-usa.com)



    So sieht es jetzt aus:



    Das Bajonett ist ziemlicher Nonsens, aber ein Nice-to-have Wie alle unsere Schätzchen hier sicherlich

    Heute ist wie angekündigt mein Ostergeschenk aus einem amerikanischen Antiquariat angekommen! Das Buch „.380 Enfield No.2 Revolver“ von Mark Stamps und Ian Skennerton. Auf 125 Seiten wird hier die Geschichte des Revolvers geschildert. Es werden u.a. die Zulieferer der ganzen Kleinteile aufgeführt, es sind schriftliche Quellen des Kriegsministeriums abgedruckt, die die Anforderungen an den neuen Militärrevolver während seiner Entwicklung erläutern, es werden Prototypen für neue Kaliber vorgestellt, und aufgelistet, wie viele Modelle nach Irak, Kenia und Australien exportiert worden sind. Zudem werden auch die Entscheidungen für spätere Weiterentwicklungen des Revolvers begründet.


    Interessant fand ich hierbei die Entwicklung der Griffschalen: Es wurden 1938 die Messingscheiben im Griff eingeführt („Brass Marking Disc“), damit man darauf das Bataillon und Regiment markieren konnte. Vorher wurden die Bataillonsstempel auf den Griffrücken geschlagen, oder mit Farbe an die Rahmenseite drauf gepinselt. Indem man nun die Marking-Disc auswechselte, konnte man auch den Revolver unter den verschiedenen Einheiten besser umhertauschen. Die Idee kam vom damals verwendeten britischen Enfield-Karabiner, bei dem die gleichen Scheiben verwendet worden sind. Sehr selten findet man auf eGun Exemplare, die auf der Messingscheibe einen Regimentsstempel haben. Scheinbar wurde von der Grundidee nur wenig Gebrauch gemacht.
    Ebenso interessant ist die Begründung, warum die Holzgriffproduktion 1942 eingestellt worden ist: Es war nicht nur zeit- und ressourcensparender die Schalen aus Bakelit zu gießen. Sie waren zudem beständig gegen jegliche Art von Giftgas und ließen sich problemlos abspülen.


    Im Folgenden habe ich aus dem Buch die Erläuterungen der Stempel eingescannt. Die Liste ist leider nicht vollständig, da es tatsächlich noch mehr Stempel an den Enfields gibt. Aber sie ist ein guter Grundstock zur Orientierung. Dazu noch ein Bild eines australischen No.2 Mk2 Revolvers, der da unten in ein paar tausend Stück noch produziert worden ist. Ein PTB-Modell dieser Ausführung wird man bei uns sicher nicht finden.


    Ja, es gibt so viele softairs, die sogar aus Stahl sind und den Originalen in Nichts optisch nachstehen. Es gibt da sogar Sturmgewehre. Diese softairs kommen immer öfter als Filmrequisite zum Einsatz, eben weil sie so echt aussehen.


    Mit echten Maschinengewehren, die auf Altdeko abgeändert worden sind, ist der Drops gelutscht. Trauer dem also nicht hinterher und guck dich nach einer Softair um. Viele von uns sind auf eGun unterwegs und kaufen da ihr Zeugs.... :)

    Den Revolver 1.000 x hostern, kann jede Maschine. Abrieb erkennt jeder.
    Was den authentischen Gesamteindruck ausmacht, sind all die winzigen Gebrauchsspuren, deren Ursprung wir vielleicht nicht einmal erahnen. (Genau davon leben auch Meisterfälscher.)



    An Revolver habe ich mich noch nicht heran getraut. Mit der super Anleitung fallen allerdings einige Hemmschwellen

    habe mir nochmal Gedanken über deine Worte gemacht und gestern Mitternacht noch den Hammer rausgeholt und den SAA verprügelt, harr harr, das war ein Spaß :rolleyes:


    Meine Anleitung beschreibt nur das Finish, wo sich braun, blau und blanke Stellen abwechseln. Über Dellen und Kerben auf dem Stahl habe Ich mir gar nicht so sehr den Kopf zerbrochen. Gestern habe ich dann aber nochmal die ancestry-guns Seite aufgemacht und mir die Dellen an den alten Revolvern angeschaut. Sie sind am meisten an dem unteren Griffkanten, an der Laufmündung und am Korn.


    Ich empfehle erstmal mit den untersten Griffkanten anzufangen. Da kann man abschätzen welche Kraft es für die Hammerschläge braucht und welche Kerben die spitze und flache Seite des Hammers hervorrufen.


    Manche Stellen am Uberti sind sau scharfkantig. Die habe ich auch noch stumpf gehämmert. Immer behutsam vorgehen. Nix überstürzen. Das Ding sieht mit jedem Schlag besser aus 8)


    Jetzt beende ich aber endgültig das Projekt. Ich gehe davon aus, dass er die nächsten Jahre noch seine Farbe ändern wird. Mit einölen kann man den Prozess sicherlich aufhalten. Werde jede Woche nachsehen wie es ihm geht. Aber eins steht fest: Er wird sicherlich noch älter aussehen ^^